Deutsch­lands prekäre Wachstums- und Produktivitätsentwicklung

Herr Prof. Dr. Dietram Schneider kam als Leser auf mich zu, weil er sich die Gründe für den Rückgang der Pro­duk­ti­vi­täts­stei­gerung genauer ange­sehen und dazu sogar ein Buch ver­öf­fent­licht hat: Deutschland – Pro­duk­ti­vi­täts­wüste und Zombie-Land“. Ich fand das so inter­essant, dass ich ihn gebeten habe, seine Erkennt­nisse in einem Gast­beitrag zu ver­öf­fent­lichen. Hier ist er:

Wachstum bildet die Basis, um Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte zu erreichen. Und beide, Wachstum und Pro­duk­ti­vität, sind zen­trale Hebel für den Wohl­stand eines Landes. Der Nie­der­länder Petrus Johannes Ver­doorn (1911–1982) hat sich als einer der ersten Öko­nomen in fun­dierten empi­ri­schen Studien dem Zusam­menhang zwi­schen Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung gewidmet. Wendet man Ver­doorns Über­le­gungen von für Deutschland an, zeigt sich eine äußerst bekla­gens­werte Ent­wicklung – und zwar sowohl im Zeit­verlauf als auch im Ver­gleich mit den EU-Mit­glied­staaten. Dieser Blog zeigt einige aus­ge­wählte Ergeb­nisse aus einer umfas­sen­deren Studie, die der Autor kürzlich unter dem Titel „Deutschland – Pro­duk­ti­vi­täts­wüste und Zom­bieland“ publi­ziert hat.

Die deutsche Wachstums- und Produktivitätsmisere

Bild 1 skiz­ziert zunächst den Nie­dergang der Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung über einen Zeitraum von fast 50 Jahren anhand glei­tender Zehner-Durchschnitte.

Eine ähn­liche Kor­re­spondenz ergibt sich bei der Gegen­über­stellung des Pro­duk­ti­vitäts- und Wachs­tums­ver­laufs in vier gleichen Zeit­ab­schnitten (Bild 2). Hier fällt der Nie­dergang der Pro­duk­ti­vi­täts­raten noch weit stärker aus als der­jenige der Wachs­tums­raten. Die Wachs­tums­raten sinken zwar, aber sie scheinen sich von T3 und T4 bei einem Wert von rund 1,4 % zu sta­bi­li­sieren, während die Pro­duk­ti­vi­täts­raten entlang der Zeit­ab­schnitte deutlich bis auf 0,4 % in T4 und schließlich 0,1 % (2018) weiter abfallen. Die fol­genden Aus­füh­rungen in Anlehnung an Ver­doorn können hier zu einer Klar­stellung bei­tragen und inter­es­sante – für Deutschland jedoch wenig erfreu­liche – Ein­sichten liefern. Aber schon jetzt lässt sich durch das abneh­mende Ver­hältnis zwi­schen Pro­duk­ti­vitäts- und Wachs­tums­ver­än­derung (z. B. 1,9 % zu 2,6 % in T2 versus 0,4 % zu 1,4 % in T4) ver­muten, dass in Deutschland aus dem Wachstum leider immer weniger Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte erzielt werden können.

 

Bild 2: Ent­wicklung der Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­raten (Deutschland, 1971 – 2018)

Bild 3 zeigt nach dem Vorbild von Ver­doorn die Regres­si­ons­kurve, die sich aus der Gegen­über­stellung der Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­raten für Deutschland über die letzten knapp 50 Jahre ergibt. Außerdem sind darin ver­schiedene Ver­doorn-spe­zi­fische Bench­marks eingetragen.

  • Basis­pro­duk­ti­vität:Deutschland erreicht ohne Wachstum keine Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte (Basis­pro­duk­ti­vität = ‑0,01). In rezes­siven Zeiten ist sogar mit einem Rückgang der Pro­duk­ti­vität zu rechnen.
  • Kri­tische Wachs­tums­schwelle:Die kri­tische Wachs­tums­schwelle, also das Wachstum, ab dem über­haupt Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte erzielbar sind, liegt eben­falls bei 0 (+0,01).
  • Abstand zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle:Im Durch­schnitt über knapp 50 Jahre konnte Deutschland ein Wachstum von 2 % ver­zeichnen. Daraus ergibt sich ein Abstand zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle von knapp 2 % (+1,99 %).
  • Wachs­tums­aus­schöp­fungsgrad:Über den gesamten Zeitraum ergab sich ein durch­schnitt­liches Wachstum von 2 % und eine durch­schnitt­liche Pro­duk­ti­vität von knapp 1,4 %. Der Wachs­tums­aus­schöp­fungsgrad liegt daher bei knapp 70 % (rech­ne­risch 67 %). 
  • Wachs­tums­bedarf:Der Wachs­tums­bedarf, um 1 % Pro­duk­ti­vität zu erreichen, liegt bei knapp 1,5 %.

