6 fort­ge­schrittene antike Erfin­dungen jen­seits des modernen Verständnisses

Wir haben das Geheimnis einiger der nütz­lichsten Erfin­dungen der Geschichte ver­loren, und trotz all unseres Ein­falls­reichtums und unserer Ent­de­ckungen sind unsere Vor­fahren vor Tau­senden von Jahren immer noch in der Lage, uns mit ihrem Ein­falls­reichtum und ihren Ent­de­ckungen zu verblüffen.

Wir haben das moderne Äqui­valent einiger dieser Erfin­dungen mitt­ler­weile ent­wi­ckelt, aber erst vor kurzem.

1. Grie­chi­sches Feuer: Mys­te­riöse che­mische Waffe

Die Byzan­tiner des 7. bis 12. Jahr­hun­derts schleu­derten in See­schlachten eine mys­te­riöse Sub­stanz auf ihre Feinde. Diese Flüs­sigkeit, die durch Rohre oder Siphons geschossen wurde, ver­brannte in Wasser und konnte nur mit Essig, Sand und Urin gelöscht werden.

Wir wissen immer noch nicht, woraus diese che­mische Waffe, bekannt als grie­chi­sches Feuer, bestand. Die Byzan­tiner hüteten das Geheimnis eifer­süchtig und stellten sicher, dass nur wenige Aus­er­wählte das Geheimnis kannten, und das Wissen ging schließlich ganz verloren.

2. Fle­xibles Glas: Eine zu kostbare Sub­stanz

Drei antike Berichte über eine Sub­stanz, die als Vitrum flexile, fle­xibles Glas bekannt ist, sind nicht klar genug, um fest­zu­stellen, ob diese Sub­stanz tat­sächlich exis­tierte. Die Geschichte seiner Erfindung wurde erstmals von Petronius (gest. 63 n. Chr.) erzählt.

Er schrieb über einen Glas­macher, der dem Kaiser Tiberius (Regie­rungszeit 14–37 n. Chr.) ein Glas­gefäß schenkte. Er bat den Kaiser, es ihm zurück­zu­geben, wor­aufhin der Glas­macher es auf den Boden warf.

Es brach nicht; es ver­beulte nur, und der Glas­macher häm­merte es schnell wieder in Form. Aus Angst vor der Abwertung der Edel­me­talle befahl Tiberius, den Erfinder zu ent­haupten, damit das Geheimnis des Vitrum flexile mit ihm sterben würde.

Auch Plinius der Ältere (gest. 79 n. Chr.) erzählte diese Geschichte. Er sagte, dass die Geschichte, obwohl sie oft erzählt wurde, mög­li­cher­weise nicht ganz stimmte.

Die ein paar hundert Jahre später von Dio Cassius erzählte Version ver­wan­delte den Glas­macher in eine Art Magier. Als das Gefäß zu Boden geworfen wurde, zer­brach es und der Glas­macher repa­rierte es mit bloßen Händen.

2012 stellte der Glas­her­steller Corning sein fle­xibles „Willow Glass“ vor. Hit­ze­be­ständig und fle­xibel genug zum Auf­rollen, hat es sich besonders bei der Her­stellung von Son­nen­kol­lek­toren bewährt.

Wenn der unglück­liche römische Glas­macher Vitrum flexile tat­sächlich erfunden hat, scheint er seiner Zeit Tau­sende von Jahren voraus zu sein.

3. Ein Gegen­mittel gegen alle Gifte

Ein soge­nanntes „uni­ver­selles Gegen­mittel“ gegen alle Gifte soll von König Mithri­dates VI. von Pontus (der 120–63 v. Chr. regierte) ent­wi­ckelt und von Kaiser Neros Leibarzt per­fek­tio­niert worden sein.

Die ursprüng­liche Formel sei ver­loren gegangen, erklärte Adrienne Mayor, Folk­lo­ristin und Wis­sen­schafts­his­to­ri­kerin an der Stanford Uni­versity, 2008 in einem Papier mit dem Titel „Greek Fire, Poison Arrows & Scorpion Bombs: Bio­lo­gical and Che­mical Warfare in the Ancient World“.

Aber alte His­to­riker sagten uns, dass zu seinen Inhalts­stoffen Opium, gehackte Vipern und eine Kom­bi­nation aus kleinen Dosen von Giften und ihren Gegen­mitteln gehörten.

Die wert­volle Sub­stanz wurde als Mithri­datium bekannt, benannt nach König Mithri­dates VI.

Der Bür­ger­meister bemerkte, dass Serguei Popov, ein ehe­ma­liger Spit­zen­for­scher für bio­lo­gische Waffen im mas­siven Bio­pre­parat-Pro­gramm der Sowjet­union, der 1992 in die Ver­ei­nigten Staaten über­ge­laufen war, ver­suchte, ein modernes Mithri­datium herzustellen.

