Interviews

Interview Naziwahn Dan Davis – mit Andreas Falk

2. Juni 2017

Hallo Andreas. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Buch „Nazi-Wahn“, in dem Du mal den ganzen Schwachsinn thematisierst, der uns in diesem Lande konditionieren soll, den Mund zu halten, da wir sonst den bekannten „Nazi-Stempel“ bekommen. Warum ein ganzes Buch zu diesem Thema? Du hättest Dir ja auch sagen können: „Lass sie doch labern … sie erreichen damit genau das Gegenteil, siehe Aufstieg AfD…“

 Hallo Daniel und danke schön! Ich denke, es war definitiv notwendig und auch unbedingt an der Zeit, diesem Thema mit ein ganzes Buch zu widmen. Immerhin sind wir als Deutsche direkt und in einzigartiger Weise davon betroffen. Deshalb kann ich „sie“, die politisch korrekten Schwätzer, auch nicht einfach labern lassen. Dieses Gelaber nervt schon lange und es sorgt mitunter dafür, dass wir Deutschen auch weiterhin in einem geistigen Zwangskorsett gehalten werden, welches unserer Psyche und Seele zutiefst schadet! Außerdem ging es mir auch darum, diesem Wahnsinn einen Namen zu geben, ihn sozusagen als psychische Störung zu klassifizieren. Der Begriff „Naziwahn“ ist dabei nicht nur absolut passend, sondern auch einprägsam.

Kannst Du etwas mehr zu dem Passus im Zwei-Plus-Vier-Vertrag sagen, der besagt, dass „wir“ (das deutsche Volk) die Geschichtsschreibung der Alliierten nicht mehr in Frage stellen dürfen?

 Der Zwei-plus-Vier-Vertrag wird ja allgemein als der Beleg für die angebliche Souveränität Deutschlands angesehen. De facto ist es aber so, dass einige Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 beibehalten wurden. Unter anderem Artikel 7 (1). Das bedeutet, die BRD hat weiterhin zu gewährleisten, dass Deutschland offiziell als alleiniger Kriegsverursacher betrachtet wird und Gegenmeinungen eventuell sogar mit rechtlichen Sanktionen belegt werden können. Wie passt ein solches Knebelgesetz zu einem angeblich freien, souveränen Land?

In einer Vereinbarung vom 27. Und 28. September 1990 wurden einige Artikel aus dem Überleitungsvertrag schriftlich verlängert. Die Vereinbarung ist hier einzusehen:

http://www.2plus4.de/chronik.php3?date_value=27.09.90-28&sort=000-000

Unterzeichnet von dem damaligen Staatssekretär Hans Werner Lautenschlager.

Darüber hinaus ist im Zwei-plus-Vier-Vertrag Artikel 3 (2) die Truppenstärke der BRD auf 370.000 Mann beschränkt worden. Auch das dürfen wir nicht selbst entscheiden. Wir stehen also, zumindest in manchen Bereichen, immer noch unter Beaufsichtigung und sind dadurch eben nicht vollständig souverän. Wir dürfen ja nicht mal eigenständig über unsere eigene Geschichte nachdenken. Es geht mir bei der Sache gewiss nicht darum, etwas zu verharmlosen oder nicht vor der eigenen Türe kehren zu wollen. Die Aufarbeitung der eigenen Geschichte ist immer wichtig. Aber es ist trotzdem so, dass auch die Entscheidungsträger der anderen Nationen, manche mehr manche weniger, erheblich zur Eskalation des Zweiten Weltkrieges beigetragen haben. Vor allem Leute wie Churchill, Stalin und Roosevelt waren alles andere als harmlos und unschuldig. Es war ein Krieg, der viele Väter hatte, wie es schon in einem Buchtitel von Gerd Schultze-Rhonhof richtig zum Ausdruck kommt.

