Grüne "Frauen"

Eva Herman: Frauen gegen Frauen — Emanzen vs. Nicht-Feministinnen

Das erregte Unter­scheiden zwi­schen einem »Ihr« und einem »Wir« in der Eman­zi­pa­tions-Debatte ließ mich nicht los. Mitt­ler­weile scheint mir dieses »Wir« der frau­en­be­wegten Kämp­fe­rinnen recht anmaßend. Denn es bezieht sich letztlich auf eine kleine Gruppe, die bean­sprucht, für alle anderen Frauen Ent­schei­dungen treffen und zwi­schen richtig und falsch unter­scheiden zu können. Und es beschleicht mich das Gefühl, dass die Aggres­si­vität, mit der diese kleine Gruppe den Nicht-Femi­nis­tinnen oder »ganz nor­malen Frauen« begegnet, aus einer tiefen Lebens­ent­täu­schung gespeist wird.

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Das aber würden die selbst ernannten »Emanzen« niemals zugeben. Frauen wie Birgit müssen darauf beharren, alles richtig gemacht zu haben, weil sonst ihre Daseins­be­rech­tigung in sich zusam­men­brechen würde. Sie können aus diesem Grund nicht ein­ge­stehen, dass die Frau­en­be­wegung Leit­bilder geschaffen hat, die weder Frauen noch Männern ein bes­seres Leben ver­schaffte, Leit­bilder, die die Ehe zer­störten, den Kin­der­wunsch als fal­sches Bewusstsein ent­wer­teten und die Familie an den Pranger stellten.
Hier soll kein fal­sches Bild ent­stehen. Natürlich gibt es ent­schei­dende Ver­bes­se­rungen, die uns die soge­nannte Eman­zi­pation gebracht hat. Befreiung von sexu­eller Gewalt, von poli­ti­scher Ungleich­be­handlung, von der Miss­achtung von Frauen, hinzu kommt die Selbst­ver­ständ­lichkeit des Wahl­rechts und die einer bes­seren Aus­bildung. Doch sind diese Errun­gen­schaften nicht alle das Ergebnis mili­tanter Femi­nis­tinnen, sondern zum Teil bereits im Grund­gesetz als Men­schen­rechte ver­ankert. Die Ver­mi­schung dieser wich­tigen Ent­wick­lungs­schritte, inklusive einer Ver­männ­li­chung der Frau, einem Kon­kur­renz­ver­halten gegenüber den Männern und der Abschaffung von Weib­lichkeit und Müt­ter­lichkeit führte uns zu den Miss­ständen, die der Anlass zu diesem Buch waren.
Es gab wütende Pro­teste von Seiten der Femi­nis­tinnen, als einige Frauen aus dem Umfeld von Bündnis 90/Die Grünen 1987 das »Müt­ter­ma­nifest« ver­öf­fent­lichten. Vor­aus­ge­gangen war ein Kon­gress, an dem rund 500 Mütter und 200 Kin­der teil­ge­nommen hatten, unter­zeichnet hatten das Manifest unter anderem Antje Vollmer und Christa Nickels. Das »Müt­ter­ma­nifest« sprach aus, was damals noch wenige zu sagen wagten: dass die Frau­en­be­wegung aus dem »Ghetto der Nicht-Mütter« und dem »Aquarium der Kar­rie­re­frauen« komme und dass sie letztlich kin­derlose Frauen zum Vorbild erhebe. Das sei nicht nur eine bei­spiellose Ignoranz gegenüber den Müttern, es sei auch ver­häng­nisvoll für die ganze Gesell­schaft. »Das Wissen von Müttern, von den Werten, die sie im Zusam­men­leben mit ihren Kindern erleben und Iernen, fehlt überall im öffent­lichen Bewusstsein«, hieß es weiter in dem Manifest. »Die Erfahrung von Schwan­ger­schaft und Geburt, das Erleben des Her­an­wachsens und Her­an­reifens junger Men­schen unter unserer Obhut gibt Müttern die Chance, den inneren Zusam­menhang zwi­schen Mensch und Natur täglich neu zu spüren.«
Man kann sich vor­stellen, was Birgit zu diesem Manifest gesagt hätte, um zu ermessen, wie heftig die Reak­tionen der eman­zi­pierten Schwestern waren. Die wet­terten denn auch prompt, hier gehe es um die Reak­ti­vierung eines alt­mo­di­schen Frau­en­bildes. Dabei trafen viele Äuße­rungen des Mani­fests sie sicherlich mitten ins Herz. Denn es wurde auch die Auf­wertung der »bunten und lebens­frohen Welt« von Müttern und ihren Kindern gefordert und eine Abwertung der Erwerbs­arbeit. Bunt und lebensfroh? Ohne Berufs­tä­tigkeit? Das ist sicherlich das Letzte, was Femi­nis­tinnen mit der Mut­ter­schaft ver­binden, in der sie, dank Simone de Beauvoir, die Ver­sklavung der Frau wittern.
