Dan König über seine Buch­reihe „Der General des letzten Bataillons“, die Phä­nomene am Untersberg & Zeitreisen

Dan Davis im Interview mit Autor DAN KÖNIG

Mys­te­riöse Phä­nomene und Berichte um den Untersberg sind seit Jahren das Thema von Büchern und Filmen. Selbst im Museum am Untersberg gibt es hierzu Lite­ratur und Schau­bilder. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter den Berichten und Erzäh­lungen? Auch Dan König beschäf­tigte das Thema zunehmend, nachdem er sich mit dem Autor Stan Wolf (Roman­reihe “Steine der Macht” zum Thema) traf und sich mit ihm anfreundete, selbst zum sagen­um­wo­benen Berg reiste und dort recher­chierte. Im Interview mit Dan Davis geht er auf seine Roman­reihe „Der General des letzten Bataillons“ ein, in der er u.a. über dieses Thema schreibt. Wei­teren Gesprächs­stoff lie­ferten die Themen Zeit­reisen, der Graf von St. Germain, die VRIL-Gesell­schaft und die aktuelle poli­tische Situation in Deutschland. Die Medien, die Flücht­lings­krise und einiges mehr. Jetzt hier im COVER UP! Newsmagazine.

Autor Dan König im Interview mit Dan Davis: “Zeit­reisen sind absolut rea­lis­tisch, sogar für unsere offi­zielle Wis­sen­schaft heute „theo­re­tisch möglich“ … Hätten wir in den 90er Jahren, als viele von uns erste Pro­gramme auf dem PC 80386, Takt­fre­quenz 25 Mhz, Fest­plat­ten­speicher 50 MB, laufen hatten, geglaubt, dass heute fast jedes Grund­schulkind einen dazu ver­gleich­baren Super­com­puter mit einer x‑fachen Rechen­leistung und dazu noch einen hoch­auf­lö­senden Foto­ap­parat mit einem rie­sigen Musik­archiv in der Hosen­tasche hat? … Mit Sicherheit nicht! Genauso wenig können wir uns heute eine Zeit­reise vorstellen…”

Bild rechts: Cover von Band 1 “Son­derelbe Jasmin” aus der Roman­serie “Der General des letzten Bataillons” von Dan König.

 

Dan Davis: Hallo Dan. Wie kamst du auf die Idee deiner Roman­serie „Der General des letzten Bataillons“?

Dan König: Zur Beant­wortung dieser Frage möchte ich als Grundlage dar­legen, wie ich über­haupt mit dem Untersberg in Kontakt kam. Dazu muss ich aller­dings weit aus­holen, damit man mich richtig ver­steht und meine Intension ein­ordnen kann. Ich bitte um Ver­ständnis, dass ich meine For­mu­lie­rungen und Bezeich­nungen in diesem Interview nicht gen­der­ge­recht vor­bringe, es wäre mir einfach zu kom­pli­ziert. Wenn ich zum Bei­spiel Poli­tiker sage, meine ich natürlich auch Politikerinnen.

Als ich mit 19 Jahren, aus Jugo­slawien zurück­kommend, zusammen mit einem Freund in der Abend­däm­merung auf der Autobahn am Untersberg vor­beifuhr, pas­sierte es. Der Untersberg zog mich unwill­kürlich in seinen Bann. Wir machten dort jedoch keinen Halt und fuhren auf unseren Motor­rädern am Berg vorbei in Richtung Heimat. Doch von diesem Moment an war mir klar, dass ich eines Tages noch viel mit dem Berg zu tun haben würde.

Als ich das nächste Mal, ein paar Jahre später, abermals am Untersberg vorbei kam, hatte ich bereits irgendwie ein schlechtes Gewissen, dass ich mich noch nicht bei ihm ein­ge­funden hatte, ver­sprach dem Berg jedoch, dass ich meine Mission eines Tages erfüllen werde. Meine Mission? …

Ich hatte keine Ahnung, was „um Himmels Willen“ ich jemals am Berg zu erle­digen haben würde, aber es sollte irgendwann geschehen. Erfolg­reich habe ich diese Mission, die einen uner­klär­lichen Drang in mir aus­löste, wieder viele Jahre lang ver­drängt und ver­schleppt. Ich war damals ein noch völlig anders kon­di­tio­nierter Mensch, war kopf­ge­steuert und hatte nur meine eigenen Ziele und aus heu­tiger Sicht eher frag­würdige Ideale im Blick.

