Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Vermisstenfall Maddie McCann: Opfer eines deutschen Sexualverbrechers oder eines elitären Pädophilenrings?

4. Juni 2020

Die Britin Madeleine Beth „Maddie“ McCann, geboren am 12. Mai 2003, verschwindet kurz vor ihrem 4. Geburtstag, am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung in Praia Luz (Ferienanlage Ocean Club) an der Algarve in Portugal. Dort verbringen ihre Eltern, das Ärzteehepaar Gerry und Kate McCann mit ihren zweijährigen Zwillingen ihren Urlaub. Seitdem wird Maddie vermisst und weltweit gesucht.

Das Mädchen ist bis heute verschwunden. Auch in diesem Fall gibt es viele Widersprüche, Ermittlungsfehler & Verschwörungstheorien. Fakt: Alle Ermittlungen blieben erfolglos.

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Ist Natascha Kampusch der berühmteste Entführungsfall, so ist Maddie McCann der berühmteste Vermisstenfall der Welt.

Im Dezember 2016 ermittelte Scotland Yard bei Menschenhändlern.
Die britische Tageszeitung The Sun berichtete, dass bei den Ermittlern ein neue „wichtige Information“ eingegangen sei. Daraufhin soll bei Scotland Yard noch einmal in eine neue Richtung ermittelt werden. Zu klären gilt: Hat eine Menschenhändler-Bande Maddie entführt und außer Landes verschleppt? Aus Polizeikreisen wurde bekannt, die Prüfung dieser Spur sei der allerletzte Versuch, Maddie zu finden.
Diese Informationen seien dermaßen brisant, dass die Polizei die zuständigen Regierungsvertreter in London davon in Kenntnis setzte.

Quelle: https://www.thesun.co.uk/news/2323187/cops-given-cash-to-probe-important-new-lead-that-maddie-was-snatched-by-people-trafficking-gang/

Die BILD schrieb damals dazu:

► „Das ist ein wichtiger neuer Ermittlungsansatz, der uns Klarheit bringen könnte, ob Madeleine entführt und verschleppt wurde. Wir hoffen stark, dass sie noch lebt“, sagte ein Fahnder der „Sun“.

► Colin Sutton, Yard-Detective im Ruhestand: „Die Erhöhung des Etats bedeutet, dass die aktuelle Spur wohl sehr vielversprechend ist.“
Ins Visier der Fahnder geraten nun europäische Menschenhändler. Sie sollen die Dreijährige an Pädophile oder kinderlose Eltern verkauft haben.

Allerdings existiert diese Theorie schon seit Ende 2007. Sie stammt von Privatdetektiven, die von Maddies Eltern beauftragt wurden.

Und weiter:

Demnach hielten „Späher“ am Strand von Praia da Luz mit Ferngläsern nach möglichen Opfern Ausschau und fotografierten diese. Bei den „Spähern“ soll es sich um Angestellte der Ferienanlage gehandelt haben. Ein Zeuge sagte aus, er habe nur wenige Tage vor Maddies Verschwinden eine verdächtige Beobachtung gemacht.

Offenbar wurden auch das Mädchen und seine Eltern heimlich am Strand fotografiert.
Unter diesen Fotos sollen sich die Menschenhändler Madeleine ausgesucht haben.

Brisant: Im März 2008 leitete Scotland Yard Informationen über einen belgischen Pädophilen-Ring an die portugiesischen Behörden weiter.
Die Fahnder erhielten offenbar einen Hinweis, dass der Ring nur drei Tage vor Maddies Verschwinden eine „Bestellung“ über ein „junges Mädchen“ aufgegeben hatte …

Quelle: https://www.thesun.co.uk/news/2323187/cops-given-cash-to-probe-important-new-lead-that-maddie-was-snatched-by-people-trafficking-gang/

Zweieinhalb Jahre später, im Mai 2019 gab es eine neue Spur, einen neuen Hinweis auf einen möglichen Verdächtigen, zwölf Jahre nach ihrem mysteriösen Verschwinden.

Die österreichische Kronenzeitung berichtete dazu:

Ein auf Basis von damaligen Zeugenaussagen angefertiges Phantombild brachte nun den verurteilten deutschen Kinderschänder und Dreifach-Mörder Martin N. ins Visier der Ermittler. N. sitzt rechtskräftig verurteilt seit 2011 wegen des Mordes an drei Buben in lebenslanger Haft (…) Portugiesische Ermittler stellten nun bei einem Datenbank-Abgleiche eine frappante Ähnlichkeit zwischen jenem Mann, der von mehreren Zeugen nahe der Ferienanlage gesehen worden war, und dem Deutschen Martin N. fest. N. werden insgesamt drei Morde an Buben zwischen acht und 13 Jahren sowie rund 40 Sexualdelikte an Kindern zur Last gelegt. Ein Phantombild wies die Ermittler auf den inhaftierten Kinderschänder hin.

Es ist bekannt, dass N. durch ganz Portugal reiste, sich auch an der portugiesischen Algarve aufhielt (im Gefängnis gab er gegenüber einem Zellengenossen an, auch einen (vierten) Mord an einem zehnjährigen französischen Jungen verübt zu haben).

