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Politik & Aktuelles

Joshua Kimmich und das „Unterwerfungsmobbing“

2. November 2021

Der Bayern-München Spieler Joshua Kimmich wollte lange nicht mit der Sprache herausrücken, ob er nun geimpft ist oder nicht. Er ist zwar nicht der einzige ungeimpfte Profispieler in seinem Verein. Vier weitere Spieler des FC Bayern sind ebenfalls noch nicht gegen Covid geimpft. Über die anderen regt sich niemand so furchtbar auf, aber im Fall Kimmich wurde diese Frage zum Zankapfel. Und endlich äußerte sich der „Umstrittene“. Joshua Kimmich sagte höflich und ohne Polemik, er werde sich vorerst nicht impfen lassen, er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“. Eine vollkommen selbstverständliche Entscheidungsfreiheit, sollte man denken. Aber nein. Er stand plötzlich öffentlich am Pranger.

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„Virtue Signalling“ – Tugendprahlerei als Hochleistungssport …

Das übliche: Die Riege der „Virtue Signaller“ – derjenigen, die immer ihre vorbildliche Tugendhaftigkeit zur Schau stellen müssen – zog blank. Besonders Alt-Fußballstar Paul Breitner setzte sich in Szene mit apodiktischer Besserwisserei, wie der Bayerische Rundfunk berichtet:

„‘Ich brauche mit niemandem darüber zu diskutieren, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. Für mich gibt es nur die Richtung, sich impfen zu lassen. Und da geht es nicht um eine Vorbildfunktion, sondern es geht um den Einzelnen. Wenn er sich dagegen entscheidet, dann habe ich null Verständnis dafür.‘ Sich nicht impfen zu lassen, ist Herrn Breitners Meinung nach ‚potenzielle vorsätzliche Körperverletzung‘.“ 

Vollmundig fügte er hinzu, dass, wäre er noch verantwortlich beim FC Bayern, herrschte ein anderer Umgang mit ungeimpften Spielern.

„Diese fünf hätten bei mir nicht gespielt und nicht mal mit uns trainiert“, sagte er. „Ich hätte gesagt, Leute, Auf Wiederschauen, da hinten könnt ihr den Berg rauf und runter laufen, aber hier nicht. Das geht nicht.“ 

Und dann wird noch ein bisschen mit der Tugendfahne gewedelt. Er selbst ist nach eigenem Bekunden seit über sechs Monaten doppelt geimpft, sagte Breitner im BR und werde, sobald der Hausarzt das empfiehlt, auch seine dritte Impfung machen. Und besonders tugendhaft findet er sich, weil er an der „Münchner Tafel“ für Bedürftige am Johannisplatz mit dazu beigetragen hat, dass ab 8. November dort die 2G-Regel eingeführt wird. Die Armen können ab diesem Tag nur noch dann dort ihre dringend benötigten Lebensmittel abholen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Man habe sich gemeinsam für die strenge Regelung entschieden: „Wir setzen ein Zeichen und sagen impfen, impfen, impfen.“ (Immerhin kennt er doch noch so viel Erbarmen, die Ungeimpften nicht dem eigentlich gerechten Hungertod zu überlassen. Es gibt einen Malteserbus, der den ungeimpften Abschaum gnadenhalber notversorgt.)

Herr Breitner steht hier nur für alle anderen, deren Argumentation auch nicht stichhaltiger ist, als die des Herrn Breitner. Das hat man zu tun, e basta! Sonst!

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… um unbeeindruckt über die Hürden der Faktenlage zu springen

Wie viele Berichte gibt es mittlerweile von absolut sicheren 2G-Veranstaltungen (nur für Geimpfte und Genesene), bei denen man anschließend – oh Wunder!“ einen Covid-Ausbruch beobachten konnte? Wie der massive Ausbruch an Covid-Infektionen nach der 2G Berghain-Party in Berlin, wo  bisher 28 Infizierte gefunden wurden? Oder die streng geprüfte 2G-Party in Münster mit 85 Infizierten?

