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Entlarvt: Unglaubliche Falsch-Positiv-Testpanne, ein brisanter Leak aus demselben Labor – was sind die Zahlen überhaupt wert?

5. November 2020

Es ist erst einen Monat her, dass herauskam, wie es um die Zuverlässigkeit der PCR-Tests wirklich steht. Im bayrischen Taufkirchen staunte das Isar-Amper-Klinikum nicht schlecht, als es immer mehr positiv getestete Covid-19 Patienten, aber mit ohne jeglichen Symptomen  bekam. Gleich sechzig an der Zahl und im persönlichen Umfeld aller mussten die Kontaktpersonen ermittelt, getestet und in Quarantäne verfrachtet werden. Die Klinik machte Kontrolltests und siehe da, von den zu isolierenden 60 positiv Getesteten waren 58 (in Worten achtundfünfzig) falsch positiv!

Ein Medizin-Skandal. Die Betroffenen waren also vollkommen unnötig isoliert worden, die Gesundheitsämter hatten grundlos -zig Mitarbeiter zur Ermittlung der Kontaktpersonen losgescheucht und die Ermittelten unsinnig in Quarantäne geschickt, das Klinikum erlitt einen „gewaltigen, wirtschaftlichen Schaden“, und für die Patienten und ihre Familien bedeutete das große  Angst, Leid und große Sorge um die betroffenen Angehörigen, sagte ein Insider. Es sollen sich Dramen in der Klinik und in den Familien abgespielt haben.

Ein Einzelfall? Nur ein dummer Zufall? Die Geschäftsführerin des beteiligten MVZ-Labors, Gabriele Schön, gab vor der Presse, dem Münchner Merkur zu: „In der letzten Woche waren wir vor dem Hintergrund massiv angestiegener Testzahlen zusätzlich gezwungen, den Lieferausfall eines Herstellers zu kompensieren. Aufgrund des hohen Probenaufkommens und des fehlenden Zubehörs war eine Kontrolle positiver Ergebnisse nicht in allen Fällen zeitnah möglich.“

Das MVZ-Labor ist nicht das einzige, das schon über dem Limit arbeitet. Das geht mehr oder weniger bei allen so. Es besteht also Grund zu der Annahme, dass ein guter Prozentsatz unbekannter Größe der positiven Testergebnisse falsch positiv ist. Was wiederum bedeutet, dass die Datenbasis für den rasanten Anstieg der „Fälle“ oder „Inzidenzen“ äußerst wackelig ist.

Um das mal klar zu sagen: Wer positiv getestet ist, ist noch lange nicht „infiziert“. Ein positiver Test besagt nur, dass in der Probe biologisches Material gefunden wurde, dass einer Gensequenz eines Coronavirus entspricht. Das kann ein längst bekanntes, harmloses Corona-Schnupfenvirus sein, das können Proteinmüllstücke abgetöteter Coronaviren sein, oder Proteinabfall abgestorbener Exosome. Es können auch tatsächlich ein paar Covid-19 Viren sein, mit denen der Körper aber, ohne Symptome zu entwickeln, innerhalb von Stunden später fertig geworden ist. Und es können Verunreinigungen sein. Und es kann eine echte Infektion sein, mit der nicht zu spaßen ist.

Der Verfasser des Merkur-Artikels, Klaus Rimpel, fragt angesichts des Test-Desasters: „Ganz Bayern kämpft gegen Corona. Was aber, wenn unser einziger Indikator, der Corona-Test, plötzlich fehleranfällig wird. Ein massiver Testfehler in einer bayerischen Klinik wirft Fragen auf.“

Noch größere Fragezeichen wirft ein Schreiben aus genau dem Labor auf, das die 58 von 60 falsch-positiven Ergebnisse ermittelt hatte. Unterschrieben von ebenjener Geschäftsführerin Gabriele Schön und dem ebenfalls im Impressum aufgeführten PD Dr. med. habil. Felix Stelter. Offensichtlich hat ein Mitarbeiter des Labors das Schreiben geleakt, in dem die Labormitarbeiter, vielleicht auch Arztpraxen angewiesen werden, zukünftig nur noch solche Patienten auf Covid-19 zu testen, die auch Symptome aufweisen. Hier hat wohl jemand unter den Mitarbeitern verstanden, welches Spiel hier betrieben wird.

Die Panne mit den Falsch-positiven Tests ereignete sich in den ersten Oktobertagen. Das Schreiben, was hier zu sehen ist, ist aber vom 26. Oktober, also keine prompte Reaktion auf die Überlastung.

Aber lesen Sie selbst:

Weder dürfte das MVZ-Labor das einzige gewesen sein, dass mit der ganzen Testerei nicht mehr mitkam und massive Fehler produzierte (nicht die Schuld der Labors!), noch wird sie das einzige Labor sein, was nun ausschließlich Patienten mit Symptomen testet. Das Labor wird das auch nicht einfach selbständig entscheiden, so zu verfahren, eben WEIL ein rein symptom-induziertes Testen ganz andere „Inzidenzzahlen“ erzeugen wird.

Das Schreiben vom 26. Oktober ist nur ein paar Tage vor dem zweiten Lockdownbeschluss unserer allseits geliebten Bundeskanzlerin an die Kollegen und Ärzte ergangen.

Nun. Dass sich die Begeisterung über einen neuerlichen Lockdown in engen Grenzen halten würde, war klar. Die neuen Wegsperr-Zwangsmaßnahmen werden eine Schneise der Verwüstung in die Volkswirtschaften schlagen. Die Proteste der Ärztevereinigungen einfach wortlos zu ignorieren, selbst die Warnungen des renommierten Epidemiologen Prof. Stefan Willichs an der Berliner Charité vor einem „überzogenen Lockdown“ an sich abprallen zu lassen … „Teflon-Merkel“, wie die Amerikaner sie nennen, muss sich ihrer Sache sehr sicher sein. Wie kann sie das?

Nun, eine Möglichkeit wäre es, vor dem Lockdown die Inzidenzzahlen mit allen Mitteln in die Höhe zu jagen, alles und jeden zu testen was dem Wattestäbchen nicht entkommt und dann, ab Eintritt des Lockdowns, die Vorgaben für die Testungen nur auf Personen mit Symptomen zu beschränken. Das wird die positiven Testzahlen erheblich senken – et voilá! Der Lockdown hat uns gerettet! Bundeskanzlerin Merkel sei Lob und Preis und ihrem Ritter Spahn ebenfalls. Ein Covidiot, wer das bezweifelt.

So, Herrschaften, macht man Pandemien und feiert den Lockdown als Rettung – und sehr wahrscheinlich erleben wir den in den nächsten Jahren als Dauerschleife.

„Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“

(Winston Churchill zugeschrieben)