Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Wäre am Sonntag Weltuntergang gewesen? Die okkulte Bedeutung des Wandbildes in der Bank of America (+Video)

23. Juni 2020

Es gibt in den Staaten eine Menge Theorien und Mutmaßungen über die geheimnisvollen Wandbilder in der Bank of America in Charlotte. Das Tryptichon in der Eingangshalle beeindruckt jeden, der die Halle betritt, und es hat eine rätselhafte, unheimliche Ausstrahlung. Schon auf den ersten Blick ist klar, diese Bilder haben etwas Wichtiges zu sagen. Sie sind symbolisch, voller okkulter Symbole und seltsamer Szenerien. Sie scheinen wie eine gemalte Sehung, einen radikalen Weltenwandel anzukündigen.

Auf dem rechten der drei Bilder ist sogar ein Datum gemalt: Eine totale Sonnenfinsternis, die im Land der Pyramiden zu sehen ist. Die war tatsächlich am vergangenen Sonntag, den 21.6. 2020 zum Tag der Sommersonnwende im Nahen Osten zu beobachten, in Europa und den USA aber nicht sichtbar. Hätte da etwas Großes passieren sollen … oder ist es passiert und wir erfahren es erst noch? Oder ist alles ein schicker, okkulter Humbug? Eine ganze Menge Leute in den USA hatte erwartet, dass der letzte Sonntag die Lösung des Rätsels und einen Weltenwandel bringen sollte.

Die Bilder sind noch nicht alt, sie wurden von dem Künstler Benjamin Long gemalt und 1992 fertiggestellt. Er war ein Anhänger der alten, ostasiatischen Philosophie des Shingon, das japanische Wort für Zhēnyán (真言, ‚wahres Wort’) oder Shingon-shú (japanisch 真言宗, wörtlich ‚Schule des wahren Wortes’), die wiederum auf einem indischen Sanskrit-Wort beruht. In Japan entwickelte sich die Philosophie zu einer Unterströmung des Buddhismus. Diese Philosophie konzentriert sich auf den Glauben an die drei Attribute der Menschheit: Körper, Sprache und Geist. Aus diesen drei Grundpfeilern entwickelte Benjamin Long seiner Darstellung nach die Bildsprache für seinen Auftrag.

Tryptichon: Das rechte Bild, die „Planung“

Das rechte Bild mit der Sonnenfinsternis heißt „Planung“ und ist auch in den Farben gehalten, die bei einer Sonnenfinsternis auftreten. Ein blonder Junge steht auf dem Schachbrettmusterboden der Freimaurer, nur in Rot-Weiß statt Schwarz-Weiß. Seine Füße stehen zu einander im rechten Winkel, wie es das Einweihungsritual der Freimaurer vorschreibt. Er ist als Freimaurerlehrling gekleidet. Links neben ihm, in der unteren Ecke sehen wir Geschäftsleute und/oder Politiker, die auf ihn deuten. Symbolisiert er die „neue Generation“? Beraten sie, was mit der neuen Generation geschehen soll?

Im Hintergrund vor der Pyramide sieht man einen brennenden Busch, den wir aus der Bibel kennen. Aus diesem brennenden Busch sprach Gott zu Moses und erteilte ihm den Auftrag, die Israeliten aus Ägypten zu führen.

Als Moses die Herde Jethros auf dem Berg Horeb bewachte, erschien ihm Gott in einer Flamme inmitten eines Dornbusches. In der Enzyklopädie der Freimaurerei, Teil 1 von Albert G. Mackey lesen wir (Übersetzt auf Deutsch, hier erscheint allerdings ein Engel des Herrn):

„Im dritten Exodus wird berichtet, dass, während Moses die Herde von Jethro auf dem Berg Horeb bewachte, ‚der Engel des Herrn ihm in einer Feuerflamme aus der Mitte eines Busches erschien‘ und ihm dort das erste Mal SEIN unnennbarer Name mitgeteilt wurde. Dieses Ereignis wird im „Burning Bush des Royal Arch Degree“ gefeiert. In allen Systemen der Antike wird Feuer als Symbol der Gottheit gesehen; und der brennende Busch oder der mit Feuer gefüllte Busch, der nicht verbrannte, von dem aus das Tetragrammaton, das Symbol des göttlichen Lichts und der Wahrheit, hervorging, wird in den fortgeschrittenen Stufen der Freimaurerei wie der Orient im unteren als die große Quelle des wahren freimaurerischen Lichts angesehen. Deshalb datieren die Obersten Räte des dreiunddreißigsten Grades ihre Balustres oder offiziellen Dokumente, ‚in der Nähe der BB‘ oder ‚Burning Bush‘, um anzudeuten, dass sie in ihrem eigenen Ritus sind.“

Und natürlich ist die Pyramide im Hintergrund nicht nur eine Ortsangabe, sondern zuallererst das absolute Symbol der Mysterien in den okkulten Lehren, wie wir sie auch auf der Dollarnote mit dem alles sehenden Auge kennen.