Allerdings wurde der Kindermörder und Kinderschänder bereits schon früher zum Fall Maddie befragt und bestritt damals vehement etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Außerdem ging er bei den Taten anders vor, so der portugiesische Polizeichef Goncalo Amaral. Alle seine Opfer waren Jungen.
Allerdings schließen Experten nicht aus, das sich der Mann auch an Mädchen vergangen haben könnte. Denn die Zeugenbeschreibung passt auf ihn.

Bislang ist nach wie vor unklar, was mit Maddie tatsächlich geschah. Auch ihre Eltern standen kurzzeitig im Fokus der Ermittlungen. Die britische Polizei ermittelt seit 2011 in dem Fall. Die portugiesische Justiz hatte ihre Ermittlungen 2008 eingestellt, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf. Im März 2018 wurde bekannt, dass das britische Innenministerium die Suche nach dem Mädchen weiter finanzieren wird.

Quelle: https://www.krone.at/1916294?utm_source=krone.at+Newsletter&utm_campaign=dd8b0b1b4f-Guten-Morgen-NL&utm_medium=email&utm_term=0_efcdfc7dd7-dd8b0b1b4f-202292505

Und jetzt, im Juni 2020 eine neue Spur zu einem anderen Tatverdächtigen:

Das deutsche Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermitteln gegen einen deutschen 43-jährigen Beschuldigten wegen des Verdachts des Mordes an Maddie McCann!

Der Verdächtige sitzt wegen eines Sexualverbrechens hierzulande in Haft. Er wurde bereits u.a. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt.

Die Ermittler glauben, dass es sich bei ihm möglicherweise um jenen handelt, der 2019 wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen Amerikanerin in Praia de Luz im September 2005 zu einer siebenjährigen Haft verurteilt wurde.

Der Verdächtige lebte zwischen 1995 und 2007 fast dauerhaft an der Algarve, unter anderem in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz. Also dem Ort, an dem Maddie mit ihren Eltern den Urlaub in einer Ferienanlange verbracht hatte.

Das Handy des Sexualverbrechers soll laut BKA zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes eingeloggt gewesen. Am Abend von Maddies verschwinden soll er einen Anruf unter einer portugiesischen Nummer erhalten haben.

Der Anrufer soll ein Zeuge gewesen sein.

Der Sexualverbrecher benutzte mehrere Autos. Darunter einen Jaguar XJR 6 und einen VW T3 Westfalia. Der Jaguar wurde nach dem Verschwinden von Maddie auf einen neuen Halter umgemeldet.

Der Verdächtige ging im Ferienort verschiedenen mehreren Gelegenheitsjobs in Restaurants nach. Ferner soll er seinen Lebensunterhalt auch durch Einbrüche in Hotelanlagen, Ferienwohnungen und mit Drogenhandel bestritten haben.

Quelle: https://www.bild.de/news/inland/news-inland/maddie-mccann-fall-nach-13-jahren-endlich-geloest-71047090.bild.html

Ich persönlich gehe nach wie vor davon aus, dass Maddie an einen Pädophilenring verkauft und in diesem Rahmen später ermordet wurde.

Bei meinen Recherchen 2010 in Portugal zu einem anderen Entführungsfall (Felix Heger), sprach ich inoffiziell mit einem Staatsanwalt darüber.

Auch Scotland Yard ermittelte dahingehend, wie oben benannt: Ins Visier der Fahnder gerieten damals europäische Menschenhändler. Sie sollen die Dreijährige an Pädophile oder kinderlose Eltern verkauft haben.

Und nun der „neue“ Verdächtige, der in Braunschweig in Haft sitzt. Einer, der sich mit Kleinkriminalität und Gelegenheitsjobs an der Algarve über Wasser hielt. Und der unter anderem eine Nobelkarosse, einen Jaguar XJR 6, fuhr!
Einer, der einen mysteriösen Anruf bekam. Von jenem oder jenen, der oder die das Kind, das Mädchen Maddie „bestellte(n)?“

Ich bleibe dabei: Dieser neue Verdächtige ist wohl nur der Rekrutierer, der Kinder für elitäre Kreise beschaffte. Denn was gänzlich in den Medien ungesagt bleibt, ist das, was Alexander Benesch bereits im September 2010 auf seinem Blog schrieb (ich zitiere nachfolgend als Dokumentation):

Portugal gehörte lange zu den Mekkas für Kinderschänder: Erst in den 1990er Jahren definierten die Gesetze Sex mit Minderjährigen unter 14 Jahren als Verbrechen das mit Haftstrafen geahndet wird. Pädophile in einflussreichen Positionen konnten in diesem Klima weitestgehend ungestört ihr Netzwerk aufziehen und effektiv gegen Ermittlungen abschirmen. Man hatte sich eine bequeme, menschenverachtende Infrastruktur eingerichtet mitsamt einer kompletten Verwertungskette; ein stetiger Nachschub an Heimkindern und Straßenkindern, Verkehrsrouten zu mehreren noblen Etablissements und selbstverständlich ein System der Anwerbung, Hintergrundprüfung und zweifellos auch Erpressung von neuen Mitgliedern. Eine der Kernfragen, die man sich bei dem Skandal in Portugal und den ähnlichen Skandalen in Deutschland (Stichwort Sachsensumpf) und anderswo auf der Welt stellen muss, lautet: Wenn das die Freizeitbeschäftigung dieser mächtigen Leute ist, wie menschenverachtend üben sie dann erst ihre Berufe aus?

