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250.000 Opfer – und jetzt wollen die­selben Poli­tiker unsere Kinder „schützen”

Der Grooming-Gang-Skandal in Groß­bri­tannien offenbart eines der größten poli­ti­schen und mora­li­schen Ver­sagen der Nach­kriegs­ge­schichte: Während tau­sende Mädchen ihren Pei­nigern aus­ge­liefert wurden, schwiegen Behörden und Poli­tiker aus Angst vor Ras­sis­mus­vor­würfen. Heute berufen sich die­selben Eliten plötzlich auf den Schutz der Kinder, um neue Ein­griffe in Familie, Erziehung und Mei­nungs­freiheit zu recht­fer­tigen. (David Berger) 

Eine neue Unter­su­chung zu den soge­nannten Grooming Gangs erschüttert Groß­bri­tannien weiter. Die Berichte über orga­ni­sierte Täter­gruppen, die über Jahr­zehnte hinweg tau­sende Mädchen miss­brauchten, ver­ge­wal­tigten und sys­te­ma­tisch aus­beu­teten, zeigen nicht nur das Ausmaß der Ver­brechen. Sie offen­baren vor allem ein poli­ti­sches und insti­tu­tio­nelles Ver­sagen von his­to­ri­scher Trag­weite. Die jüngste Unter­su­chung spricht von mög­li­cher­weise bis zu 250.000 Opfern seit den 1950er Jahren. Besonders erschüt­ternd ist dabei der Fall der als „Chloe“ bekannt gewor­denen jungen Frau, die bereits als Kind in die Fänge ihrer Pei­niger geriet.

Die eigent­liche Anklage richtet sich jedoch nicht nur gegen die Täter. Sie richtet sich auch gegen jene Behörden, Poli­tiker und Insti­tu­tionen, die über Jahre hinweg weg­schauten, Hin­weise igno­rierten oder aus Angst vor Erpressung bzw. poli­ti­schen Kon­se­quenzen nicht ent­schlossen han­delten. Frühere Unter­su­chungen hatten bereits gezeigt, dass Opfer häufig nicht ernst genommen wurden und War­nungen ver­san­deten. In Städten wie Rotherham konnten orga­ni­sierte Miss­brauchs­netz­werke über Jahre nahezu unge­stört agieren.

Angst vor Rassismus-Vorwürfen

Ein besonders tra­gi­scher Aspekt der Debatte betrifft die eth­nische und kul­tu­relle Her­kunft vieler Täter­gruppen. In zahl­reichen bekannten Fällen stammten die Haupt­täter aus paki­sta­nisch-mus­li­mi­schen Milieus. Dies bedeutet selbst­ver­ständlich nicht, dass eine gesamte Bevöl­ke­rungs­gruppe unter Gene­ral­ver­dacht gestellt werden darf. Zugleich wäre es jedoch ebenso falsch, diesen Umstand aus poli­ti­schen Gründen zu verschweigen.

Gerade hierin sehen viele Kri­tiker eines der zen­tralen Pro­bleme: Aus Angst vor Ras­sis­mus­vor­würfen hätten Behörden, Poli­tiker und Medien über Jahre hinweg davor zurück­ge­schreckt, offen­sicht­liche Muster offen zu benennen und kon­se­quent zu unter­suchen. Dass selbst Poli­tiker und Jour­na­listen, die auf diese Zusam­men­hänge hin­wiesen, teil­weise massiv ange­griffen wurden, ist mitt­ler­weile gut dokumentiert.

