Michael Morris: Blackout – Es geht ums nackte Über­leben – auch in Berlin!

Viel­leicht ist es jetzt dann doch bei dem einen oder anderen ange­kommen, dass ein BLACKOUT, also ein groß­flä­chiger Strom­ausfall, auch in Deutschland von Tag zu Tag wahr­schein­licher wird. Seit 2022 kommt es immer häu­figer zu Strom­aus­fällen, die zudem auch immer länger dauern. Schuld sind vor allem die grüne „Ener­gie­wende“, die den Strom­netzen etwas abver­langt, das sie nicht leisten können. Nun aber gesellt sich auch noch Ter­ro­rismus dazu. Wer Augen hat, sieht wie apa­thisch Poli­tiker und Medien mit der Situation umgehen. Es muss doch mitt­ler­weile jedem klar geworden sein, dass niemand in diesem Land sich mehr aus­schließlich auf Hilfe von offi­zi­ellen Stellen ver­lassen sollte. Selbst vor­zu­sorgen, ist also mitt­ler­weile eine Frage des nackten Überlebens.

(Von Michael Morris)

Wenn alle Not­strom­ag­gregate in der Ukraine für Licht und Wärme sorgen, wenn im Ernstfall als erste Flücht­linge eva­kuiert und ver­sorgt werden und man alte und behin­derte Men­schen sich selbst über­lässt, dann ist klar, dass hier­zu­lande jeder auf sich selbst gestellt ist. Daher kann ich nur appel­lieren: bitte bereiten Sie sich vor!

Das ist nicht so schwierig, wie es klingt. Ich habe in meinem Büchkein Blackout: Der last-minute-Vor­sorge-Guide“  kurz und bündig aus­ge­führt, wie man auch mit kleinem Budget ver­nünftig für den Ernstfall vor­sorgen kann. Vor allem die ersten 72 Stunden gilt es, das Zuhause nicht ver­lassen zu müssen. Der erste Schritt zu ver­nünf­tiger Vor­sorge ist immer, sich die Situation voll umfänglich bewusst zu machen!

Was bedeutet es wirklich, wenn (wie eben in Berlin) im Winter für Tage der Strom aus­fällt. Wie schnell sinkt dann die Raum­tem­pe­ratur, und in wei­terer Folge die Kör­per­tem­pe­ratur? Und was würde es bedeuten, wenn der Strom im ganzen Land aus­fällt? Das ist wahr­schein­licher, als die meisten sich das vor­stellen können (oder wollen).

Theo­re­tisch müssten kri­tische Infra­struktur-Ein­rich­tungen wie Kran­ken­häuser im Blackout-Fall durch eigene Not­strom­ver­sor­gungen abge­si­chert sein. In Deutschland bei­spiels­weise sind sie aber nur dazu ver­pflichtet, Die­sel­re­serven für 24 Stunden bereit­zu­halten. Doch selbst das bekommen viele im Ernstfall nicht hin, wie die Rea­lität beweist.

Haben Sie sich schon jemals für den Ernstfall überlegt, wo für Sie per­sönlich der sicherste Ort zum Über­leben wäre? Oder was machen Sie, wenn Sie während eines Blackouts im Fahr­stuhl oder in der U‑Bahn feststecken?

Wissen Sie, was Sie als Erstes tun müssen im Falle eines flä­chen­de­ckenden Strom­aus­falls? Ein Tipp: mit dem Strom fallen während eines Blackouts auch die Pumpen aus, der Druck in den Lei­tungen lässt rasch nach, und nach etwa 30 bis 120 Minuten kommt kein Wasser mehr aus dem Hahn. Falls man zuhause ist, sollte also einer der ersten Schritte sein, den Kalt­was­serhahn an der Bade­wanne auf­zu­drehen und so lange laufen zu lassen, bis die Bade­wanne voll ist. Damit hat man sich schon einmal zwi­schen 150 und 180 Liter Trink­wasser gesi­chert, was für einige Tage reicht.

Besitzen Sie funk­tio­nie­rende Taschen­lampen und die dazu pas­senden Bat­terien in aus­rei­chender Zahl? Wissen Sie, warum Stirn­lampen noch besser sind? Haben Sie sich darauf vor­be­reitet, auch ohne Strom kochen und heizen zu können? Wissen Sie, welche Beklei­dungs­stücke und Werk­zeuge im Notfall die wich­tigsten sind – und könnten Sie die auch in völ­liger Dun­kelheit finden, ohne sich zu verletzten?

Hätten Sie im Notfall Cash, Edel­me­talle oder Tausch-Objekte für mehrere Tage oder Wochen bereit? Wie kämen Sie damit klar, dass alle Super­märkte geschlossen sind, es kein Han­dynetz gibt und alle Tank­stellen geschlossen sind?

Falls Sie auf diese Fragen keine schnellen und guten Ant­worten haben, dann kann ich nur nach­drücklich dazu raten: Nehmen Sie den aktu­ellen Blackout in Berlin als Anlass dafür, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen! Sorgen Sie vor – für sich selbst und für alle die Ihnen nahe und wichtig sind!

Die Zeiten zwingen uns dazu, mehr Eigen­ver­ant­wortung zu über­nehmen. Und wie gesagt: Vor­sorge muss nicht extrem auf­wändig und teuer sein. Denn es geht vor allem darum, sich im Kopf vor­zu­be­reiten, damit man im Extremfall ruhig und sicher sein kann und weiß, was in welcher Rei­hen­folge zu tun ist. Damit kann man sein Leben und Wohl­ergehen selbst in der Hand nehmen. Die Zeit scheint reif dafür zu sein.

 

Arti­kelbild: Shut­ter­stock 2518098517

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