OLIVER GREYF: DEEP­STATE BELGIEN – „Du lässt meine Leichen im Keller und ich Deine!“

In diesem Artikel geht es um die Geschichte des Staates Belgien. Wenn man die Deep­state-/Pä­do­netzwerk-Struk­turen Europas ver­stehen möchte, geht dies nur, wenn man die Ent­wicklung des Staates Belgien kennt, weil die genannten Struk­turen von hier oftmals ihren Ausgang nahmen.

Die bel­gische Geschichte lässt sich eigentlich in recht kurzer Form umreißen, da sie, bis auf einige Negativ-Höhe­punkte, weder reich­haltig noch für unser Thema relevant ist.

Die Zer­ris­senheit dieses Landes und die Feind­schaft zwi­schen den ein­zelnen Volks­gruppen wird oft auf den seit der Gründung schwe­lenden Spra­chen­streit zwi­schen den fran­zö­sisch­spra­chigen Wal­lonen und den nie­der­län­disch spre­chenden Flamen redu­ziert. [1][2]

Doch geht es nur um die Sprache?

Betrachten wir die Gründung Belgiens.

Die Geschichte Bel­giens beginnt im eigent­lichen Sinne 15 Jahre vor der Gründung des Staates.

Vor­ge­schichte

Im Jahre 1815 fand der Wiener Kon­gress statt.

In diesem Kon­gress ging es um die Neu­ordnung der Staa­tenwelt in Europa nach dem Sieg über das napo­leo­nische Frank­reich. [3]

Nachdem Napoleon ins Exil verband wurde und der alte Adel in Frank­reich wieder die Führung des Landes über­nommen hatte, wurden die Gebiets­grenzen der euro­päi­schen Staaten neu gezogen.

Einer­seits ging es den Sie­ger­mächten um Gebiets­zu­wächse, ande­rer­seits saß das Miss­trauen gegenüber Frank­reich noch so tief, dass man nach einer Lösung suchte, mög­liche Aggres­sionen der Fran­zosen im Keim zu ersticken.

Da die Bour­bonen-Mon­archie in Frank­reich reinstal­liert wurde, war der Urheber der Kriege, Napoleon Bona­parte, neu­tra­li­siert, außerdem war die fran­zö­sische Armee in der Völ­ker­schlacht von Leipzig so stark geschwächt worden, dass sie keine ernst­zu­neh­menden Angriffe auf andere Völker hätte starten können.

Dennoch sah man Frank­reich wei­terhin als Bedrohung für den Frieden in Europa an.

Um etwaigen neu­er­lichen Angriffen Frank­reichs prä­ventiv etwas ent­gegen zu setzen, musste Frank­reich das heutige Gebiet Bel­giens abtreten, dieses wurde dem neu- bzw. wieder gegrün­deten Staat der Nie­der­landen zuge­sprochen. [4]

Dieser neue Staat sollte eine Art Puf­ferzone [5] sein, da er einen Auf­marsch der fran­zö­si­schen Armee in Richtung Mit­tel­eu­ropas ver­zögert hätte, so dass die anderen euro­päi­schen Mächte genügend Zeit haben würden, ihre Armeen nach West­europa zu senden, um die fran­zö­sische Mobil­ma­chung abzuwehren.

Gründung

Da die über­wiegend katho­lische Bevöl­kerung mit der Ein­glie­derung in die pro­tes­tan­ti­schen Nie­der­lande nicht ein­ver­standen war und man sich durch die nie­der­län­dische Führung des neuen Staates benach­teiligt sah, spaltete man sich im Jahre 1830 ab und gründete den Staat Belgien.

Das Problem, welches hieraus ent­stand, war jedoch folgendes:

Die in Nord-Belgien lebenden Flamen und die im Süden lebenden Wal­lonen hatten nur zwei gemeinsame Nenner.

Diese sind die katho­lische Religion und das Gefühl des Unter­drückt­seins durch die Niederlande.

Da Letz­teres nach der Unab­hän­gigkeit Bel­giens wegfiel, blieb nur noch die Religion, die ein Gefühl des Zusam­men­ge­hörens hätte ver­mitteln können.