Vor meiner Inkar­nation in meinen der­zei­tigen Körper muss ich mir jedoch eine oder mehrere Auf­gaben vor­ge­nommen haben, an das mich das Schicksal mit zuneh­mendem Druck erin­nerte. Als ich im Laufe der Jahre aber immer noch nicht so richtig in die Gänge kam, wurde ich vom Schicksal auch schon mal dorthin „geprügelt“, wo es mich hin haben wollte.

Ich haderte, wehrte mich dagegen, begann irgendwann Zwie­sprache mit „denen da oben“ zu halten. Ich begann Fragen zu stellen und ich bekam erstaun­li­cher­weise Ant­worten darauf. Dies geschah in ver­schie­den­ar­tiger Form. So konnte es vor­kommen, dass genau meine Frage in einer Fern­seh­sendung behandelt wurde, in welche ich vom Sofa aus „zufällig“ hin­ein­zappte. Oder ich bekam ein Buch in die Hand, blät­terte darin und fand Sekunden später ein paar Sätze zur Abhandlung meines aktu­ellen Themas.

Einmal ließ mir ein Bekannter eines Freundes über ihn mehrere Bücher zukommen, weil er der Ansicht war, dass diese Bücher wichtig für mich seien, obwohl er mich nur vom Hören­sagen kannte. Das ist nun ca. 14 Jahre her und ich bin dadurch u.a. auf Alois Irl­maier gestoßen, den ich sehr schätze und gerne wei­ter­emp­fehle. Alles, was für meine nie bewusst ange­steuerte Ent­wicklung von Bedeutung war, hat den Weg zu mir gefunden und auch ich habe mich auch den Weg gemacht, um Neues zu ent­decken. Hierbei habe ich, nachdem ich bereits Anfang des Jahr­tau­sends „Schneckchen“ ken­nen­ge­lernt hatte, hoch­in­ter­es­sante Erfah­rungen in Sachen Ener­gie­me­dizin gemacht, der ich mich eines Tages gerne stärker widmen möchte.

Es kam dann auch der Tag, wo ich mit „denen da oben“ letzt­endlich eine Abma­chung getroffen habe. Seither fügen sich die Dinge geschmei­diger, wenn auch nicht immer so kom­for­tabel, wie man es sich erträumen könnte. Ich bin jedoch zufrieden damit und klage nicht. Hätte ich zu viel Komfort, bestünde viel­leicht die Gefahr, dass ich träge werden könnte. Zwi­schen­zeitlich wurde ich auch in meiner Selbst­ein­schätzung immer sicherer und begann meine Vor­her­se­hungen ernster zu nehmen. Dazu bei­getragen hatte u.a., dass ich Mitte der 80er bis spä­testens 1990 den Fall der Mauer vor­her­gesagt hatte. Als Arnold als Schwar­zen­egger noch täglich schwere Gewichte stemmte, um in seinen Filmen eine gute Figur abzu­geben, wusste ich bereits, dass er eines Tages Prä­sident der USA werden würde. Gut, das war ein Irrtum, aber dass er eines Tages Gou­verneur von Kali­fornien werden würde, hätte damals eben­falls nur für Kopf­schütteln gesorgt. Der Sturm Lothar, der Zusam­menstoß zweier Flug­zeuge über dem Bodensee? Für mich keine Über­ra­schung, denn ich hatte darauf gewartet, so gegen­wärtig und über­fällig waren diese schlimmen Ereig­nisse für mich, als es dann tat­sächlich passierte.

Michael Schu­macher sah ich seit seinem Comeback in die Formel 1 als spä­teren Inva­liden. Dass es die Folge eines Ski­un­falls sein würde, über­raschte mich dann nur wenig. Trump als Prä­sident? Ich wusste es von dem Moment an, als ich von seiner Nomi­nierung erfuhr. Könnte diese Auf­listung noch mit vielen kleinen Epi­soden aus meinem Leben fort­führen. Rück­bli­ckend ist es beein­dru­ckend, mit welchen Men­schen ich mich im Laufe der Jahre „zufällig“ getroffen habe und was sie mir mit auf den Weg gegeben haben. Viele Men­schen haben wie ich die Fähigkeit, sofort zu spüren, „woher der Wind“ weht, finden bei Mit­men­schen schnell die wunden Punkte und ent­tarnen Lügner rasch.

