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Off­shore-Wind­parks und gestrandete/verendete Wale: Kommt zusammen, was zusammengehört?

Mel­dungen, wie diese, werden häufiger:

Quelle. Tages­schau

Indes, bislang gibt es For­de­rungen nach einer, aber keine globale Sta­tistik der gestran­deten Cetaceen, der Wale, Del­phine, Tümmler und nicht zu ver­gessen der Pin­ni­pedier, Robben, See­löwen usw.

Sie alle stranden, werden tot ange­spült, und die ein­zigen, die eine umfas­sende Sta­tistik darüber führen, sind – wie so oft – Angel­sachsen. Und die Sta­tistik zeigt, es werden immer mehr Cetaceen, Wale, Del­phine und Pin­ni­pedier ange­spült, es stranden immer mehr.

Warum?

Gestrandete Wale etc. hat es zu allen Zeiten gegeben. Viele his­to­rische Berichte zeugen davon. Die Ursachen können in der Gesundheit der Tiere zu finden sein, bzw. deren Erkrankung, Viren und Bak­terien, aber auch Gifte aus mensch­licher Pro­duktion spielen dabei eine große Rolle. Die Ursachen werden zuweilen in einer Art „mas­sen­psy­cho­ti­schem Selbstmord“ gesehen, bei dem ein gestresstes Tier strandet und der Rest der Band sich dazulegt, aus Soli­da­rität – eine klas­sische Schnapsidee, wie sie nur Men­schen ein­fallen kann. Eine weitere Ursache, die in den USA bei rund 40% der gestran­deten Wale und Del­phine vor­liegt, ist eine vor­aus­ge­hende Kol­lision mit einem Schiff oder eine töd­liche Begegnung mit den Über­resten von Fischnetzen.

Einige Bei­spiele für ent­spre­chende Forschung:

Zu Kol­li­sionen mit Schiffen:

Peltier, H., Beaufils, A., Cesarini, C., Dabin, W., Dars, C., Demaret, F., Dhermain, F., Doremus, G. et al. (2019). Moni­toring of marine mammal stran­dings along French coasts reveals the importance of ship strikes on large ceta­ceans: A challenge for the European Marine Strategy Framework Directive. Fron­tiers in Marine Science. 6:486.

Umwelt­ver­schmutzung mit Chemikalien:
Bar­ragán-Barrera, D.C., Farías-Curtidor, N., Luna-Acosta, A., Bus­ta­mante, P., Ayala, R. and Caballero, S. (2019). Evidence
of mercury bio­ac­cu­mu­lation in skin samples of wild del­phinids in La Guajira, Colombian Caribbean. Poster pre­sented at SETAC Latin America 13th Biennial Meeting. Sep­tember 15–18, 2019. Car­tagena, Colombia).

Schwer­me­talle:
Cáceres-Saez, I., Haro, D., Blank, O., Aguayo-Lobo, A., Dougnac, C., Arre­dondo, C., Luis Cap­pozzo, H. and Ribeiro Guevara,
S. (2019). Stranded false killer whales, Pseudorca cras­sidens, in Sou­thern South America reveal poten­tially dan­gerous silver con­cen­tra­tions. Marine Pol­lution Bul­letin 145: 325–333.

Viren und Bakterien:

Mor­bil­li­virus:
Flach, L., Alonso, M.B., Marinho, T., Van Wae­rebeek, K. and Van Bressem, M.F. (2019). Cli­nical signs in free-ranging Guiana dol­phins Sotalia guia­nensis during a mor­bil­li­virus epi­demic: case study in Sepetiba Bay, Brazil. Diseases of Aquatic Orga­nisms 133: 175–180.

Brucella:
Sánchez-Sar­miento, A.M., Car­valho, V.L., Díaz-Delgado, J., Ressio, R.A., Fer­nandes, N.C., Guerra, J.M., Sacristán, C., Groch, K.R. et al. (2019). Mole­cular, sero­lo­gical, patho­lo­gical, immu­n­o­hi­s­to­che­mical and micro­bio­lo­gical inves­ti­gation of Brucella spp. in marine mammals of Brazil reveals new cetacean hosts. Trans­boundary and Emerging Diseases 66: 1674–1692.

