Warum setzen Bill Gates und das Pen­tagon GMO-Mücken in den Florida Keys frei?

Trotz starker Pro­teste der Anwohner haben die US-Umwelt­schutz­be­hörde sowie Behörden in Florida die umstrittene Frei­setzung von Mil­lionen gen­tech­nisch ver­än­derter oder „bear­bei­teter“ Killer-Mücken in den Florida Keyes genehmigt. Gleich­zeitig ist der umstrittene, desi­gnierte Wis­sen­schafts­be­rater von Prä­sident Biden an der Ent­wicklung der CRISPR-Tech­no­logie beteiligt, mit der alles gen­tech­nisch ver­ändert wird, von Mos­kitos über die mRNA-„Impfstoffe“ von Pfizer und Moderna gegen das Coro­na­virus bis hin zu gen-edi­tierten Lachsen. Wie Bill Gates, das Pen­tagon und die Eugenik-Lobby jetzt zusammen kommen, ist alar­mierend – gelinde ausgedrückt.

(von F. William Engdahl)

Am 30. April gaben der „Florida Keys Mos­quito Control District“ und das Bio­tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen „Oxitec“ bekannt, dass sie mit der Frei­setzung von letztlich etwa 750 Mil­lionen gene­tisch mani­pu­lierten oder gen-edi­tierten Aedes Aegypti-Mücken unter Ver­wendung der CRISPR-Gen-Editing-Tech­no­logie beginnen werden. Die Aedes Aegypti macht nur etwa 4% der Mücken­po­pu­lation in den Keys aus. Die Frei­setzung wird von Anwohnern und Umwelt­gruppen erbittert bekämpft, die bei den letzt­jäh­rigen Wahlen eine Volks­ab­stimmung for­derten, die das „Mos­quito Control Board“ aber kurio­ser­weise ablehnte. „Oxitec“ und das Gremium behaupten, die Frei­setzung solle die Präsenz der Aedes Aegypti-Mücke aus­lö­schen, von der ange­nommen wird, dass sie Dengue-Fieber, Zika und andere Krank­heiten über­trägt.

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Das Projekt, das in den Pres­se­er­klä­rungen positiv klingt, ist in vie­lerlei Hin­sicht alar­mierend. Erstens wegen der Wei­gerung, eine Bür­ger­ab­stimmung über die umstrittene GVO-Frei­setzung zuzu­lassen. Zweitens gibt es keine Kosten-Nutzen-Analyse der Risiken gegenüber dem Nutzen der Frei­setzung von Mil­lionen von Mos­kitos, deren gene­tische Eigen­schaften oft auf unvor­her­sehbare Weise mutieren. Ist es das Risiko wert, dass durch das Projekt eine immer robustere Sorte von Mücken mutieren wird? Das kann niemand sagen. Tra­di­tio­nelle Tech­niken zur Mücken­be­kämpfung haben bisher gut funktioniert.

Der CEO von „Oxitec“, Grey Frandsen, hat eine dunkle Ver­gan­genheit mit dem US-Außen­mi­nis­terium auf dem Balkan, als Berater der US-Marine und als Fellow der „Inter­na­tional Crisis Group“ von George Soros, die in den 1990er Jahren eine Schlüs­sel­rolle bei der Zer­störung Jugo­sla­wiens spielte. Ohne vor­herige Erfahrung in der Bio­tech­no­logie trat Frandsen 2017 als CEO von „Oxitec“ auf. „Oxitec“, ein bri­ti­sches Unter­nehmen, gehört jetzt „Third Security“, einer US-Risi­ko­ka­pi­tal­firma in Radford, Vir­ginia, die von Randal J. Kirk geleitet wird, dem auch der Her­steller von gen-edi­tiertem Lachs, „Aqu­aBounty“, gehört.

