Foto: Bildschirmfoto von Station Wostok YouTube

Glo­baler Käl­te­report: Ant­arktis: Wostok bei –73°C; frühes Ein­treffen extremer Kälte – Europa: Ein­bruch einer Luft­masse ark­ti­schen Ursprungs

Vor­be­merkung: Kaum meldet sich der Süd­winter an, taucht auch gleich die Ant­arktis mehrfach in der Liste der Kalt-Ereig­nisse auf.

Mel­dungen vom 23. März 2026:

Ant­arktis: Wostok bei –73°C; frühes Ein­treffen extremer Kälte

Die Ant­arktis lässt dieses Jahr keine Zeit verstreichen.

Am 23. März sank die Tem­pe­ratur an der Wostok-Station auf ‑73,4 °C – ein Wert, der eher für den tiefsten Winter als für den Beginn der Saison typisch ist.

Das Plateau tritt gerade erst in seine lange Abküh­lungs­phase ein, wobei die extremsten Tiefst­werte nor­ma­ler­weise für die Monate Mai bis August reser­viert sind.

Werte unter ‑70 °C im März sind ungewöhnlich.

Der 19. März gehört zu den frü­hesten solchen Daten seit Beginn der Auf­zeich­nungen – zuletzt ver­zeichnet im Jahr 2020 (-70,8 °C) und erneut in diesem Jahr 2026 (-70,1 °C). Ein wei­terer Rückgang auf ‑73,4 °C bis zum 23. März ist sehr selten und ein deut­liches Zeichen dafür, dass die Ant­arktis früh in den Winter eintritt.

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Europa: Kälte und Schnee auf dem Vor­marsch nach Süden

Ab dem 25. März wird sich eine neue Kalt­luft­masse über Europa aus­breiten, ange­trieben durch eine erneute Absenkung des Jetstreams.

Beim Auf­treffen der käl­teren Luft auf die feuchte Atlan­tikluft wird mit weit ver­brei­teten Nie­der­schlägen gerechnet – in höheren Lagen als Schnee, der für Ende März unge­wöhnlich weit nach Süden vordringt.

Bereits jetzt hat der Früh­lings­schnee den süd­lichen Rand des Kon­ti­nents erreicht.

In Hoch­lagen der Kana­ri­schen Inseln schneite es, was Stra­ßen­sper­rungen erzwang und Not­fall­maß­nahmen auf und um den Teide auslöste.

Weiter östlich hat Zypern mit spätem Schneefall, Eis und dichtem Nebel zu kämpfen, was den Zugang zum Troodos-Gebirge ein­schränkt: (Glo­baler Käl­te­report: Japan: Fast das ganze Land schnee­be­deckt – Ant­arktis: Immer weitere Abkühlung)

Was die weitere Ent­wicklung angeht, zeigen die neu­esten ECMWF-Pro­gnosen anhal­tenden Schneefall von Mittwoch bis Sonntag, wobei sich die Schnee­mengen in den Alpen, den Kar­paten und Teilen des Balkans erhöhen werden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-plunges-to-734c-as-deep-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Mel­dungen vom 24. März 2026:

Ant­arktis: Immer neue Kälterekorde

In der Ant­arktis setzt sich der frühe Ein­bruch extremer Kälte fort.

Am 24. März fiel die Tem­pe­ratur an der Station Wostok auf ‑75,3 °C und erreichten damit den nied­rigsten jemals im März gemes­senen Wert. Der gleiche Wert wurde zuvor am 23. März 1982 und am 22. März 2020 beobachtet.

Die Auf­zeich­nungen an der rus­si­schen Station reichen bis ins Jahr 1958 zurück.

Es handelt sich um hoch­win­ter­liche Kälte, die Wochen früher als erwartet ein­setzt. Der März mar­kiert nor­ma­ler­weise den Beginn des langen Abstiegs in den Kern des ant­ark­ti­schen Winters, wobei die extremsten Tiefst­werte gewöhnlich für die Monate Mai bis August reser­viert sind.

Die Ant­arktis gleitet rasch in den Winter.

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Europa: Ein­bruch einer Luft­masse ark­ti­schen Ursprungs wird Kälte und viel Schnee in höheren Lagen bringen

In ganz Europa zeichnet sich derzeit ein deut­licher Wet­ter­um­schwung ab, welcher der frühen Früh­lings­wärme ein Ende bereitet.