 

Bild 3: Ver­doorn-Kurve und Bench­marks für Deutschland (1971 – 2018)

Über den Gesamt­zeitraum mag die Ent­wicklung Deutsch­lands noch erträglich erscheinen. Anhand der oben ein­ge­führten Zeit­ab­schnitte ergeben sich jedoch deut­liche Hin­weise für die deutsche Pro­duk­ti­vi­täts­misere. Mit Aus­nahme des zweiten Zeit­ab­schnitts hat sich die Situation bis zum aktu­ellen Zeitraum (2007–2018) kon­ti­nu­ierlich ver­schlechtert. Dieser Abwärts­trend ist (trotz der durch die fünf über­ein­an­der­ge­legten Kurven ent­ste­henden Kom­ple­xität) bereits durch einen groben Blick auf die jewei­ligen zeit­ab­schnitts­be­zo­genen Ver­doorn-Kurven erkennbar (Bild 4).

 

Bild 4: Ver­doorn-Kurven für Deutschland – ver­schiedene Zeitabschnitte

Vom ersten (T1: 1971–1982) auf den zweiten Zeit­ab­schnitt (T2: 1983–1994) konnte Deutschland die Ver­doorn-Kurve zwar auf ein höheres Niveau heben. Dies ist jedoch vor allem auf die Son­der­ef­fekte in den Jahren 1989 bis 1992 durch die Wie­der­ver­ei­nigung zurück­zu­führen. Seitdem hat sich das Niveau der Ver­doorn-Kurven stark nach unten ver­schoben. Die Ver­doorn-Kurve für den jüngsten Zeitraum (T4) von 2007 bis 2018 liegt sowohl weit schlechter als die­je­nigen der vor­her­ge­henden Zeit­ab­schnitte als auch deutlich unterhalb der Ver­doorn-Kurve, die sich über den gesamten Betrach­tungs­zeitraum von 1971 bis 2018 ergibt. Bereinigt man nach­richtlich und aus Gründen der Redu­zierung der Kom­ple­xität Bild 4 derart, dass nur noch der beste Zeit­ab­schnitt (T2) mit dem jüngsten Zeit­ab­schnitt (T4) ver­glichen wird, so zeigt sich, wie eklatant der Nie­dergang war (Bild 5):

Bild 5: Ver­doorn-Kurven für Deutschland – T4 versus T2

Die prekäre Ent­wicklung der Pro­duk­ti­vität ver­deut­lichen auch die für Ver­doorn-Studien typi­schen Bench­marks (Bild 6):

 

Bild 6: Ver­doorn-Bench­marks für Deutschland – die schlei­chende Pre­ka­ri­sierung der Produktivität

Ab dem zweiten Zeit­ab­schnitt und im Ver­gleich zum gesamten Betrach­tungs­zeitraum von T1 bis T4 offen­baren sich jeweils sehr deut­liche Ver­schlech­te­rungen. Zwi­schen T2 und T4 ist die Basis­pro­duk­ti­vität fast um zwei Pro­zent­punkte abge­sackt. Ver­doorn-ana­ly­tisch inter­pre­tiert ist dies ebenso als „Drama“ zu qua­li­fi­zieren, wie der extreme Anstieg der kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle. Im Verbund mit rück­läu­figen Wachs­tums­raten hat dies zu einem Schrumpfen des Abstands zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle von derzeit nur noch kläg­lichen 0,44 % geführt. Außerdem braucht Deutschland inzwi­schen min­destens ein Wachstum von +1 %, um über­haupt Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte zu erreichen. Liegt es dar­unter, so ist mit Pro­duk­ti­vi­täts­ver­lusten zu rechnen. Diese Situation ist ange­sichts der sich ein­trü­benden Kon­junktur (das Wachstum in den nächsten zwei Jahren wird diese 1 %-Marke nicht erreichen) zu erwarten.

Überdies sollte man annehmen, dass die Ver­ant­wort­lichen im Management von Unter­nehmen und in der Politik bei sin­kenden Wachs­tums­raten alle Anstren­gungen darauf richten, die anfal­lenden „Wachs­tums­krümel“ umso stärker für die Gewinnung von Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritten umzu­setzen. Schließlich sollte nied­riges Wachstum „Lei­dens­druck“ gene­rieren, um ver­stärkt an der Pro­duk­ti­vität zu arbeiten. Aber offen­sichtlich ist genau das Gegenteil der Fall. Der Wachs­tums­aus­schöp­fungsgrad befindet sich sogar in einem Sinkflug. Wenn man aller­dings bei Wachs­tums­raten von 1,4 % weithin hörbar und ein­ge­lullt von Illu­sionen und eupho­ri­siert durch den Rückgang der Arbeits­lo­sen­zahlen (freilich unter Inkauf­nahme einer Zunahme pre­kärer bzw. aty­pi­scher Beschäf­tigung) sich nicht scheut, von einem Kon­junk­turboom zu sprechen, so darf man sich als kri­ti­scher Beob­achter darüber nicht wundern. 

