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Greta Thunberg – Sie ist wieder da! Die „Klima-Ikone“ im Kino (+Videos)

8. September 2020

Es war ja still geworden um sie. Ein kleines Virus, der eben so viel unbegründete Hysterie zu entfesseln vermochte, wie die schwedische Klima-Jungfrau von Orleans, klaute ihr die Show. „How dares he!“ Aber nun erfahren wir GEZ-Gebührenzahler, dass das ZDF sich finanziell an einem Kinofilm über die Klimazuchtmeisterin der Welt beteiligt. Und wieder klingeln die Kassen im Umfeld Gretas verdächtig laut.

Das englische Original „I am Greta“  (ich bin Greta) wurde bereits bei den Filmfestspielen in Venedig vorgestellt. 97 Minuten lang darf der Zuschauer andächtig den Werdegang der jungen Schwedin verfolgen, die fast rund um die Welt – vor allem unter der jungen Generation – für einen Klima-Hype und in fast jeder Stadt für freitägliche Demos sorgte. Wohlgemerkt, es ist ein Film, der nur in zweiter Linie, wenn überhaupt, vom Klima handelt, sondern in erster Linie von ihr. Das wurde auch nicht im Nachhinein alles gedreht, sondern die Kameras waren von Anfang an dabei. Hier ein Trailer:

Also Greta-Verherrlichung vom Feinsten. Einerseits wieder ein für Greta eher ungesunder Personenkult, andererseits, wenn über eine Person und ihr „Werk“ ein Film gemacht wird, ist das immer auch schon ein Abgesang. Das wird sie wahrscheinlich erst sehr viel später verstehen.

So fantastisch ihr Aufstieg auch erscheint, so mitreißend das Phänomen Greta auch war, sie war kein Stern, der vom Himmel fiel. Es war eine penibel geplante und von Vollprofis aufgeführte und durchgezogene, fast schon zu auffällig professionelle Marketingkampagne.

Deshalb bewog die überperfekte Senkrechtstarter-Welle „Fridays for Future“ samt der vollkommen unkritischen Bejubelung durch die Mainstreammedien manche Blogger dazu, sich einmal hinter die ganze märchenhafte Geschichte zu klemmen und herauszufinden, was da tatsächlich vor sich geht. Solche Massenkundgebungen, diese ganzen, durchorganisierten Reisen und Auftritte der jungen Greta, die Gelder und der Organisationsstab, den das erfordert, so etwas entsteht nicht in wenigen Monaten von ganz allein.

So fragte damals zum Beispiel Hadmut Danisch, der Informatiker mit den ganz eigenen Ansichten, bei der Berliner Polizei nach, wer denn die Riesenveranstaltung mit Greta Thunberg am Brandenburger Tor angemeldet und ausgerichtet hat. Auskunft: Die Versammlung sei von einer Einzelperson angemeldet worden, die Weitergabe der Personalien aber aus persönlichkeitsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Kommentar Hadmut Danisch hierzu:

Das muss man sich mal vorstellen: Da hält jemand eine Veranstaltung am wohl imposantesten Ort der Bundesrepublik ab, Brandenburger Tor, gleich neben dem Reichstag, die Presse jubelt, das Fernsehen überträgt es, man verabreicht dafür die Goldene Kamera, Menschen strömen in Scharen dahin, alle jubeln, dass unsere Zukunft gerettet werde – und man darf aus Gründen des Persönlichkeitsrechts und Datenschutzes nicht erfahren, wer das eigentlich war. (…) War man bei Pegida eigentlich auch so zimperlich damit, die Veranstalter zu nennen?“

Wie recht er hat. Denken wir nur einmal an den 1. und 29. August in Berlin.