Ein sich ver­stär­kendes Hoch westlich der Bri­ti­schen Inseln hält die milde Atlan­tikluft zurück und ebnet den Weg für nach Süden vor­drin­gende ark­tische Luft. Ab Mitte der Woche werden die Tem­pe­ra­turen in weiten Teilen des Kon­ti­nents stark sinken, wobei die Kälte vor­aus­sichtlich bis in den April hinein und über Ostern andauern wird.

Davon wird nach Ein­tritt des Ereig­nisses sicher noch öfter die Rede sein. A. d. Übers.

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Nord­afrika: Unge­wöhn­liche Kälte

Bis Anfang April wird Nord­afrika von einer aus­ge­prägten Käl­te­welle heim­ge­sucht werden.

Die neu­esten Vor­her­sagen des ECMWF (für die Tage 8–15) zeigen, dass in weiten Teilen der Sahara Tem­pe­ra­turen von 8 bis 12 °C unter dem Durch­schnitt liegen werden, ins­be­sondere in Ländern wie Marokko, Algerien und Libyen, wobei im Westen Alge­riens Anomalien bis ‑17 °C zu ver­zeichnen sein werden – ein für den Frühling äußerst sel­tenes Phänomen.

Die gleiche Wet­terlage hinter dem ark­ti­schen Käl­te­ein­bruch in Europa wird die Kälte auch tief in die Sub­tropen treiben und die Tem­pe­ra­turen in der Sahara deutlich unter den Nor­malwert sinken lassen.

In ähn­lichen Brei­ten­graden ver­zeichnen andere Regionen der nörd­lichen Hemi­sphäre – ins­be­sondere der Westen der USA – gleich­zeitig extreme Wärme. Dieser Kon­trast ist das Ergebnis einer groß­räu­migen Umver­teilung der Luft­massen und nicht auf eine gleich­mäßige Erwärmung oder Abkühlung zurückzuführen.

Das Problem ist, dass die Öffent­lichkeit in der Regel nur eine Seite der Geschichte zu hören bekommt.

Die monat­lichen Rekorde in ganz Nord­afrika werden wahr­scheinlich gebrochen werden, je nachdem, wie lange die Anomalie anhält und wie sie sich auf die Tem­pe­ra­turen aus­wirkt. Unab­hängig davon sind Anomalien dieser Grö­ßen­ordnung über der Sahara für diese Jah­reszeit extrem.

Auch davon wird man wohl noch mehr hören. A. d. Übers.

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Kanada: anhal­tende extreme Kälte im Norden

Während sich südlich der Grenze Rekord­wärme für den März aus­breitet, hält sich im Norden Kanadas ein inten­siver Kaltluftkörper.

Von der Hudson Bay über den Yukon bis nach Alaska liegen die Tem­pe­ra­turen wei­terhin deutlich unter dem Nor­malwert, ins­be­sondere in den Bin­nen­re­gionen. Weite Teile dieser Gebiete steuern auf einen der käl­testen März­monate seit Beginn der Auf­zeich­nungen zu.

Und dies ist kein kurzer Kälteeinbruch.

Die Käl­te­welle im Norden ist lang­wierig und hart.

Fair­banks bei­spiels­weise ver­zeichnete gerade den zweit­käl­testen Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 22. März seit Beginn der Auf­zeich­nungen im Jahr 1904/05.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-antarctica-arctic-plunge?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Mel­dungen vom 25. März 2026:

Ant­arktis: Weitere neue Kälterekorde

Die Ant­arktis hat gerade neue Maß­stäbe für die Kälte im März gesetzt.

Am 25. März sanken die Tem­pe­ra­turen an der Station Wostok auf ‑76,4 °C und stellten damit einen neuen März-Käl­te­rekord für den Kon­tinent auf.

Der bis­herige Rekordwert lag bei ‑75,7 °C und wurde 2013 am Dome Fuji gemessen (auch wenn diese Messung als unzu­ver­lässig gilt); weitere bemer­kens­werte Tiefst­werte waren ‑75,5 °C an der Plateau-Station (1967) und in Con­cordia (2025).

In Wostok selbst lag der bis­herige Tiefstwert im März bei ‑75,3 °C, gemessen in den Jahren 1982, 2020 und erneut gestern (24. März 2026).