Etwas rätselhaft ist die Frau in dem transparenten Würfel. Ist sie gefangen in einer Illusion? Sie hängt an Fäden, die ihr aufzwingen, wie sie sich bewegen kann. Ihre Haltung ist nicht eindeutig. Wehrt sie sich, eine Marionette zu sein? Will sie aus ihrem unsichtbaren Gefängnis ausbrechen und kann es nicht? Oder kann sie ihr Gefängnis gar nicht erkennen und hält die Marionettenfäden für Sicherheit und Unbeschwertheit?

Eindeutiger ist die Treppe am linken Bildrand. Es ist die „Himmelsleiter“, das klassische Symbol des Weges zur Erleuchtung, zum Illuminaten (Erleuchteten), der Stufe für Stufe das Geheimwissen der Freimaurer erwirbt.

Kommen wir zu der „Schwarzen Sonne“: Soll das wirklich ein Datum zu einer tatsächlichen Sonnenfinsternis darstellen? Oder geht es um den Begriff der „Schwarzen Sonne“? Oder beides? Einerseits kennen wir dieses Symbol aus dem esoterischen Strang des Nationalsozialismus. Bevor der Marmorboden des großen Saals der Wewelsburg aus Vergangenheitsbewältigungsgründen herausgerissen wurde, war hier ebenfalls eine große, schwarze Sonne zu sehen.

Die „Schwarze Sonne“ im Boden des runden Saals im Nordturm der Wewelsburg.

Die „Schwarze Sonne“ ist jedoch schon sehr viel länger von esoterischer Bedeutung. Hermetische Traditionen lehren die Existenz der zwei Sonnen, einer unsichtbaren und ätherischen Sonne aus reinem „philosophischem Gold“ und der materiellen Sonne, der einzigen, die der „profane Mensch“ wahrnimmt, die „Schwarze Sonne“.

In der Alchemie ist die schwarze Sonne (Sol niger) der Name des Ergebnisses der ersten Stufe des Opus Magnum. Das alchemistische Opus Magnum beginnt mit der „Schwärzung“ – der Kalzinierung von Rohmetallen – und endet mit ihrer Umwandlung in reines Gold.

Tryptichon: Das Mittlere Bild, „Chaos und Kreativität“

Hier befinden wir uns in den Turbulenzen des Übergangs, sehr wahrscheinlich in dem Zeitrahmen, in dem wir uns im Moment bewegen, mit all seinen Gegensätzen. Im Hintergrund sehen wir eine Protestdemonstration, die Leute halten Schilder hoch, Papierblätter mit ihren Parolen werden vom Wind verweht. Denn sie sind nur eine Hintergrundkulisse. Was sie fordern oder ablehnen, kann man nicht erkennen, denn die Schilder sind leer. Wahrscheinlich, weil es sowieso belanglos ist, denn die Masse wird durch Parolen und von oben ausgegebenen Ideologien wild gemacht.

Die Figuren im Vordergrund dagegen verkörpern bestimmte Ziele, Archetypen für Gesellschaftsschichten, Funktionsträger. Der Obdachlose ganz links mit seinem zerstörten Gesicht und den fingerlosen Handschuhen die Armut, wie auch die gebeugte Alte, die in der Mülltonne suchen muss. Dazwischen eine Person im „Outbreak“-Anzug, die moderne Version des Sensenmannes zur Pestzeit und gerade in Corona-Zeiten wieder sehr passend. Ein gesichtsloser Soldat im Vordergrund, Standarten mit römischen Adlern und Stacheldraht, die auf Unterdrückung und brutale Bevormundung hinweist. Ein halb verhungert aussehender, nackter Mann und ein Aufruhr Farbiger hinter dem Pestanzug zeigen die Not der Menschen und das Aufbegehren der Schwarzen. Zwischen der Schwangeren und dem ausgehungerten Nackten sehen wir einen Schwarzen der wütend seine in Handschellen gefesselten Fäuste hebt. Ein anderer steht ratlos und verzweifelt mit ausgebreiteten Armen vor einer gelben Wand. Hinter der Schwangeren die unvermeidliche Presse als vierte Macht in Form eines Fotografen. Es gibt noch viele Details zu sehen und zu entschlüsseln.

Im linken Hintergrund die endlosen Fabrikdächer und qualmenden Schornsteine, wo das einfache Volk seine täglichen Sklavenarbeit in verschmutzter Luft, Ruß und Dreck verrichtet, um überhaupt leben zu können.