Aut­opsien von 234 Walen, die auf den Kana­ri­schen Inseln gestrandet und ver­endet sind, ergaben, dass sich rund 34% in gutem gesund­heit­lichem Zustand befanden und gut genährt waren, 23,5% waren unter­ernährt, 16,3% wiesen Ver­let­zungen aus Kontakt mit Schiffen oder Netzen auf. Ver­mutlich auf Strei­tig­keiten mit anderen Mee­res­tieren waren Ver­let­zungen bei 17,8% der Wale zurückzuführen.

Wer die Pro­zente addiert, bemerkt, hier ist noch viel Luft für andere Ursachen.

Diaz-Delgado, J., Fer­nandez, A., Sierra, E., Sac­chini, S. andrada, M., Vela, A.I., Quesada-Canales, O., Paz, Y. et al. (2018). Patho­logic fin­dings and causes of death in stranded ceta­ceans in the Canary Islands (2006–2012). PLoS One 13: e0204444 (1–33).

Eine der bislang noch nicht ange­spro­chenen Ursachen ist Lärm.

Eine Reihe von Arbeiten zum Zusam­menhang zwi­schen gestran­deten Walen und Lärm hat auf die Rolle, die Akus­tische Abschre­ckungs­vor­rich­tungen dabei spielen, hin­ge­wiesen. Akus­tische Abschre­ckungs­vor­rich­tungen werden z.B. benutzt, um Wale und andere Mee­res­säu­ge­tiere von Bau­stellen fern­zu­halten, Orten, an denen z.B. ein Off­shore-Windpark errichtet wird.

Findlay, C.R., Ripple H.D., Coomber F., Froud, K., Harries, O., van Geel, N.C.F., Cal­deran, S.V., Ben­jamins, S. et al. (2018). Mapping wide­spread and incre­asing under­water noise pol­lution from acoustic deterrent devices. Marine Pol­lution Bul­letin 135: 1,042–1,050.

Andere haben die Anfäl­ligkeit von Walen für Lärm anhand von Lärm, der im Rahmen von Tou­rismus vor allem durch Motor­boote ver­ur­sacht wird, auf­ge­zeigt, einmal mehr für zu diesem Zeit­punkt gestrandete und ver­endete Tiere:

Leão Martins, D.T., Rossi-Santos, M.R. and de Lima Silva, F.J. 2018. Effects of anthro­po­genic noise on the acoustic beha­viour of Sotalia guia­nensis (Van Bénéden, 1864) in Pipa, North-eastern Brazil. Journal of the Marine Bio­lo­gical Asso­ciation UK 98: 215–222..

Lärm scheint vor allem deshalb eine große Gefahr für Wale, Del­phine und andere Cetaceen dar­zu­stellen, weil sich diese Tiere mit einem hoch­ent­wi­ckelten Sonar ori­en­tieren, ergänzt um eine aus­ge­feilte geo­ma­gne­tische Ori­en­tierung, die es den Tieren ermög­licht, lange Strecken zurück­zu­legen. Wenn man darüber nach­denkt, dann ist z.B. die Reise eines Wals aus der Arktis in die Gewässer rund um die bri­ti­schen Inseln eine bemer­kens­werte Leistung, die man wohl nur nach­voll­ziehen kann, wenn man mitten im Meer in einem Ruderboot und mit dem Auftrag, Land zu finden, aus­ge­setzt wird. Die bemer­kens­werte Logistik, die u.a. Wale aus­zeichnet, ist ein Ergebnis aus Echo­ortung und geo­ma­gne­ti­scher Orientierung.

Wale oder Del­phine oder Tümmler geben über eine spe­zia­li­sierte „Nasen­struktur“ regel­mäßige Pulse oder „Klick­laute“ im Bereich von 50 bis 150 Kiloherz ab, die, wenn sie auf ein Hin­dernis treffen, ein Echo abgeben, das über den Unter­kiefer auf­ge­nommen und in „Ohr“ und Gehirn kana­li­siert wird, Basis für eine präzise Bestimmung von Ent­fernung und eigener Position. Ergänzt wird dieses System der Kurz­strecken-Ori­en­tierung durch ein „Langstrecken“-System, das über Geo­ma­gne­tismus zu funk­tio­nieren scheint. Wale und andere Cetaceen haben offen­kundig die Fähigkeit, geo­ma­gne­tische Felder wahr­zu­nehmen (im Gehirn von Walen gefun­denes Magnetit weist dar­aufhin) und nutzen geo­ma­gne­tische Felder zur Orientierung.