So hat denn auch das »Müt­ter­ma­nifest« poli­tisch wenig bewirkt, viel zu wenig. Quer durch die Par­teien waren längst Frauen und Männer an der Macht, die das gesamte Reper­toire der Frau­en­be­wegung ver­in­ner­licht hatten. Was nützte es da, dass im Manifest beklagt wurde, eine kin­derlose Gesell­schaft sei dazu ver­ur­teilt, »anonym« und »insti­tu­tio­na­li­siert« zu werden? Selbst als der Ver­fas­sungs­rechtler Paul Kirchhof in einem Spiegel-Interview vom August 2005 sagte, dass »Mütter und nicht Manager und nicht Minister« die Welt humaner machen könnten, ver­hallte diese Mahnung.
Und noch etwas musste die Femi­nis­tinnen am »Müt­ter­ma­nifest« stören: der Hinweis auf den Zusam­menhang von Mensch und Natur. Genau das war seit Anbeginn der Frau­en­be­wegung abge­lehnt worden. Im Wind­schatten des Femi­nismus hatte sich Anfang der sieb­ziger Jahre an den ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­täten ein neuer For­schungs­zweig eta­bliert, die Gender Studies. Ihre Aus­gangs­po­sition war wie­derum eine Variation des sattsam bekannten Satzes von Simone de Beauvoir, dass man nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht werde. Im Sprach­ge­brauch der Gender Studies hörte sich das jetzt so an: Es gebe zwar bio­lo­gisch gesehen männlich und weiblich, doch das Geschlecht mit allen seinen Nei­gungen, Fähig­keiten und Ver­hal­tens­weisen sei aus­schließlich kul­turell erlernt, es sei ein »soziales Geschlecht«. Unter diesem Aspekt wurde nicht nur der gesamte Wis­sen­schafts­be­trieb als män­ner­fi­xiert abge­lehnt, fortan galt die Natur mehr als Schimpfworf denn als Grundlage des Seins.
Wie gesagt: Alle diese Theorien wurden von wenigen Frauen ent­wi­ckelt, die sich mehr oder weniger in einer Nische der Gesell­schaft auf­hielten, von dieser aus aber alle Frauen beein­flussen wollten. Teil­weise ist ihnen das auch gelungen. Dafür könnte die Tat­sache sprechen, dass Aka­de­mi­ke­rinnen weniger Kinder bekommen als andere Frauen: Dazu gehört auch die Beob­achtung, dass die Berufs­fe­mi­nis­tinnen gemessen an ihrer geringen Zahl immensen poli­ti­schen Ein­fluss hatten. Sie han­delten nach der Stra­tegie: Erst fordern wir Frau­en­be­auf­tragte, dann machen wir den Job. Dies war ein geschlos­senes System: Heute gibt es auch an deut­schen Uni­ver­si­täten eine große Anzahl von For­schungs­stellen und Stu­di­en­schwer­punkten zum Thema »Gender Studies«. Was geben sie uns? Welche Erkennt­nisse werden gewonnen, die den Frauen wirklich zugu­te­kommen? Das sind Tabufragen.