Normalerweise ist jedem klar, dass, wenn ein Staat bzw. ein Land einem Bürger verbietet, die offizielle Geschichtsschreibung zu diesem Land bzw. Staat zu hinterfragen, irgendetwas nicht stimmt „im Staate Dänemark“… Warum soll das in Deutschland anders sein? Wird nicht genau durch diese Zensur erst erreicht, dass Menschen sich die Frage stellen: „Moment mal… Da kann doch etwas nicht stimmen, wenn mir jemand verbieten will, eigenständig zu denken, selbst wenn es falsch sein sollte…?

Natürlich kann da etwas nicht stimmen und das merken mittlerweile auch immer mehr Menschen. Meiner Meinung nach sind es aber immer noch zu wenige. Es schlafen einfach noch zu viele, oder sie sind gelähmt vor Angst. Diese Angst kommt wiederum von der Erziehung zum Konsumkrüppel, ohne Wert und Ideale. Man hat Angst, etwas einzubüßen.

Was die Zensur angeht, so erreicht diese zwar teilweise genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll – nämlich, dass mehr Menschen misstrauisch werden –, aber sie verbreitet auch gleichzeitig, einhergehend mit der Androhung von Repressalien, Angst.

Es gilt diese Angst zu überwinden und die persönliche Freiheit und die Zukunft der Nachfahren über den nächsten Urlaub und Flachbildfernsehr zu stellen.

Denkst Du, der Erfolg der AFD und von PEGIDA ist (zum Teil) ein Ausdruck bzw. eine Spiegelung dieses Problems? Dass Menschen in den sog. „Massenmedien“ unverzüglich mit der Keule zu rechten Idioten erklärt werden, wenn sie auf Probleme im Lande aufmerksam machen, die anders als dass man sie anspricht nicht zu lösen sind?

Definitiv. Das „am Volk vorbeiregieren“ rächt sich und kommt wie ein Bumerang zurückgeflogen – vor allem in Ostdeutschland. Die AfD, und vor allem PEGIDA, sind im Osten viel stärker. Allerdings nicht, weil die alle blöd oder Verlierer sind (wie es die Medien gerne darstellen), sondern weil die da drüben noch nicht vor allzu langer Zeit selbst in einer Diktatur lebten und eher wissen, wie wichtig die persönliche Freiheit ist. Zudem herrscht weniger Angst vor Konsumverlust als im Westen. Die Angst vor Güterverlust und Konsumverzicht lähmt die Menschen.

Dennoch habe ich das Gefühl, auch im Westen regt sich etwas. Vielen geht die aktuelle Politik gegen den Strich und das wird auch immer öfter so geäußert. Deshalb habe ich auch Hoffnung auf Besserung, weil sich eben doch zunehmend mehr Menschen offen gegen die Bevormundung stellen.

Ist es zum Beispiel sinnvoll, ein Symbol wie das Hakenkreuz in Deutschland zu verbieten, obwohl Hitler es gar nicht erfunden, sondern für sich zweckentfremdet hat und in vielen Religionen wie dem Buddhismus heute noch als friedliches Symbol in Ländern wie Indien, China usw. Verwendung findet? Und jene, die dies verbieten, sind von Bonn direkt in den Deutschen Reichstag … Entschuldigung … in den Bundestag gezogen, also ein Gebäude mit Geschichte! Ebenso wie das Hakenkreuz in Deutschland.

Verbote solcher Art, egal um was es sich handelt, sind definitiv nicht sinnvoll. Ein angeblich freies Land verbietet so etwas nicht, sondern vertraut dem mündigen Bürger, verantwortungsvoll damit umzugehen.