Wer glaubt, dass das in Deutschland nicht möglich ist, sei an den Skandal um das Neu­köllner Jugend­zentrum erinnert: In einem Jugend­zentrum in Berlin-Neu­kölln wurde laut Medi­en­be­richten vom März diesen Jahres (PP berichtete) eine 17-jährige kur­disch-tür­kische Schü­lerin ver­ge­waltigt und anschließend erpresst. In einem anderen Fall soll es zu sexu­ellen Über­griffen auf das Mädchen durch neun ara­bisch­stämmige Jungen gekommen sein. Das Jugendamt und die zuständige Stadt­rätin der Linken stellten keine Straf­an­zeige – offenbar, weil die Täter mut­maßlich Muslime waren. Martin Rei­chardt kom­men­tierte zurecht: „Wir blicken in einen Abgrund der poli­tisch kor­rekten Nie­der­tracht und Schä­bigkeit, der sei­nes­gleichen sucht. Dass das Opfer offenbar eiskalt im Stich gelassen und schwere sexuelle Über­griffe igno­riert wurden, erinnert an die Ver­tu­schung der Miss­brauchs­fälle im eng­li­schen Rochdale, bei der die paki­sta­ni­schen Täter aus Angst vor Ras­sis­mus­vor­würfen gedeckt wurden.“

Starmer will auf einmal Kinder schützen

Vor diesem Hin­ter­grund wirkt eine aktuelle Initiative der bri­ti­schen Regierung bemer­kenswert – und für viele Bürger zugleich kaum glaub­würdig. Pre­mier­mi­nister Keir Starmer kün­digte vor wenigen Tagen weit­rei­chende Verbote sozialer Medien für Jugend­liche unter 16 Jahren an. Die Regierung begründet dies mit dem Schutz von Kindern vor Mobbing, Miss­brauch und psy­chi­schen Belas­tungen. Kinder sollten ihre Kindheit zurück­er­halten, soziale Medien machten junge Men­schen unglücklich und erleich­terten Missbrauch.

Die Frage nach der Glaub­wür­digkeit der poli­ti­schen Akteure drängt sich hier unwei­gerlich auf. Denn die­selbe poli­tische Klasse, die heute mit großem Pathos erklärt, Kinder schützen zu wollen, war über Jahr­zehnte hinweg nicht in der Lage oder nicht willens, zehn­tau­sende tat­säch­liche Miss­brauchs­opfer vor realen Ver­ge­wal­tigern zu schützen. Während heute über Alters­grenzen, Zugangs­sperren und staat­liche Kon­trollen dis­ku­tiert wird, wurden damals die Hil­ferufe miss­brauchter Mädchen überhört oder verdrängt.

Hin­zu­kommt: Während der Staat bei seinen urei­gensten Kern­auf­gaben – dem Schutz von Kindern vor Gewalt, Aus­beutung und orga­ni­sierter Kri­mi­na­lität – ver­sagte, greift er zunehmend in Bereiche ein, die tra­di­tionell in die Ver­ant­wortung der Eltern fallen. Eltern werden immer stärker ent­mündigt, während poli­tische Eliten gleich­zeitig ihre eigene Ver­ant­wortung für frühere Fehl­ent­wick­lungen nicht auf­ar­beiten. Mit der von den Sozia­listen gewünschten „Luft­hoheit über die Kin­der­betten“ wird dabei nur ein neues, ebenso per­fides, weil zunächst päd­ago­gisch daher­kom­mendes Kapitel des Miss­brauchs von Kinder und Jugend­lichen auf­ge­schlagen: Über Früh­sexua­li­sierung, Gender- und Trans­päd­agogik sollen mög­lichst ent­wur­zelte und schwache Sklaven für die neue links­grüne, post­hu­ma­nis­tische Welt­ordnung her­an­ge­züchtet werden. Das über Jahr­zehnte dau­ernde Ver­sagen der Insti­tu­tionen beim Schutz der schwächsten Mit­glieder der Gesell­schaft und deren Pläne, die weit­rei­chende Ein­griffe in das Leben von Familien vor­sehen, sind in Wirk­lichkeit nur zwei Seiten einer Medaille.

