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Gesundheit, Natur & Spiritualität

Der illegale Handel mit Wildtieren in Vietnam – Fünf vom Aussterben bedrohte Affen in Vietnam erschossen (+Videos)

3. Dezember 2021

Vietnam gilt als Hotspot für den Handel mit Wildtieren und ist das Epizentrum, wo Wildtiere nach ganz Asien für die traditionelle Medizin geschmuggelt werden. Viele dieser Tiere sind bereits vom Aussterben bedroht, wie die Languren, eine Primatengruppe aus Asien. Vietnams Languren gehören zu den am stärksten gefährdeten Primaten der Erde. Für manche Menschen gelten sie als wertvolle Quelle für die traditionelle Medizin oder, noch schrecklicher, als exotische Dschungelnahrung. Und für andere sind Languren nur eine andere Form der Unterhaltung, Spaß zu Hause, schwingendes und kletterndes Affenhaustier. Der illegale Handel mit Affen boomt. Möglich macht es auch das Netz: Mit einem Mausklick können Menschen jede Art von Tieren kaufen. Für jeden Affen, der geschmuggelt wird, könnten weitere getötet worden sein, denn die meisten Arten leben in Gruppen. Es ist daher nicht selten, dass Wilderer ganze Familien auslöschen, nur um ein einziges Jungtier zu bekommen.

Kleine Affenbabys sind leichter zu schmuggeln. Wie die staatlichen Medien in Vietnam mitteilten, haben Wilderer fünf vom Aussterben bedrohten Affen in Vietnam erschossen. Ranger und Polizisten fanden die toten Grauschenkliger Kleideraffen (Pygathrix cinerea) während einer regelmäßigen Patrouille in den Wäldern der Provinz Quang Ngai. Über die Lebensweise dieser Art ist wenig bekannt, es gibt nur noch etwa ein paar Hunderte von ihnen. Der Verlust von Lebensräumen ist für Douc-Languren eine besondere Bedrohung, da sie relativ kleine Verbreitungsgebiete und Populationsdichten haben. Wenn der Mensch immer weiter in den Lebensraum der Douc-Languren vordringt, wird dieser immer fragmentierter und die Tiere sind nicht mehr in der Lage, ein gesundes Maß an genetischer Vielfalt aufrechtzuerhalten. Jetzt werden sie auch noch für die traditionelle Medizin getötet.

Fünf vom Aussterben bedrohte Affen in Vietnam erschossen

Ein Douc-Langur in Vietnam – Foto v.  Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Provinz Kon Tum

Der Distrikt Ba To in der Provinz Quang Ngai teilte am 18. Oktober 2021 mit, dass fünf Grauschenkliger Kleideraffen (grey-shanked douc langurs) von einer Gruppe illegaler Jäger erschossen worden seien. Die Behörden teilten mit, dass sie am Tatort die Kadaver von fünf Languren mit einem Gewicht von jeweils 8 bis 15 kg, ein Motorrad, einen Tränengaskanister zum Nachfüllen selbstgebauter Luftgewehre, 53 Bleigeschosse und mehr gefunden hätten. Erst im März 2021 wurde in der Provinz Quang Ngai ein 27-jähriger Mann festgenommen, nachdem er mit einer provisorischen Waffe auf einen vom Aussterben bedrohten Grauschenkliger Kleideraffe geschossen und getötet hatte.

Der Primat ist ein regelmäßiges Opfer des illegalen Wildtierhandels. Seine Existenz ist durch Jagd und Lebensraumzerstörung bedroht. Viele Menschen glauben, dass ihre Knochen und ihr Fleisch für die Herstellung traditioneller Medizin verwendet werden können. Die Gesamtpopulation wird  etwa 700 Individuen geschätzt.

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Vietnam ist einer der größten Schwarzmärkte für seltene und kostbare Wildtiere

Der Grauschenkel-Douc-Langur gehört zur Gruppe der vom Aussterben bedrohten Waldtiere.

Viele seltene Tiere werden in Vietnam zu den Gerichten der Reichen und der traditionellen Medizin. Viele Wildtiere werden über die Sozialen Medien verkauft, so konnte die Polizei der Gemeinde Phu Loi in der Provinz Bình Dương zwei Personen festnehmen, die angaben, den lebenden Grauschenklige Kleideraffe über Soziale Netzwerke für 1.000.000,00 Vietnamesischer Dong ( ca. 40 Euro) gekauft zu haben. 

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Trotz vieler Schutzbemühungen von Organisationen in Vietnam und im Ausland sind diese Primaten ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt. Obwohl es illegal ist, mit diesen Tieren zu handeln, nimmt der Handel mit Wildtieren in Vietnam zu. Der Handel mit den Primaten wird trotz drohender Gefängnisstrafen fortgesetzt und hat zu einem kritischen Rückgang der endemischen Arten des Landes geführt.

Für ein Baby, das auf dem Schwarzmarkt verkauft wurde, ist höchstwahrscheinlich eine ganze Gruppe von Affen bei den Jagdversuchen getötet worden, einschließlich ihrer eigenen Mutter.

Kritiker werfen Vietnam vor, dass deren Naturschutzgesetze nicht effektiv durchgesetzt werden,  so dass die Wilderei unkontrolliert bleibt und das Risiko des Verschwindens seltener und gefährdeter Arten besteht.

Noch immer sind viele Asiaten der Ansicht, dass diese Tiere die Fähigkeit besitzen, Krankheiten zu heilen; vor allem menschliche Krankheiten. Zum Beispiel werden Tigerknochen gekocht, um Knochenschmerzen zu behandeln, Nashornhorn wird verwendet, um männliche sexuelle Schwäche zu behandeln. Darüber hinaus sollen seltene Tiere auch Spezialitäten sein, die von Menschen mit riesigen Einkommensquellen häufig verwendet werden, um ihren sozialen Status zu beweisen.

Diese Situation macht den Schutz seltener und wertvoller Tiere in Vietnam schwierig, obwohl die Regierung, internationale Organisationen, Geberländer… viel Geld ausgeben, um den Schutz dieser Tiere zu gewährleisten.

Ein Stopp der Nachfrage, könnte den Teufelskreis aus Wilderei und Handel mit Wildtieren stoppen, bevor sie ganz ausgestorben sind.

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Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org


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