Jedoch war der Ein­fluss des Klerus‘ auf das Volk zu gering als dass er hätte etwas aus­richten können.

In der neuen Nation Belgien hatten von Anfang an die fran­ko­phonen Wal­lonen die Oberhand, sie bestimmten u.a., dass Fran­zö­sisch die Amts­sprache wird. [6]

Erst im Jahre 1898 wurde Nie­der­län­disch als zweite Amts­sprache aner­kannt. [7]

Die nächsten Jahr­zehnte waren von dem Erstarken der wal­lo­ni­schen Wirt­schaft geprägt, während die Flamen, außer der wenig gewinn­brin­genden Land­wirt­schaft, nichts vor­zu­weisen hatten.

Auch dieses bestärkte das Über­le­gen­heits­gefühl der Wal­lonen gegenüber den „rück­stän­digen“ Flamen. [8]

(Anm.: Es ist sicher kein Zufall, dass ‑so weit bekannt- alle Täter im Dutroux–Netzwerk Wal­lonen und anscheinend alle Opfer Flamen sind)

Das Einzige, was Wal­lonen und Flamen jetzt verband, war der neu ein­ge­setzte König Leopold. [9]

Während die Politik Leo­polds des Ersten von Umsicht und Aus­gleich geprägt war, und er inter­na­tional geachtet wurde, warf sein Sohn nach seiner Intrho­ni­sierung 1865 mehr Schatten als Licht auf die noch junge Nation.

Kongo-Gräuel

Ab dem Jahre 1876 begann Leopold II Ansprüche auf das Gebiet des heu­tigen Kongos geltend zu machen.

Da er der Meinung war, dass vor allem die Briten etwas gegen offen kolo­nia­lis­tische Ansprüche Bel­giens hatten, gab er vor dieses Gebiet aus huma­nis­ti­schen Gründen erkunden zu wollen.

Er wolle den Afri­kanern Fort­schritt und Zivi­li­sation bringen, und das Chris­tentum ver­breiten. [10] [11] [12]

Im Jahre 1884 berief Bis­marck die Inter­na­tionale Kongo-Kon­ferenz ein, in der fest­gelegt wurde, unter welchen Vor­aus­set­zungen Preußen die Ansprüche Bel­giens auf den Kongo akzep­tieren würde, von beson­derer Wich­tigkeit war von deut­scher Seite aus das Verbot der Skla­verei, die man strikt ablehnte. [13]

Da man Leopold seine huma­nis­ti­schen Motive abnahm, stimmten die Abge­sandten aller an der Kon­ferenz betei­ligten Nationen (u.a. England, Frank­reich und Russland) Leo­polds Plänen zu.

Leopold begann sodann mit der Ent­sendung von Bel­giern, die im Kongo viel­fältige Auf­gaben über­nahmen von Söldner bis zum Ver­wal­tungs­be­amten (Anm: Auch reguläre Sol­daten der bel­gi­schen Armee waren im Kongo präsent). Da die Anzahl der euro­päi­schen Söldner bald nicht mehr aus­reichte, um das große Gebiet des Kongos zu kon­trol­lieren, wurden ver­mehrt Ein­hei­mische angeworben.

Das Haupt­au­genmerk Leo­polds fiel bald auf den Kautschuk-Anbau.

Er erkannte, dass dieser die Grundlage für lukrative Geschäfte sein würde.

Da den Ein­ge­bo­renen nach und nach andere Betä­ti­gungs­felder, wie die Groß­wildjagd, untersagt wurden, waren sie de facto gezwungen ihren Lebens­un­terhalt durch das Ernten von Kau­tschuk zu bestreiten.

Die Nach­frage an Kau­tschuk wuchs weltweit immer mehr an.

Leopold erhöhte den Druck auf seine euro­päi­schen Statt­halter, die Ein­hei­mi­schen dazu zu bringen mehr zu ernten.

Die For­de­rungen waren aber so hoch, dass die Kau­tschuk-Pflücker bald an ihre Grenzen stießen.