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»Ich glaube, die Frau­en­be­wegung als solche exis­tiert über­haupt nicht«, hatte Katharina Rutschky in jenem anfangs zitierten Interview gesagt. »Es gibt nur den Staats­fe­mi­nismus auf der einen Seite, also Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte, Frau­en­mi­nis­terien und Frau­en­quoten. Und auf der anderen Seite gibt es die autonome Frau­en­szene.« Mit anderen Worten: Es habe nie eine Frau­en­be­wegung gegeben, die diesen Namen ver­diene, sondern nur einige wenige Frauen, die es schafften, sich clever in Szene zu setzen, mit Büchern, Zeit­schriften und Talkshow-Auf­tritten, mit poli­ti­schen Ämtern und Posten – und die von dieser Son­der­stellung kräftig pro­fi­tierten. Aber daneben gibt es die namen­losen Opfer wie Birgit, die nahezu gläubig und mit besten Absichten diesen Damen folgten, ohne zu bedenken, dass sie laut und fröhlich auf einen Abgrund zuliefen.
Und schlimmer noch: Mehr und mehr Frauen sind anzu­treffen, die zwar nicht der auto­nomen Frau­en­szene ange­hören, für die der Femi­nismus aber gesell­schafts­fähig geworden ist, ohne dass sie sich als Femi­nis­tinnen bezeichnen würden. Sie sind die Enke­linnen Simone de Beau­voirs, sie prak­ti­zieren einen »Femi­nismus light«. Tief ver­in­ner­licht haben sie die Kriegs­er­klä­rungen an die tra­di­tio­nelle Frau­en­rolle, sind getragen von einem grund­sätz­lichen Miss­trauen gegen die Männer, glauben, sich einzig durch Berufs­tä­tigkeit einen Selbstwert geben zu können und ertragen den Gedanken an Mut­ter­schaft nur, wenn sie sicher sein können, neben dem Kind auch eine Arbeit zu haben. Emp­findung und Gespür für die mensch­lichen Prio­ri­täten sind ihnen abhandengekommen.
Bringen wir es auf den Punkt: Diesen Frauen hat der Femi­nismus sehr viel genommen, gegeben aber hat er ihnen nur die Nach­ahmung der männ­lichen Rolle. Und wie sieht der Alltag dieser Frauen aus? Sie leben in einer gefähr­lichen Schi­zo­phrenie: Im Beruf müssen sie forsch und for­dernd sein, dem Kind gegenüber sollen sie weib­liche Muster reak­ti­vieren, und was das Ver­hältnis zum Mann betrifft, finden sie sich zwi­schen allen Stühlen wieder. Nichts passt mehr zusammen: Sie erziehen Männer und Söhne zu »Sitz­pin­klern«, mögen aber ande­rer­seits keine Softies. Sie fordern von Männern Haus­arbeit, wollen aber trotzdem einen Strauß Rosen zum Hoch­zeitstag. Sie wissen, dass das Weib­liche sie begeh­renswert macht, dürfen das aber nicht vor­be­haltlos aus­leben, weil sie sich sonst zum Püppchen her­ab­ge­würdigt fühlen. Fast scheint es so, als sei es nie so schwierig gewesen wie heute, eine Frau zu sein.
Die Kon­flikte sind vor­pro­gram­miert, seit Alice Schwarzer in ihrem Buch Der »kleine Unter­schied« und seine großen Folgen die These von der immer und überall unter­drückten und unfreien Frau prä­sen­tierte. Sie behauptete, dass Frauen grund­sätzlich eine Lebens­pro­ble­matik hätten. Es sei ein »Stigma«, von der Gesell­schaft zur Frau gemacht zu werden; also müsse man sich aller Ver­hal­tens­weisen und Eigen­schaften ent­le­digen, die eine Frau zur Frau macht.