 

Bild rechts: Museum am Untersberg, in dem auch Bücher zu den Sagen und Legenden am Untersberg ver­trieben werden (Dan Davis, 2014).

 

Dan Davis: Gehen wir etwas näher auf den Inhalt der Geschichte ein. Über Dr. Ing. Hans Kammler und den Untersberg, Zeit­reisen etc. gibt es ja auch eine Roman­reihe von dem Autor Stan Wolf mit dem Titel „Steine der Macht“. Kennst du die Serie und hat diese dich even­tuell inspi­riert – oder eher nicht?

Dan König: Im Jahr 2012 war der Beginn meiner Untersberg-Mission ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­liste. Zuvor hatte ich von Stan Wolf Band I „Steine der Macht“ gelesen. Auf der Plattform eines Online-Auk­ti­ons­hauses war ich auf dieses Buch gestoßen, als ich mir Lektüre über den Untersberg besorgen wollte. Ich kannte das Buch zuvor nicht. Mit meiner dama­ligen Part­nerin „Her­zilein“ wollte ich dann den Untersberg in einem som­mer­lichen Urlaub erkunden. Sie hat es jedoch geschafft, dass ich mich kurz­ent­schlossen ohne sie auf den Weg nach Salzburg machte. Ich hin­terließ ihr einen Zettel auf dem Küchen­tisch und machte mich auf den Weg. Der Zeit­punkt war gekommen, meine Mission am Berg anzu­treten, obwohl ich immer noch nicht wusste, was ich dort genau tun sollte.

Eini­ger­maßen ratlos suchte ich daher unan­ge­kündigt Stan Wolf in seiner Firma auf, der erst auch nicht wusste, was er mit mir anfangen sollte. Wolf, anfangs etwas irri­tiert, ver­ge­wis­serte sich erst einmal, dass ich nicht der Scha­manen-Fraktion angehöre, denn sonst hätte er mich mög­li­cher­weise woanders hin ver­wiesen. Wolf war sehr freundlich und auf­ge­schlossen. Er nahm sich Zeit für mich, zeigte mir die Sammlung seiner Arte­fakte und wir freun­deten uns an. Ich war nicht schlecht darüber erstaunt, als mir klar wurde, dass er die in seinen Büchern beschrie­benen Reisen tat­sächlich gemacht hatte und auch die darin beschrie­benen Arte­fakte vor­weisen konnte. Er hatte zu dieser Zeit Band IV von „Steine der Macht in Arbeit.

Es ergab sich, dass wir gemeinsam in einer Gruppe, dar­unter Mit­glieder des Isais-Ring, am Berg auf Exkursion gingen. Dabei lernten wir auch den Eigen­tümer der alten Temp­ler­kirche kennen, der uns das alt­ehr­würdige Gemäuer mehrfach für Rituale zur Ver­fügung stellte. Wir waren viel unterwegs, haben u.a. Unters­berg­kirchen, die Burg Moosham im Lungau, den Richt­stät­tenweg in Pas­seggen besucht und waren auf Wolfs Hütte auf über 2000 Meter Höhe in der Steiermark.

Dass durch diese Erleb­nisse meiner Inspi­ration natürlich jede Menge hoch­in­ter­es­santes Material zur Ver­fügung gestellt wurde, dürfte leicht nach­voll­ziehbar sein. So kam mir spontan der Einfall, einen eigenen Roman zu Wolfs bereits bestehendem Roman „Steine der Macht“ zu schreiben, indem ich die Geschichte um die Dritte Macht und der Station im Untersberg aus Sicht General Kammlers und seiner beglei­tenden Sol­daten dar­stellen wollte. Ich erzählte Wolf dann auch gleich von meinem Vor­haben. Er war zunächst von der Idee erstaunt und erlaubte mir dann aber, dass ich mich darin auf ihn beziehen dürfe. Hätte Wolf mir damals keine Unter­stützung zuge­si­chert, wäre das Buch auch nicht zustande gekommen, da ich nicht gegen seinen Willen gehandelt hätte.