Das Hakenkreuz (Swastika) nur auf den Nationalsozialismus zu reduzieren, ist außerdem, wie du schon richtig sagst, völlig falsch. Das Symbol existierte schon lange vorher und taucht in fast allen Kulturen auf. Zudem hatte es meist eine positive Bedeutung. Daher ist es sehr fraglich, ob ein Verbot des Hakenkreuzes – oder damit versehener Gegenstände – wirklich sinnvoll ist. Denn eigentlich könnte man sich dann auch überlegen, alte römische Zeichen zu verbieten. Immerhin waren die Römer auch nicht zimperlich – sie führten Angriffskriege, versklavten Völker, ließen Menschen in der Arena kämpfen und verfolgten Christen. Das ist nur ein Beispiel, das Gleiche könnte auch für kommunistische Zeichen gelten. Keine Ideologie hat mehr Todesopfer aufzuweisen als der Kommunismus, aber unter Strafe stehen dessen Symbole des Todes nicht! Die Beispiele ließen sich endlos fortsetzen. Doch nur um das Hakenkreuz und die Nationalsozialisten wird dieses riesige Geheul veranstaltet. Alles andere scheint egal zu sein.

Inzwischen muss man ja Hitlers Buch „Mein Kampf“ schon deshalb lesen, um zu wissen, was er gesagt hat, damit man es nicht sagt… „Deutschland erwache!“ denken viele, ohne jegliche rechte Hintergedanken, aber man darf es nicht mehr sagen, denn selbst abgewandelte Formen wie „Deutschland sollte aufwachen!“ werden mit dem Verweis auf das Dritte Reich angemahnt. Wenn man schon Worte in der deutschen Sprache nicht mehr verwenden darf, weil Hitler sie gesagt oder verwendet hat, wo soll das noch hinführen? Ich habe schon ein schlechtes Gefühl, weil ich seit 20 Jahren Vegetarier bin, denn ich las, Hitler war das auch… Äh, ja. Zumeist angeprangert von Nicht-Vegetariern, übrigens. Also, wo soll das noch hinführen?

Auch das beschreibt den Naziwahn wieder ganz gut. Man macht sich um jede Formulierung Gedanken, ob diese nicht eventuell als „Nazisprache“ deklariert werden könnte. Es ist geradezu absurd, wie man sich selbst geistig unter Druck setzt.

Hitler hat sicherlich auch irgendwann mal „Guten Tag“ oder „Vielen Dank“ gesagt. Sind das jetzt auch alles Nazisprüche?

Diese Denk- und Sprachverbote führen letztlich zum Wahnsinn. Zur Verstümmelung der eigenen Sprache und der eigenen Intelligenz. Es ist irrsinnig!

Kommen wir zum Flüchtlings-Thema: Ich denke eigentlich überhaupt nicht völkisch und bin komplett multikulti eingestellt und unterstelle, dass eine außerirdische Rasse, sollte sie mit uns Kontakt aufnehmen, sich vermutlich als erstes sagen würde: „Wenn die sich nicht mal unter sich akzeptieren, weil der Eine etwas dunklere Haut als der andere hat, dann kommen wir lieber in 1 Millionen Jahre wieder und schauen dann noch mal, ob sie dazu gelernt haben…“ Aber Millionen von Menschen ungeprüft in ein Land zu lassen und erst hinterher zu schauen, ob sie z.B. vielleicht einer Terrororganisation angehören, ist sicher auch nicht Sinn der Sache… Jeder weiß, dass jedes Schlauchboot und jedes Land eine Leistungsgrenze hat. Und man muss auch akzeptieren, dass nicht jeder hier über ein bestimmtes Maß zurückgeblieben erscheinende Religionsfanatiker um sich haben möchte, bei denen z. B. Frauen diskriminiert werden. Oder wie ist Deine Meinung hierzu?

 Die Massenzuwanderung, um das Thema mit dem richtigen Begriff zu versehen, ist die große Herausforderung der Gegenwart.

Meine Einstellung dazu ist folgende: Ich bin überzeugter Anti-Rassist. Jeder Mensch, egal wo er herkommt, ist für mich gleichwertig. Meiner Meinung nach gibt es keine besseren oder schlechteren Völker. Es gibt Unterschiede und Eigenheiten. Aber das hat nichts mit der Wertigkeit zu tun.

