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Politik & Aktuelles

China will Corona-Impfpflicht für Kleinkinder ab 3 Jahren (+Videos)

29. Oktober 2021

In der Volksrepublik China haben die Provinzen Hubei, Fujian, Hunan, Zhejiang, Anhui und Hainan schon Impf-Vorschriften erlassen. China hat bisher eine Null-Toleranz-Politik bei der Corona-Pandemie gefahren – und das von Anfang an. Wir erinnern uns, dass Haus- und Wohnungstüren von den Sicherheitskräften zugeschweißt wurden, so dass die verzweifelten Bewohner darin gefangen waren. Jetzt macht die Null-Toleranz-Politik nicht einmal vor den wehrlosen Kleinsten halt: Ab drei Jahren bekommen sie jetzt die Impfung. Selbst wenn sie wollten, könnten Eltern nichts dagegen machen.

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(Video oben: Chinesische Sicherheitskräfte verschließen die Türen von Wohnungen Infizierter mit Schweißbrennern. Es sollen viele dahinter verdurstet und verhungert sein, wenn Nachbarn nicht durch Fenster Essen herein schmuggeln konnten. Manchen ließ man wenigstens einen Schlitz Öffnungsmöglichkeit, damit Wasser und Nahrung hineingelangen konnten.)

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In China sind mittlerweile 1,07 Milliarden Menschen der 1,4-Milliarden Bevölkerung vollständig geimpft. Lokale Stadt- und Provinzregierungen in offenbar mehr als fünf Provinzen haben in den letzten Tagen Mitteilungen an die Bevölkerung veröffentlicht. Darin wird angekündigt, dass Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren verpflichtend geimpft werden müssen. Mit anderen Worten, jeder Chinese, der grade gut das Laufen gelernt hat, bekommt die Injektion.

Laut den Mitteilungen der Gesundheitskommissionen der Provinzen erhalten Kinder dieser Altersgruppe zwei Impfungen der chinesischen Unternehmen Sinopharm und Sinovac im Abstand von mindestens drei Wochen. Genau wie hier im Westen, erzählt man den Leuten, dass die Impfungen der Kinder auch die Älteren schützen sollen.

Ein in Shanghai ansässiger medizinischer Experte für Impfstoffe, Tao Lina, sagte gegenüber der Global Times, dass besonders für Kinder empfohlen wird, gegen COVID-19 geimpft zu werden. Kinder seien die größten Infektionsquellen in den Haushalten. Obwohl sie nur leichte Symptome entwickeln, könnten sie anstecken, und nur eine Impfung verhindere, dass sie das Virus übertragen und neue Cluster-Infektionen verursachen. Ob chinesische Kinder so verschieden von Europäischen regieren auf das Virus, ist fraglich. Wir hier in Europa haben jedenfalls festgestellt, dass Kinder so gut wie nicht am Infektionsgeschehen beteiligt sind.

Die chinesische Global Times ist allerdings ein Regierungsorgan und berichtet:

„In addition, epidemic transmission is prone to happen in densely populated schools, which means minors are exposed to places with much higher infection risks, experts noted. The cluster infection in East China’s Fujian Province in September was first detected at an elementary school and then spread to multiple schools, families and workplaces, with over 40 percent of confirmed cases in minors under 12 years old, said experts with disease control authorities.“

(Übersetzung: Darüber hinaus ist die Übertragung von Epidemien in Schulen mit hoher Schülerdichte wahrscheinlich, was bedeutet, dass Minderjährige an diesen Orten einem viel höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind, stellten Experten fest. Die Cluster-Infektion in der ostchinesischen Provinz Fujian im September wurde zuerst an einer Grundschule entdeckt und breitete sich dann auf mehrere Schulen, Familien und Arbeitsplätze aus, wobei über 40 Prozent der bestätigten Fälle bei Minderjährigen unter 12 Jahren auftraten, sagten Experten der Seuchenkontrollbehörden.)