Ähnlich erging es dem altgestandenen Vollblut-Journalisten Roland Tichy. Er fand heraus, dass die ganzen Finanzen und offenbar ein Teil der Organisationsstruktur von der Stiftung „Plant for the Future Foundation“ gemanagt werden:

Die scheinbar spontanen Demonstrationen von Schülern am Freitag sind nicht ganz so spontan: Im Hintergrund zieht die „Plant-for-the-Future-Foundation“ die Fäden; sie kassiert und verfügt eigenmächtig über die Spendengelder, die die Schüler einwerben.“

Und so ganz langsam kam Licht ins Dunkel der „Fridays for Future“ (FFF) Bewegung, deren schiere Größe und auffällig gute Organisation und Finanzausstattung vor allem denen ins Auge fällt, die wirklich aus privaten Mitteln einmal versucht haben, eine Veranstaltung zu stemmen, deren Ausmaße nicht einmal zehn Prozent dessen betragen, was das Greta-Thunberg-Movement mal so eben aus dem Ärmel schüttelt. Insbesondere die behördlichen Hürden, die nicht selten einiges an Zeit und Schriftverkehr, Verpflichtungen und Auflagen mit sich bringen – wenn man überhaupt eine Erlaubnis bekommt – lassen einen staunen, wie reibungslos so etwas plötzlich gehen kann.

Wie sehr die Medien mit im Boot saßen und für diese Bewegung trommelten zeigte sich, dass auf Roland Tichys Recherche-Artikel hin sofort ein „Verteidigungsartikel“ im Spiegel erschien. Pauschal wurde schon im Antexter jedem, der diese verdächtig gut geölte Propagandamaschine hinterfragt, „rechtssein“ unterstellt.

Roland Tichys Recherchen enthüllten noch mehr: Damit ist klar: Die Selbstdarstellung der FFF, sie sei „keineswegs an Parteien oder andere Organisationen gebunden“ ist falsch. Fridays for Future ist an die Plant-for-the-Planet Foundation angebunden, eine in Deutschland ansässige, als gemeinnützig anerkannte Stiftung des deutschen Club of Rome-Vizepräsidenten.“

Daraus macht auch der Club of Rome kein Geheimnis. Die Kindersoldaten der Klimaschutzindustrie werden als Aushängeschild benutzt. Dazu schreibt die Seite Achgut:

„Wer die Organisation hinter „Fridays for Future“ hierzulande durchleuchtet, stößt auf den Vizepräsidenten des deutschen Club of Rome, Frithjof Finkbeiner. Dessen Sohn Felix Finkbeiner trat vor zehn Jahren als kindlicher Umweltmessias mit „Plant for the Planet“ in die Öffentlichkeit und vor die UN. Jetzt ist Felix zu alt und Greta tritt in seine Fußstapfen. Und „Plant for the Planet“ verwaltet das Spendenkonto von „Fridays for Future“.“

Frithjof Finkbeiner ist ein reicher, alter weißer Mann und war Unternehmer, machte unter anderem in Baustoffen und Immobilien und entdeckte später die Möglichkeiten der Klimaindustrie. Achgut schreibt:

Er ist unter anderem Aufsichtsrats-Vorsitzender der Desertec-Stiftung. Das gleichnamige Konsortium wurde 2009 mit großem Tamtam gegründet, doch die Idee, Solarstrom aus der Sahara nach Europa zu liefern, hat sich als Fata Morgana entpuppt. Sämtliche beteiligten deutschen Großkonzerne machten sich nach Einstreichen der PR-Rendite von der Wanderdüne: Bei Finkbeiner passt es besser ins Portfolio, schließlich ist er unter anderem Verfechter eines ökologischen „Global Marschall Plan“.“

Im Jahr 2011 machte der junge Felix Finkbeiner übrigens dasselbe, wie Greta Thunberg heute: Er war „Gründer“ der Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“, ebenjener Stiftung, die heute die Greta-Thunberg-FFF Bewegung managt. Damals trat er bei Gottschalk Live auf und sagte brav all das auf, was er zu sagen hatte: Seine Schülerinitiative pflanze Bäume, „weil die Erwachsenen so viel CO2 in die Luft pusten“. Wer sich seinen Vortrag hier ansieht, kann nicht umhin, in seinem einstudierten Verhalten gewisse Ähnlichkeiten zu Greta Thunberg zu erkennen, die ebenfalls oft wie „abgerichtet“ erscheint.

Die so unschuldig-naiv-nerdig wirkende Greta war rundherum umgeben von Profis aus dem PR-, Marketing- und Klimabusiness.