Genauso, wie die Völker gleichwertig sind, sind sie aber eben auch verschieden. Und das ist auch gut so. Was wäre das für eine langweilige Welt ohne diese Unterschiede. Die Kunst liegt nun darin, diese Unterschiede zu akzeptieren und sich gegenseitig zu respektieren. Das ist die wahre Lösung für eine friedliche Welt und nicht die „Eine-Welt-Regierung-Fantasien“ einiger Spinner, die jede einzelne Kultur zerstören wollen.

Man sollte sich hierbei auch klarmachen, dass jedes Volk das Recht auf seinen eigenen Lebensraum hat. Natürlich auch wir Deutsche! Wenn jemand zu uns kommt und Teil von uns werden möchte, dann ist das auch kein Problem. Eine normale Zu- und Abwanderung entreißt einem Volk noch lange nicht sein Land.

Das ändert sich allerdings, wenn eine moderate Zuwanderung plötzlich aus dem Ruder läuft und zur Massenzuwanderung wird – und das dann noch mit Menschen aus fernen Kulturkreisen. Der soziale Unfrieden ist dadurch vorprogrammiert. Solche Experimente führen nicht zum Guten, sondern zu Zwietracht und Unfrieden.

Natürlich soll Menschen, die akut in Not sind, geholfen werden. Aber die Hilfe muss sich dann auch wirklich auf diese Leute konzentrieren und nicht noch auf viele andere, die ihr Land nicht aus absoluter Not verlassen haben. Zudem ist eine wichtige Frage, WIE man hilft. Eine Massenumsiedlung ist definitiv der falsche Lösungsansatz und bringt auf Dauer niemandem etwas.

Am Ende ist es ein Betrug an beiden Seiten – sowohl an den Europäern, insbesondere den Deutschen, als auch an den Zuwanderern. Denn die Zuwanderer werden mit falschen Versprechungen zu uns gelockt und stellen dann plötzlich überrascht fest, dass Deutschland doch nicht das Schlaraffenland ist, in dem jeder ein Haus und ein Auto geschenkt bekommt.

Darüber hinaus sinkt der Lebensstandard von vielen Deutschen kontinuierlich. Es gibt immer mehr Alters- und Kinderarmut. Es nützt eben noch lange nichts, wenn es der deutschen Wirtschaft gut geht, wenn das nicht auf das Volk, oder zumindest nicht auf einen immer größer werdenden Teil des Volkes, zutrifft.

Die Massenzuwanderung, die von superreichen „Wohltätern“ wie einem George Soros vorangetrieben wird, ist der bösartige Versuch, die Kulturen Europas zu zerstören. Das dürfen wir nicht zulassen!

In Deinem Buch schreibst Du ja auch über Deinen „Freund“ Til Schweiger. Darf er nicht auch eine freie Meinung haben, auch wenn Du diese nicht teilst? Kannst Du ein paar Worten für die Leser umschreiben, was Dich an seinem Verhalten gestört hat, auch wenn dies bei ihm auf Unverständnis stößt und eventuell eine weitere Tischkante in seinem Haus dran glauben muss?

 Ja gut, Herr Schweiger ist ja nicht die einzige Person, die ich im Buch kritisiere – aber ich muss zugeben, bei ihm gab es aus meiner Sicht einiges zu beanstanden.

Dabei ist es allerdings nicht meine Absicht, ihn persönlich anzugehen, da ich ihn privat nicht kenne. Meine Kritik bezog sich auf seine Aussagen, die er im Zuge der Zuwanderungswelle tätigte und sein dazugehöriges Verhalten. Diese offensiven Auftritte im Fernsehen und Internet waren oft recht plump, und luden teilweise zum Fremdschämen ein. Es beschlich mich der Eindruck, dass Herr Schweiger sich mit der Thematik überhaupt nicht tiefergehend beschäftigt hatte. Seine Lösungsvorschläge waren in keiner Weise differenziert und gingen meilenweit an der Realität vorbei. Dazu dann noch dieses ominöse „Projekt“ mit der Flüchtlingsunterkunft, aus dem dann aber doch nichts wurde.

