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Gerade erst hat er 90 Mil­li­arden Euro von der EU ein­kas­siert — Selenskij fordert weitere 20 Mil­li­arden Euro

Trotz der Zusage eines mas­siven EU-Kredits an Kiew fehlen Selenskij im Jahr 2026 eigenen Angaben zufolge wei­terhin Mil­li­arden Euro für ihre Ver­tei­digung. Die Lücke beläuft sich auf knapp 20 Mil­li­arden Euro, die Selenskij nun von seinen Unter­stützern einfordert.

 

Errechnete Lücke bei exakt 19,6 Mil­li­arden Euro

Laut einer Prä­sen­tation der Euro­päi­schen Kom­mission, die dem Kyiv Inde­pendent vor­liegt, besteht für Kiew im Jahr 2026 eine Ver­tei­di­gungs­lücke von 19,6 Mil­li­arden Euro. Diese Summe beinhaltet bereits zuge­sagte 86,7 Mil­li­arden Euro (102 Mil­li­arden US-Dollar) und weitere 28,3 Mil­li­arden Euro (33,9 Mil­li­arden US-Dollar) aus dem 90 Mil­li­arden Euro schweren EU-Unter­stüt­zungs­kredit für die Ukraine. Die Zahlen basieren auf Angaben aus der Ukraine. Die Ukraine, die sich nun im fünften Jahr des Kriegs im Donbas befindet, ist stark auf aus­län­dische Hilfe ange­wiesen, um ihr Militär zu finan­zieren und aus­zu­rüsten sowie die staat­lichen Dienst­leis­tungen aufrechtzuerhalten.

90-Mil­li­arden-Geschenk der EU reicht nicht aus

Der schei­dende unga­rische Minis­ter­prä­sident Viktor Orbán legte sein Veto gegen einen zen­tralen Bestandteil dieser Finan­zierung ein, den 90 Mil­li­arden Euro schweren Ukraine-Unter­stüt­zungs­kredit. Offi­ziell begründete er dies mit einem Streit um rus­sische Öllie­fe­rungen durch die Druschba-Pipeline aus Sowjetzeiten.

Es wird nun erwartet, dass das Veto auf­ge­hoben wird, da die Ukraine die Pipeline repa­riert hat und Orbán bei den unga­ri­schen Wahlen am 12. April gegen einen pro­eu­ro­päi­schen Her­aus­for­derer ver­loren hat.

Doch obwohl der ukrai­nische Haushalt dank des Kredits im Jahr 2026 voll­ständig finan­ziert sein wird, besteht laut dem Dokument wei­terhin eine Finan­zie­rungs­lücke im Verteidigungsbereich.

Ukraine erhöht die Angaben über Kosten massiv

Die Ukraine benötigt 2026 ins­gesamt 134,6 Mil­li­arden Euro (158,2 Mil­li­arden US-Dollar) für ihre Ver­tei­digung, gegenüber 111,4 Mil­li­arden Euro (130,9 Mil­li­arden US-Dollar) im Jahr 2025.

Während die zivilen Aus­gaben für dieses Jahr finan­ziert sind, könnte Kiew 2027 mit einem Finan­zie­rungs­engpass kon­fron­tiert sein, falls keine wei­teren Mittel bereit­ge­stellt werden, sagte EU-Wirt­schafts­kom­missar Valdis Dom­brovskis am 21. April vor Jour­na­listen in Brüssel.

Der Inter­na­tionale Wäh­rungs­fonds (IWF) geht davon aus, dass die Ukraine 2027 38 Mil­li­arden US-Dollar von der Euro­päi­schen Union erhalten wird, um das enorme Haus­halts­de­fizit des Landes zu decken.

Der Wegfall des EU-Unter­stüt­zungs­kredits bedeutet jedoch, dass 2027 nur noch 13,3 Mil­li­arden Euro (15,6 Mil­li­arden US-Dollar) für Kiew übrig bleiben – weniger als die Hälfte der vom IWF ange­nom­menen Summe.

Weitere Finanz­hilfen sollen angeblich mit Bedin­gungen an Selenskij ver­knüpft werden

Laut der Prä­sen­tation sind an diese Finanz­mittel Bedin­gungen geknüpft, die Kiew zusätzlich dazu anregen sollen, die Regeln für den EU-Bei­tritt und den IWF zu erfüllen, erklärte ein EU-Beamter gegenüber dem Kyiv Inde­pendent unter der Bedingung der Anonymität.

Zu diesen Maß­nahmen gehören die Stärkung der Steu­er­ein­nahmen Kiews, die Bekämpfung der Kor­ruption und die Anglei­chung der Ukraine an euro­päische Normen und Standards.

Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

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