Unter dem Motto „Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen – Aufklärung im Kontext möglicher deutscher Bezüge im internationalen Epstein-Komplex“ versammelten sich heute einige tausend Menschen an der Berliner Siegessäule. Stargast war der Soul- und R&B‑Star Xavier Naidoo. (von David Berger)

Mit 8 Jahren sexuell missbraucht

Eine Sendung der ARD über rituellen Missbrauch zu Beginn des Jahrtausends weckte dann die Vermutung, dass sich das, was wir aus Belgien und anderswoher erfahren, auch bei uns abspielt – genau zu jener Zeit real, in der wir genau darüber nachdenken.
Naidoos Sorge war so groß, dass er damit an die Öffentlichkeit ging. Was ihm nicht nur einen Karriereknick verursachte, sondern ihn auch zur Zufluchtsadresse für viele Opfer machte, die ihm ihr Vertrauen schenkten. Aus dieser Perspektive heraus muss man es ernst nehmen, dass er auf der Bühne auch wissen ließ, dass der Epstein-Skandal nicht ausschließlich irgendwelche weit entfernten Länder betrifft. Ganz im Gegenteil, der „Abgrund in Deutschland ist genauso tief“.
Rechtsextreme und Reichsbürger?

Als wolle man die Kritik Naidoos unterfüttern erschien, noch während er auf der Bühne stand, im linken „Tagesspiegel“ ein Artikel, der die Kundgebung als Demo verschwörungsideologischer und rechtsextremer Gruppen diffamierte. Um dann abschließend anzumerken: „Seine Fans zeigten sich größtenteils völlig unbeeindruckt von antisemitischen und Reichsbürger-Aussagen des Soul-Sängers in der Vergangenheit.“
Ich war zusammen mit einem Kollegen persönlich dort und wir haben das Publikum ebenfalls aufmerksam beobachtet: Weder rechtsextreme noch antisemitische Plakate oder Aussagen waren dort zu sehen oder zu hören, noch Reichsbürger in irgendeiner Form bemerkbar. Aber wo eine Deutschlandfahne schon als Zeichen für aggressiven Rechtsextremismus gilt, sieht man am Ende natürlich nur noch „Nazis“, wenn man diese für seinen vermutlich schon vorgeschriebenen Artikel braucht. Schließlich lief die Veranstaltung noch auf Hochtouren als der Artikel beim „Tagesspiegel“ bereits freigeschaltet war.
Journalisten für Pädo-Rechte

Schließlich gehört der „Tagesspiegel“ zur selben Medienholding wie die „Zeit“. Dort veröffentlichte der damalige Feuilletonchef Rudolf Walter Leonhardt eine Artikelserie, in der er für die Entkriminalisierung sexueller Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern plädierte – der Schaden für Kinder interessierte ihn dabei so gut wie gar nicht …
Aber auch dafür hat Naidoo die richtigen Worte gefunden, als er nach einer seiner kurzen Moderationsansprachen seinen Hit „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer“ sang.
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Der Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

























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