Für mich wirkte das alles dann auch irgendwann unglaubwürdig und aufgesetzt, so, als wolle sich die Person damit profilieren. Ich denke, das haben auch viele andere Menschen so empfunden.

Was das Recht auf eine freie Meinung angeht, so ist das für mich eine klare Sache. Natürlich soll Herr Schweiger auch weiterhin seine Meinung sagen dürfen, so wie jeder andere Mensch, aber ich muss sie deshalb ja nicht gut finden. Mit Kritik muss jeder leben. Auch ich muss mich wegen meines Buches der Kritik stellen.

Siehst Du hinter dem künstlich aufgebauscht wirkenden „Nazi-Wahn“ also System? Und könntest Du versuchen zu umschreiben, was Deiner Meinung nach hier dahinter steckt?

 Ja, absolut! Der Naziwahn wurde und wird gezielt aufgebaut, um die Menschen gefügig zu machen. Wer aufmuckt, ist ein Nazi, ganz einfach! Und Nazis sind sowieso die miesesten Verbrecher, schlimmer als alle anderen. Somit ist die Sachlage doch klar.

Hinter Denkfabriken, die oft im Auftrag von sehr reichen Leuten arbeiten, stecken immer ein paar kreative Hirne. Diese „Kreativen“ werden gezielt ausgesucht und damit beauftragt, Konzepte auszuarbeiten, mithilfe derer man die Menschen ausbeuten und kontrollieren kann.

Der Naziwahn ist praktisch wie eine Lawine konstruiert worden, die von alleine immer weiter rollt. Es ist mittlerweile gar nicht mehr notwendig, die Deutschen von außen noch großartig zu beeinflussen, weil sie selbst schon zu den eifrigsten Verbreitern und Förderern dieser seelischen Selbstvergewaltigung geworden sind. Wir Deutschen sind als Volk seelisch kaputt. Und genau das war auch das Ziel.

Allerdings, das möchte ich unbedingt betonen, scheinen in letzter Zeit gewisse Heilungsprozesse eingesetzt zu haben. Das ist die frohe Botschaft. Und gleichzeitig auch der Grund, warum das System momentan noch härter gegen Abweichler vorgeht.

Provokante Frage: Jesus bezeichnete die Juden als „Kinder Satans“ (Johannes 8/44). War er ein Antisemit? Und was würde es für ihn bedeuten, wenn er tatsächlich wie angekündigt wird, eines Tages wieder zurückkehrt und seine Aussagen von damals nicht revidiert, sondern weiterhin dazu steht?

 Eine sehr spannende Frage, die wahrscheinlich nur Jesus selbst wirklich beantworten könnte. Ich persönlich glaube nicht, dass Jesus ein „Antisemit“ war. Der Menschenfreund Jesus wollte die angesprochenen Menschen damit bestimmt nicht schlecht machen, sondern sie vielleicht eher darüber aufklären, dass sie einem falschen Glauben nacheifern.

Noch interessanter wird die Betrachtung tatsächlich, wenn wir uns vorstellen, Jesus kommt zurück und tätigt diese Aussage erneut. Was dann wohl passieren würde? Sicherlich würde man versuchen, ihn zu sanktionieren. Aber Sanktionen gegen den Sohn Gottes (oder Gott selbst, je nachdem wie man die Rolle Jesu interpretiert) wären wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich.

Aus meiner vorigen Frage könnte man bereits ableiten, warum das Judentum und Organisationen wie die Freimaurer in Jesus nicht den Sohn Gottes sehen, sondern nur einen mehr oder weniger guten Prediger. Aber machen solche Aussagen in der Bibel (bezogen auf das Neue Testament) diese nicht eigentlich zu einer antisemitischen Schrift, wo man sich verwundert zeigen könnte, wenn auf der einen Seite Bücher eines Jan van Helsing aufgrund angeblicher antisemitischer Inhalte verboten werden, das „Neue Testament“ aber nicht?