Klarer Himmel, extrem niedrige Luft­feuch­tigkeit und eine stabile Luft­masse ermög­lichten eine intensive Strah­lungs­kühlung über dem hohen ant­ark­ti­schen Plateau. Da die Sonne zu dieser Jah­reszeit schnell hinter dem Horizont ver­schwindet, beschleunigt sich der Wär­me­verlust rasch.

Der März mar­kiert den Beginn des Ein­tritts in die lange Win­ter­phase der Ant­arktis. Aller­dings sind Werte dieser Tiefe eher cha­rak­te­ris­tisch für den Hoch­winter zwi­schen Juli und August.

Die Ant­arktis gleitet dieses Jahr schnell in den Winter – und war im Monat März seit Beginn von Auf­zeich­nungen noch nie so kalt (Beob­ach­tungen reichen bis ~1957 zurück).

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Kanada: Früh­jahrs-Käl­te­ex­treme

Im Norden Kanadas herr­schen wei­terhin hoch­win­ter­liche Bedin­gungen, wobei die Rekord­kälte bis Ende März anhält.

Am 24. und 25. März fielen die Tem­pe­ra­turen in Whatì auf ‑45,4 °C, in Gamètì auf ‑42,5 °C und in Yel­low­knife auf ‑41,7 °C – Extrem­werte für diese Jahreszeit.

Die Kälte ist zudem weit verbreitet.

Im Yukon erlebt bei­spiels­weise die Stadt Dawson den käl­testen März seit Beginn der Auf­zeich­nungen (die bis ins Jahr 1901 zurückreichen).

Dies ist Teil eines umfas­sen­deren hemi­sphä­ri­schen Musters. Während im Westen der USA im März unge­wöhnlich frühe, som­mer­liche Hitze herrschte, hat eine tiefe Tief­druck­rinne strom­ab­wärts dazu geführt, dass sich ark­tische Luft über weiten Teilen Kanadas fest­ge­setzt hat und dort sta­gniert, wodurch Tiefst­werte unter ‑40 °C weit später als gewöhnlich auftraten.

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Alaska: Allzeit-Schnee­rekord in Juneau

Auch in Alaska herrscht trotz des bevor­ste­henden Früh­lings wei­terhin win­ter­liches Wetter.

Laut dem jüngsten Kli­ma­be­richt des NWS hat die sai­sonale Schnee­menge am Juneau Inter­na­tional Airport 511 cm erreicht und damit einen neuen All­zeit­rekord für die Stadt auf­ge­stellt (seit Beginn der Auf­zeich­nungen im Jahr 1943).

Die bis­herige Best­marke von 503 cm aus den Jahren 2006-07 wurde nun über­troffen, während der Wert von 494 cm aus den Jahren 1964–65 auf den dritten Platz ver­wiesen wurde.

Und die Saison ist noch nicht vorbei – es liegen noch Wochen mit poten­zi­ellen Neu­schnee­fällen vor uns.

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Alpen: wei­terer Wintereinbruch

Der Winter kehrt in die euro­päi­schen Alpen zurück.

Eine aus­ge­prägte Kalt­front zieht nach Mit­tel­europa und lässt die Wet­terlage innerhalb weniger Stunden von mild auf win­terlich umschlagen.

Bis Mitt­woch­nach­mittag bildet sich nördlich des Alpen­haupt­kammes eine klas­sische Staulage aus – feuchte Luft wird dabei oro­gra­phisch zur Hebung gezwungen, was bis Freitag zu anhal­tendem, starkem Schneefall führt. Fazit: in den nörd­lichen Alpen wird es weit ver­breitet schneien.

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Mel­dungen vom 26. März 2026:

Alaska: Spä­testes Ein­setzen von Frühjahrs-Tauwetter

In Fair­banks sind die Tem­pe­ra­turen seit dem 31. Oktober nicht über den Gefrier­punkt gestiegen.

Diese Serie steht nun an fünfter Stelle der spä­testen Auf­zeich­nungen für den ersten Tag über dem Gefrier­punkt (heute wird vor­aus­sichtlich der vierte Platz erreicht). Der bestehende Rekord liegt bei 31. März und wurde 2007 aufgestellt.

Fair­banks liegt im Zentrum des Landes, weitab irgend­welcher Küsten. A. d. Übers.

