Die Gesundheitspolitik in Deutschland bringt immer mehr Arztpraxen in Schwierigkeiten. In der Hauptstadt denkt laut einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung jede zweite Praxis an Aufgabe.
Die Einschränkungen der gesetzlichen Krankenversicherung, die Vorschriften und die Bürokratie sowie die neuen Sparpakete der Bundesregierung erschweren es niedergelassenen Ärzten immer mehr, ihre Praxis wirtschaftlich zu führen.
In Berlin denkt man in jeder zweiten Praxis an Aufgabe
In der Hauptstadt denkt man laut einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV) sogar in jeder zweiten Arztpraxis an Aufgabe [siehe Bericht “Berliner Zeitung”]. Aber auch die, welche sich wirtschaftlich gut halten können, sehen die Zukunft der Patientenversorgung mit Besorgnis. So gaben in der Umfrage rund 80 Prozent an, dass es für kassenärztliche Patienten schwieriger wird, einen Termin und die nötige Behandlung zu bekommen. Und mehr als 90 Prozent der befragten niedergelassenen Ärzte befürchten, dass sich die ambulante medizinische Versorgung verschlechtert. 70 Prozent erklärten, dass sie keine neuen Arztniederlassungen empfehlen würden.
Immer mehr Patienten, viel zu wenig Ärzte
Solche Ergebnisse sind angesichts des Ärztemangels katastrophal. Es wird schon jetzt für Patienten immer schwieriger, einen Termin zu bekommen. Immer mehr Leistungen werden nicht mehr von der Krankenkasse übernommen. Und der Verwaltungs- und Dokumentations-Aufwand für Behandlungen steigt.
Das Zahlenverhältnis von Ärzten und Praxen einerseits und Patienten andererseits wird immer ungünstiger. Hinzu kommt noch die Überalterung der Bevölkerung. Eine bezahlbare medizinische Versorgung kann für die Zukunft nicht mehr garantiert werden.
Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

























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