Leopold wollte nicht akzep­tieren, dass ein Erhöhen der För­der­menge nicht mehr möglich war und ordnete des­wegen hartes Vor­gehen gegen die Arbeiter an, die die gefor­derte Menge nicht erbrachten.

Dies führte wie­derum zu den sog. Kongo­gräuel. [14]

Um die ein­hei­mische Bevöl­kerung zu ängs­tigen und so zum Ernten von mehr Kau­tschuk zu zwingen (was aber schlichtweg nicht mehr möglich war) griff man zu grau­samsten Maßnahmen.

Dazu gehörten:

  • Ermordung und Ver­ge­wal­tigung von Frauen und Kindern
  • Übergabe von Lei­chen­teilen an die Ange­hörige der Getöteten
  • Fol­te­rungen aller Art
  • Auf­stellen von mal­trä­tierten Leichen in den Dörfern
  • Kan­ni­ba­lismus
  • Ampu­tation von Gliedmaßen

Erst im Jahre 1908 nahmen die Kongo­gräuel auf­grund inter­na­tio­nalen Drucks ein Ende.

Ca. 10–20 Mil­lionen Kon­go­lesen wurden durch das bel­gische Regime getötet, eine Unzahl von meist Frauen und Kindern wurden ver­ge­waltigt und gefoltert.[15]

Opfer-Mythos I

Erster Welt­krieg

Geradezu ein Glücksfall für die Belgier war der Aus­bruch des 1. Welt­krieges, konnte man doch so vor­trefflich von den eigenen Schand­taten ablenken.

Belgien war offi­ziell neutral, die poli­tische Führung des Landes sym­pa­thi­sierte jedoch im Gegensatz zu einem nicht unbe­trächt­lichen Teil des Volkes mit den Entente-Mächten, besonders Flamen, arbei­teten oft bereit­willig mit der deut­schen Besat­zungs­macht zusammen. [6]

Um gegen Frank­reich schnell und effektiv vor­gehen zu können, ent­schied sich die mili­tä­rische Führung Deutsch­lands für ein schnelles Ein­mar­schieren und Nie­der­ringen Frank­reichs, um in kurzer Zeit genügend Truppen zu Ver­fügung zu haben, die die Russen, welche in Ost­preußen ein­ge­fallen [16] waren, zurück zu schlagen. [17]

Wichtig zu wissen:

Deutschland respek­tierte die mili­tä­rische Neu­tra­lität Belgiens.

Deutschland miss­achtete die ter­ri­to­riale Inte­grität Bel­giens, jedoch wurden die Belgier früh­zeitig über die Pläne Deutsch­lands infor­miert (was sich als tak­ti­scher Fehler erwies), es wurde her­vor­ge­hoben, dass Deutschland keinen Angriffs­krieg gegen Belgien führen wird und es wurden für etwaig ent­ste­hende Schäden Repa­ra­ti­ons­zah­lungen versprochen.

Belgien stellte sich jedoch als Opfer dar.

Man behauptete von Deutschland ange­griffen worden zu sein, was wie­derum Groß­bri­tannien den Vorwand lie­ferte am Krieg teilzunehmen.

Es folgte abstruse Propaganda.

Deutsche würden will­kürlich Zivi­listen töten, Mas­sen­ver­ge­wal­ti­gungen durch­führen und maro­dierend durch die Straßen Bel­giens marschieren.

Die Wahrheit sah anders aus.

Nachdem die Reichswehr die bel­gische Grenze über­quert hatte, gab es immer wieder Feu­er­at­tacken durch irre­guläre Kom­bat­tanten, also kämp­fende Truppen, die dem Anschein nach Zivi­listen sind, und Über­ra­schungs­an­griffe auf die deutsche Armee durchführten.

Meist traten diese Frei­schärler als Hecken­schützen in Erscheinung.

Angriffe auf deutsche Sol­daten durch (tat­säch­liche und ver­meint­liche) bel­gische Zivi­listen fanden immer wieder statt, teil­weise unko­or­di­niert, teil­weise aber auch pro­fes­sionell durch­ge­führt durch offen­kundig geschultes Militär.

