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Obwohl Russland auf dem Gas­markt der größte Kon­kurrent von Katar ist, gibt selbst Katars Ener­gie­mi­nister zu: Europa kann ohne rus­si­sches Erdgas nicht bestehen

Katar werde ver­suchen, Europa mit Flüs­siggas (LNG) zu helfen. »Aber am Ende ist dies eine kleine Menge im Ver­gleich zu der rie­sigen Menge, die aus Russland kommt, auf die Europa ange­wiesen ist.«

In einem Interview mit der »Energy Intel­li­gence Group« gibt selbst der Ener­gie­mi­nister von Katar zu, dass Europa für einige Zeit vom rus­si­schen Erdgas abhängig bleiben wird. Ohne rus­si­sches Erdgas könne Europa nicht bestehen, besonders bei starken Wintern. Dazu sei die Menge des rus­si­schen Erd­gases, das nach Europa fließe, zu groß, als das es so einfach kom­pen­siert werden könnte.

Der Ener­gie­mi­nister Saad al-Kaabi erklärte unter anderem:

»Viele Länder und Unter­nehmen haben sich an uns gewandt, und ich habe immer wieder das­selbe gesagt: Europa war immer von rus­si­schem Gas als Haupt­lie­ferant aus Pipe­lines abhängig. Der Großteil Europas, ins­be­sondere der Norden, war nicht auf LNG-Importe ein­ge­stellt. Jetzt hat sich die Situation natürlich geändert. Sie sehen, dass Deutschland ab dem ersten Quartal des nächsten Jahres von null LNG-Import­ter­minals auf vier bis fünf Ter­minals gehen wird. Und andere euro­päische Länder ver­suchen, einen ähn­lichen Ansatz zu ver­folgen. Wie Sie hören, haben die Europäer wirklich ver­sucht, Spei­cher­ka­pa­zi­täten auf­zu­füllen. Auf­be­wahrung hilft sicher. Aber wenn es ein sehr starker Winter ist, könnte es ein Problem geben – viel­leicht nicht im Winter, aber über den Winter hinaus in der Saison, in der Sie den Speicher für den nächsten Winter auf­füllen müssen. Es wird etwas LNG aus den USA und anderen Orten kommen. [Für Katar] haben die meisten unserer Kunden lang­fristige Ver­träge. Wir haben uns ver­pflichtet, nichts aus Europa weg­zu­be­wegen oder Volumen umzu­leiten. Und dem sind wir gerecht geworden. Aber am Ende ist dies eine kleine Menge im Ver­gleich zu der rie­sigen Menge, die aus Russland kommt, auf die Europa ange­wiesen ist.«

Wei­terhin erklärt er, dass am Ende der Krise Europa zumindest teil­weise zum rus­si­schen Erdgas zurück­kehren werde. Denn auf Dauer könnte es schwierig für die Europäer werden:

»Ich hoffe, dass es irgendwann ein Ende dieser Krise gibt oder eine Ver­mittlung, die Europa Frieden bringen und hof­fentlich etwas von dem rus­si­schen Gas zurück­bringen wird, um Europa zu unter­stützen. Wenn Sie sich eine Situation ansehen, in der mehr als zwei Winter lang kein rus­si­sches Gas nach Europa kommt, denke ich, dass es sehr schwierig sein wird.«


Quelle: freiewelt.net