Beide Systeme, Echo­ortung und Geo­ma­gne­tismus sind anfällig für Lärm, für Lärm, der kon­ti­nu­ierlich ver­ur­sacht wird, der sich – weil nicht nur eine – sondern viele Lärm­quellen vor­handen sind – gegen­seitig ver­stärkt und auf diese Weise zur Des­ori­en­tierung der Tiere führt. Hier kommen Off­shore-Wind­parks ins Spiel. Denn Off­shore-Wind­parks sind Lärm­quellen, die das Potential mit­bringen, beide Systeme der Ori­en­tierung zu beein­träch­tigen und dann, wenn die Tiere den Wind­parks zu nahe kommen, deren Ori­en­tierung voll­ständig zu zer­stören, so dass sie sich in seichtem Wasser wie­der­finden, ohne Chance, aus eigener Kraft zu entkommen.

Die ent­spre­chenden Gefahren sind lange bekannt:

Kirch­georg, T., Weinberg, I., Hörnig, M., Baier, R., Schmid, M.J. and Brock­meyer, B. (2018).Emis­sions from cor­rosion pro­tection systems of off­shore wind farms: Eva­luation of the potential impact on the marine envi­ronment. Marine Pol­lution Bul­letin 136: 257–268.

Kich­georg et al. (2018) weisen zudem dar­aufhin, dass Koro­si­ons­schutz, wie er bei Wind­parks zum Einsatz kommt, die Funde von Schwer­me­tallen in gestran­deten Walen erklären könnte.

Thomsen, F., Stöber, U., Sarnocińska-Kot, J. (2023). Hearing impact on marine mammals due to under­water sound from future wind farms. In: A. N. Popper, J. Sis­neros, A. D. Hawkins, F. Thomsen (Eds.), The Effects of Noise on Aquatic Life New York: Springer.

Indes, wenn man nach dem sucht, was in Medien als Ursache für gestrandete Wale ange­geben wird, dann ist all das, was mit den hei­ligen Tech­no­logie des modernen Klima-Kults ver­bunden ist, abwesend, dann werden selbst nahe­lie­gende Mecha­nismen, die ursächlich sein könnten, ver­schwiegen, etwa die Tat­sache, dass die Kon­struktion von Off­shore-Wind­parks mit erheblicken Lärm, der 200 dB über­steigt, vor allem dann, wenn die Pfeiler in den Mee­res­boden ein­ge­lassen werden, ein­hergeht. Dass laute Geräusche die Fähigkeit von Cetaceen, per Echo­ortung ihre Position zu bestimmen, beein­träch­tigen, ist lange bekannt.

Nur wenn es um Wind­parks geht, wird es ignoriert.

Vor allem in Gebieten, in denen Off­shore-Wind­parks – in Betrieb oder in Bau – kon­zen­triert sind, kumu­liert die Wahr­schein­lichkeit, dass von Wind­parks emit­tierte Geräusche das Fre­quenzband über­lagern, in dem sich u.a. Wale ori­en­tieren. Die Kon­se­quenzen dürften dann zu dem führen, was in Zei­tungs­bei­trägen als „die Tiere haben sich verirrt“ beschrieben wird. Hin­zu­kommt, dass Bau­stellen und fer­ti­ge­stellte Off­shore-Wind­parks wegen des von ihnen emit­tierten Lärms zu Ver­mei­dungs­ver­halten führen: Mee­res­säuger ver­legen ihre Migra­ti­ons­routen und kommen mehr mit Schiff­fahrts­routen in Kon­kurrenz, was die Wahr­schein­lichkeit einer Kol­lision mit Schiffen erhöht.

Off­shore-Wind­parks sind in der Regel über Untersee-Strom­kabel mit dem Festland ver­bunden. Die Strom­kabel schaffen elek­tro­ma­gne­tische Felder, die wie­derum die geo­ma­gne­ti­schen Felder, die Wale benutzen, um sich zu ori­en­tieren, beein­träch­tigen oder über­lagen können. Eine weitere Quelle für Desorientierung.

Das alles ist bekannt und wird in Kauf genommen, aber das ist noch nicht alles:

Selbst die Bri­tische Regierung, Tum­melfeld von Mad Ed, räumt ein, dass die Errichtung von Wind­parks im Meer sich negativ auf See­vögel und Cetaceen aus­wirkt. Das geht soweit, dass z.B. für „Kit­tiwake“, die Drei­ze­henmöwe, die um den Off­shore-Windpark „Hornsea“ hei­misch ist, die Zahl der Vögel berechnet wird, die jährlich von den Anlagen geschreddert werden können, ohne dass es, wie andere „Experten“ behaupten, einen nega­tiven Effekt auf den Bestand der Möwen hat.