Am ver­hee­rendsten waren die Folgen dieser Taten in der Stadt Löwen zu sehen.

Hier ein Ein­zel­fall­be­richt, der aber als exem­pla­risch für die ille­galen Attacken gegen deutsche Sol­daten ange­sehen werden kann.

Sechs Tage nachdem sich die bel­gische Armee voll­kommen aus Löwen zurück gezogen hatte, die Deut­schen das gesamte Stadt­gebiet kon­trol­lierten, die Zivil­be­völ­kerung freundlich oder zumindest nicht aggressiv gegen deutsche Sol­daten auftrat, ereignete sich Folgendes:

Einige Sol­daten mar­schierten am Abend des 25. August 1914 durch Löwen.

Ohne Vor­warnung wurde unver­mitteltaus Etagen, Fenstern, Boden­luken und Kel­ler­fenstern stark geschossen“.

Als die Sol­daten Schutz in einem Haus­eingang suchten, wurde plötzlich aus dem Trep­penhaus heraus geschossen.

Bei diesem Angriff wurde min­destens ein Deut­scher getötet und mehrere schwer verletzt.

Da keine bel­gi­schen Sol­daten mehr in der Stadt waren und es auch keine Kom­bat­tanten* gab, war dies ein­deutig das Werk von illegal agie­renden Freischärlern.

* (Zivi­listen, die sich den regu­lären Streit­kräften anschließen oder auf eigene Faust gegen die fremden Sol­daten kämpfen, dabei aber die Waffen offen tragen und ein Abzeichen o.ä. an der Kleidung befestigt haben, was sie als kämp­fende Truppe(nangehörige) aus­weist. Solche Per­sonen handeln nicht illegal und sind völker- und kriegs­rechtlich regu­lären Sol­daten gleich­ge­stellt) [18]

Oftmals han­delte es sich bei den Tätern nicht um Bel­giern, sondern um Fran­zosen, die sich als bel­gische Zivi­listen ausgaben.

Ebenso ist bekannt, dass fran­zö­sische Geheim­agenten – teilw. mit Erfolg – ver­suchten Belgier mit viel Geld zu bestechen, gegen die deutsche Armee vor­zu­gehen, dieses wurde von u.a. von einem Sani­täter der bel­gi­schen Armee ausgesagt.

Auf­grund von Armut nahmen manche Belgier das Angebot an. [19]

Ohne die Rolle Bel­giens im Ersten Welt­krieg ver­tiefend erörtern zu wollen, muss ganz klar gesagt werden, dass Belgien sowohl während als auch nach dem Krieg seinen Opfer-Mythos kul­ti­vierte, sei es durch erfundene Ver­ge­wal­ti­gungen von deut­schen Sol­daten oder angeb­licher Erschie­ßungen von unschul­digen Zivi­listen. Überdies muss generell fest­ge­halten werden, dass Belgien nicht ange­griffen wurde, und dass die Behauptung, man wäre Opfer deut­scher Kriegslust geworden, das Ein­greifen Groß­bri­tan­niens zugunsten der Entente zufolge hatte.

Belgien hat also maß­geblich zur Eska­lation des Ersten Welt­krieges mit all seinen furcht­baren Folgen beigetragen.

Opfer-Mythos II

Zweiter Welt­krieg – NS-Kol­la­bo­ration der Belgier

Den zweiten Opfer-Mythos Bel­giens wurde während bzw. nach dem zweiten Welt­krieg geschaffen.

So wie in vielen anderen Ländern auch, gab es nach dem Ein­marsch der Wehr­macht in Belgien vielfach eine offene oder ver­deckte Zusam­men­arbeit mit den Nazis.

Während Wal­lonen ihre Ideen vom Rexismus [20], eine Art des katho­li­schen Kle­ri­kal­fa­schismus‘, umsetzen wollten, und die Schnitt­menge, wenn man die reli­giöse Kom­po­nente außen vor lässt, mit dem Natio­nal­so­zia­lismus als aus­rei­chend erachtete, gab es unter der flä­mi­schen Bevöl­kerung oftmals ohnehin eine pro-deutsche Stimmung.