Die längs­schnitt­ana­ly­ti­schen Ergeb­nisse geben weder Anlass zur Freude noch Anlass für zukünf­tigen Opti­mismus. Eher ist das krasse Gegenteil der Fall. Frei von jedem Pes­si­mismus muss man ange­sichts der Fakten von einer über Jahre anhal­tenden Pre­ka­ri­sierung sprechen. Diese uner­freu­liche Situa­tions- und Ent­wick­lungs­dia­gnose wird durch den Ver­gleich mit den 28 EU-Mit­glied­staaten noch weiter ein­ge­trübt. Um den ver­schie­denen öko­no­mi­schen und poli­ti­schen Ver­hält­nissen gerecht zu werden sowie die Dauer der EU-Mit­glied­schaft zu berück­sich­tigen, ist für ein Bench­marking auf EU-Ebene eine Trennung in „ältere“ und „neuere“ EU-Länder erfor­derlich (Bild 7):

Bild 7: Seg­men­tierung in ältere und neuere EU-Mitgliedstaaten

Die für die fol­genden Ver­doorn-Ana­lysen erfor­der­lichen Daten bietet EUROSTAT ab dem Jahr 2007. Der für die Ver­doorn-Ana­lysen der EU-28-Mit­glied­staaten her­an­ziehbare Zeitraum reicht inzwi­schen von 2007 bis 2018. Er ent­spricht damit genau der vierten Zeit­spanne (T4), die für die Kon­struktion der Ver­doorn-Kurven und die Ableitung der ein­zelnen Bench­marks für Deutschland gebildet wurde.

Für den Zeit­ab­schnitt T4 (2007 – 2018) gibt Bild 8 jeweils unter­teilt in die zwei EU-Seg­mente sowie im Ver­gleich zu Deutschland einen Über­blick über die fünf bereits genutzten Bench­marks. Ins­gesamt schneiden die neueren Mit­glied­staaten stets besser als die älteren EU-Länder ab. Die Basis­pro­duk­ti­vität ist bei den neueren Mit­glied­staaten mit +0,5 % weit höher als die­jenige der älteren Mit­glied­staaten, die sogar einen nega­tiven Wert auf­weisen (-0,29 %). Die kri­tische Wachs­tums­schwelle liegt mit einem Wert von rund ‑1,5 % um mehr als 2 %-Punkte besser als die­jenige der älteren Mit­glied­staaten (+0,7 %). Die neueren Bei­tritts­länder erzielen folglich selbst dann noch Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritte, wenn die Kon­junktur ein­brechen sollte. Die älteren Mit­glied­staaten brauchen dagegen min­destens ein Wachstum von +0,7 %, um über­haupt positive Pro­duk­ti­vi­täts­ef­fekte zu erreichen, was ange­sichts der Wachs­tums­pro­gnosen für viele der älteren Länder eine Grat­wan­derung sein dürfte.

Ähnlich Ergeb­nisse ergibt der Ver­gleich der neueren EU-Länder mit der Ent­wicklung Deutsch­lands. Ange­sichts der bis­he­rigen Aus­füh­rungen zur (pre­kären) deut­schen Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung und der Zuge­hö­rigkeit Deutsch­lands zu den älteren Mit­glied­staaten war dieser Befund zu erwarten. Aller­dings erscheint es doch über­ra­schend, dass Deutschland bei drei der fünf Bench­marks sogar im Ver­gleich mit den älteren Mit­glied­staaten klar schlechter abschneidet. Nur beim Abstand zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle besteht ein mini­maler Vorteil gegenüber den älteren Mit­glied­staaten (+0,44 % versus +0,42 %). Einen ebenso kaum nen­nens­werten Vorteil hat Deutschland beim Wachs­tums­bedarf gegenüber den älteren EU-Ländern (+2,12 % versus 2,39 %), der jedoch mit Blick auf die gegen­wär­tigen und zukünf­tigen Wachs­tums­raten sowieso obsolet geworden ist:

Bild 8: Ver­doorn-Bench­marks für Deutschland im Ver­gleich mit EU-Mit­glied­staaten (2007 – 2018)

Um einen mög­lichst ganz­heit­lichen Über­blick über die Posi­tio­nierung Deutsch­lands im Reigen der EU-Mit­glied­staaten zu erreichen, baut das Ranking in Bild 9 auf ins­gesamt sieben pro­duk­ti­vi­täts­re­le­vanten Kri­terien auf: Basis­pro­duk­ti­vität, kri­tische Wachs­tums­schwelle, Abstand zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle, Wachs­tums­aus­schöp­fungsgrad, Wachs­tums­bedarf, durch­schnitt­liches Wachstum und durch­schnitt­liche Pro­duk­ti­vi­tätsrate (T4, 2007 – 2018).

