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Joshua Kimmich und das „Unter­wer­fungs­mobbing“

Der Bayern-München Spieler Joshua Kimmich wollte lange nicht mit der Sprache her­aus­rücken, ob er nun geimpft ist oder nicht. Er ist zwar nicht der einzige unge­impfte Pro­fi­spieler in seinem Verein. Vier weitere Spieler des FC Bayern sind eben­falls noch nicht gegen Covid geimpft. Über die anderen regt sich niemand so furchtbar auf, aber im Fall Kimmich wurde diese Frage zum Zank­apfel. Und endlich äußerte sich der „Umstrittene“. Joshua Kimmich sagte höflich und ohne Polemik, er werde sich vorerst nicht impfen lassen, er habe „per­sönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeit­studien angeht“. Eine voll­kommen selbst­ver­ständ­liche Ent­schei­dungs­freiheit, sollte man denken. Aber nein. Er stand plötzlich öffentlich am Pranger.

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„Virtue Signalling“ — Tugend­prah­lerei als Hochleistungssport …

Das übliche: Die Riege der „Virtue Signaller“ – der­je­nigen, die immer ihre vor­bild­liche Tugend­haf­tigkeit zur Schau stellen müssen – zog blank. Besonders Alt-Fuß­ballstar Paul Breitner setzte sich in Szene mit apo­dik­ti­scher Bes­ser­wis­serei, wie der Baye­rische Rundfunk berichtet:

„‘Ich brauche mit nie­mandem darüber zu dis­ku­tieren, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. Für mich gibt es nur die Richtung, sich impfen zu lassen. Und da geht es nicht um eine Vor­bild­funktion, sondern es geht um den Ein­zelnen. Wenn er sich dagegen ent­scheidet, dann habe ich null Ver­ständnis dafür.‘ Sich nicht impfen zu lassen, ist Herrn Breitners Meinung nach ‚poten­zielle vor­sätz­liche Kör­per­ver­letzung‘.“ 

Voll­mundig fügte er hinzu, dass, wäre er noch ver­ant­wortlich beim FC Bayern, herrschte ein anderer Umgang mit unge­impften Spielern.

„Diese fünf hätten bei mir nicht gespielt und nicht mal mit uns trai­niert”, sagte er. “Ich hätte gesagt, Leute, Auf Wie­der­schauen, da hinten könnt ihr den Berg rauf und runter laufen, aber hier nicht. Das geht nicht.“ 

Und dann wird noch ein bisschen mit der Tugend­fahne gewedelt. Er selbst ist nach eigenem Bekunden seit über sechs Monaten doppelt geimpft, sagte Breitner im BR und werde, sobald der Hausarzt das emp­fiehlt, auch seine dritte Impfung machen. Und besonders tugendhaft findet er sich, weil er an der „Münchner Tafel“ für Bedürftige am Johan­nis­platz mit dazu bei­getragen hat, dass ab 8. November dort die 2G-Regel ein­ge­führt wird. Die Armen können ab diesem Tag nur noch dann dort ihre dringend benö­tigten Lebens­mittel abholen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Man habe sich gemeinsam für die strenge Regelung ent­schieden: „Wir setzen ein Zeichen und sagen impfen, impfen, impfen.“ (Immerhin kennt er doch noch so viel Erbarmen, die Unge­impften nicht dem eigentlich gerechten Hun­gertod zu über­lassen. Es gibt einen Mal­te­serbus, der den unge­impften Abschaum gna­den­halber notversorgt.)

Herr Breitner steht hier nur für alle anderen, deren Argu­men­tation auch nicht stich­hal­tiger ist, als die des Herrn Breitner. Das hat man zu tun, e basta! Sonst!

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… um unbe­ein­druckt über die Hürden der Fak­tenlage zu springen

Wie viele Berichte gibt es mitt­ler­weile von absolut sicheren 2G-Ver­an­stal­tungen (nur für Geimpfte und Genesene), bei denen man anschließend – oh Wunder!“ einen Covid-Aus­bruch beob­achten konnte? Wie der massive Aus­bruch an Covid-Infek­tionen nach der 2G Berghain-Party in Berlin, wo  bisher 28 Infi­zierte gefunden wurden? Oder die streng geprüfte 2G-Party in Münster mit 85 Infi­zierten?

Wesentlich mensch­licher und mora­lisch kor­rekter reagiert die Führung des FC Bayern München. Es gebe eine Emp­fehlung für die Impfung, aber keinen Impf­zwang. Denn was Herr Breitner in seiner durch nichts unter­mau­erten Gewissheit nicht bedenkt ist, dass WENN sich eben DOCH schwere Lang­zeit­wir­kungen ein­stellen, dann wird Herr Breitner natürlich kei­nerlei Ver­ant­wortung für Herrn Kimmich und all die­je­nigen über­nehmen, die auf ihn gehört haben.