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Nun wurden nach einem beispiellos langwierigen und zähen Prozess sechs Urteile verkündet, alle lauten auf schuldig. Unter den Verurteilten befinden sich eine der erfolgreichsten Fernsehpersönlichkeiten des Landes, ein hoher Politiker und ein ehemaliger Botschafter. Die Haftstrafen reichen von unter sechs Jahren bis hin zu 18 Jahren. Das Zentrum des Netzwerks war Casa Pia, ein schmuckloses Gebäude in Lissabon und Heim für Kinder ohne Eltern und Kinder aus armen Verhältnissen. Bereits vor 20 Jahren erblickte mn die Spitze des Eisbergs, nur um kurz darauf auf eine Mauer des Schweigens und der Vertuschung zu stoßen. Ein Heimkind ist anscheinend vor einen Zug gelaufen nachdem es vor einem Auto geflohen war. Beamte stellten fest, dass die Türen des Heims nachts offen waren und man fand Heimkinder in einer üblen Gegend, wo männliche Prostituierte ihre Dienste anbeiten. Vier Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, die eine Nacht nicht im Heim anzufinden waren, wurden in einer luxuriösen Wohnung in der unmittelbaren Nähe in Cascais angetroffen, die einem Diplomaten gehörte. Die Kinder gaben an, dass der Fahrer von Casa Pia Mr. Carlos Silvino sie dorthin gebracht hatte. Teresa Costa Macedo, die damalige Ministerin für Familienangelegenheiten, ordnete Ermittlungen an, die allerdings verschleppt und irgendwann eingestellt wurden. Mr. Silvino wurde von Casa Pia suspendiert, in den 90er Jahren dann wieder in seinen bezahlten Posten dort zurückgeholt.

Rosa Ruela von der Organisation Visao sagte:

“Waisenkinder galten zu der Zeit als wertlos in der portugiesischen Gesellschaft. Kindesmissbrauch war ein geringfügiges Delikt, vergleichbar mit Vergnügungsfahrten. Die Kinder waren verängstigt und alleine, ein leichtes Ziel. Keiner kümmerte sich um das was sie sagten.”

Der Prozess zog sich die letzten sechs Jahre hin und offenbarte das erschütternde Gerichtssystem in Portugal. 2007 verschwand die dreijährige Madeleine McCann während eines Familienurlaubs in der Algarve. Die britische Presse berichtete über die völlig unzureichenden Ermittlungen der portugiesischen Behörden in solchen Fällen.

Man lernt wieder äußerst schmerzhaft, wie wenig man Regierungen Kinder anvertrauen kann. Die neue Direktorin von Casa Pia namens Catalina Pestana sagte, dass Ärzte bei über 100 der Kindern, die meisten zwischen 10 und 13 Jahre alt, schwere physische Verletzungen auf Grund extremen Missbrauchs gefunden hätten.

Einer der von mehreren Zeugen Beschuldigten, Paulo Pedroso, war Parlamentsabgeordneter und Nummer zwei in der sozialistischen Oppositionspartei. Dank einer Bombendrohung am 17. Mai 2003 musste der damalige Premierminister José Manuel Barroso bei einer öffentlichen Veranstaltung im Anschluss an den WTTC-Tourismus-Gipfel am Casino Vilamoura nicht erklären, weshalb er die Abschlusszeremonie des Gipfels geschwänzt hatte um einen Abstecher nach Paris zu machen; Ziel war die Konferenz der elitären Bilderberg-Organisation im Pariser Trianon Hotel vom 15. bis 18. Mai. Ein Investigativreporter hatte für The Portugal News eine Liste der Teilnehmer organisiert und es stellte sich heraus, dass Barroso den früheren Premierminister Francisco Balsem sowie Eduardo Ferro Rodrigues im Schlepptau hatte, den Anführer der Sozialistenpartei. Der Pressesprecher von Rodrigues bestätgte die Teilnahme an Bilderberg. Zu dem Zeitpunkt war die Nummer zwei in der Partei, Paulo Pedroso, bereits verhaftet und die Presse sprach davon, dass auch die Nummer eins in den Skandal involviert sei.

Barroso wurde im Folgejahr für den Posten des EU-Komissionspräsidenten nominiert und bestätigt. Weitere Teilnehmer der Konferenz waren Weltbankpräsident James Wolfensohn, David Rockefeller und der ehemalige französische Präsident und Kofürst von Andorra Valery Giscard d Estaing, später beauftragt mit der Erstellung der EU-Verfassung.

Originalquelle:http://recentr.com/2010/09/05/kinderschander-urteil-in-portugal-die-tater-und-ihre-bilderberg-kontakte/


Guido Grandt – Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors www.guidograndt.de