[33°F ≈ 0,5°C; 41°F = 5°C]

Diese Woche ver­zeichnete Fair­banks den 71. Tag dieser Saison (und den 18. Tag in diesem Monat) mit Tiefst­tem­pe­ra­turen von ‑28,9 °C [-20°F] oder dar­unter. Damit wurde die höchste Anzahl an Tagen mit Tem­pe­ra­turen von ‑25°C oder kälter seit 50 Jahren erreicht, was seit 1904 den 9. Platz einnimmt:

Glück­li­cher­weise deuten die Vor­her­sagen auf einen sich auf­bau­enden Hoch­druckkeil über Nord­alaska hin, wodurch sich eine deut­liche Mil­derung abzeichnet. Bis zum Wochenende sollen die Tem­pe­ra­turen in Teilen des Lan­des­in­neren zum ersten Mal seit fast fünf Monaten auf 0 °C oder knapp darüber steigen.

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Europa: Kälte und Schnee stoppen den Frühling

Der Frühling ist in ganz Europa ins Stocken geraten, da ark­tische Luft nach Süden strömt, die Tem­pe­ra­turen sinken lässt und Regen in Schnee übergeht.

In den höheren Lagen haben sich die Bedin­gungen dras­tisch verschärft.

Erste Mes­sungen vom 26. März zeigen ‑29,4 °C auf dem Monte Rosa (4.554 m) und ‑31,3 °C auf dem Mont Blanc – eine für Ende März selbst nach hoch­al­pinen Maß­stäben außer­ge­wöhn­liche Kälte.

In den Alpen kehrt der Schnee zurück, wobei sich in Frank­reich, der Schweiz, Öster­reich und Italien neue Schnee­mengen ansammeln. In höheren Lagen fallen erheb­liche Schnee­mengen an, in einigen Teilen mehr als ein Meter, während in tie­feren Lagen nasser Schnee fällt.

Weiter nördlich sorgt die gleiche Luft­masse für unter­durch­schnitt­liche Tem­pe­ra­turen in Deutschland und Polen.

Selbst das tief gelegene Belgien wurde am 25. März in Malmedy von großen, dichten Schnee­flocken heimgesucht.

Skan­di­navien bleibt in der Kälte gefangen, was den Vorstoß nach Süden ver­stärkt, während in Süd­ost­europa Käl­te­an­omalien den Balkan dominieren.

Die Früh­lings­wärme wurde zurück­ge­drängt. Der Winter hat wieder die Kon­trolle übernommen.

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Mel­dungen vom 27. März 2026:

Aus­tralien: Unge­wöhnlich früher Schnee in den aus­tra­li­schen Alpen

Der Winter ist im Süd­osten Aus­tra­liens früh ein­ge­kehrt; aus den Alpen­re­gionen wird von Neu­schnee gemeldet.

In Falls Creek ist der erste Schnee des Jahres 2026 gefallen; bei Tem­pe­ra­turen bis ‑2 °C haben sich bisher 8 cm Schnee angesammelt.

Das war kein Ein­zelfall. Aus den gesamten Aus­tra­li­schen Alpen wurde Schnee gemeldet, dar­unter auch aus Ski­ge­bieten wie Mount Hotham, Perisher und Thredbo – alle ver­zeich­neten ihren ersten Schneefall des Jahres.

Der Käl­te­ein­bruch ließ die Tem­pe­ra­turen in den höheren Lagen unter den Gefrier­punkt sinken, sodass sich der Schnee unge­wöhnlich früh fest­setzen konnte. Die Behörden warnten, dass in einigen alpinen Gebieten Schnee­sturm herrschte, während das Tief­druck­gebiet durchzog, bevor sich die Lage zum Wochenende hin beruhigte.

Schnee im März ist in den Aus­tra­li­schen Alpen sicherlich kein Novum, aber eine Schnee­decke von 8 cm ist ein beacht­liches Ereignis für die frühe Saison.

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Alpen (Europa): stel­len­weise bis 1 m Neuschnee

Ein starker Nordstau hat am 26. und 27. März in den Nord­alpen heftige Schnee­fälle ver­ur­sacht, wobei die Gesamt­mengen im Zuge des fort­schrei­tenden Systems weiter steigen.

Die stärksten Schnee­fälle kon­zen­trierten sich auf die Nord­schweiz und West­ös­ter­reich, wo in besonders begüns­tigten Gebieten – dar­unter Regionen in der Nähe von Engelberg und am Arlberg – inzwi­schen bis zu 100 cm Neu­schnee gefallen sind.