 


Bild 9
: Gesamt­ranking der EU-28-Mitgliedstaaten

Trotz Berück­sich­tigung aller genannten Bench­marks bleibt es dabei: Die Position Deutsch­lands ver­bessert sich kaum. Mit Rang 22 bleibt Deutschland im letzten Viertel der EU-28-Mit­glied­staaten. Die neueren EU-Staaten pro­fi­tieren bei diesem Ranking vor allem von ihrem i. d. R. höheren Wachstum, der höheren Basis­pro­duk­ti­vität und vom höheren Wachs­tums­aus­schöp­fungsgrad. Sie bilden ihrer­seits gute Grund­lagen für eine vordere Ranking-Plat­zierung bei der kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle sowie beim Abstand zur kri­ti­schen Wachs­tums­schwelle. Insofern kor­re­lieren die oben genannten sieben Kri­terien mit­ein­ander positiv, wodurch die neueren EU-Mit­glied­staaten ins­gesamt begünstigt werden. Für die bekla­gens­werte deutsche Posi­tio­nierung sollte dies jedoch keine Ent­schul­digung sein. Schließlich gibt es mehrere ältere EU-Mit­glied­staaten, die weit besser abschneiden als Deutschland. Ande­rer­seits beschei­nigen die Ergeb­nisse den neueren EU-Mit­glied­staaten einen ein­drucks­vollen Auf­hol­prozess gegenüber den älteren EU-Ländern.

Kri­tisch anzu­merken ist aller­dings die bis­herige Ver­nach­läs­sigung des Pro­duk­ti­vi­täts­ni­veaus. Aus einer öko­no­mi­schen Per­spektive ist davon aus­zu­gehen, dass es bei einem gerin­geren Niveau leichter fällt, höhere Zuwachs­raten beim Wachstum und bei der Pro­duk­ti­vität zu erzielen, was sich auch bei Ver­doorn-spe­zi­fi­schen Bench­marks positiv bemerkbar macht – und umge­kehrt bei höherem Pro­duk­ti­vi­täts­niveau, wodurch die Ver­doorn-Bench­marks eher restrik­tio­niert werden. Insofern ist eine ana­ly­tische Inte­gration des Pro­duk­ti­vi­täts­ni­veaus erfor­derlich. Bild 10 zeigt hierfür an der Abszisse die Posi­tio­nierung der EU-Länder im obigen Gesamt­ranking und an der Ordinate das Produktivitätsniveau.

  

Bild 10: Posi­tio­nierung der 28 EU-Mit­glied­staaten im Port­folio aus Gesamt­ranking (Abszisse) und Pro­duk­ti­vi­täts­niveau (Ordinate)

Deutschland liegt klar erkennbar unter der Win­kel­hal­bie­renden. Die nächsten Nachbarn sind das Ver­ei­nigte König­reich, Öster­reich, Italien und Finnland. Deutlich besser posi­tio­niert ist der „Aus­reißer“ Irland. Auch die älteren EU-Mit­glied­staaten Dänemark, Frank­reich, Schweden und die Nie­der­lande weisen eine güns­tigere Position als das EU-Grün­dungsland Deutschland auf. Mit einem nur minimal schlech­teren Ranking schneidet Belgien ange­sichts des ver­gleichs­weise höheren Pro­duk­ti­vi­täts­ni­veaus eben­falls besser als Deutschland ab. Bul­garien, die Vie­rer­gruppe um Lettland und die Fün­fer­gruppe um Kroatien, die bis auf Por­tugal alle den neueren EU-Mit­glied­staaten ange­hören, liegen beim Pro­duk­ti­vi­täts­niveau zwi­schen 20 und knapp 60 (Bul­garien) Index­punkte schlechter als Deutschland. Aller­dings haben diese neuen EU-Mit­glieder beim Ranking einen Vor­sprung vor Deutschland von immerhin 50 bis fast 120 Punkten.