 Im ersten Augenblick müsste man sich schon verwundert zeigen, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, eben nicht. Jesus hatte sich ja schon lange bevor das alles zum Reizthema wurde, als heilige Instanz etabliert. Er war und ist teilweise immer noch die göttliche Instanz des Abendlandes. So leicht kann man das nicht übergehen, auch wenn mittlerweile der Respekt ihm gegenüber gesunken ist.

Normale Menschen, die heutzutage leben, müssen bei einer derart heiklen Thematik natürlich viel vorsichtiger sein. Jan van Helsing, so sehr ich ihn auch schätze, ist halt nicht Jesus. Genauso wenig wie wir anderen. Das ist die Faktenlage.

Um an dieser Stelle einmal auf die Unterschiede zwischen Altem und Neuem Testament einzugehen: Es gibt beispielweise Vereinigungen wie die „Causa Nostra“ (nicht mit „Cosa Nostra“ zu verwechseln), die sich eingehend mit der Thematik beschäftigen. Angeblich gibt es heute noch die wahren Nachfahren der Templer, die im Schutz der Anonymität leben. Es wird behauptet, die Templer hätten in Jerusalem die Urevangelien, also die echten Evangelien, gefunden. In diesen stünden ganz andere Dinge wie in den allgemein bekannten Schriften. Wen es interessiert, kann das auch selbst im Internet nachlesen, dort sind die Inhalte veröffentlicht (www.thuletempel.org). Laut den Anhängern dieser Sichtweise gehören das Alte und das Neue Testament überhaupt nicht zusammen. Das Neue Testament ist demnach das Buch Gottes, der in Gestalt von Jesus Christus auf der Erde erschien. Das Alte Testament ist folglich das Buch seines Gegenspielers. Diese Theorien existieren. Ob das alles der Wahrheit entspricht, ist eine andere Frage. Auf jeden Fall würde es die Diskrepanzen zwischen den beiden Testamenten erklären, und auch einige Aussagen von Jesus würden logischer erscheinen.

Aber bei solchen Themen ist natürlich Vorsicht angebracht. Sehr schnell könnte man deshalb, um das Wort nochmals aufzugreifen, als „Antisemit“ bezeichnet werden. Auch wenn man dabei nur auf Theorien eingeht und diese objektiv betrachtet. Und somit sind wir auch schon wieder bei der psychologischen Wirkungsweise des Naziwahns angelangt.

Denkst Du, dass wir eigentlich von Geheimgesellschaften regiert werden und unsere gewählten Regierungen nur Marionetten sind, oder siehst Du dies anders?

 Auf jeden Fall glaube ich an eine durchgängige Einflussnahme diverser Geheimgesellschaften. Wie das im Einzelnen aussieht, ist natürlich immer schwer zu sagen und bietet viel Platz für Spekulationen. Allerdings sollten wir nicht so naiv sein, eine solche Beeinflussung herunterzuspielen oder zu leugnen. Viele Mitglieder dieser Organisationen besitzen eine Menge Geld und/oder bekleiden wichtige Ämter. Natürlich versuchen solche Personenkreise ihr Geld dazu zu benutzen, um noch mächtiger zu werden. Und das logischerweise so unauffällig wie möglich. Deshalb sind es auch „Geheimgesellschaften“, denn sie operieren im Geheimen. Angeblich ist das ja alles nur Blödsinn und diese Gesellschaften sind ganz harmlos. Aber was soll dann die Heimlichtuerei? Wenn doch nur über das Wetter, den nächsten Ski-Urlaub oder Backrezepte philosophiert wird, dann braucht man doch keine Geheimhaltung. Also irgendwie ergibt das alles keinen Sinn. Wer sich im Geheimen trifft und austauscht, hat auch logischerweise etwas zu verbergen.