357 bis 475 Möwen, die von Wind­tur­binen geschreddert werden, sind offi­ziell als die Anzahl von Möwen dekla­riert, die den Bestand der Kit­tiwake in Hornsea nicht gefährdet:

Horton, (2014). Hornsea Off­shore Wind Farm Final Envi­ron­mental Assessment. UK Department of Energy and Climate Change.

Aber natürlich ist das Unter­fangen, eine Bestands­schätzung für Möwen durch­zu­führen und auf Grundlage einer ange­nom­menen Repro­duk­ti­ons­ziffer zu berechnen, wie viele Vägel man schreddern kann, ohne den Bestand zu gefährden, eine sinnlose Tätigkeit, weil die Zahlen, auf deren Grundlage die Berechnung erfolgt, Schät­zungen dar­stellen, Schät­zungen, die man – je nach Agenda – nach oben und nach unten kor­ri­gieren kann und offen­kundig auch kor­ri­giert hat, denn andere, als die Regie­rungs­experten kommen auf die Zahl von 759 bis 874 jährlich mit angeblich erneu­er­barer Wind­energie ermor­deter Möwen. Und während 475 Möwen noch unter der Bestands­er­hal­tungs­grenze von 512 Vögeln liegt, nicht 510 und auch nicht 519, nein 512 [es geht kaum lächer­licher], liegt die Schätzung der regie­rungs­un­ab­hän­gigen „Experten“ darüber.

Indes, derart fruchtlose Streits sind nicht, was uns inter­es­siert. Was uns inter­es­siert ist die Tat­sache, dass Regie­rungen genau wissen, was sie mit Wind­tur­binen anrichten, welchen Schaden sie der Arten­vielfalt zufügen:

Bekannt ist, dass die Fun­da­mente der Wind­tur­binen im Mee­res­boden das vor­handene öko­lo­gische Gleich­ge­wicht erheblich stören können (Degraer et al. (2020)). Indes, die­selben Ozean-Akti­visten, die ver­mutlich in ihrer Phan­tasie das Great Barrier Reef schon mehrfach haben sterben lassen, haben plötzlich über­haupt kein Problem mit der Zer­störung eines vor­han­denen öko­lo­gi­schen Gleich­ge­wichts durch ton­nen­weise ver­bauten Zement und Stahl.

Ebenso und seit langem ist bekannt, dass die Strom­kabel, die auf dem Mee­res­boden verlegt werden, um den Strom von der Tur­bines an Land zu bringen, durch die elek­tro­ma­gne­ti­schen Felder, die sie gene­rieren, erheb­lichen Ein­fluss auf das Leben, das sie umgibt, nehmen.

Degraer, Steven, Drew A. Carey, Joop WP Coolen, Zoë L. Hut­chison, Francis Kerckhof, Bob Rumes, and Jan Vana­verbeke (2020). Off­shore wind farm arti­ficial reefs affect eco­system structure and func­tioning. Ocea­no­graphy 33(4): 48–57.

Schließlich ist schon in der oben zitierten Eva­luation der Umwelt­schäden, die vom Off-Shore Windpark Hornsea I (mitt­ler­weile gibt es Hornsea I bis IV) aus­gehen (Horton, 2014) zu lesen, dass sich die Lärm­be­lastung, die während Bau und Betrieb von Off­shore-Wind­parks vor­handen ist, negativ vor allem auf Mee­res­säu­ge­tiere aus­wirken kann, dazu führen kann, dass deren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keiten gestört, wenn nicht zer­stört werden, was sie ori­en­tie­rungslos macht und letztlich eine Erklärung dafür ist, dass immer mehr Wale, Del­phine, Tümmler an bri­ti­schen Stränden ange­spült werden, um dort zu sterben.

Ein ver­mit­telnder Mecha­nismus wird von Ursula Bellut-Staeck in zwei neuen Publi­ka­tionen beschrieben. Darin berichtet sie von deut­lichen Hin­weisen dafür, dass ein Teil der Ener­gie­über­tragung nie­der­fre­quenter Schwin­gungen (Infra­schall) dazu führt, dass die Fähigkeit eines Orga­nismus seine Mikro­zir­ku­lation zu steuern, beein­trächtigt wird. Dabei scheint vor allem Stick­stoff­monoxid (NO) ein Molekül, das im Körper die Blut­ver­sorgung von Zellen regu­liert, von großer Bedeutung zu sein. Für die Ent­de­ckung der Bedeutung von NO für den Stoff­wechsel haben die ame­ri­ka­ni­schen Wis­sen­schaftler Robert F. Furchgott, Ferid Murad und Louis Ignarro im Jahre 2008 den Nobel­preis erhalten.

