Quelle: Polizei durchsucht Redaktionsraum, Symbolbild KI

Regierung plant neuen Zensur-Hammer gegen alter­native Medien: Durch­su­chungen von Redak­tionen ohne rich­ter­lichen Beschluss

Ein neuer Gesetz­entwurf sieht vor, Redak­ti­ons­räume durch­suchen zu lassen, wenn EU-Regu­larien zu poli­ti­scher Werbung nicht ein­ge­halten werden.

Nachdem die Bun­des­re­gierung seit einigen Jahren soziale Medien und Pri­vat­per­sonen mit Haus­durch­su­chung und sogar Haft bedroht, wenn sie sich über Poli­tiker lustig machen, wendet sie sich nun den Redak­tionen alter­na­tiver Medien zu.

Zensur per Gesetz: Wie die Merz-Regierung EU-Vor­gaben zu einem Hammer gegen Freiheit ummünzt

Der genaue Titel des Gesetz­ent­wurfs lautet: “Entwurf eines Gesetzes zur Durch­führung der Ver­ordnung (EU) 2024/900 über die Trans­parenz und das Tar­geting poli­ti­scher Werbung (Poli­tische-Werbung-Trans­parenz-Gesetz — PWTG). Laut einem Nius-Bericht wurde es am 17. Dezember Bun­destag und Bun­desrat vor­gelegt und sieht vor, dass Tech-Kon­zerne und jour­na­lis­tische Redak­tionen durch­sucht und Unter­lagen beschlag­nahmt werden können – und das teil­weise ohne rich­ter­lichen Beschluss.

Experten kri­ti­sieren dies als ver­fas­sungs­wid­rigen Ein­griff in Grund­rechte und als gezielten Schlag gegen die Mei­nungs­freiheit. Das Gesetz, initiiert von Digi­tal­mi­nister Karsten Wild­berger, soll eine EU-Ver­ordnung in deut­sches Recht umsetzen, die die Ver­breitung poli­ti­scher Werbung im Netz regu­liert. Sollte es umge­setzt werden, drohen US-Tech-Firmen wie auch Medi­en­re­dak­tionen in Deutschland unmit­telbare Kon­se­quenzen: Durch­su­chungen ihrer Büros, wenn sie nicht exakt den EU-Vor­gaben folgen. Das könnte leicht geschehen, denn die EU-Regu­larien sind von einer undurch­dring­lichen Kom­ple­xität und Detail­ver­liebtheit, dem die Kon­zerne nur unter beträcht­lichem büro­kra­ti­schem Aufwand Genüge leisten können.

Trans­at­lan­ti­scher Kon­flikt bahnt sich an: Während Trump Zensur-Akteure stoppt, baut Deutschland den Über­wa­chungs­ap­parat aus

Deutschland erweitert damit seinen Zensur-Komplex, gerade als die USA unter Prä­sident Donald Trump Gegen­maß­nahmen ergreifen – etwa durch einen Ein­rei­se­stopp für die Chefs der Orga­ni­sation HateAid, einem Schlüs­sel­akteur im deut­schen Zensur-Netzwerk. Dieser Kon­flikt könnte eska­liert werden, da das PWTG die Span­nungen zwi­schen EU und USA weiter anheizt.

Im Zentrum steht die Bun­des­netz­agentur, die unter dem Grünen-Poli­tiker Klaus Müller – ehe­ma­liger Umwelt­mi­nister Schleswig-Hol­steins und Ver­trauter von Robert Habeck – bereits durch den Digital Ser­vices Act (DSA) zur Zensur-Behörde avan­ciert ist. Sie und die Bun­des­be­auf­tragte für Daten­schutz sollen weit­rei­chende Kom­pe­tenzen zuge­standen werden, die sonst nur Straf­ver­fol­gungs­be­hörden besitzen.

EU-Tro­janer: Trans­parenz als Tarnung für Zensur, die Tech-Riesen in die Knie zwingt

Hin­ter­grund ist die EU-Ver­ordnung TTPA (Trans­pa­rency and Tar­geting of Poli­tical Adver­tising), die von Kri­tikern als Werkzeug zur Unter­drü­ckung regie­rungs­kri­ti­scher Medien und Par­teien ein­ge­stuft wird. Vor­geblich soll sie Trans­parenz bei poli­ti­scher Werbung schaffen, doch die Vor­schriften sind so komplex und daten­schutz­lastig, dass Giganten wie Meta und Google kapi­tu­liert und poli­tische Werbung kom­plett ein­ge­stellt haben.

Denn die EU bedroht die Kon­zerne bei Ver­stößen mit Strafen bis zu 6 Prozent des Jah­res­um­satzes – ein Hammer, der nicht nur die demo­kra­tische Wil­lens­bildung behindert, sondern durch vage Defi­ni­tionen von “poli­ti­scher Werbung” zu einem breiten Zensur-Effekt führt. Das führt dazu, daß Platt­formen Inhalte nach Schlag­wörtern filtern und diese bei bestimmten Stich­worten pau­schal blo­ckieren, weil sie rein jour­na­lis­tische Bei­träge fälsch­li­cher­weise als ver­botene poli­tische Werbung einstufen.

Über Brüssel hinaus: Deutschland dreht die Schraube an – Durch­su­chungen als Form der Repression

Die Bun­des­re­gierung über­trifft die EU-Vor­gaben mit ihrem Entwurf: Bei Ver­dacht auf feh­lende Unter­lagen bzw. Infor­ma­tionen können Online-Platt­formen und Medi­en­häuser durch­sucht werden. Scho­ckierend: In Fällen von “Gefahr im Verzug” sogar ohne Gerichts­be­schluss. Das Gesetz schränkt explizit das Grund­recht auf Unver­letz­lichkeit der Wohnung (Artikel 13 GG) ein. Platt­formen wie Google, Meta oder X ris­kieren Razzien in ihren deut­schen Büros, wenn die Bun­des­netz­agentur Unre­gel­mä­ßig­keiten wittert – ein Muster, das sich bereits bei X zeigt: Seit Elon Musk die Plattform übernahm und Zensur abschaffte, ist sie EU-Ziel­scheibe und wurde kürzlich mit 120 Mil­lionen Euro Strafe belegt.

Redak­tionen im Faden­kreuz: Der poli­tische Diskurs soll staatlich voll­ständig über­wacht und gelenkt werden

Besonders perfide: Auch Medien könnten doppelt betroffen sein – als Wer­be­platt­formen oder Inhal­te­an­bieter. Laut TTPA müssen Anbieter poli­ti­scher Wer­be­dienste Trans­parenz wahren, was alle Anbieter von poli­ti­schen Infor­ma­tionen ein­be­zieht von großen Nach­rich­ten­agen­turen bis hin zu Redak­tionen alter­na­tiver Medien wie Freie Welt.

Eine Anzeige, die aktu­elles Geschehen the­ma­ti­siert, könnte als “poli­tisch” gewertet werden, und bei ver­meintlich unvoll­stän­digen Infos droht eine Durch­su­chung der Redak­ti­ons­räume. Es droht ein noch nie dage­we­sener Zensur- und Über­wa­chungs­staat, der auf­grund neu­ar­tiger Tech­no­logien das gesamte Leben bis in jede Ver­äs­telung beherr­schen könnte.

Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

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