Wenn es dabei nun tatsächlich nur um banale Dinge ginge, könnte uns das natürlich egal sein. Wenn es aber um Entscheidungen von globaler Tragweite geht, sieht das allerdings ein klein wenig anders aus. Das geht uns alle etwas an!

Regierungen herrschen meist nur vordergründig. Das hat ein Horst Seehofer ja auch schon zugegeben.

Nächste provokante Frage: Wenn Du der liebe Gott wärst, so wie er im Neuen Testament gerne beschrieben wird, würde es Dich stören, wenn Du ständig von Menschen als Sündenbock hergenommen wirst, wenn diese sich gegenseitig abschlachten, betrügen, belügen und hintergehen, nach dem Motto: „Warum hat Gott dies zugelassen und das…?“ Ist es nicht gerade der freie Wille, der uns frei macht – selbst zu entscheiden, was wir tun und lassen können, auch wenn dies beinhaltet, dass wir auch unter die Räder kommen können und zum Teil schmerzliche Erfahrungen machen müssen – nach dem karmischen Prinzip –, wenn wir falsch handeln oder andere dies für uns tun?

 Du beschreibst es schon ganz richtig. Gott hat uns einen freien Willen gegeben und uns damit zu eigenständigen Persönlichkeiten gemacht. Dafür sollten wir ihm dankbar sein. Natürlich kann man auch gegenargumentieren, denn es ist sicherlich nicht mein eigener freier Wille, wenn mich eine andere Person umbringt. Aber wenn die Geschichte mit Gott und dem Jenseits stimmt, dann geht es nach dem Abstreifen des Körpers, der materiellen Hülle, weiter, und die hiesige Welt ist sowieso nur eine Zwischenstation.

Zu der Frage, wie ich reagieren würde, wenn ich der liebe Gott wäre, kann ich nicht viel sagen. Gott ist wahrscheinlich allmächtig und allwissend. Ich als einfacher Mensch bin daher wohl kaum in der Lage, mich in ihn hineinzuversetzen. Oder besser gesagt: Sicherlich wäre ich an seiner Stelle ziemlich genervt. Aber wenn Gott der Gott des Neuen Testamentes sein sollte, dann ist er auch allgütig und somit verzeiht er den Menschen.

Du schreibst in Deinem Buch, man soll sich vom Rassismusgeschwafel nicht verrückt machen lassen. Kannst Du hierauf noch etwas näher eingehen?

 Das Rassismusgeschwafel ist eines der ständigen Totschlagargumente der extrem Linken und Gutmenschen. Vor allem durch die Medien wird gerne der Eindruck vermittelt: Wer nicht für eine grenzenlose Massenzuwanderung ist, der ist automatisch ein Rassist. Gleichzeitig werden neue Begrifflichkeiten wie „Kulturrassismus“ oder „Islamrassismus“ installiert, obwohl diese, von ihrer inhaltlichen Bedeutung betrachtet, überhaupt keinen Sinn ergeben. Damit kann man allerdings sicherstellen, dass man auch wirklich jeden Abweichler als „Rassisten“ beschimpfen kann. Und Rassisten sind ja oft auch Nazis. Und da haben wir es schon wieder.

Es gibt nur ein Mittel dagegen: Den Naziwahn ablegen, und ruhig und besonnen bleiben. Mit rationalen, vernünftigen Argumenten unbeirrt dagegenhalten und abwarten, bis die Gegenseite die Fassung verliert und ihr wahres, totalitäres Gesicht zeigt.

Schauen wir mal kurz über den großen Fischteich: Trump ist in den sog. Massenmedien und bei den regierenden und zensierenden Stellen fast durchweg der Verrückte, der Bösewicht, der Idiot. Sollte uns dies nicht zu denken geben, wenn die herrschende Elite so viel Elan aufbringt, um zu verhindern, dass Trump in den USA Präsident wird? Untermauert zum Teil sogar mit Unwahrheiten oder Halbwahrheiten? Könnte es nicht sogar sein, dass Trump mal richtig aufräumt? Er will „9/11“ neu untersuchen lassen und hinterfragt das Vorgehen der USA im Irakkrieg. Er will, dass die USA weniger den Weltpolizisten spielt und andere Länder wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen, um nur ein paar Themen kurz anzusprechen. Ist Trump wirklich ein Idiot – oder unter Umständen durch seine finanzielle Unabhängigkeit sogar eine Gefahr für gewisse Machtstrukturen und Eliten, die andere gerne als Marionetten benutzen? Wie ist Deine persönliche Meinung zu diesem Thema?