Die Bot­schaft an die Ver­ant­wort­lichen in Deutschland fällt damit ins­gesamt sehr klar und nach­drücklich aus: Ein leichter Anflug einer gezü­gelten Freude über das der­zeitige Pro­duk­ti­vi­täts­niveau ist viel­leicht noch gestattet. Eine ernste Miene sollte jedoch unver­züglich auf dem Fuße folgen. Denn selbst beim Pro­duk­ti­vi­täts­niveau nimmt Deutschland mit dem elften Platz inzwi­schen nur noch eine mit­tel­klassige Position ein. Das Pro­duk­ti­vi­täts­niveau ist überdies extrem gefährdet und stellt letztlich nur eine Errun­gen­schaft der Ver­gan­genheit dar. Ein Aus­ruhen auf dem erreichten Niveau käme einem wei­teren Abstieg Deutsch­lands gleich. Das ver­laufs­ori­en­tierte und für die Zukunft ent­schei­dende Ranking zeigt scho­nungslos, dass ein nach­hal­tiges Gegen­steuern erfor­derlich ist, will Deutschland in Europa nicht die Zukunft ver­lieren und nach unten durch­ge­reicht werden.

Dass damit Nach­teile für die Wett­be­werbs­fä­higkeit ver­bunden sind und unser Wohl­stand bedroht wird, liegt auf der Hand – von der Bewäl­tigung der vielen anste­henden Pro­bleme und Her­aus­for­de­rungen, vor denen Deutschland (aber letztlich ganz Europa) steht, ganz zu schweigen. Die Liste reicht von Handels- und Zoll­kon­flikten, der Dekon­struktion und Rekon­struktion der Welt­ordnung mit zum Teil mili­tä­ri­schen und para­mi­li­tä­ri­schen Inter­ven­tionen und Aus­ein­an­der­set­zungen, über das Erstarken poli­tisch extremer Rand­gruppen sowie der Inte­gration von Flücht­lingen und Migranten bis zum kli­ma­freund­lichen Umbau der Indus­trie­struk­turen und der Ener­gie­ver­sorgung sowie der Bewäl­tigung des demo­gra­fi­schen Wandels mit seinen Gefähr­dungen für die sozialen Sicherungssysteme.

Schon in einer Wachs­tums­phase und in Zeiten einer erfolg­reichen Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung wäre die „Lösung“ dieser Pro­bleme eine Mam­mut­aufgabe und ambi­tio­niert genug. Von einer wirk­lichen „Lösung“ dieser Pro­bleme kann ehr­li­cher­weise ver­mutlich keine Rede mehr sein, wenn es „Lösungen“ über­haupt je gab. Neben einem zu befürch­tenden Crash ist bes­ten­falls von einer – irgendwie und höchst­wahr­scheinlich inkre­men­ta­lis­tisch gear­teten – „Hand­habung“ aus­zu­gehen, die an Lind­bloms Durch­wursteln erinnert. Denn die Liste der Pro­bleme droht nun in ein sta­gnativ-rezes­sives Stadium der Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung zu fallen. Sie ent­zieht Deutschland schon heute – und zukünftig noch mehr – die Kraft und die Mittel, um erfolg­reich und vor­aus­schauend sowie aus einer Position der Stärke heraus agieren zu können.

Ursachen des Nie­der­gangs der Produktivitätsentwicklung

Die Ursachen für die Pre­ka­ri­sierung der Pro­duk­ti­vi­täts­ent­wicklung sind viel­fältig und komplex. Zunächst gibt es drei Effekte, die zwangs­läufig schon rein rechen­tech­nisch-sta­tis­tisch zu einer Absenkung von Wachstum und Pro­duk­ti­vität führen:

  • Auf- und Ausbau der Low-Level-Dienstleistung
  • Mobi­li­sierung „letzter“ Arbeits­kräf­te­re­serven und sin­kende Grenzproduktivitäten
  • Migration (Flücht­linge, Asylsuchende)

Der u. a. auf­grund des demo­gra­fi­schen Wandels nötige und gesell­schaftlich begrü­ßens­werte Ausbau des Dienst­leis­tungs­sektors im Low-Level-Bereich (z. B. Pflege, Betreuung) führt zu einer rech­ne­risch-sta­tis­ti­schen Absenkung der Pro­duk­ti­vität. Denn in diesen Beschäf­ti­gungs­be­reichen bleibt die Pro­duk­ti­vität in aller Regel hinter dem volks­wirt­schaft­lichen Gesamt­durch­schnitt (gemessen bei­spiels­weise mittels Wert­schöpfung pro Erwerbs­tä­tigen). Daher sinkt mit zuneh­mendem Ausbau dieses Sektors die durch­schnitt­liche Produktivität.