Ausfall Bra­silien

Bei einem anderen Versuch von „Oxitec“ mit der­selben gen-edi­tierten Aedes Aegypti-Mücke in Bahia, Bra­silien, bei dem getestet wurde, ob sich die gen-edi­tierten Mücken mit ein­hei­mi­schen Mücken paaren würden, die Zika, Malaria oder andere durch Mücken über­tragene Krank­heiten tragen, stieg nach einer anfäng­lichen Redu­zierung der Ziel­po­pu­lation der Mücken nach einigen Monaten die „Popu­lation, die stark unter­drückt worden war, wieder auf fast das­selbe Niveau wie vor der Frei­setzung an“, so eine in der Zeit­schrift „Nature Reports“ ver­öf­fent­lichte Studie. Ein Team von Wis­sen­schaftlern der Uni­ver­sität Yale und meh­rerer wis­sen­schaft­licher Institute in Bra­silien beob­achtete den Verlauf des Expe­ri­ments. Sie fanden heraus, dass nach einer anfäng­lichen Periode, in der die Ziel­mü­cken­po­pu­lation deutlich zurückging, sich diese nach etwa 18 Monaten auf das Niveau vor der Frei­setzung erholte. Nicht nur das, die Studie stellte fest, dass einige der Mos­kitos wahr­scheinlich eine „hybride Kraft“ haben, bei der eine Kreuzung der natür­lichen mit der gen-edi­tierten eine „robustere Popu­lation als vor der Frei­setzung“ geschaffen hat, die mög­li­cher­weise resis­tenter gegen Insek­tizide ist, kurz gesagt: resis­tente „Super-Mücken“. Die bra­si­lia­nische „Oxitec“-Studie kam zu dem Schluss: „Es ist unklar, wie sich dies auf die Über­tragung von Krank­heiten aus­wirken oder andere Bemü­hungen zur Kon­trolle dieser gefähr­lichen Vek­toren beein­flussen könnte.“

Kurz gesagt, die gene­ti­schen Muta­tionen waren unvor­her­sehbar. Eine andere wis­sen­schaft­liche Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die „ste­rilen“ Insekten wieder fruchtbar werden, was dazu führt, dass resis­tente GVO-Popu­la­tionen in der Umwelt bestehen bleiben. Die Studie, die von Wis­sen­schaftlern in China, Deutschland und der USDA in den Ver­ei­nigten Staaten ver­öf­fent­licht wurde, zeigt, dass spontane Muta­tionen in Labor­fliegen ent­stehen können, die zu gene­ti­scher Resistenz gegen das beab­sich­tigte Merkmal führen. Mit anderen Worten: „Super­fliegen“ oder -mos­kitos.

Außerdem ist es nicht so, dass das Auf­treten von Dengue-Fieber oder Zika in den Florida Keys ein gra­vie­rendes Problem dar­stellen würde. Laut dem offi­zi­ellen CDC-Bericht gab es im Jahr 2020 in den gesamten USA keinen ein­zigen Fall von Zika bei der ein­hei­mi­schen Bevöl­kerung und nur 4 bei aus­län­di­schen Rei­senden. Was das weitaus mildere und selten tödlich ver­lau­fende Dengue-Fieber mit grip­pe­ähn­lichen Sym­ptomen betrifft, so gab es im Jahr 2020 etwa 26 Fälle in den Florida Keyes. Das war der erste Aus­bruch seit fast zehn Jahren. Ver­däch­ti­ger­weise war es ein kleiner Aus­bruch von Dengue-Fieber im Jahr 2010, den „Oxitec“ nutzte, um für die Frei­setzung seiner gen-edi­tierten Mücke in Florida zu argu­men­tieren. Der neue Aus­bruch im Jahr 2020 kam „Oxitec“ eben­falls ver­dächtig gelegen, um die gen­tech­nisch ver­än­derten Stech­mücken in Florida frei­zu­setzen, was 2020 genehmigt wurde.

Oxitec, Gates und DARPA

Was die Frei­setzung von gen-edi­tierten Mücken in Florida ins­gesamt noch ver­däch­tiger macht, ist die Tat­sache, dass das „Oxitec“-Projekt von zwei höchst umstrit­tenen Orga­ni­sa­tionen unter­stützt wird – der Bill & Melinda Gates Foun­dation und der „Defense Advanced Research Pro­jects Agency“ (DARPA) des Pen­tagon. Gates – nicht nur ein bedeu­tender Geld­geber der gen­tech­nisch ver­än­derten COVID-19-„Impfstoffe“ von Pfizer und Moderna und der größte private Spender der WHO – finan­ziert seit mehr als einem Jahr­zehnt Gentech-For­schung. Gates ist sich des bös­ar­tigen Poten­zials der Gene-Editing-Tech­no­logie wohl bewusst. Sie kann zur Her­stellung von Bio­waffen ein­ge­setzt werden. Im Jahr 2016 erklärte Gates: „Die nächste Epi­demie könnte auf dem Com­pu­ter­bild­schirm eines Ter­ro­risten ent­stehen, der mit Hilfe der Gen­technik eine syn­the­tische Version des Pocken­virus her­stellen will.“ Im Juli 2017 erklärte John Sotos von „Intel Health & Life Sci­ences“, dass die Gene-Editing-For­schung „das Potenzial für Bio­waffen von unvor­stell­barer Zer­stö­rungs­kraft eröffnen könnte.