Wer glaub­würdig den Schutz von Kindern zum poli­ti­schen Leit­motiv erklären möchte, muss zunächst Rechen­schaft darüber ablegen, weshalb so viele junge Mädchen trotz zahl­reicher War­nungen ihren Pei­nigern über­lassen wurden. Er muss in Deutschland Rechen­schaft ablegen über den Jahre langen Miss­brauch vor allem von Jungen im Rahmen des Kentler-Expe­ri­ments und durch die AL-Grünen in Berlin. Diese und die Opfer der Grooming-Gangs haben Anspruch auf mehr als Betrof­fen­heits­be­kun­dungen. Sie haben Anspruch auf Wahrheit, Ver­ant­wortung und eine scho­nungslose Auf­ar­beitung des größten Kin­der­schutz­ver­sagens in der modernen Geschichte Groß­bri­tan­niens. Und ihre Kinder ein recht5 darauf, vor der genannten Luft­hoheit, die ein besonders per­fides Kapitel des Dramas der immer stärker wer­denden Über­grif­figkeit tota­li­tärer Staaten dar­stellen, geschützt zu werden.

Ursula von der Leyen und der Miss­brauch des Missbrauchs

Die Ent­wicklung erinnert zudem an eine Debatte, die auch in Deutschland bereits vor fast zwei Jahr­zehnten geführt wurde. Als die damalige Fami­li­en­mi­nis­terin Ursula von der Leyen Inter­net­sperren for­derte, geschah dies unter dem kaum angreif­baren Argument des Kampfes gegen Kin­der­por­no­graphie und des Schutzes von Kindern. Wer konnte schon gegen ein solches Anliegen sein? Doch nachdem die recht­lichen und tech­ni­schen Vor­aus­set­zungen für staat­liche Ein­griffe in die digitale Kom­mu­ni­kation einmal geschaffen waren, ver­schob sich der Fokus zunehmend. Die miss­brauchten Kinder wurden – nachdem man sie ein zweites Mal für seine Macht­in­ter­essen miss­braucht hatte – auf einmal unin­ter­essant. Das Interesse an der Bekämpfung von Kin­der­por­no­graphie und Kin­des­miss­brauch besaß längst nicht mehr die gleiche poli­tische Prio­rität wie die Durch­setzung neuer Kon­troll­me­cha­nismen. Aus den ursprünglich ver­spro­chenen Maß­nahmen gegen schwerste Straf­taten ent­wi­ckelte sich Schritt für Schritt ein immer weiter aus­grei­fender Instru­men­ten­kasten staat­licher Über­wa­chung, Regu­lierung und Kon­trolle von Mei­nungs­äu­ße­rungen im Internet.

Wie man auch in Deutschland mit den Opfern umgeht, wenn sie gerade nicht zur poli­ti­schen Instru­men­ta­li­sierung taugen, zeigte ein Vorfall am 11. Juni 2026 im Bun­destag während der Erwi­derung von AfD-Frak­ti­ons­chefin Alice Weidel auf die Regie­rungs­er­klärung von Bun­des­kanzler Friedrich Merz. Weidel sprach dabei über einen aktu­ellen Fall aus Nürnberg und erklärte sinn­gemäß, am Nürn­berger Haupt­bahnhof hätten „Migran­ten­banden min­der­jährige deutsche Mädchen mit Drogen gefügig gemacht, um sie als Sex­sklaven zu miss­brauchen“. Während dieser Passage ver­zeichnet das offi­zielle Bun­des­tags­pro­tokoll ein „Lachen der Abg. Katrin Fey (Die Linke)“. Zudem gab es einen Zuruf aus den Reihen der Grünen.

Gerade vor dem Hin­ter­grund der bri­ti­schen Grooming-Gang-Skandale und einer ange­nom­menen hohen Dun­kel­ziffer ähn­licher Vor­fälle auch in Deutschland scheint das Interesse daran, Kinder tat­sächlich dort zu schützen, wo sie konkret gefährdet sind, gegen Null zu gehen, zumal wenn die Täter nicht ins Gold­stücke-Nar­rativ passen. Die Ver­weise auf den Kin­der­schutz dienen fast immer nur als Pressure-„Argument“, um Maß­nahmen durch­zu­setzen, deren eigent­licher Zweck an ganz anderer Stelle liegt. Besonders dann, wenn es darum geht, unliebsame Vor­komm­nisse wie die Grooming-Skandale mög­lichst mit Zensur unsichtbar zu machen. Dia­bo­lisch? Ja, ist es!

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Dieser Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

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