Ande­rer­seits ist die ver­stärkte Mobi­li­sierung „letzter“ Arbeits­kräf­te­re­serven zu nennen. Die damit ermög­lichte Abmil­derung des Fach- und sons­tigen Arbeits­kräf­te­mangels ist zwar ebenso gesell­schaftlich und besonders hin­sichtlich der Absenkung von Arbeits­lo­sen­zahlen zu begrüßen wie der Ausbau des genannten Low-Level-Dienst­leis­tungs­sektors. Gemessen an den dadurch erreich­baren Wachs­tums­raten des BIP oder bezogen auf die Pro­duk­ti­vität (Wert­schöpfung pro Erwerbs­tä­tigen) stellen sich hier­durch jedoch im Ver­gleich zum volks­wirt­schaft­lichen Gesamt­durch­schnitt klare (rech­ne­risch-sta­tis­tische) Nach­teile ein. Aus einer wirt­schafts­wis­sen­schaft­lichen Per­spektive handelt es sich um sin­kende Grenz­pro­duk­ti­vi­täten, wie sie aus dem soge­nannten fakt­or­theo­re­ti­schen Ansatz der Öko­nomie bekannt sind.

Ein wei­terer Effekt, der eine Bewegung in die gleiche Richtung bewirkt, ergibt sich durch die Zuwan­derung. Die Migra­ti­ons­ströme in den letzten Jahren speisten sich kaum durch qua­li­fi­zierte Zuwan­derung. Sondern es han­delte sich über­wiegend um Asyl­su­chende und Flücht­linge aus den Kri­sen­herden dieser Welt. Ihre schritt­weise Inte­gration in den Arbeits­markt und die Inte­gra­ti­ons­leis­tungen Deutsch­lands sind trotz der viel­fachen Kritik anzu­er­kennen; und sie haben Deutschland viel Sym­pathie ein­ge­bracht. Ande­rer­seits muss man ange­sichts des durch­schnittlich relativ geringen Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veaus und der über­wie­genden Beschäf­tigung im Nied­rig­lohn­be­reich kon­ze­dieren, dass die Arbeits­pro­duk­ti­vität der in den letzten Jahren zuge­wan­derten Men­schen relativ gering ist. Dadurch ergibt sich im Durch­schnitt über alle Erwerbs­tä­tigen in Deutschland wie­derum eine weitere Reduktion der Pro­duk­ti­vität. Überdies ist bekannt, dass eher schlecht qua­li­fi­zierte Arbeit­nehmer im Ver­gleich zu besser und höher qua­li­fi­zierten Arbeit­nehmern in sta­gnativ-rezes­siven Zeiten besonders stark von Arbeits­lo­sigkeit betroffen sind. Dadurch könnten bereits weit­gehend als gelöst ange­sehene Inte­gra­ti­ons­pro­bleme wie­der­belebt und zusätz­liche Belas­tungen für die sozialen Siche­rungs­systeme pro­vo­ziert werden.

Daneben gibt es ein tiefer lie­gendes Ursachenbündel:

a) Illu­sionen auf hohem Niveau und latente Dekadenz

b) Lohn­zu­rück­haltung und feh­lender Investitionsleidensdruck

c) Mängel in der Infra­struktur und Investitionsstau

d) Wegfall von Auf- und Abwertung und Erosion der Produktivitätsanstrengungen

e) bil­liges Geld und Zombie-Unternehmen

a)  Trotz der vielen nega­tiven Signale, die den Standort Deutschland und seine Wett­be­werbs­fä­higkeit in ein kri­ti­sches Licht stellen, halten sich mit hoher Hart­nä­ckigkeit immer noch die Meta-Erzäh­lungen vom „reichen Land“ (zu einer Kritik ver­gleiche die vielen Hin­weise von Daniel Stelter), von der öko­lo­gi­schen „Vorbild- und Vor­rei­ter­rolle“ sowie von der „Loko­mo­tiv­funktion“ Deutsch­lands für die euro­päische und für die welt­weite Wirt­schaft. Sie werden besonders von den poli­ti­schen Eliten gepflegt, um u. a. das Erreichen ihrer eigenen (poli­ti­schen) Ziele zu befördern und die Bevöl­kerung zu beschwich­tigen. Hinzu kommen die – sicherlich begründ­baren – Ver­weise auf die erbende Generation. In Deutschland wird jährlich ein Ver­mögen von rund 400 Mrd. Euro vererbt. Dass solche Bot­schaften (Selbst-) Über­schät­zungen und Anflüge von Dekadenz – gerade auch beim Nach­wuchs – pro­vo­zieren, unter denen Effizienz‑, Leis­tungs- und Pro­duk­ti­vi­täts­ge­danken aus dem Blick geraten, ver­steht sich von selbst. Die auf hohem Niveau oft erkenn­baren Sät­ti­gungs- und Degres­si­ons­ef­fekte für die Pro­duk­ti­vität stehen daher insoweit in der Gefahr, durch derart geschürte Illu­sionen zusätzlich befeuert zu werden.