Die Affäre Kimmich & Impfung hat mitt­ler­weile eine poli­tische Dimension ange­nommen. Immer neue Tugend­wächter, die sich auf Kosten Joshua Kim­michs her­vortun wollen, über­treffen sich in Dro­hungen, Her­ab­set­zungen, Aus­grenzung, Aus­stoßen aus der mensch­lichen Gemeinschaft.

Gesell­schafts­po­li­tische, gehässige Schar­mützel in den Sozialen Medien …

Der Poli­tiker der Linken und Ehemann Sahra Wagen­knechts, Oskar Lafon­taine setzte einen mutigen Kom­mentar zu der Sache auf Facebook:

Natürlich findet sich dar­unter ein ellen­langer Beitrag, der eigentlich Herrn Lafon­taine demon­tieren soll, es aber eben doch nicht tut, sondern nur an Details mäkelt. Und so geht es munter dar­unter weiter.

Die Stimmen der Ver­nunft werden lauter

Doch es gibt auch viele Stimmen, die klar Stellung für Herrn Kimmich beziehen. So schreibt die Ber­liner Zeitung:

„Was hier pas­siert, ist kein klas­si­sches Mobbing, alle gegen einen, der sich nicht wehren kann. Es ist eine Form des Unter­wer­fungs­mob­bings. Und das pro­mi­nen­teste Bei­spiel dafür, dass es längst eine Covid-Cancel-Culture gibt. Abweichler von der offi­zi­ellen Doktrin müssen bestraft werden, mög­lichst öffent­lich­keits­wirksam. ‚Bestrafe einen, erziehe Hun­derte‘, nannte Mao Tse-Tung diese Methode. Wir bekommen also gerade auch noch eine päd­ago­gische Lektion vor­ge­führt. Die Covid-Cancel-Culture ist die moderne Version des mit­tel­al­ter­lichen Prangers und der revo­lu­tio­nären Hin­rich­tungs­bar­barei, nur mit anderen Mitteln. Alexis de Toc­que­ville hat diesen Des­po­tismus in der Demo­kratie schon vor über 200 Jahren beschrieben. Es geht darum, einen zum Aus­sät­zigen zu erklären und ihn dadurch in der Gemein­schaft unmöglich zu machen: ‚Gehe hin in Frieden, ich lasse dir dein Leben aber es ist schlimmer als der Tod.‘

Kimmich ist schon jetzt ein Vorbild, und zwar für Stand­haf­tigkeit, Mut und gesunden Men­schen­ver­stand. Er braucht dafür kein Stem­pelchen im Impfbuch oder ein Gespräch mit dem Panik­macher Lau­terbach. Argu­men­tativ hat Kimmich genug Trümpfe in der Hand. (…) Mit der Logik von Ulrich Dep­pendorf dürfte ein geimpfter, aber uner­kannt infek­tiöser Spieler auf­laufen, ein getes­teter, gesunder, aber unge­impfter nicht.“

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Noch nie Langzeit-Neben­wir­kungen bei Imp­fungen? Eine glatte Lüge

Dass es bisher noch keine Lang­zeit­folgen bei Imp­fungen gegeben habe, ist schlicht gelogen. Die erste ver­hee­rende Lang­zeit­wirkung auf eine Impfung ereignete sich bei „Deng­vaxia“, dem Impf­stoff gegen Den­gue­fieber. Wie sich her­aus­stellte, bildete sich nach der Impfung die berüch­tigte ADE (Antibody dependent Enhan­cement), die auch bei der Covid-Impfung eine große Gefahr ist. Wer nach der Dengue-Impfung noch einmal mit dem Erreger in Kontakt kommt, erleidet oft eine noch viel schwerere Erkrankung und Tod.

2017 schrieb die Welt im Beitrag: „Der Impf­stoff gegen Dengue wird selbst zur Gefahr

„Dieser Teil der Welt wartet dringend darauf, dass Medi­ziner endlich ein Mittel gegen Dengue finden, am besten einen Impf­stoff. Ein solcher Impf­stoff wurde auf den Phil­ip­pinen an Hun­dert­tau­senden Kindern getestet – eine große Hoffnung. Die sich nun in einen Horror ver­wandeln könnte.