Wesentlich menschlicher und moralisch korrekter reagiert die Führung des FC Bayern München. Es gebe eine Empfehlung für die Impfung, aber keinen Impfzwang. Denn was Herr Breitner in seiner durch nichts untermauerten Gewissheit nicht bedenkt ist, dass WENN sich eben DOCH schwere Langzeitwirkungen einstellen, dann wird Herr Breitner natürlich keinerlei Verantwortung für Herrn Kimmich und all diejenigen übernehmen, die auf ihn gehört haben.

Die Affäre Kimmich & Impfung hat mittlerweile eine politische Dimension angenommen. Immer neue Tugendwächter, die sich auf Kosten Joshua Kimmichs hervortun wollen, übertreffen sich in Drohungen, Herabsetzungen, Ausgrenzung, Ausstoßen aus der menschlichen Gemeinschaft.

Gesellschaftspolitische, gehässige Scharmützel in den Sozialen Medien …

Der Politiker der Linken und Ehemann Sahra Wagenknechts, Oskar Lafontaine setzte einen mutigen Kommentar zu der Sache auf Facebook:

Natürlich findet sich darunter ein ellenlanger Beitrag, der eigentlich Herrn Lafontaine demontieren soll, es aber eben doch nicht tut, sondern nur an Details mäkelt. Und so geht es munter darunter weiter.

Die Stimmen der Vernunft werden lauter

Doch es gibt auch viele Stimmen, die klar Stellung für Herrn Kimmich beziehen. So schreibt die Berliner Zeitung:

„Was hier passiert, ist kein klassisches Mobbing, alle gegen einen, der sich nicht wehren kann. Es ist eine Form des Unterwerfungsmobbings. Und das prominenteste Beispiel dafür, dass es längst eine Covid-Cancel-Culture gibt. Abweichler von der offiziellen Doktrin müssen bestraft werden, möglichst öffentlichkeitswirksam. ‚Bestrafe einen, erziehe Hunderte‘, nannte Mao Tse-Tung diese Methode. Wir bekommen also gerade auch noch eine pädagogische Lektion vorgeführt. Die Covid-Cancel-Culture ist die moderne Version des mittelalterlichen Prangers und der revolutionären Hinrichtungsbarbarei, nur mit anderen Mitteln. Alexis de Tocqueville hat diesen Despotismus in der Demokratie schon vor über 200 Jahren beschrieben. Es geht darum, einen zum Aussätzigen zu erklären und ihn dadurch in der Gemeinschaft unmöglich zu machen: ‚Gehe hin in Frieden, ich lasse dir dein Leben aber es ist schlimmer als der Tod.‘

Kimmich ist schon jetzt ein Vorbild, und zwar für Standhaftigkeit, Mut und gesunden Menschenverstand. Er braucht dafür kein Stempelchen im Impfbuch oder ein Gespräch mit dem Panikmacher Lauterbach. Argumentativ hat Kimmich genug Trümpfe in der Hand. (…) Mit der Logik von Ulrich Deppendorf dürfte ein geimpfter, aber unerkannt infektiöser Spieler auflaufen, ein getesteter, gesunder, aber ungeimpfter nicht.“

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Noch nie Langzeit-Nebenwirkungen bei Impfungen? Eine glatte Lüge

Dass es bisher noch keine Langzeitfolgen bei Impfungen gegeben habe, ist schlicht gelogen. Die erste verheerende Langzeitwirkung auf eine Impfung ereignete sich bei „Dengvaxia“, dem Impfstoff gegen Denguefieber. Wie sich herausstellte, bildete sich nach der Impfung die berüchtigte ADE (Antibody dependent Enhancement), die auch bei der Covid-Impfung eine große Gefahr ist. Wer nach der Dengue-Impfung noch einmal mit dem Erreger in Kontakt kommt, erleidet oft eine noch viel schwerere Erkrankung und Tod.

2017 schrieb die Welt im Beitrag: „Der Impfstoff gegen Dengue wird selbst zur Gefahr

„Dieser Teil der Welt wartet dringend darauf, dass Mediziner endlich ein Mittel gegen Dengue finden, am besten einen Impfstoff. Ein solcher Impfstoff wurde auf den Philippinen an Hunderttausenden Kindern getestet – eine große Hoffnung. Die sich nun in einen Horror verwandeln könnte.

