screenshot twitter

Ein neuer Wahnsinn — nach lebenden Tieren in Schlüs­sel­an­hängern, jetzt lebende Tiere in China als „Über­ra­schungsbox“

Ein neuer schreck­licher Boom in China löst Empörung aus. Es sind soge­nannte „Blind Box“, das sind Pakete mit Tieren, die ein Kunde kauft, ohne zu wissen, welches Tier man mit der Post erhält. Als Tier­schützer diese Tiere retten wollten, fanden sie  fast 160 Welpen und Kätzchen, viele von den Tieren waren in diesen Paketen erstickt. „Es ist so schrecklich, die kleinen Katzen und Welpen haben geschrien“, schrieben die Tier­schützer. Es ist ver­ab­scheu­ungs­würdig, eine lebende Kreatur zu einem modi­schen Acces­soire zu machen und von ihrem sinn­losen Tod zu pro­fi­tieren. Nachdem bereits Händler in China seit Jahren Schlüs­sel­an­hänger mit lebenden Tieren, wie Schild­kröten, Fischen, Sala­mandern und Frö­schen ver­kaufen, boomt jetzt der Handel mit Über­ra­schungspackte mit Haus­tieren. Diese „Live Animal Mystery Box“ werden online ange­boten und bereits während des Ver­sands ersticken diese Tiere. Eine Reihe von diesen Über­ra­schungs­pa­keten mit Tieren, wie Hunde, Katzen, Schild­kröten, Eidechsen und Ratten wurde zum Verkauf an ver­schie­denen Stand­orten gemeldet.

Ein neuer Wahnsinn- lebende Tiere in „Über­ra­schungsbox“

Ret­tungs­aktion der Tiere in „Blind Box“

Ein neuer Wahnsinn, bei dem Tiere in „Mystery Boxes“ ver­kauft werden, hat in China Empörung aus­gelöst, nachdem eine Reihe von Welpen tot im Inneren der Pakete  gefunden wurden. Die „Blind­boxen“ sind zu einem beliebten Trend im Land geworden, bei dem Men­schen Pakete kaufen, ohne zu wissen, welches Tier sie per Post erhalten. Am 03.Mai 2021 machten Tier­schutz­ak­ti­visten eine schreck­liche Ent­de­ckung, als sie 160 kleine Hunde und Katzen in einem Last­wagen in Chengdu in der süd­west­chi­ne­si­schen Provinz Sichuan fanden. Sie fanden heraus, dass die Pakete – die als reguläre Express­lie­fe­rungen getarnt waren,  ver­zwei­felte Welpen oder Kätzchen enthielten.

Das Chengdu Aiz­hijia Animal Rescue Center gab auf Weibo bekannt, dass sie ein Fahrzeug gestoppt haben, welches 160 Tiere, alle unter drei Monaten, unter schreck­lichen Bedin­gungen beför­derte. Einige der Tiere haben die Fahrt nicht über­standen, sie waren in diesen Paketen erstickt.

Seit Januar werden Über­ra­schungs­pakte ange­boten, sie  ent­halten alle Arten von Tieren – dar­unter Hunde, Katzen, Schild­kröten und sogar Spinnen. Egal ob auf  E‑Commerce – Platt­formen wie Taobao und Pin­duoduo. In den meisten Fällen dürfen Käufer weder eine bestimmte Rasse aus­wählen noch die Tiere zurückgeben.

Das Ver­senden lebender Tiere in regu­lären Express­ver­sand­pa­keten ist illegal , geschieht jedoch seit Jahren in China. In Chengdu hatten Nachbarn laut Zhou zwei Wochen lang Tiere im Logis­tik­depot schreien hören.