Schon kleine Schwan­kungen, aus­gelöst durch Fehl­in­for­ma­tionen, wie sie durch Lärm, Infra­schall oder andere externe Quellen ver­ur­sacht werden können, führen zu einem Anstieg des oxi­da­tiven und oszil­la­to­ri­schen Stresses, haben einen Verlust der endo­the­lialen Inte­grität zur Folge, wie er bei Ent­zün­dungs­krank­heiten wie Athero­sklerose beob­achtet wird.

Damit könnte die seit langem gesuchte patho­phy­sio­lo­gische Art und Weise benannt sein, in der Infra­schall und Vibra­tionen auf zel­lu­lärer Ebene eine stress­aus­lö­sende Wirkung ausüben: Lärm­ex­po­nierte Bürger, die in der Nähe von Infra­struk­turen wie Bio­gas­an­lagen, Wär­me­pumpen, Block­heiz­kraft­werken und grö­ßeren indus­tri­ellen Wind­kraft­an­lagen (IWT) leben, zeigen weltweit vor allem eine mit Mikro­zir­ku­la­ti­ons­stö­rungen ver­bundene Sym­pto­matik (Bellut-Staeck, 2024).

Indes gilt dieser Zusam­menhang nicht nur für Men­schen, er gilt auch für Tiere:

„Nor­ma­ler­weise ist der Fluss in der Mikro­zir­ku­lation von Säu­ge­tieren laminar und nicht variabel. Dies wird durch die strom­auf­wärts gelegene Ver­bindung der Wider­stands­gefäße in den Arte­riolen erreicht. Anhal­tende Ver­än­de­rungen der Scher­span­nungs­muster, ins­be­sondere der oszil­lie­renden Strömung, wurden mit einer ver­min­derten Bio­ver­füg­barkeit von NO [Stick­stoff­monoxid], einer Zunahme reak­tiver Sau­er­stoff­spezies (ROS), höheren Lipo­protein-Oxi­da­ti­ons­raten, erhöhter endo­the­lialer Apo­ptose [Zell­sterben], Pro-Athe­ro­ge­nität, chro­ni­scher Ent­zündung und mög­licher Krebs­ent­wicklung in Ver­bindung gebracht. Wir haben deut­liche Belege für die Hypo­these, dass ein chro­nisch wir­kender oszil­lie­render Stressor der im Hin­blick auf Fre­quenz, Zeit/Wirkungsprofil, Schall­druck und Dauer bestimmte Kri­terien erfüllt, ein oszil­lie­rendes Stressfeld indu­zieren und somit eine Stress­re­aktion auf zel­lu­lärer Ebene aus­lösen könnte (Bellut-Staeck, 2023, unsere Übersetzung). 

Kommt Ihnen das bekannt vor?
Eine bestimmte Tech­no­logie wird als eine Art Messias ver­göttert, der die Welt­rettung bringen wird. Alle Kritik und Hin­weise darauf, dass der Messias eine Spur der Zer­störung nach sich zieht, wird als Des­in­for­mation vom Tisch gewischt, die­je­nigen, die sie vor­bringen, werden verfolgt…

Oder das:
Eine Tech­no­logie, deren Aus­wir­kungen auf die Umwelt in keiner Weise unter­sucht sind, wird in großem Stil imple­men­tiert. Alle Anzeichen dafür, dass die Tech­no­logie eine Vielzahl von „Neben­wir­kungen“ mit sich bringt, werden igno­riert oder von einem gedun­genen Mob zu dis­kre­di­tieren versucht…

Kommen wir zurück zu den Pott­walen, die in Dänemark gestrandet und ver­endet sind. Die fol­gende Abbildung zeigt den Ort, an dem die Wale gestrandet sind (roter Marker) und die Off­shore-Wind­parks, die in Bau oder in Betrieb sind. Wale, die sich in der Nordsee in Küs­tennähe ver­irren, müssen ein Laby­rinth aus Off­shore-Wind­parks durch­schwimmen ohne dabei die Ori­en­tierung zu ver­lieren. Offen­kundig sind die Pottwale in Dänemark daran gescheitert.

Der Artikel erschien zuerst hier: ScienceFiles.org.

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