Welche Motivation(en) auch im Vor­der­grund standen, Fakt ist, dass es zwei bel­gische SS-Divi­sionen gab, welche aus Frei­wil­ligen aus allen Bevöl­ke­rungs­gruppen bestand. [21] [22]

Wegen „Waf­fen­tragens gegen Belgien“ o.ä. Delikte wurden nach dem Krieg 53.000 (!) bel­gische Kol­la­bo­ra­teure verurteilt.

Ins­gesamt wurden über 400 000 Belgier der NS-Kol­la­bo­ration verdächtigt.[23]

Nicht nur ein großer Teil des Volkes sym­pa­thi­sierte mit den Deutschen.

Dem dama­ligen König, Leopold III, wurde nach dem Krieg ebenso Kol­la­bo­ration und NS-Sym­pa­thien vor­ge­worfen. [24]

Auch hier prä­sen­tierte man sich nach dem Krieg als Opfer der Deutschen.

Eine Auf­ar­beitung der eigenen Mit­ver­ant­wortung an den Ver­brechen des Natio­nal­so­zia­lismus‘ blieb aus. In Win­deseile wurden die Kol­la­bo­ra­teure ver­ur­teilt, die Repa­ra­ti­ons­zah­lungen von Deutschland ent­gegen genommen und erneut ein Opfer-Kult beschworen.

(Angeb­liche) Unab­hän­gigkeit Belgisch-Kongos

Am 30. Juni 1960 wurde dem Kongo offi­ziell die Unab­hän­gigkeit von Belgien zugesprochen.

Neuer Macht­haber wurde der Kon­golese Moise Tschombe.

Tschombe kann in ein­fachen Worten als Mario­nette des Westens bezeichnet werden.

So rief er 10 Tage nach der ver­meint­lichen Unab­hän­gigkeit des Kongos um Hilfe des bel­gi­schen Militärs, um seine Macht zu festigen.

Die Belgier blieben also de facto wei­terhin Herr­scher des Landes, begangen in der Fol­gezeit erneut schwerste Ver­brechen gegen die Mensch­lichkeit an den Kon­go­lesen, welche teilw. ver­gleichbar mit den Kongo-Gräuel sind.

Es folgte die Dik­tatur des vom Westen gestützten Dik­tators Mobutu, der sich mit Unter­stützung der USA, Bel­giens und anderer west­licher Staaten bis ins Jahr 1989 an der Macht halten konnte. [25]

Weitere Inter­ven­tionen Bel­giens in Afrika

In den fol­genden Jahr­zehnten griff Belgien im Rahmen von „Frie­dens­mis­sionen“ und „huma­ni­tären Ein­sätzen“ in die Geschicke ver­schie­dener afri­ka­ni­scher Staaten ein.

Ent­setz­liche und grau­samste Ver­brechen gegen die indigene Bevöl­kerung blieben eine bel­gische Kontinuität.

Exem­pla­risch heraus gegriffen werden soll an dieser Stelle eine „huma­nitäre“ Ope­ration von Blauhelm-Sol­daten, welche 1993 in Somalia statt fand.

Dabei kam es zu schwersten Miss­hand­lungen und Folter seitens Teilen der bel­gi­schen Truppen gegenüber der Zivilbevölkerung.

Ein Bild, das um die Welt ging, war das eines soma­li­schen Kindes, das von lachenden Bel­giern über offenem Feuer (O‑Ton) geröstet“wurde. [26] [27]

Die Täter konnten aus­findig gemacht und vor Gericht gestellt werden.

Das unglaub­liche Urteil war ein Frei­spruch, da nicht aus­ge­schlossen werden kann, dass die Sol­daten mit dem Kind nur gespielt hätten“!

Dass es sich um ein bel­gi­sches Gericht han­delte, dass diesen Rich­ter­spruch erließ, muss, denke ich, nicht betont werden. [28]

Dutroux

Im Jahre 1996 flog das Dutroux-Netzwerk auf.