 

„In dem Moment, in dem viele Käufer die Schachtel öffnen und auf eine lebende Kreatur hoffen, finden sie tat­sächlich ein Tier, das an Ersti­ckung, Hunger, Kälte oder Hitze gestorben ist“, so eine Online ‑Userin. Die Benut­zerin fügte hinzu, dass sie Online-Angebote für „sehr süße rein­rassige Katzen und Hunde“ gesehen habe, die für nur 9,9 RMB (etwa 2 Euro) ver­kauft wurden. Sie bekam für ihren Post auf Weibo 41.000  Likes, denn auch in China ist man über die „Blind­boxen“ empört.

Ein Künstler auf Weibo (@ ARCS- 嘎 法) schrieb, dass es das Ende der Menschheit ist, die sich selbst ver­letzt, indem sie sich auf diese Art von unmensch­lichen Prak­tiken ein­lässt und dazu postete er eine Zeichnung.(Bild unten).

 

Laut dem Markt­for­schungs­un­ter­nehmen Qianzhan Intel­li­gence hat Chinas Manie für Mystery Toy „Blind Boxes“ den Spiel­zeug­her­stellern, mit einem Marktwert von 7,4 Mil­li­arden Yuan im Jahr 2019,  ein Ver­mögen ein­ge­bracht. Doch jetzt gibt es Pro­teste in den Social-Medien. Der Weibo-Hashtag „Pet Blind Boxes“ hatte Stand 07.Mai 2021 über 420 Mil­lionen Aufrufe erhalten, und viele Benutzer for­derten einen Boykott der Pro­dukte. Die neuste Mode­er­scheinung für lebende Katzen, Hunde und Rep­tilien, die in Mystery-Boxen auf E‑Com­merce-Web­sites zu nied­rigen Preisen ver­kauft werden, gehe zu weit, so die Empörung.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzep­tieren Sie die Daten­schutz­er­klärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Tiere in Über­ra­schungs­pa­keten erstickt

Am Abend des 3. Mai 2021 wurde in der Stadt Chengdu in der Provinz Sichuan ein Kurier­fahrer mit über 160 kleinen Katzen und Hunden von ört­lichen Frei­wil­ligen für Tier­rettung ent­deckt. Die Tiere wurden als Express­lie­ferware trans­por­tiert, und der Ver­käufer ver­kaufte sie als „Blind Box“ ‑Tiere. Nachdem sie die Behörden alar­miert hatten, stellten frei­willige Ret­tungs­kräfte vor Ort fest, dass einige der Tiere in den Kisten bereits gestorben waren. Andere Tiere wurden in ein ört­liches Tierheim gebracht, wo sie später zur Adoption frei­ge­geben werden können.

Auf Weibo- wie Tiere gerettet wurden

Die Retter der Tiere  pos­teten am Mon­tag­abend Fotos und Videos der Tiere in den chi­ne­si­schen sozialen Medien. Auf der Plattform Weibo ver­ur­teilten Kom­men­ta­toren nicht nur die E‑Com­merce-Anbieter, sondern auch die Kunden, Logis­tik­un­ter­nehmen und laxen Straf­ver­fol­gungs­be­hörden, die den Handel ermöglichen.

Ret­tungs­aktion der Tiere in Überraschungsboxen

Frei­willige ver­suchten, den Tieren während der Nacht zu helfen, indem sie ihnen Glu­ko­se­wasser mit Spritzen durch Löcher in den Kisten füt­terten, sagte ein Mit­glied der Gruppe mit dem Nach­namen Zhou gegenüber Sixth Tone . Als Sixth Tone am Mittwoch auf Taobao nach „Pet Blind Box“ suchte, erschienen mehrere Geschäfte, in denen Schild­kröten ver­kauft wurden. Ein Geschäft in der süd­lichen Provinz Guangdong meldete einen Umsatz von über 300 Schild­kröten pro Monat mit Preisen zwi­schen 20 und 1.300 Yuan (3 bis 200 US-Dollar).

Chi­ne­sische Inter­net­nutzer haben die Behörden auf­ge­fordert, gegen die illegale Praxis der Lie­ferung von Tieren über „Blind­boxen“ vorzugehen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzep­tieren Sie die Daten­schutz­er­klärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org