Und auch das kommt uns doch sehr bekannt vor:

„In response to concerns over the safety of vaccines for minors, Tao assured that inactivated vaccines are very safe for children and have been widely used among young population groups.“

(Übersetzung: Als Reaktion auf Bedenken in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe für Minderjährige versicherte Tao, dass inaktivierte Impfstoffe für Kinder sehr sicher sind und bei jungen Bevölkerungsgruppen weit verbreitet.)

Eine weitere Begründung der Regierungen ist, dass selbst kleinste Ausbrüche schon im Keim erstickt werden müssen. In Gansu, eine stark vom innerchinesischen Tourismus abhängige Provinz im Nordwesten, sind seit Montag alle Touristenattraktionen geschlossen. Es waren neu aufgeflammte COVID-19-Fälle registriert worden. Für die Menschen in Gansu eine Katastrophe, weil ihre Einnahmequelle, der Tourismus, vollkommen versiegt.

In Teilen der Inneren Mongolei wurde nach den ersten Covid-Infektionen der Befehl ausgegeben, dass alle in ihren Häusern in Quarantäne zu bleiben haben.

Einer der Gründe sind  natürlich auch die anstehenden Olympischen Spiele, die im Februar in Peking veranstaltet werden. China will und kann sich nicht leisten, dass die Besucher ausbleiben, weil das Land unter der Epidemie ächzt oder weil überall härteste Restriktionen herrschen, die den Aufenthalt der olympischen Gäste und Touristen zu einer Geisterbahnfahrt in menschenleeren Städten macht und alles geschlossen ist. Zuschauer aus anderen Ländern, so heißt es zumindest zurzeit, werden von den Spielen ausgeschlossen. Die Regierung in Peking befürchtet, dass Besucher aus aller Welt die Delta-Variante in der Volksrepublik China verbreiten könnten. Durch seine starke Abschottung soll China bisher noch keine Delta-Infektionen haben.

Die Impfstoffe, die in China verimpft werden, sind Sinopharm und Sinovac. Den Verlautbarungen Pekings zufolge sollen sie sehr wirksam gegen die Übertragung des Virus und schwere Verläufe sein. Ob sie aber gegen die Delta Variante ein Schutz sind, ist noch unklar. Im Prinzip bestehen ja auch die westlichen Regierungen darauf, dass die Impfstoffe sicher seien und schützen, was – wie bekannt – eben nicht wirklich stimmt.

Nicht nur in der Volksrepublik China werden nun kleine Kinder gegen Covid geimpft. Auch in anderen Ländern, wie Kambodscha, Argentinien und Chile, wird Sinovac für Kinder ab sechs Jahren eingesetzt.

Andererseits fragt man sich, wie es sein kann, dass nach einer fast lückenlosen Durchimpfung für alle Chinesen der Volksrepublik China nun eben doch keine Herdenimmunität eingetreten ist. Im Gegenteil: Kaum fängt auf der Nordhalbkugel die herbstliche Grippesaison an, meldet die chinesische Seite „Global Times“ es müsse eine große Impfkampagne für Kinder durchgezogen werden, um die Herdenimmunität endlich zu erreichen. Denn der Global Times zufolge sind es eben keine „kleinen Ausbrüche“, sondern es scheint sogar richtig massive Ausbrüche zu geben, die „ein Drittel des Landes“ befallen haben. Es scheint einer der schlimmsten Ausbrüche seit dem ersten Ausbruch 2020 zu werden:

„China has launched a nationwide COVID-19 vaccination campaign for minors aged three to 11, in a bid to increase mass vaccine coverage and accelerate the building of herd immunity, as a new rebound in cases hits almost one-third of the country and becomes one of the worst since the initial outbreak in 2020.“

 Auch hier: Wenn die Impfstoffe doch so sicher sind und Ansteckungen unterbinden, wie kann es dann sein, dass nach einem Jahr Impfen und einer fast vollständig durchgeimpften Bevölkerung jetzt schon wieder massenhaft Corona-Infektionen ausbrechen? Was hat dann die Impferei bitte genützt? Und warum vergreift man sich dann noch zusätzlich an den Kindern?