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Jedes fünfte Kind in Merkel-Deutschland lebt in oder nahe an der Armut

17. August 2020

Es sind wieder große Ferien, wer es sich leisten kann, der fährt in den Urlaub. Doch für viele Kinder fallen solche Dinge flach. Ihre Familien können es sich nicht einmal leisten, ein Wochenende zu einem See in der Nähe zu fahren. Sie sind zu arm.

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In Deutschland das Wort Armut zu verwenden kommt manchen Menschen immer noch merkwürdig, komisch oder fremd vor. Doch dabei hat sich die Armut längst in vielen Bevölkerungsschichten breit und breiter gemacht. Es ist selbstverständlich keine absolute Armut im Sinne der Definition. Davon spricht man, wenn ein Mensch einen Dollar und weniger pro Tag für die Befriedigung der Lebensbedürfnisse zur Verfügung hat. Hier in Deutschland geht es beim Thema Armut stets um die relative Armut. Als relativ arm gelten Haushalte, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen, jedes siebte Kind lebt im Hartz-IV-System – und das in der Regel schon über einen längeren Zeitraum. Jetzt sind gerade die Sommerferien. Eltern und Kinder reisen an schöne Orte, um sich zu erholen. Arme Kinder spüren die Ferien nur dadurch, dass sie nicht zur Schule zu gehen brauchen. Verreisen? Vielleicht sogar ins Ausland? Davon können sie nur träumen. Meist reicht das Geld nicht einmal dafür, ein Wochenende einmal raus aufs Land zu fahren oder an einen Badesee etwas außerhalb.

Doch für arme Kinder fehlt es an noch vielen anderen Dingen, die sich auch tagtäglich bemerkbar machen. Der Spiegel hat aktuell eine Liste der häufigsten Mängel erstellt. So fehlt es jedem zweiten Kind in einem Hartz-IV-Haushalt an Wohnungen mit ausreichenden Zimmern. Dreiviertel dieser Kinder können keine einwöchige Urlaubsreise machen, bei acht von zehn Hartz-IV-Haushalten mit Kindern unter 15 Jahren fehlt das Geld, um abgenutzte Möbel ersetzen zu können. Sechs von zehn solcher Haushalte haben kein eigenes Auto, Restaurant-, Kino- oder Theaterbesuche sind in gleicher Größenordnung nicht finanzierbar.

Aktuell hat die EU beschlossen, dass Deutschland 133 Milliarden Euro für die Wiederaufbaufonds nach Brüssel überweist. Im vergangenen Jahr lebten knapp elf Millionen Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren in Deutschland. Jedes fünfte Kind liebt in Armut; das sind etwa 2,2 Millionen Kinder. Was könnten da 133 Milliarden Euro alles bewirken….???


Quelle: freiewelt.net