Schon das einsame Mädchen mit ihren selbstgemalten Pappschild „Schulstreik für das Klima“, still an der Mauer des schwedischen Reichstages lehnend, stand nicht lange allein da. Ingmar Rentzhog, ein mit Gretas Eltern befreundeter Unternehmer, war schon gleich zur Stelle, machte Fotos und schrieb einen blendend formulierten Text dazu auf den Sozialen Medien. Herr Rentzhog ist ein Marketing-Vollprofi und seine ans Herz gehende Kampagne zog – und brachte auch für Gretas „Entdecker“ Ingmar Rentzhog ordentlich Geld in die Kasse.

Es wurde aber auch Zeit. Denn das war ja nicht der erste Anlauf, mit dem Gretas Eltern die Klimabesessenheit ihrer Tochter vermarkten wollten. Sie schlugen dem schwedischen Sender STV vor, über die damals Zwölfjährige eine Fernsehserie zu machen, wie Greta ihre Mutter und ihren Vater dazu zwang, sich mit ihr zusammen „um das Klimaproblem zu kümmern“, schrieb der schwedische „expressen“ im Oktober 2019. Sechs oder acht halbstündige Episoden sollten Greta und ihre bekehrten Eltern bei ihrem Engagement zeigen.

Greta bot auch den Hintergrund dazu: Sie war eine Außenseiterin mit einer Mission. Der „expressen“ schreibt: „Greta Thunberg sprach sowohl gegenüber expressen und in ihrem Buch „Szenen aus dem Herzen“ auch über ihre Krankheiten und Besonderheiten: Asperger (eine Art des Autisus), Zwangsstörungen, und selektiven Mutismus (Sie sprach überhaupt nur manchmal und war meistens stumm) und über ihre früheren Depressionen.“

Greta Thunberg war aber doch recht kommunikativ und berichtete der Zeitung „expressen“ darüber hinaus ausführlich von ihren Essstörungen, dem Mobbing, das sie erfahren musste, ihre Diagnosen, ihre Herausforderungen. Und über ihren Kampf zur Rettung des Planeten. Die Jury von „expressen“ wählte sie darob spontan zur „Frau des Jahres“, was Frau Greta mit dem Ausspruch krönte: „Ich glaube nicht, dass ich eine besondere Person bin, aber ich habe die moralische Verantwortung, alles zu tun, um das Blatt zu wenden und den Menschen verständlich zu machen, was passiert, wenn wir unser Verhalten nicht ändern.“

Damals hat der Sender STV die Greta-Telenovela abgelehnt. Doch nun ist es endlich doch so weit, dass nicht nur eine schwedische Greta-Staffel im Fernsehen kommt, sondern gleich ein ganzer Greta-Kinofilm um die Welt geht.

Kurz vor Weihnachten 2019 ließ nämlich die Filmproduktion „Deadline“ wissen, dass 2020 ein Kinofilm über Greta erscheinen würde. Irgendwie scheint da der Name der Produktionsfirma ein Omen zu sein, denn noch ein Jahr Corona statt Greta – und sie wäre vielleicht ganz in der Versenkung verschwunden. Der Film soll allerdings zuerst auf der Internetplattform Hulu ausgestrahlt werden. Man weiß, wo das Kernsegment der Kundschaft sitzt. Jedenfalls nicht im Kino.

Dabei wird man sehen, wie Greta von Anfang an von professionellen Filmleuten begleitet, wie sie von Anfang an in Szene gesetzt und als Star und zur „Ikone aufgebaut“ wurde.

Da fragt auch RTdeutsch etwas verblüfft:

„Man stellt sich nach der Ankündigung des nun entstehenden Films unweigerlich eine Frage: Wenn Thunbergs kometenhafter Aufstieg – von ihren einsamen Protesten auf dem Stockholmer Bürgersteig zur Aktivistin, die die Mächtigen der Welt beschimpft – so bodenständig und quasi eigenständig verlief, wie er heute dargestellt wird, wie um alles in der Welt waren dann bereits ganz am Beginn der Story zufällig die Dokumentarfilmer vor Ort, um sie bei ihrem (noch einsamen) Schulstreik zu filmen?“