Der Impfstoff hat sich als potenziell gefährlich erwiesen. In der vergangenen Woche wurde die Impfkampagne abgebrochen. Am Montag haben die Philippinen den Impfstoff komplett verboten. Verkauf, Vertrieb, Marketing für Dengvaxia, so heißt das Mittel des französischen Pharmakonzerns Dengvaxia, müssen sofort gestoppt werden, jede Charge des Impfstoffs zurückgerufen werden.“

Der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix ist ein weiteres Beispiel für Langzeitwirkungen. 2009 wurde in Schweden für die Impfung gegen die Schweinegrippe getrommelt. Mit schlimmen Spätfolgen. Bei einem Teil der Impflinge, besonders Kindern, wurden bis 2015 in bis zu 1600 Fällen – davon auch einige in Deutschland – eine unheilbare Narkolepsie diagnostiziert.

Was geschah dabei? Auch hier ereigneten sich unerwartete Effekte im Immunsystem, vor denen die kritischen Wissenschaftler auch bei der Covidimpfung warnen. Das Ärzteblatt schreibt:

„Epidemiologische Studien ermittelten bald einen Zusammenhang mit dem Impfstoff Pandemrix, während der Konkurrenz-Impfstoff Focetria nicht betroffen war. Da die Narkolepsie eine Autoimmunerkrankung ist, wurde bald darüber diskutiert, dass eine „molekulare „Mimikry“ der Auslöser sein könnte: Pandemrix könnte die Bildung von Antikörpern induziert haben, die nicht nur Bestandteile des Grippevirus erkennen, sondern versehentlich auch Bestandteile des menschlichen Organismus angreifen. Da die Narkolepsie durch den Ausfall des Schlaf/Wach-Zentrums im Gehirn ausgelöst wurde geriet bald das Hormon Hypocretin in Verdacht, das von den dortigen Zellen gebildet wird. (…) Untersuchungsergebnisse konkretisieren den Verdacht, allerdings mit der Änderung, dass die Antikörper nicht gegen das Hormon gerichtet sind, sondern gegen einen seiner Rezeptoren. In der Aminosäuren-Sequenz des Rezeptors fanden sie eine Stelle, die auch auf dem Nukleoprotein des Influenza-Virus vorhanden ist. Hier könnte sich der Grund für die Verwechslung befinden. (…) Laborexperimente bestätigten die Kreuzreaktion: Die Antikörper erkannten sowohl das Nukleopeptid des Grippevirus als auch den Abschnitt auf dem Rezeptor der Nervenzelle. Steinman vermutet deshalb, dass die Antikörper für die Autoimmunreaktion verantwortlich sind.“

Die Ähnlichkeit mit den Bedenken und Warnungen, die heute renommierte, unabhängige Fachleute und echte Experten in Bezug auf die Covid-Impfung vortragen, ist geradezu unheimlich und gespenstisch.

Ex-Bundeskanzler Dr. Angela Merkel erinnert vage an die „eigentliche Freiwilligkeit“

Ex-Nationalspieler Lukas Podolski zeigte ebenfalls Courage und stellte sich vor Joshua Kimmich: ‚Das Thema ist in Deutschland ja so, als wenn ein Schwerverbrecher gefangen wurde, kritisierte Podolski die Berichterstattung. ‚Ich finde das ein bisschen übertrieben, die ganze Diskussion. Und es wird auch dem Joshua nicht gerecht, ihn an den Pranger zu stellen für so etwas‘.“

Sogar Ex-Bundeskanzler Frau Dr. Angela Merkel sagte etwas, das man auf ihre schwurbelige Teflon-Art als eine leichte Kritik an den krakeelenden „Kreuziget ihn!“-Kreischern verstehen könnte: Auch ein Profifußballer habe das Recht, sich nicht impfen zu lassen, meinte Merkel in einem Interview mit der Frankfurter allgemeinen Zeitung. Setzte aber, um sich nicht einer klaren Stellungnahme verdächtig zu machen hinzu: „Vielleicht macht sich Joshua Kimmich darüber ja auch noch Gedanken. Er ist ja als sehr reflektierter Fußballer bekannt“.

Ja. Und genau darum hat er sich auch erst einmal gegen die Impfung entschieden.