Der Impf­stoff hat sich als poten­ziell gefährlich erwiesen. In der ver­gan­genen Woche wurde die Impf­kam­pagne abge­brochen. Am Montag haben die Phil­ip­pinen den Impf­stoff kom­plett ver­boten. Verkauf, Ver­trieb, Mar­keting für Deng­vaxia, so heißt das Mittel des fran­zö­si­schen Phar­ma­kon­zerns Deng­vaxia, müssen sofort gestoppt werden, jede Charge des Impf­stoffs zurück­ge­rufen werden.“

Der Schwei­ne­grippe-Impf­stoff Pan­demrix ist ein wei­teres Bei­spiel für Lang­zeit­wir­kungen. 2009 wurde in Schweden für die Impfung gegen die Schwei­ne­grippe getrommelt. Mit schlimmen Spät­folgen. Bei einem Teil der Impf­linge, besonders Kindern, wurden bis 2015 in bis zu 1600 Fällen – davon auch einige in Deutschland – eine unheilbare Nar­ko­lepsie diagnostiziert.

Was geschah dabei? Auch hier ereig­neten sich uner­wartete Effekte im Immun­system, vor denen die kri­ti­schen Wis­sen­schaftler auch bei der Covid­impfung warnen. Das Ärz­te­blatt schreibt:

„Epi­de­mio­lo­gische Studien ermit­telten bald einen Zusam­menhang mit dem Impf­stoff Pan­demrix, während der Kon­kurrenz-Impf­stoff Focetria nicht betroffen war. Da die Nar­ko­lepsie eine Auto­im­mun­erkrankung ist, wurde bald darüber dis­ku­tiert, dass eine „mole­kulare „Mimikry“ der Aus­löser sein könnte: Pan­demrix könnte die Bildung von Anti­körpern indu­ziert haben, die nicht nur Bestand­teile des Grip­pe­virus erkennen, sondern ver­se­hentlich auch Bestand­teile des mensch­lichen Orga­nismus angreifen. Da die Nar­ko­lepsie durch den Ausfall des Schlaf/Wach-Zen­trums im Gehirn aus­gelöst wurde geriet bald das Hormon Hypo­cretin in Ver­dacht, das von den dor­tigen Zellen gebildet wird. (…) Unter­su­chungs­er­geb­nisse kon­kre­ti­sieren den Ver­dacht, aller­dings mit der Änderung, dass die Anti­körper nicht gegen das Hormon gerichtet sind, sondern gegen einen seiner Rezep­toren. In der Ami­no­säuren-Sequenz des Rezeptors fanden sie eine Stelle, die auch auf dem Nukleo­protein des Influenza-Virus vor­handen ist. Hier könnte sich der Grund für die Ver­wechslung befinden. (…) Labor­ex­pe­ri­mente bestä­tigten die Kreuz­re­aktion: Die Anti­körper erkannten sowohl das Nukleo­peptid des Grip­pe­virus als auch den Abschnitt auf dem Rezeptor der Ner­ven­zelle. Steinman ver­mutet deshalb, dass die Anti­körper für die Auto­im­mun­re­aktion ver­ant­wortlich sind.“

Die Ähn­lichkeit mit den Bedenken und War­nungen, die heute renom­mierte, unab­hängige Fach­leute und echte Experten in Bezug auf die Covid-Impfung vor­tragen, ist geradezu unheimlich und gespenstisch.

Ex-Bun­des­kanzler Dr. Angela Merkel erinnert vage an die „eigent­liche Freiwilligkeit“

Ex-Natio­nal­spieler Lukas Podolski zeigte eben­falls Courage und stellte sich vor Joshua Kimmich: ‚Das Thema ist in Deutschland ja so, als wenn ein Schwer­ver­brecher gefangen wurde, kri­ti­sierte Podolski die Bericht­erstattung. ‚Ich finde das ein bisschen über­trieben, die ganze Dis­kussion. Und es wird auch dem Joshua nicht gerecht, ihn an den Pranger zu stellen für so etwas‘.”

Sogar Ex-Bun­des­kanzler Frau Dr. Angela Merkel sagte etwas, das man auf ihre schwur­belige Teflon-Art als eine leichte Kritik an den kra­kee­lenden „Kreu­ziget ihn!“-Kreischern ver­stehen könnte: Auch ein Pro­fi­fuß­baller habe das Recht, sich nicht impfen zu lassen, meinte Merkel in einem Interview mit der Frank­furter all­ge­meinen Zeitung. Setzte aber, um sich nicht einer klaren Stel­lung­nahme ver­dächtig zu machen hinzu: „Viel­leicht macht sich Joshua Kimmich darüber ja auch noch Gedanken. Er ist ja als sehr reflek­tierter Fuß­baller bekannt“.

Ja. Und genau darum hat er sich auch erst einmal gegen die Impfung entschieden.