Ein Sumpf aus Kin­des­miss­brauch, Ent­füh­rungen, Morden, Kin­der­por­no­graphie, Snuff-Filmen und Sata­nismus wurde der breiten Öffent­lichkeit bekannt.

Mit­tendrin in diesem Sumpf: Poli­tiker, Adelige, Regie­rungs­beamte und andere mächtige Personen.

Das bel­gische Volk war empört und for­derte Auf­klärung. [29]

Aber nach einer kurzen Zeit des Schocks und Pro­testes gingen die meisten Belgier wieder zur Nor­ma­lität über, das Thema Dutroux trat immer mehr in den Hin­ter­grund. [30]

Auf der Tages­ordnung standen wieder die üblichen Punkte, Spra­chen­streit, Pro­bleme mit der Inte­gration der Migranten und die Dis­kussion inwieweit es noch Sinn macht, den Staat Belgien auf­recht zu erhalten.

Bezeichnend: Das ach so empörte bel­gische Volk hatte nach einer kurzen Phase der Ent­rüstung keine Pro­bleme damit, wieder die Par­teien zu wählen, in denen Poli­tiker, die von den Opfern und Zeugen ein­deutig als Täter benannt wurden, wei­terhin aktiv sind.

Zusam­men­fassung:

Der Staat Belgien ist ein idealer Nähr­boden für Deep­state-Struk­turen aller Art.

Das Volk ist inein­ander zer­stritten, Wal­lonen, Flamen, Deutsch­stämmige und ein immer größer wer­dender Anteil Migranten arbeiten gegeneinander.

Das, was es in anderen Ländern gibt, ein gegen­sei­tiges „Sich-auf-die-Finger-Schauen“, welches die Funktion eines Kon­troll­me­cha­nismus hat, gibt es in Belgien nicht. Der Grund wurde von Michel Nihoul ‑der Mann, der laut Aus­sagen seiner Mit­täter, das Dutroux-Netzwerk anführte- deutlich ausgesprochen:

Das ist die bel­gische Krankheit. Jeder besitzt über jeden ein belas­tendes Dossier, um es bei pas­sender Gele­genheit als Druck­mittel ein­zu­setzen.[31]

Oder mit anderen Worten: Du lässt meine Leichen im Keller, und ich Deine.

Bestes Bei­spiel für die Einigkeit beim Ver­tu­schen von Pädo-Kri­mi­na­lität und den Akti­vi­täten von Unter­grund-Netz­werken, war die Demontage des Dutroux-Auf­klärers Laurent Louis, der mit seiner For­derung der Wie­der­auf­nahme der Ermitt­lungen von keinem ein­zigen Abge­ord­neten einer anderen Partei unter­stützt wurde. [32]

Ohne die Struk­turen eines Tiefen Staates im eigenen Land ableugnen zu wollen, und ohne alles, was mit orga­ni­sierter Pädo-Kri­mi­na­lität zu tun hat, ein­seitig den Bel­giern anlasten zu wollen, muss klar gesagt werden, dass das Epi­zentrum all dessen nur all­zuoft in diesem kleinen Land in West­europa liegt.

Die Belgier sind es sich selbst und vor allem den Opfern schuldig mit der Auf­ar­beitung zu beginnen. Ein Schluss­strich kann erst erfolgen, wenn diese geschehen ist.

Aber solange das bel­gische Volk noch Leute wie z.B. den ehe­ma­ligen Jus­tiz­mi­nister Mel­chior Wathelet [33], der den damals im Gefängnis sit­zenden Marc Dutroux aus uner­find­lichen Gründen in den 1980er Jahren begna­digte [34] und so seine Taten erst möglich machte und überdies noch als Teil­nehmer und Orga­ni­sator von Kin­dersex-Parties von Opfern benannt wurde [35] , ins Euro­pa­par­lament wählt und ihm begeistert Beifall klatscht, kann man den Bel­giern das Recht auf Schluss­strich nicht zugestehen.

