Wirtschaft & Finanzen

Lebensversicherungen und Banken vor dem „Crash“: Merkel-Land ist abgebrannt…

2. August 2020

Die Sonne scheint, die Medien zeichnen garstige Bilder von den Geschehnissen in Afrika oder in Donald Trumps USA, also weit weg von uns – und wir haben alles richtig gemacht. Das ist die aktuelle Geschichte rund um das Corona-Virus und das soziale Leben in Deutschland. Hinter den Kulissen sieht es ganz anders aus. Sie sollten wissen: Zahlreiche Banken sind gefährdet, ebenso Lebensversicherungen. Mutmaßlich verbirgt sich dahinter auch ein Risiko für Ihr Geld.

Banken gefährdet…

Fangen wir bei den Banken an. Die haben unter anderem Kredite ausgereicht, um die Krise von Unternehmen und Selbstständigen in der Corona-Krise abzufangen. Nun aber sind steigt das Risiko dafür an, dass die Banken am Ende zahlreiche Kredite werden abschreiben müssen… Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) bedenkt zusätzlich den Konjunktureinbruch insgesamt. Die Ökonomen des Instituts rechnen, damit, dass der Lockdown viele Firmen an den Rand der Existenzfähigkeit gebracht hat. Die Unternehmen würden, selbst wenn sie nicht Pleite wären, zumindest die Kredite nicht mehr abzahlen können. Die Sparkassen, die Privatbanken und die Genossenschaftsbanken haben, so diese Studie offene Darlehen in dreistelliger Milliardenhöhe.

Bis zu 28 % der Banken gefährdet

Selbst wenn sich die Wirtschaft und damit die Konjunktur wieder etwas erholen werde, seien aufgrund der Analyse, die die Ökonomen erstellt haben, rund 6 Prozent aller Banken in Gefahr. Wenn die Konjunkturflaute noch mehrere Monate anhalten werde, würden den Prognosen zufolge sogar bis zu 28 Prozent aller Geldhäuser in eine gefährliche Schieflage geraten, so die Ökonomen.

Wenn der Anteil der Eigenmittel der Kreditinstitute unter die gesetzliche Mindestmarke von 6 Prozent der Kreditsumme falle, müssten Dutzende bis Hunderte Institute entweder abgewickelt, fusioniert oder vom Staat gerettet werden, warnen die IWH-Ökonomen. Gleichzeitig würden wesentlich weniger Banken Kredite an Unternehmen vergeben können, damit die Risiken in ihren Bilanzen reduziert würden. Genau das aber könne die Konjunktur noch zusätzlich schwächen, glauben die Wirtschaftsforscher.

Ähnlich sieht es bei den Lebensversicherungen aus.

Die seien nach einer Analyse des „Bundes der Versicherten“ zu mindestens 25 % ernst unter Druck, so der Sprecher des Vereins, Axel Kleinlein. Konkret betroffen sind 22 der 84 bewerteten Versicherungsunternehmen. Die seien entweder nicht liquide genug oder würden Verluste erwarten (müssen). Dies ergeben offenbar die Berichte, die Versicherungsunternehmen nach den Normen der EU inzwischen offenlegen müssen. Was passiert hier – und sind die Interessen privater Haushalte hier betroffen? Wir meinen: Ja.

Versicherungsunternehmen leiden unter den Zinsen

Die Versicherungsunternehmen würden, so heißt es, unter den niedrigen Zinsen leiden. Zudem würde es „Unsicherheiten bei Unternehmensanleihen“ geben – gemeint hier: die Rückzahlung der Anleihen steht auf dem Prüfstand. Schließlich würde sich auch die Corona-Krise erschwerend auswirken.

Immerhin haben die Versicherungsunternehmen Kundengelder in Höhe von 100 Milliarden Euro akquiriert. Der Bund der Versicherten sieht vor allem die hohen Garantiezinsen aus den 90er Jahren – die immer noch jährlich bezahlt werden müssen – als Risiko. Der „GDV“, dies ist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, nennt hingegen die „Solvenzquote“ (vorhandene vs. erforderliche Eigenmittel) derzeit offenbar auskömmlich. Die Folgen der Corona-Krise ließen sich noch nicht abschätzen.

Die drei Faktoren allerdings – niedrigste Zinsen, die Anleihen-Problematik und die Corona-Krise – sind durchgehend auch Folgen der Regierungspolitik(en). Die niedrigen Zinsen hat die Merkel-Regierung zusammen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgesetzt, um die Finanzkrise 2008/2009 zu überstehen. Die Anleihen-Unsicherheit speist sich aus demselben Problem: Die niedrigen Zinsen erlaubten es auch schwächeren Unternehmen, sich gegen kleine Aufschläge zunächst zu verschulden. Und die Corona-Krise beruht auf den Lockdown-Maßnahmen der Regierung – wie auch immer Sie diese bewerten.

Lebensversicherungen insgesamt haben sich über einen Dachverband „Protector“ geschützt. Wenn es zu einzelnen Ausfällen kommen sollte, dann dürften einzelne Haushalte noch kein Geld verlieren. Bricht wegen der Finanzpolitik die gesamte Branche ein (die zudem unter Zahlungsausfällen bei Anleihen aus dem Ausland leiden wird), dann wird es ernst. Für Sie.


Quelle: watergate.tv