 Generell bin ich bei jedem US-Präsidenten oder Amtsanwärter erst mal misstrauisch. Die USA und ihre imperialistische Politik haben viel zur Destabilisierung im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika beigetragen.

Wenn wir uns aber nur mal anschauen, was Trump will und was im Gegenzug Clinton möchte, können wir zumindest einschätzen, wer das kleinere Übel ist. Natürlich versuchen die Medien, eine solche Debatte zu verzerren und bauschen die unwichtigen Themen auf. Viele Menschen, durch dümmliche Fernsehserien und Hollywoodgetue von der Vernunft entfernt, lassen sich davon leider blenden. Da ist es nur wichtig, wer „sympathischer“ auftritt, welches Geschlecht die Person hat und wie sehr sie den aktuell gewollten Klischees entspricht. Das ist natürlich fatal. Denn in erster Linie sollten die Kandidaten daran gemessen werden, welche Politik sie in ihre Amtszeit umsetzen wollen.

Clinton steht weiterhin für die aggressive Einmischungspolitik auf internationaler Ebene. Trump will das einschränken. Also bedeutet Trump für mich: weniger Unruhen und damit auch weniger Krieg. Mir ist es doch egal, wie seine Frisur aussieht oder ob er manchmal wie ein Bauer auftritt. Das interessiert in diesem Zusammenhang einfach nicht. Es geht immer nur darum, was jemand vorhat und im Endeffekt dann auch tut. Alles andere ist uninteressant. Ob Trump nun unabhängig ist oder nicht, wird schwer zu klären sein. Aber er ist für mich ganz klar das kleinere Übel!

Was wolltest Du Frau Angela Merkel schon immer einmal sagen oder fragen?

Wie man sich so fühlt, wenn man nicht seinem Land dient, obwohl man vorher einen Eid darauf geleistet hat.

Was wolltest Du Frau Frauke Petri denn schon immer mal sagen oder fragen?

Unbedingt unbequem bleiben, sich nicht von Links-Populisten provozieren lassen. (Ist natürlich leicht gesagt). Die wichtigen Themen wie beispielsweise Volksentscheide weiter vorantreiben und noch viel offensiver einfordern. Dazu weitere, wichtige Themen in die Diskussion bringen, wie beispielsweise „Verfassung“ und „Souveränität“.

Worin siehst Du Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft?

 Um es mal klar zu sagen: Ich bin und bleibe ein unverbesserlicher Optimist! Allerdings bin ich auch ebenso Realist. Und ich weiß, eine Wende zu schaffen – vor allem in unserem Lande – wird sehr schwierig. Dennoch keimt Hoffnung in mir. Wenn ich mich mit den Menschen unterhalte, dann spüre ich bei vielen von ihnen den Willen zur Veränderung. Das mag alles noch sehr zaghaft sein, aber wenn die Regierung weiterhin gegen die Interessen des Volkes agiert, dann wird dieser Wille weiter wachsen. Darauf müssen wir alle hoffen.

Möchtest Du Deine Tätigkeit als Sachbuchautor fortsetzen? Und falls ja, hast Du schon Ideen für ein neues Buch?

 Ja, auf jeden Fall. Es gibt noch viel zu tun und zu schreiben. Neue Projekte habe ich schon im Kopf und auch teilweise in Bearbeitung. Doch wie diese genau aussehen, werde ich jetzt noch nicht verraten.

Danke für Deine Antworten!

 Bitte, gerne!


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