Im Jahr 2016 gab Gates‘ Stiftung 1,6 Mil­lionen Dollar an die PR-Firma „Emerging Ag“, um eine breite Anstrengung zu blo­ckieren, ein Mora­torium der „UN Con­vention on Bio­lo­gical Diversity“ (CBD) [UN-Kon­vention zur bio­lo­gi­schen Vielfalt, Anm. d. Über­setzers] für die Gene-Drive-Tech­no­logie zu erreichen, bis ihre Sicherheit fest­ge­stellt werden konnte. Laut E‑Mails, die der „ETC Group“ vor­liegen, rekru­tierte „Emerging Ag“ mehr als 65 Experten, dar­unter einen hohen Beamten der Gates Foun­dation, einen DARPA-Beamten sowie Wis­sen­schaftler, die von der DARPA gefördert wurden. Sie waren erfolg­reich.

Ento­mo­lo­gische Kriegsführung?

Die DARPA arbeitet seit meh­reren Jahren an der gene­ti­schen Bear­beitung von Mos­kitos. Im Rahmen ihres „Insect Allies“-Programms arbeitet die DARPA unter Ver­wendung von CRISPR-Gen-Editing- und Gene-Drive-Tech­no­logien an der Mani­pu­lation der Aedes Aegypti-Mücke. Das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium hat min­destens 100 Mil­lionen Dollar in die umstrittene Tech­no­logie, die als „Gene Drives“ bekannt ist, inves­tiert, was das US-Militär zu einem Top-Finanzier und Ent­wickler der gen­ver­än­dernden Tech­no­logie macht. „Gene Drives sind eine mächtige und gefähr­liche neue Tech­no­logie, die als poten­zielle bio­lo­gische Waffe kata­stro­phale Aus­wir­kungen auf den Frieden, die Nah­rungs­mit­tel­si­cherheit und die Umwelt haben könnte, besonders wenn sie miss­braucht wird“, sagte Jim Thomas, Co-Direktor der „ETC Group“, einer Gruppe für Umwelt­si­cherheit. „Die Tat­sache, dass die Ent­wicklung von Gene Drives jetzt haupt­sächlich vom US-Militär finan­ziert und struk­tu­riert wird, wirft alar­mie­rende Fragen zu diesem gesamten Bereich auf.

Ento­mo­lo­gische Kriegs­führung ist eine Art der bio­lo­gi­schen Kriegs­führung, die Insekten zur Über­tragung von Krank­heiten ein­setzt. Das Pen­tagon hat mit Hilfe der DARPA-For­schung angeblich solche ento­mo­lo­gi­schen Tests heimlich in der Republik Georgien und in Russland durch­ge­führt. Ist die DARPA-Ent­wicklung der gen-edi­tierten Mos­kitos – zusammen mit Gates‘ Stiftung und „Oxitec“ – ein ver­decktes Pro­gramm zur ento­mo­lo­gi­schen Kriegsführung?

Das Pen­tagon hat derzeit Top-Sicher­heits-Bio­labore in 25 Ländern auf der ganzen Welt, die von der „Defense Threat Reduction Agency“ (DTRA) im Rahmen eines 2,1 Mil­li­arden Dollar schweren Mili­tär­pro­gramms – des „Coope­rative Bio­lo­gical Enga­gement Program“ (CBEP) – finan­ziert werden. Sie befinden sich in Ländern der ehe­ma­ligen Sowjet­union wie Georgien und der Ukraine, im Nahen Osten, Süd­ost­asien und Afrika. Unter ihren Pro­jekten wurden Phle­bo­to­minae (Sand­flie­gen­arten) unter der Über­schrift „Sur­veil­lance Work on Acute Febrile Illness“ gesammelt, wobei alle (weib­lichen) Sand­fliegen getestet wurden, um ihre Infek­ti­onsrate zu bestimmen. Ein drittes Projekt, bei dem eben­falls Sand­fliegen gesammelt wurden, unter­suchte die Eigen­schaften ihrer Spei­chel­drüsen. Dies ist For­schung, um sie waf­fen­fähig zu machen.

Die umstrittene Person, die von der Biden-Admi­nis­tration aus­ge­wählt wurde, um der erste Wis­sen­schafts­be­rater auf Kabi­netts­ebene zu werden, Eric Lander, kam vom „Broad Institute“ von MIT und Harvard. Lander ist ein Spe­zialist für Gene-Drive- und Gene-Editing-Tech­no­logien und spielte eine wichtige Rolle im kom­pro­mit­tierten US-„Human Genome Project“. Dies ist nicht die Art von Wis­sen­schaft, die wir unter­stützen sollten. Sie ist vielmehr Teil einer offen­sichtlich grö­ßeren euge­ni­schen Agenda, und Bill Gates spielt wieder eine Schlüsselrolle.

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Quelle: Why Are Gates and Pen­tagon Releasing GMO Mos­quitoes in Florida Keys?

Über­setzung: Axel Krauss


Quelle: Niki Vogt, schildverlag.de