
Zudem müsse es eine Stelle geben, bei der Verbraucher “unerwartete Wirkungen” eines Nahrungsergänzungsmittels melden können. In der Europäischen Union gibt es bisher keine gesetzlich festgelegten europaweit geltenden Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. In Deutschland hat das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) Höchstmengen empfohlen. Nationale Vorgaben lehnt das zuständige Bundesernährungsministerium von Ressortchefin Julia Klöckner (CDU) jedoch ab. Favorisiert wird eine Regelung auf EU-Ebene. Diese sei aufgrund des “intensiven” Warenaustauschs zwischen den EU-Mitgliedstaaten einer nationalen Regelung “deutlich überlegen”, schreibt das Ministerium in einer Antwort auf eine entsprechende Frage Künasts. Das Ministerium werde sich daher bei der neuen EU-Kommission “erneut dafür einsetzen, die bereits begonnenen Arbeiten zu Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe auf EU-Ebene wieder-aufzunehmen”, heißt es in dem Dokument, über das das “Handelsblatt” berichtet. Das Ministerium betont ausdrücklich, dass für ein EU-weit einheitlich hohes gesundheitliches Schutzniveau für Verbraucher eine “harmonisierte” Festsetzung solcher Höchstmengen notwendig sei. Außerdem habe die fehlende Harmonisierung “erhebliche Störungen des Binnenmarktes und die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen zur Folge”.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) — Foto: Nahrungsergänzungsmittel, über dts Nachrichtenagentur
























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