Gesundheit, Natur & Spiritualität

Orang-Utan, der dem Menschen „Hilfe anbietet“ (+Video)

14. April 2020
Hier bestellen!

Die Orang-Utans und der Mensch sind genetisch nahezu identisch, was auch ein Grund dafür ist, dass sie sogar von Holzfällern sexuell missbraucht werden. Die wenigen Orang Utans, die es noch gibt, werden gejagt, sogar prostituiert und brutal hingerichtet. Es sind gerade diese Tiere, die uns Menschen zeigen, was eigentlich normal sein sollte, sich nicht aus Gier umzubringen, sondern zu helfen. Die natürliche Welt überrascht uns immer wieder, und diese bewegende Begegnung zwischen einem Orang-Utan und einem Mann in Borneo hat die Herzen auf der ganzen Welt zum Schmelzen gebracht. Ein Orang Utan hilft Menschen, obwohl der Mensch der größte Feind der Orang Utan ist.

Orang-Utan, der dem Menschen „Hilfe anbietet“

Prabhakar war mit Freunden auf einer Safari in einem Wald, der von Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS) geschützt wird, als er Zeuge einer ganz besonderen Szene wurde. Er erzählte CNN: „Es gab einen Bericht über Schlangen in diesem Gebiet, also kam der Wärter vorbei und wollte die Schlangen entfernen.“ Prabhakar erzählte, wie schwierig es für die Wärter gewesen sei, sich im schlammigen, fließenden Wasser zu bewegen.
Doch dann kam ein Orang Utan und reichte dem Wärter die Hand, so als wolle er ihn aus dem Wasser helfen. Der Amateurfotograf Anil Prabhakar hielt den flüchtigen Moment fest und postete die berührende Szene auf Instagram. Prabhakar sagte, die gesamte Begegnung habe nur drei oder vier Minuten gedauert. „Ich bin so glücklich, dass ich diesen Moment erleben durfte,“sagte er.

Der Mensch – oder besser gesagt eine bemerkenswerte Darstellung der schlimmsten unserer Spezies – brauchte nur 16 Jahre, um die Hälfte der Orang-Utan auf der Insel Borneo zu vernichten. Holz, Papier, Bergbau oder Palmöl: Die Entwaldung seiner natürlichen Umwelt war nur ein Teil seines Dramas, da viele gejagt und sogar prostituiert wurden.  

Der Orang-Utan ist Asiens einziger Menschenaffe und kommt hauptsächlich in Borneo und Sumatra in Indonesien vor. Schätzungen zufolge ist die Orang-Utan-Population um mehr als 80% zurückgegangen.
Immer wieder werden Orang Utan von Menschen gejagt. Es gibt sogar einen schrecklichen Handel mit diesen vom Aussterben bedrohten Tieren.

Die größte Bedrohung für den Orang Utan ist der Mensch

Bongo the Orang utan

Orang Utan werden gejagt, sogar prostituiert und brutal hingerichtet und sie sterben aus! Mit Wilderei, illegaler Abholzung, Straßenbau oder Wildtierhandel hat der Mensch die Zahl stark schrumpfen lassen.

„Jedes Mal, wenn die Mutter auf einem Baum war, haben wir diesen Baum gefällt, und als sie auf einen anderen Baum sprang, haben wir auch diesen Baum gefällt. Wir fällen solange die Bäume, bis sie nirgendwo anders mehr hingehen kann. Zehntausende Dollar zahlen Käufer für ein Orang-Utan-Baby. Mindestens drei Orang-Utan-Babys sollen jede Woche aus dem Dschungel gebracht und hauptsächlich durch Thailand in Drittstaaten transportiert werden, Die Nachfrage ist immer da, und was diese Babys erleben, ist grausam,“ so ein ehemaliger Schmuggler.  Siehe: Der grausame Handel mit Baby-Orang-Utans aus ihren Dschungel- A cruel trade is tearing baby orangutans from their jungle homes to be sold abroad

„Sobald die Menschlichkeit in der Menschheit stirbt, führen uns manchmal Tiere zurück zu unseren Grundlagen “, schrieb Anil in seinem Bericht

Anil Prabhakar erlebte diesen besondern Augenblick in Samboja, Ost-Kalimantan, der Heimat der 25-jährigen Orang-Utan-Frau Anih. Jamartin Sihite, der Chief Executive Officer des BOSF, bestätigte Jakarta Post am 10. Februar 2020,  dass in der Tat der Fotograf Anil Prabhakar in einer BOSF-Einrichtung auf der Insel Nr. 6 diesen Moment erlebte, wo Anih dem Mann im Wasser, Syahrul, helfen wollte.

Syahrul ist Angestellter bei BOSF. „Anih und Syahrul kennen sich seit den 1990er Jahren“, sagte Jamartin Sihite.  Anih wurde damals  von jemandem in die Einrichtung gebracht. Insel Nr. 6 ist eine der Inseln, auf denen BOSF gerettete Orang-Utans hält, die nicht in die Wildnis zurückgebracht werden konnten. Es wird eine „Insel“ genannt, weil das Gebiet von fünf Meter breiten Gräben umgeben ist, die bis zu zwei Meter tief mit Wasser gefüllt sind. Anih lebt mit Romeo, 34, einem anderen Orang-Utan, der aus Taiwan zurückgekehrt ist, auf einer Fläche von etwa einem Hektar.

„Wir freuen uns sehr über die positiven Reaktionen der Menschen auf dieses Bild“, sagte Jamartin. „Wenn wir uns dieses Bild ansehen, wundern wir uns, dass wilde Tiere zu Menschen freundlicher sein können als wir zu ihnen“, sagte er der Jakarta Post. 

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org