Die Anwe­senheit von Mel­chior Wathelet war selbst dem SPD Europa-Abge­ord­neten Martin Schulz zuwider, so ver­suchte er 1997 Wathelet aus dem Par­lament ent­fernen zu lassen ‑ohne Erfolg. [36]

Selbst in Deutschland ist man als Poli­tiker erledigt, wenn begangene pädo­kri­mi­nelle Taten auch nur ruchbar werden, siehe Sebastian Edathy.

In Belgien gehören solche Vor­würfe bei der Elite des Landes schon zum guten Ton.

Ich hoffe ich konnte nach­voll­ziehbar machen, warum der Staat Belgien ein ideales Biotop für ver­borgene Machen­schaften, Unter­grund-Netz­werke und elitäre Syn­dikate ist.

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Quellen:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Flämisch-wallonischer_Konflikt

[2] https://www.dw.com/de/sprachenstreit-in-belgien-flammt-auf/a‑5441221

[3] https://www.geschichte.be/desktopdefault.aspx/tabid-5799/10004_read-54026/

[4]https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Belgiens#Das_Königreich_der_Vereinigten_Niederlande

[5] https://www.youtube.com/watch?v=ugGvK4ybkMM Minute 1:20

[6] https://de.wikipedia.org/wiki/Flämisch-wallonischer_Konflikt#Die_Anfänge

[7] http://users.telenet.be/frankie.schram/tijd/feit/tekst/18/9/8/04–18.html

[8] https://www.youtube.com/watch?v=ugGvK4ybkMM 2:30

[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_I._(Belgien)

[10] https://www.grin.com/document/29038

[11] https://de.wikipedia.org/wiki/Kongogräuel

[12]https://de.wikipedia.org/wiki/Nsala_of_Wala_in_the_Nsongo_District_(Abir_Concession)

[13] http://westafrikaportal.de/kongokonferenz.html

[14] https://www.spiegel.de/geschichte/kolonialherr-leopold-ii-das-belgische-monster-a-951236.html

[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Nsala_of_Wala_in_the_Nsongo_District_(Abir_Concession)

[16] https://ermland-masuren-journal.de/ostpreussen-1914-der-vergessene-krieg/

[17] https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/schlieffen-plan.html

[18] https://de.wikipedia.org/wiki/Kombattant

[19]  Prof. Ulrich Keller Schuld­fragen: Bel­gi­scher Unter­grund­krieg und deutsche Ver­geltung im August 1914

[20] https://www.belgiumwwii.be/de/belgien-im-krieg/artikel/rex.html

[21] https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1991_4_4_de%20wever.pdf

[22] https://de.wikipedia.org/wiki/Ausländische_Freiwillige_der_Waffen-SS#Belgien

[23] https://www.belgieninfo.net/die-flaemische-kollaboration-das-grosse-schweigen/

[24] https://www.telegraph.co.uk/news/2019/10/10/golden-cage-belgiums-hated-wartime-king-sale/

[25] https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Demokratischen_Republik_Kongo#Unabhängigkeit

[26] http://edition.cnn.com/WORLD/9704/17/belgium.somalia/

[27] http://www.aparchive.com/metadata/youtube/0a910d52612bbd38a7dd98c09d122669

[28] https://www.youtube.com/watch?v=FoifVN1_we0

[29] https://olivernevermind.wordpress.com/2020/02/02/der-grosse-dutroux-report-netzwerke-namen-verbindungen/

[30] https://www.deutschlandfunk.de/tiefer-schock-und-schleichende-verdraengung-belgien-und-die.724.de.html?dram:article_id=97810

[31] https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑20353850.html

[32] https://www.youtube.com/watch?v=0TF6bj1zPY4

[33] https://en.wikipedia.org/wiki/Melchior_Wathelet

[34] https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑9088315.html

[35] https://isgp-studies.com/belgian-x-dossiers-of-the-marc-dutroux-affair-the-accused#melchior-wathelet

[36] https://www.politico.eu/article/mep-tries-to-remove-belgian-judge-from-european-court/


Guido Grandt — Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors www.guidograndt.de