Hier sind alle Klassen, Rassen und Funktionsträger in Armut, Elend und Düsternis vereint in einer brutalen Unterdrückung und wirtschaftlicher Not. Ist es das, was uns allen bevorstehen soll?

Über dieser ganzen Szenerie sehen wir einen Knäuel von nackten, menschlichen Leibern schweben, halbtransparent, offensichtlich schwerelos und von goldenen Flammen umsäumt. Sie sind getrennt von der düsteren Masse unten, ein schimmerndes, goldenes Netz ist die Barriere dazwischen.

Der Titel des Mittelteils „Chaos und Kreativität“ lässt vermuten, dass dies der Gegensatz „Kreativität“ zum „Chaos“ unten sein soll. Das goldene Netz schützt diese Gruppe vor dem Sturz ins Chaos. Wie eine Morgensonne strahlt die Gruppe in Rot und Gold, selbst den Himmel um sich verfärbt sie golden. Die Nacktheit könnte die Ursprünglichkeit und Befreitheit des Menschen sein und ihn als eine Naturgewalt zeigen: Den Menschen als halb physisches (die Körper), halb göttliches Wesen (die Transparenz), das eben aus seiner eigenen Natur heraus Neues erschafft. Auch hier könnte eine alchemistische Komponente des „Whitenings“, des Hellwerdens, verborgen sein, das, wie ein Tagesanbruch, das Licht und das Werden bringt.

Das Gegensätzliche könnte schärfer nicht sein, zwischen dem frei im goldenen Licht schwebenden, fast gottähnlichen Kreator Mensch –  und der dunklen, wütenden, hungernden, leidenden, kämpfenden, chaotischen Masse von zusammengepferchten, unterdrückten „Nutzmenschen“ in der düsteren Stadt.

Die schwebende Gruppe ließe aber auch eine andere Interpretation zu: Dass die Elite sich vollkommen vom Volk getrennt habe, ein schönes Leben voller Leichtigkeit, Luxus und sinnlicher Genüsse pflegt. Dazu passt aber eigentlich die positive Darstellung nicht wirklich.

Tryptichon: Das linke Bild, „Erschaffen und Bauen“

Die zentrale Figur ist der Vorarbeiter, der die Leute anleitet und alles im Blick behält. Auch hier ist die Schlüsselfarbe Rot, die Farbe des letzten Schrittes des Opus Magnum, des „Großen Werkes“ der Alchimie: Rubedo, das „Rote Werk“.

Ganz in Rot erscheint auch in der roten Bergwand ein schlafender Riese. Ist damit das Potential gemeint, das im Menschen liegt? In der Psychologie der Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern wird diese Redewendung vom „schlafenden Riesen“ oft genommen, um zu illustrieren, welche ungeahnten Fähigkeiten und Kräfte Kinder entwickeln können. Doch wofür steht der „schlafende Riese“? Ist er das „Große Werk“, das, wenn es vollendet ist, die neue Weltordnung sein wird, die ihre Kraft und Dominanz zeigen wird und die Gebote auf den „Georgia Guidestones“ zum allgemeinen Gesetz der neuen Gesellschaft macht?

Und was bedeutet EQ? Im Allgemeinen versteht man darunter den „emotionalen Quotienten“ in Ergänzung zum Intelligenzquotienten „IQ“.

In diesem Bild ist Rot so dominant, dass das nicht mehr zu übersehen ist. In den okkulten Lehren findet die „alchemistische Transformation“ auf verschiedenen Ebenen statt: zum einen natürlich auf der materiellen Ebene. Hier können Rohmetalle in reines Gold umgewandelt werden. Doch auch auf einer spirituellen und philosophischen Ebene, kann der „profane Mensch“ analog zu den Rohmetallen zu einem aufgestiegenen oder „regenerierten Menschen“ transformieren. Die ganze Welt soll Gegenstand alchemistischer Transformation sein, die gemäß dem hermetischen Axiom „Wie oben, so unten“ „in Gold umgewandelt“ werden muss, um den Himmel zu spiegeln.
Ist so eine neue Weltordnung das Ziel und das „große Werk“ der okkulten Elite?

Auf jeden Fall greifen diejenigen, die aufgrund dieser Wandbilder in der Bank of America in Charlotte davon ausgingen, dass das Datum des 21. Juni 2020 die Geschicke der Welt ändern würde, zu kurz. Nicht alles ist klar ersichtlich, aber vieles schon. Und Weltuntergang oder NWO am 21. Juni 2020 war zu kurz gesprungen. Die Beschäftigung mit diesen rätselhaften Wandbildern lohnt sich dennoch.