Niemand störte sich daran, dass Schwarzer für ihr Buch siebzehn Frauen aus ihrem Umfeld inter­viewt hatte. Siebzehn Frauen, war das reprä­sen­tativ? Und wenn diese aus Schwarzers Bekann­ten­kreis stammten, standen sie dann wirklich stell­ver­tretend für die Mehrheit der Frauen? Selbst­ver­ständlich wirkte Der »kleine Unter­schied« und seine großen Folgen erst einmal authen­tisch: Lebendige Ein­zel­schicksale, dagegen ist wenig zu sagen. Doch die Authen­ti­zität wirkt aus heu­tiger Sicht insze­niert, und die Schlüsse, die Schwarzer aus den Gesprächen zieht, zeigen, dass die Inter­views nicht ohne Kalkül geführt wurden. Vielmehr waren sie Beweise für das, was sie eigentlich sagen wollte.
Im zweiten Teil des Buches stellte Schwarzer die weitere These auf, dass nicht allein die Herr­schaft der Männer, sondern auch die Sexua­lität ein Instrument der Unter­drü­ckung sei. In diesem Zusam­menhang ver­wendete Alice Schwarzer das Wort »Zwangs­he­te­ro­se­xua­lität«. Allen Ernstes ver­suchte sie zu behaupten, Liebe und Sexua­lität zwi­schen Mann und Frau seien nichts weiter als ein kul­turell erlernter Zwang. Nur so lasse sich die Män­ner­fi­xierung und die bereit­willige Unter­werfung der Frau unter den Mann erklären. Und im dritten Teil wurden Berufs­tä­tigkeit und Eman­zi­pation nahtlos mit­ein­ander ver­schweißt. Damit hatte sie getreulich die wich­tigsten Gedanken von Simone de Beauvoir über­nommen und sie mit dem Kolorit ihrer eigenen Erfah­rungen lebensecht eingefärbt.
Es gibt durchaus Ver­dienste, die dem Femi­nismus unmit­telbar zuge­schrieben werden können. Dazu gehört die Ein­richtung von Frau­en­häusern, in die sich miss­han­delte Ehe­frauen mit ihren Kindern flüchten können. Dazu gehört auch die Auf­klärung über sexu­ellen Miss­brauch von Mädchen, die sich bei Initia­tiven wie »Wild­wasser e.V.« beraten lassen kön­nen. Und ganz bestimmt ist es aner­ken­nenswert, gegen die Kli­to­ris­be­schneidung von jungen Frauen in Afrika zu pro­tes­tieren, eine grausame Ver­stüm­melung, die kör­per­liche und see­lische Ver­let­zungen unvor­stell­barer Art nach sich ziehen.
Doch alle diese Akti­vi­täten beziehen sich auf ekla­tante Miss­stände. Die zulässige Grenze femi­nis­ti­schen Denkens wurde dort über­schritten, wo die Nor­ma­lität als kri­mi­neller Zustand behandelt wurde, wo Paar­be­zie­hungen von vorn­herein als Formen der Unter­drü­ckung betrachtet wurden und Kinder als Fuß­angel, in der Frauen hängen bleiben. Frausein ist eine Last, eine Knecht­schaft, Frauen sind Ver­lierer, das war die Bot­schaft. Also sollte man sich vor­be­haltlos am Mann ori­en­tieren. Ist das die gerühmte Befreiung? Den in Grund und Boden kri­ti­sierten Mann zu imi­tieren? Das Weib­liche in sich zu ver­drängen und das Männ­liche her­aus­zu­kehren? Mit welchem Recht und mit welchen Argu­menten eigentlich wurde den Frauen ihre Weib­lichkeit ausgeredet?
Nicht nur Kri­tikern, auch ein paar auf­ge­weckten Femi­nis­tinnen selber fiel auf, dass sowohl die Gender Studies als auch die Thesen der Frau­en­be­wegung einen logi­schen Schön­heits­fehler hatten. Einer­seits beharrte der »Gleich­heits­fe­mi­nismus« darauf, Frauen seien wie Männer oder sollten sich an Männern ori­en­tieren, ande­rer­seits wurde eine »Frau­en­kultur« gepriesen, die darauf hin­auslief, dass Frauen anders denken, anders emp­finden, anders handeln und im Grunde die bes­seren Men­schen seien. So titelte der Stern 2006: »Frauen – die bes­seren Chefs. Was Männer von ihnen lernen können.« Geschrieben war der Artikel von einer Frau.
