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US-Wahlen: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen – Briefwahl könnte entscheidend sein (+Video)

4. November 2020

Am gestrigen Mittwoch öffneten die Wahllokale in den ganzen USA zu einer Präsidentenwahl, die so weitreichende Folgen haben wird, wie wenige zuvor. 331 Millionen Amerikaner in 52 Bundesstaaten waren aufgerufen, sich zwischen Joe Biden und Donald Trump zu entscheiden. Unserer Zeit nach um 7 Uhr morgens wurden die letzten Wahllokale im westlichsten Bundesstaat Alaska, geschlossen und die Stimmen wurden ausgezählt. Das kann allerdings noch etwas dauern, da in den USA verschiedene Zeitzonen quer über den riesigen Kontinent existieren.

Bei dieser Wahl wird nicht nur der Präsident, sondern auch das Repräsentantenhaus gewählt. Selten war der Wahlkampf so erbittert. Man kann jetzt schon ein Ergebnis als sicher ansehen: Egal, wie die Wahl ausgeht, es wird keinen Frieden in den USA geben. Weder werden die Trump-Anhänger eine Wahlniederlage akzeptieren noch die Democrat-Anhänger. Allerdings wird die Gewaltbereitschaft der linksextremen Gruppen wahrscheinlich im Fall der Wahlniederlage extrem hoch sein. Linksradikale Gruppen haben schon angekündigt, im Falle eines Trump-Sieges einen bewaffneten Angriff auf das Weiße Haus zu starten. Trump dagegen ruft sich schon zum Sieger aus und will weitere Auszählungen stoppen lassen.

Auf beiden Seiten wird mit harten Bandagen gekämpft und ein Sieg einer Seite ist noch nicht auszumachen. Heute Morgen um 10 Uhr stand die aktuelle Verteilung der Stimmen bei den Wahlmännern bei 220 für Biden zu 213 für Trump. Noch sind nicht alle Bundesstaaten ausgezählt.

Die Democrats fangen schon an, sich darüber zu beschweren, dass das System ungerecht sei, denn es gebe zu wenig Democrat-Wahlmänner im Vergleich zu den abgegebenen Stimmenzahlen, das müsse geändert werden. Die Republikaner haben aufgedeckt, dass eine noch unbekannte Zahl an Toten und seit Jahren Begrabenen Wahlzettel angefordert und erhalten haben und für die Democrats gestimmt haben. Republikanische Kontrollausschüsse deckten das auf. Es wäre kein Wunder, wenn die andere Seite dasselbe gemacht haben sollte. Außerdem soll es eine Welle von Millionen Anrufen mit Roboterstimmen-Ansagen bei Bürgern gegeben haben, die die Leute davor warnten, in die Wahllokale zu gehen. Offenbar kamen diese Anrufe von Call-Bots aus Europa und wurden über verschiedene europäische Telefonanbieterfirmen weitergeleitet.

Twitter Blockiert und Zensiert Trump-Tweets und Google soll bei der Such-Eingabe „Trump“ ellenlang negative Beiträge als Suchergebnis anbieten.

Am Mittwochmorgen waren in mehreren Wahllokalen die Wahl-Automaten „defekt“. Republikanischen Wahlbeobachtern wurde der Zugang zu den Wahllokalen verwehrt. Präsident Trump hatte seine Wähler aufgefordert, überall in die Wahllokale zu gehen und die Wahl zu beobachten, ob es Versuche gibt, die Wahlen zu fälschen.

In Georgia wurden mehrere Wahllokale, die in Pro-Trump-Wahlbezirken liegen, erst nach stundenlanger Verspätung geöffnet.

Heute Vormittag steht es bisher bei 55,6% für Trump und 43,0% für Biden. Allerdings sind noch nicht alle Bundesstaaten ausgezählt. Die Briefwahl wird ebenfalls noch ein gewichtiger Faktor. Doch deren Auszählung kann noch lange dauern.

Was aber jetzt schon zu sehen ist: Die Medienumfragen, die Trump auf verlorenem Posten sahen, waren Wunschdenken. Richard Grenell, der Ex-Botschafter der USA in Berlin, sagte im Fernsehen:

„Die Umfragen der Medien waren sehr falsch. Aber sie werden es nicht zugeben. Trump führt derzeit in Michigan, Wisconsin und Pennsylvania. Die Medien werden nun den Demokraten helfen, die Fristen zu verlängern, um in den nächsten Tagen nach zusätzlichen Stimmen zu suchen.“