b)  Ein Gutteil der Illu­sionen und der mit­unter sehr selbst­be­wusst vor­ge­tra­genen Meta-Erzäh­lungen beruht auf dem erfreu­lichen und sogar häufig eupho­ri­sierend wir­kenden Rückgang der Arbeits­lo­sigkeit in den letzten rund 15 Jahren. Arbeits­markt­po­li­tisch waren es die erfolg­reichen – wenn-gleich bis heute umstrit­tenen – Wei­chen­stel­lungen der dama­ligen Bun­des­re­gierung unter Gerhard Schröder und den nach Peter Hartz benannten Arbeits­markt­re­formen (Hartz-Reformen), denen es zu ver­danken ist, dass die Arbeits­lo­senzahl von rund fünf Mil­lionen (2005) auf inzwi­schen ca. 2,3 Mil­lionen gesenkt werden konnte. Wo viel Licht ist, ist aber auch viel Schatten. Dazu gehört der anhal­tende Anstieg der aty­pi­schen Beschäf­tigung (Mini- und Midi-Jobber, Ich-AG, befristet Beschäf­tigte etc.). Während der Anteil dieser Beschäf­tigten 1991 bei den Frauen mit 3,2 Mio. noch rund 24 % aus­machte, lag er 2018 mit ca. 5,1 Mio. bei knapp 32 %. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil bei den Männern von 1,2 Mio. (7 %) auf 2,4 Mio. (14 %). Mit dem Auf­kommen und dem Ausbau dieser Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nisse geriet auch das Nor­mal­ar­beits­ver­hältnis unter Druck. Zusammen mit dem will­kom­menen und dem vor jeder Tarif­runde von der Arbeit­ge­ber­seite stets bemühten Verweis auf die Wett­be­werbs­ver­hält­nisse, denen die deutsche Indus­trie­nation (mit seiner auf den Export fixierten Industrie) aus­ge­setzt ist, wirkte dies auf der Arbeit­neh­mer­seite im Zuge von Tarif­ver­hand­lungen wie ein dämp­fender Dis­zi­pli­nie­rungs­me­cha­nismus. Trotzdem wurden auch von Ver­tretern der Gewerk­schaften die Abschlüsse gerne als Erfolge dar­ge­stellt – und in oppor­tu­nis­ti­scher Manier bei der Ver­kündung der Ver­hand­lungs­er­geb­nisse häufig ver­schwiegen, dass durch die Lauf­zeit­ver­län­ge­rungen über ein Jahr hinaus (z. B. 14, 15 oder 16 Monate) die jähr­liche Stei­gerung geringer aus­fielen als die voll­mundig ver­kün­deten Pro­zent­zahlen. Die indu­zierte Lohn­zu­rück­haltung hat zwar zum Erhalt und zur Schaffung von Beschäf­tigung bei­getragen. Aber die Lohn­zu­rück­haltung hat gleich­zeitig die betriebs­wirt­schaft­lichen Anreize bzw. den „men­talen Lei­dens­druck“ in den Manage­ment­etagen ver­ringert, in Maschinen, Roboter oder neue digitale Tech­no­logien zu inves­tieren. Diese wären jedoch für die Gewinnung von Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritten – vor allem für die Stei­gerung der Basis­pro­duk­ti­vität – so wichtig gewesen.

c)  Die durch den Inves­ti­ti­onsstau in Unter­nehmen aus­ge­lösten Wachstums- und Pro­duk­ti­vi­täts­bar­rieren erfahren in den häufig the­ma­ti­sierten Mängeln in der deut­schen Infra­struktur eine Flan­kierung. Dafür trägt vor allem die Politik Ver­ant­wortung. Betroffen vom Inves­ti­ti­onsstau sind z. B. Straßen- und Bahn­verkehr, Brücken, Bildung, Infor­ma­tions- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­logie sowie Internet. Hinzu kommen die besonders anlässlich der Klagen über die Miet- und Woh­nungs­si­tuation als nicht aus­rei­chend erach­teten Woh­nungs­bau­ak­ti­vi­täten. Dafür werden jedoch oft nicht die feh­lenden finan­zi­ellen Mittel als Ursachen genannt, sondern das feh­lende Per­sonal in den Bau­ämtern und die u. a. dadurch und im Verbund mit dem Dickicht an Bau­vor­schriften aus­ge­lösten Ver­zö­ge­rungen bei der Planung und Bean­tragung der Pro­jekte. Klagen über den Inves­ti­ti­onsstau auf den ver­schie­denen Gebieten sind sowohl aus der Bevöl­kerung als auch von Unter­neh­mens­ver­tretern, und For­schungs- und Bera­tungs­in­sti­tuten gegenüber den poli­tisch Ver­ant­wort­lichen immer wieder zu ver­nehmen. Denn sie befürchten berech­tig­ter­weise negative Folgen für die Pro­duk­ti­vität und das Wachstum. Bei­spiels­weise soll allein der Inves­ti­ti­onsstau der Deut­schen Bahn bei 57 Mrd. Euro liegen, während sich die über­fäl­ligen Inves­ti­tionen der deut­schen Städte und Gemeinden auf rund 160 Mrd. Euro belaufen sollen. Gemessen am Brut­to­in­lands­produkt sind die inves­tiven Aus­gaben in Deutschland in den letzten Jahren auf nur noch rund 2,2 % gefallen. Dagegen haben die Staaten der Indus­trie­län­der­or­ga­ni­sation OECD mehr als 3 % des Brut­to­in­lands­pro­dukts für Inves­ti­tionen ausgegeben.

