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Politik & Aktuelles

Offener Unternehmerbrief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und weitere Sprecher in der Politik

22. Oktober 2020

Die Corona-Pandemie hat uns alle stark getroffen. Deshalb sind wir, die unterzeichnenden Unternehmer, die ersten Wochen der Coronakrise auch Ihren Weg der Einschränkungen und Maßnahmen mitgegangen.

Als Unternehmer sind wir sowohl wirtschaftlich als auch persönlich betroffen. Und in dieser herausfordernden Zeit sind wir mehr denn je gefragt, mit Herz und Kopf zu führen. So traf es uns alle in unterschiedlichster Art und Weise. Bei den meisten von uns sind die Aufträge weggebrochen, so dass wir unsere Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken mussten und viele Familien ihre Existenzen verloren haben – und bei Weiterführung dieser Maßnahmen noch verlieren werden. In vielen Betrieben in Deutschland kommt bereits die Welle, und zwar die Welle der Entlassungen.

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Man könnte sagen: „So spielt das Leben eben. Corona fordert seine Opfer.“ Könnte man sagen. Das wollen wir aber nicht sagen. Wir fordern stattdessen ein Umdenken in der Politik.

Warum? Die Erklärung ist ganz einfach: Bereits im April hat sich abgezeichnet, dass einige bundes- und landesweit beschlossene Maßnahmen absolut unverhältnismäßig waren. Der wochen- und monatelange Lockdown hat in vielen Bereichen mehr geschadet, als genutzt: Familien sind zerbrochen, Karrieren sind zerstört und viele Firmen und deren Mitarbeiter sind bereits ruiniert oder stehen vor dem Aus und der Arbeitslosigkeit.

So ist zum Beispiel die derzeit überall praktizierte und vorgeschriebene Maskenpflicht absolut ineffektiv und kontraproduktiv.

Auf Ihrer Seite des „Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte“ schreiben Sie selbst:

Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde.“

So darf und kann es nicht weitergehen!

Als Unternehmer wollen wir mit Herz und Leidenschaft gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Wir wollen jungen Menschen durch Ausbildungsplätze eine Zukunft bieten und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken. 

Deshalb fordern wir: Politik mit Augenmaß statt Angstmacherei!

Machen Sie Schluss mit dem Profilierungswettbewerb der Corona-Egos. Man hat mittlerweile das Gefühl, es geht nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum, welcher Politiker oder Landesfürst die erste Pressekonferenz des Tages hat und in den Talksendungen Angst und Panik verbreiten kann.

Wir wollen den Corona-Virus nicht kleinreden. Er ist definitiv ein ernstzunehmendes Problem für unsere Gesellschaft geworden. Aber die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unser Gesundheitswesen in der Lage ist, mit Sars-Cov-2 umzugehen. Die befürchtete Übersterblichkeit ist ausgeblieben. Die tatsächlichen Krankheitsfälle haben sich glücklicherweise schon lange losgekoppelt von den Zahlen der positiv getesteten.

Mittlerweile haben weltweit führende Wissenschaftler bestätigt, dass die Zahl der positiven Tests nur eine von vielen Kriterien darstellt und allein nicht aussagekräftig ist, denn: Viele positiv Getestete erkranken nicht und sind daher auch nicht selbst infektiös. Dieser wichtige Punkt wird aber auch in der medialen Berichterstattung kaum berücksichtigt. Stattdessen wird mit täglichen Neuinfektionszahlen Angst geschürt.

Es ist allerdings nicht nur unverhältnismäßig, sondern absolut unseriös, einschneidende politische Maßnahmen nur aufgrund dieser Testwerte zu erlassen. Wir fordern hier eine stärkere Differenzierung und mehr Augenmaß sowie Transparenz bei den Entscheidungen.

Verantwortung statt Panik!

Zeigen Sie echte Verantwortung für uns Bürger und Bürgerinnen. Das tun Sie nicht mit Verboten, sondern mit Wertschätzung und Fürsorge. Geben Sie uns unsere Eigenverantwortung zurück. Wir Unternehmer tragen gerne diese Verantwortung. Für unsere Firmen, aber auch in besonderem Maße für unser Mitarbeitenden und ihre Familien. Wir wollen ihnen eine Zukunft geben. Das geht aber nur, wenn wir diese Verantwortung auch übernehmen dürfen. Das geht nicht mit pauschalen Kontaktverboten, Messeverboten, mit Reise- und Beherbergungsverboten und erst recht nicht mit einem Maßnahmen- und Informationschaos, das in jedem Bundesland anders ausgeprägt ist und sich fast täglich ändert. 

Schluss mit der sozialen Distanzierung und Vereinsamung!

Wir Menschen brauchen Nähe und keine vorgeschriebene Distanz. Wir tragen Verantwortung für unsere Nächsten und wir wissen sehr genau, dass wir ihnen nicht zu nahe kommen sollen, wenn wir uns kränklich fühlen. Das gilt nicht nur für Corona, sondern jede andere Form von Grippe oder Erkältung. Sprechen Sie uns nicht die eigene Fürsorge und Selbstverantwortung ab, sondern lassen Sie uns weiterhin die Regeln des gesunden Menschverstandes befolgen und nach ihnen handeln.

Hinterfragen Sie Ihr Handeln!

Wir fordern Sie auf, Ihr Handeln und damit Ihre Maßnahmen kritisch zu hinterfragen und Argumente zuzulassen, die den Sinn des bisherigen Corona-Pfades in Frage stellen. Ein stures Weitermachen wie bisher und ein laufendes Verschärfen führt endgültig in eine Sackgasse, in der für Akzeptanz kein Raum mehr ist.

gez.

Robert Wiedemann, beam GmbH

Dieter Stöhr, Schütz GmbH

Sabine Hänle, PROFORMA Werbeartikel

Erik Wolf, Holzbau Wolf GmbH&Co.KG

Johannes Zanker, Landwirt

Dr. Wolfgang Gänsler, Praxis für Zahnheilkunde

Ulisse Foddis, Technische Kunststoffteile GmbH & Co.KG

Andrea Ziegelmaier, Kolibri GmbH

Maximilian Kristen, WEIKMANN Maschinenbau-Formdrehteile GmbH

Frank Kretzer, SUPERA engineering

Klaus Götsch, G-Punkt-Studios

Jan Holey, Amadeus Verlag