Die Umfrage der Europäischen Internationalen Bewegung basiert auf Interviews mit 3.504 Personen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Rumänien und Schweden im Juni 2025. Die Ergebnisse zeigen, dass 64 Prozent der Europäer die Demokratie nicht konsequent unterstützen und viele in unsicheren Zeiten starke Führungspersönlichkeiten bevorzugen. Die Schweden sind die einzigen Befragten, in denen eine Mehrheit – allerdings nur 52 Prozent – eine stabile Unterstützung der Demokratie zum Ausdruck bringt.
In Ländern wie Frankreich, Spanien und Rumänien liegt die Zustimmung bei 30 Prozent oder weniger. Nur jeder vierte Spanier bezeichnet sich als überzeugten Demokraten. In Deutschland gelten 52 Prozent als »inkonsequente Demokraten«, was laut der Studie bedeutet, dass sie dem Wahlrecht und der Machtteilung keine absolute Priorität einräumen, aber offen für Alternativen sind. Petros Fassoulas, Generalsekretär der Europäischen Bewegung, hält die geringe Unterstützung für besorgniserregend, aber nicht unbedingt für antidemokratisch: »Die Andersdenkenden sind nicht per se gegen die Demokratie. Aber sie sind enttäuscht, machtlos und desillusioniert – und genau das schafft einen Nährboden für autoritäre Kräfte«, sagt er in einer Erklärung.
In vielen Ländern sind die Befragten auch nicht unbedingt von der Demokratie als Staatsform enttäuscht; sie sind viel mehr davon enttäuscht, wie wenig die von ihnen gewählten Repräsentanten die Demokratie tatsächlich widerspiegeln. Insbesondere in Ländern wie Deutschland, Frankreich und Spanien wurden und werden demokratische Elemente seitens der jeweils Regierenden massiv außer Kraft gesetzt. Das lässt die Bürger an der Demokratie an sich zweifeln.
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

























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