Im wei­teren Sinne hat ein Großteil des nörd­lichen Alpen­bogens 50 cm Neu­schnee erhalten, wobei geringere, aber dennoch nen­nens­werte Mengen bis in Teile der fran­zö­si­schen Alpen und ein­zelne Gebiete der Dolo­miten reichen.

Was dieses Ereignis besonders macht, ist die niedrige Schnee­fall­grenze, sank diese doch stel­len­weise kurz­zeitig auf 300 m – was für Ende März selten ist –, wobei die Flocken bis in die Tal­sohlen fielen.

Orte wie Megève erwachten mit einer fri­schen Schnee­decke und Tem­pe­ra­turen unter dem Gefrier­punkt, wobei es bis Don­nerstag zeit­weise weiter schneite.

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Kroatien: Kälte und Schnee

Auch Ost­europa bleibt wei­terhin von einer unbe­stän­digen Kalt­wet­terlage geprägt, wobei Kroatien besonders stark betroffen ist.

Eine mar­kante Kalt­front hat im ganzen Land starken Schneefall und stür­mische Winde gebracht und in der Umgebung von Rijeka und Gospić die Warn­stufe rot aus­gelöst. In den Berg­kor­ri­doren, die das Lan­des­innere mit der Adria ver­binden, haben sich rasch win­ter­liche Bedin­gungen eingestellt.

Wichtige Ver­kehrswege wurden gesperrt. Die Autobahn A6 Zagreb–Rijeka und mehrere Staats­straßen durch Gorski Kotar und Lika sind gesperrt, sodass derzeit keine befahr­baren Routen für den Güter­verkehr mit Sat­tel­zügen zur Küste oder zurück ins Lan­des­innere zur Ver­fügung stehen.

Die Lage ver­schlech­terte sich rasch. Schneefall in Ver­bindung mit starken Sei­ten­winden hat die vor­über­ge­hende Sperrung der Krk-Brücke erzwungen – einer wich­tigen Ver­bindung zur Insel.

Die Adria ist unbe­re­chenbar geworden. Auf­grund der rauen See wurden zahl­reiche Fähr‑, Kata­maran- und Pas­sa­gier­ver­bin­dungen aus­ge­setzt, wodurch die Ver­bin­dungen zwi­schen Kvarner, Istrien und Dal­matien unter­brochen sind.

Ret­tungs­kräfte haben auf Dut­zende von sturm­be­dingten Vor­fällen reagiert, haupt­sächlich umge­stürzte Bäume und Wind­schäden, während die Schnee­räu­mungs­ar­beiten weitergehen.

Der Winter ist abrupt zurückgekehrt.

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Naher Osten: Seltene Kälte und Sturm

Die gleiche groß­räumige Kalt­luft­vorstoß, der in Europa für Spät­schnee und Kälte sorgt, hat sich weiter nach Süden durch­ge­setzt und sorgt nun für Unwetter im Nahen Osten.

Gewitter, Wind, Regen und großer Hagel haben die Ver­ei­nigten Ara­bi­schen Emirate heim­ge­sucht, wobei intensive Gewit­ter­zellen über Dubai und Abu Dhabi hinwegfegten.

Satel­li­ten­daten zeigen, dass die Wol­ken­ober­grenzen auf etwa ‑90 °C absinken, was auf eine sehr hoch­rei­chende, intensive Kon­vektion hin­deutet, die diesen Wüs­ten­me­tro­polen eine der stür­mischsten Nächte der jün­geren Ver­gan­genheit beschert hat.

Saudi-Arabien, Bahrain und Katar befinden sich ebenso wie der Norden Omans unter dem Ein­fluss des gleichen insta­bilen Wettergeschehens.

Die Sturm­struktur war für die Region unge­wöhnlich gut orga­ni­siert, wobei starke Wind­scherung die heftige Kon­vektion begüns­tigte. In einigen Gebieten nähern sich die Nie­der­schlags­mengen innerhalb weniger Tage den typi­schen Jah­res­mengen an, wobei bereits von Über­schwem­mungen und Beein­träch­ti­gungen berichtet wird.

Quellen: PublicDomain/eike-klima-energie.eu am 30.03.2026


Zuerst erschienen bei Pravda-tv.com.

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