4. Wär­me­strahl­waffe

Der grie­chische Mathe­ma­tiker Archi­medes (287 v. Chr. ver­mutlich in Syrakus; † 212 v. Chr. ebenda): Eine Dar­stellung, wie Archi­medes die römi­schen Schiffe vor Syrakus mit Hilfe von Para­bol­spiegeln in Brand setzte.

Obwohl „Myth­busters“ diese uralte Waffe nicht repro­du­zieren und zum Mythos erklärten, gelang es den MIT-Stu­denten 2005. Sie ver­brannten ein Boot im Hafen von San Fran­cisco mit der 2.200 Jahre alten Waffe.

Eine 2001 von der Defense Advanced Research Pro­jects Agency (DARPA) vor­ge­stellte Wär­me­strahl­waffe durch­drang Mikro­wellen, um „die Haut eines Opfers zu durch­dringen, sie auf 130 Grad Fah­renheit zu erhitzen und das Gefühl zu erzeugen, dass man in Flammen steht“, erklärte ein Wissenschaftler.

5. Römi­scher Beton

Die rie­sigen römi­schen Bau­werke, die Tau­sende von Jahren über­dauert haben, zeugen von den Vor­teilen, die römi­scher Beton gegenüber dem heute ver­wen­deten Beton hat, der nach 50 Jahren Anzeichen von Verfall zeigt. (mehr über die gefälschte Geschichte und das Fake Römische Reich lesen Sie in dem Buch „Der geheime Pakt“)

For­scher haben in den letzten Jahren daran gear­beitet, das Geheimnis der Lang­le­bigkeit dieses alten Betons zu lüften. Die geheime Zutat ist Vulkanasche.

In einem 2013 ver­öf­fent­lichten Artikel des Uni­versity of Cali­fornia-Ber­keley News Center wurde bekannt, dass Uni­ver­si­täts­for­scher erstmals beschrieben haben, wie die außer­or­dentlich stabile Ver­bindung Calcium-Alu­minium-Silikat-Hydrat (CASH) das Material bindet.

Der Her­stel­lungs­prozess würde geringere Koh­len­di­oxid­emis­sionen ver­ur­sachen als der Prozess der Her­stellung von modernem Beton. Einige Nach­teile seiner Ver­wendung sind jedoch, dass er länger zum Trocknen braucht und obwohl er länger hält, ist er schwächer als moderner Beton.

6. Damast­stahl

Im Mit­tel­alter wurden im Nahen Osten aus einem Roh­stoff, dem Wootz-Stahl, aus Asien Schwerter aus einer Sub­stanz namens Damas­ze­ner­stahl her­ge­stellt. Es war ver­blüffend stark. Erst mit der Indus­tri­ellen Revo­lution wurde wieder so starkes Metall geschmiedet.

Das Geheimnis der Her­stellung des Damas­ze­ner­stahls des Nahen Ostens ist erst unter der Unter­su­chung von Ras­ter­elek­tro­nen­mi­kro­skopen in modernen Labors wieder auf­ge­taucht. Es wurde erstmals um 300 v. Chr. ver­wendet und das Wissen scheint um die Mitte des 18. Jahr­hun­derts auf uner­klär­liche Weise ver­loren gegangen zu sein.

Nano­tech­no­logie war an der Her­stellung von Damas­ze­ner­stahl beteiligt, in dem Sinne, dass während der Stahl­her­stellung Mate­rialien hin­zu­gefügt wurden, um che­mische Reak­tionen auf Quan­ten­ebene zu erzeugen, erklärte der Archäo­lo­gie­ex­perte K. Kris Hirst in einem Artikel für About Edu­cation. Es war eine Art Alchemie.

Hirst zitierte eine Studie von Peter Paufler an der Uni­ver­sität Dresden, die 2006 in der Zeit­schrift Nature ver­öf­fent­licht wurde. Paufler und sein Team stellten die Hypo­these auf, dass die natür­lichen Eigen­schaften des Aus­gangs­ma­te­rials aus Asien (des Wootz-Stahls) in Kom­bi­nation während der Pro­duk­ti­ons­pro­zesse im Nahen Osten, eine Reaktion zeigten:

„Das Metall hat eine Mikro­struktur ent­wi­ckelt, die als ‚Carbid Nanotubes‘ bezeichnet wird, extrem harte Koh­len­stoff­röhrchen, die sich auf der Ober­fläche aus­drücken und die Härte der Klinge erzeugen“, erklärt Hirst.

Zu den Mate­rialien, die bei der Her­stellung von Damas­ze­ner­stahl hin­zu­gefügt wurden, gehörten Cassia auriculata-Rinde, Wolfs­milch, Vanadium, Chrom, Mangan, Kobalt, Nickel und einige seltene Ele­mente, deren Spuren ver­mutlich aus den Minen in Indien stammten.

Hirst schrieb, „was Mitte des 18. Jahr­hun­derts geschah, war, dass sich die che­mische Zusam­men­setzung des Roh­stoffs änderte – die win­zigen Mengen eines oder meh­rerer der Mine­ralien ver­schwanden, viel­leicht weil der jeweilige Gang erschöpft war.“


Quelle: pravda-tv.com