Was will der Femi­nismus wirklich? Sollen Frauen nun männ­licher werden oder sollen sie sich auf ihre weib­lichen Stärken besinnen? Auf der einen Seite wurde pro­pa­giert, Frauen sollten »Frau­en­netz­werke« gründen, sich mit weib­licher Intel­ligenz gegen die Män­nerwelt ver­bünden, auf der anderen Seite legte der Femi­nismus nahe, wie Männer zu handeln.
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Eine Lektion haben viele Frauen jeden­falls prompt umge­setzt: Sie haben von den Männern gelernt, wie man angriffs­lustig mit seiner Umwelt umgeht, wie man kämpft, wie man Ansprüche anmeldet. Alle tra­di­tio­nellen Umgangs­weisen waren nun als Aus­druck von Macht­ver­hält­nissen defi­niert, nichts durfte mehr so sein wie zuvor. Ein bisschen wirkte das wie der Protest von Puber­tie­renden, die gegen die Eltern rebel­lieren. Statt zu prüfen und abzu­wägen, welche Dinge denn mög­li­cher­weise erhal­tenswert sind, wurde in Bausch und Bogen alles abge­wertet, was kon­ven­tionell wirkte. Das erinnert auch an die Trotz­re­aktion Simone de Beau­voirs, die aus der Erfahrung des Abge­lehnt­werdens die Welt ihrer Eltern fortan bekämpfte.
Vollends pro­ble­ma­tisch wird die Sache, wenn man erfährt, dass Simone de Beauvoir 1971 in Frank­reich die öffent­liche Erklärung »J’ai avorte« (»Ich habe abge­trieben«) unter­schrieb, eine Aktion, die Alice Schwarzer begeistert beklatschte und im selben Jahr in Deutschland kopierte, mit dem schon erwähnten Stern-Titel: »Wir haben abge­trieben!« Man kann die fatale Bedeutung des Kampfes für die Lega­li­sierung der Abtreibung gar nicht hoch genug ein­schätzen, wenn man sich mit dem Femi­nismus beschäftigt. Denn es ging dabei ja nicht nur um die Straf­freiheit des Schwan­ger­schafts­ab­bruchs, es ging auch darum, ihn als harmlos her­un­ter­zu­spielen, als sei das nur wie ein Zahnarztbesuch.
Warum gingen die Femi­nis­tinnen nicht für kos­tenlose Kondome auf die Straße, wenn sie denn schon kin­derlos bleiben wollten? Warum demons­trierten sie nicht für mehr Auf­klärung über Schwan­ger­schafts­ver­hütung? Gerade die Pro­teste gegen den Para­graphen 218 ent­hüllen ein zutiefst bedroh­liches Moment der Frau­en­be­wegung. Es war nicht nur der überaus feind­selige und ableh­nende Umgang mit einem unge­bo­renen Kind, es war auch die wenig ein­fühlsame Aus­ein­an­der­setzung mit uns Frauen. Ist das unge­borene Leben nicht ein Teil von uns? Wird bei einer Abtreibung nicht ein Stück von uns zerstört?
Die Dis­kussion um den Para­graphen 218 schien beendet, als die Abtreibung prin­zi­piell straffrei zuge­lassen wurde! Doch so ist es nicht. Heute weiß man aus der »Post-Abortion«-Forschung, die sich mit den Folgen von Abtrei­bungen beschäftigt, dass ein Schwan­ger­schafts­ab­bruch in den Bio­grafien der meisten Frauen eine see­lische Schä­digung hin­ter­lässt: Oft trauern Frauen ein Leben lang um das ver­lorene Kind, und es ist belegt, dass die meisten Bezie­hungen danach scheitern.

Auszug aus dem Best­seller Das Eva-Prinzip von Eva Herman, erschienen 2006
Eva Herman — https://www.eva-herman.net

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