d)  Für die Abschmelzung des „Lei­dens­drucks“ – bei den poli­ti­schen wie bei den wirt­schaft­lichen Füh­rungs­eliten – hat außerdem die Ablösung der Deut­schen Mark durch den Euro gesorgt. Der Euro hat es weniger wett­be­werbs­fä­higen Ländern im Euro-Raum ver­wehrt, eine Abwertung ihrer Lan­des­wäh­rungen vor­zu­nehmen, um gege­be­nen­falls hier­durch ihre Wett­be­werbs­fä­higkeit gegenüber anderen Ländern zu erhöhen. Im Gegenzug konnte bzw. musste Deutschland im Ver­gleich zu DM-Zeiten gegenüber diesen Ländern keine Auf­wer­tungen betreiben. Seit fast 20 Jahren werden dadurch deutsche Unter­nehmen der Export­in­dustrie und ihre Zulie­ferer gegenüber aus­län­di­schen Anbietern (indirekt wäh­rungs­po­li­tisch) unter­stützt. Es liegt also eine ähn­liche sub­ven­tio­nie­rende Wirkung für die deutsche Export­in­dustrie vor, wie durch die Lohn­zu­rück­haltung. Damit unter­blieben Anstren­gungen, durch Inves­ti­tionen in neue Tech­no­logien und/oder durch Pro­gramme zur Effi­zi­enz­stei­gerung die Pro­duk­ti­vität (und dabei vor allem die Basis­pro­duk­ti­vität) anzu­heben. Durch das Aus­bleiben des Auf­wer­tungs­drucks und das „billige Geld“ sank auf poli­ti­scher wie auf unter­neh­me­ri­scher Seite die Moti­vation (bzw. der „Lei­dens­druck“), Inves­ti­tionen in neue Tech­no­logien oder Infra­struktur zu leisten oder sonstige Maß­nahmen zur Stei­gerung von Pro­duk­ti­vität, Wett­be­werbs­fä­higkeit oder des Wachstums einzuleiten.

e)  In enger Ver­bindung mit der Ein­führung des Euro und der hoch ver­schul­deten Staaten – sowie den spä­teren Euro-Ret­tungs­orgien – stehen die seit Jahren anhal­tende Zins­flaute und die damit aus­ge­löste Politik des „bil­ligen Geldes“ der Euro­päi­schen Zen­tralbank. Dies hat einer­seits dazu geführt, dass der real­wirt­schaft­liche Bereich gegenüber dem Finanz­be­reich in den Hin­ter­grund rückte. Dass damit Effi­zienz- und Pro­duk­ti­vi­täts­aspekte aus dem Blickfeld geraten, liegt auf der Hand. Ande­rer­seits ist damit eine Zom­bi­fi­zierung der Wirt­schaft und schließlich der gesamten Gesell­schaft ein­ge­treten. Sie erweist sich u. a. für die Erhaltung und Aus­weitung der Inno­va­ti­ons­fä­higkeit, für die Gewinnung von Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritten und für die dadurch inten­dierte Erzielung höherer Wachs­tums­raten nicht nur als Hemm­schuh. Vielmehr scheint sie sich zu einer kaum noch zu bän­di­genden Abwärts­spirale aus­zu­wachsen, wodurch die Angst vor einem bevor­ste­henden Crash geschürt wird.

Soweit Pro­fessor Dietram Schneider, dem ich für diesen Beitrag sehr danke. Ich finde es inter­essant, dass es eben doch eine Mög­lichkeit gibt, sich dem Thema ana­ly­tisch und erklärend zu nähern. Es zeigt aller­dings auch, dass wir uns keine großen Hoff­nungen auf ein Pro­duk­ti­vi­täts­wunder machen können – zumindest nicht ohne einen grund­le­genden Politikwandel.


Dr. Daniel Stelter –www. think-beyondtheobvious.com