Wir haben uns in den dar­auf­fol­genden Jahren mehrfach getroffen und er ist für mich ein groß­ar­tiger Mensch und Men­schen­freund. Seine Erfolge als Autor sprechen für sich und durch sein Werk haben bereits viele Gleich­ge­sinnte zuein­ander gefunden, die sich auch auf seinen stets aus­ver­kauften Lesungen am Fuße des Untersberg ein­finden. Mit Mario Rank und Lutz Eikelmann habe ich am Tag nach einer Lesung auch schon zusammen die Wege alter Illu­mi­naten am Berg erforscht. Als mir Lutz kürzlich eine Ausgabe seines neu erschie­nenen Buchs „Heri­berts Zeit­reisen“ zuschickte, ent­deckte ich inter­es­sante Parallelen.

Dan Davis: Wie kam es zu der Zusam­men­arbeit mit dem All-Stern Verlag und dem Ver­leger Reiner Elmar Feistle, der ja in Band 1 zusammen mit Sigrun Donner auch das Vorwort beisteuerte?

Dan König: Bei den Aus­flügen mit Stan Wolf war auch ein junger Mann mit dabei, den man heute “Blogger” nennen würde. Ein intel­li­genter und umtrie­biger Wahr­heits­su­chender, der im Internet ein respek­tables Archiv zusam­men­ge­stellt hat und durch diese aus­ge­zeichnete Leistung sein Pseudonym weithin bekannt wurde. Auch ich hatte schon viel von seinen Bei­trägen gelesen und nun hatte ich ihn tat­sächlich, hier am Untersberg, getroffen. Er war der­jenige, mit dem ich zusammen den Alde­baran-Treff im Allgäu besuchte, und der mich Reiner Feistle vor­stellte. Ich berichtete Reiner von meinen Plänen zum Roman und er zeigte als mein mut­maß­licher Ver­leger grund­sätz­liches Interesse.

Es verging wieder einige Zeit, bis mich Reiner bei einem Treffen fragte, wann ich denn nun was schreiben würde. Ich setzte mich also hin und fer­tigte die ersten Kapitel, die ich Reiner dann zuschickte. Er rief mich dann, nachdem er den ersten Teil von Band I gelesen hatte, begeistert an und sagte sinn­gemäß, dass er den Roman auf jeden Fall in seinem Verlag bringen möchte. Er spornte mich an, schnellst­möglich die rest­lichen Kapitel zu liefern, was mir bis Mai 2014 auch gelang.

Band I „Son­derelbe Jasmin“ kam bei der Leser­schaft gleich gut an und auch Band II „Die Alpen­festung“ wurde schon vor Her­ausgabe für meine Begriffe über­ra­schend stark vor­be­stellt, was darauf hin­deutet, dass die Richtung stimmt.

Bild rechts: Cover von Band 2 “Die Alpen­festung” aus der Roman­serie “Der General des letzten Bataillons” von Dan König.

 

Mit Sigrun Donner hatte ich zuletzt 2015 ein paar Mal tele­fo­niert. Wir haben uns immer ver­ständigt und ich durfte dabei wieder einmal fest­stellen, welch ein breites und tief­grün­diges Wissen sie doch hat. Auch sie hat sich der Wahr­heits­findung ver­schrieben und steht wie ich mit beiden Beinen mitten im Leben. Wir haben sicherlich noch einige unent­deckte Gemein­sam­keiten. Selten habe ich Frauen ken­nen­ge­lernt, die mich zur vor­lie­genden The­matik beraten können, Sigrun Donner kann es jedoch defi­nitiv. Ich kann mir für die Zukunft vor­stellen, mit Sigrun Ideen für weitere Bände zu erörtern, wenn ich einmal alles, was es noch über den General und seine Männer zu sagen gibt, zu Papier gebracht habe, sollten die anste­henden Ereig­nisse die Geschichte im Roman nicht vorher überholen.

 

Dan Davis: Der erste Band „Son­derelbe Jasmin“ erschien bereits im Jahr 2014. Du schreibst im Buch, der Roman würde auf wahren Bege­ben­heiten beruhen. Kannst du hierzu ein paar Worte berichten?

Dan König: Zunächst möchte ich die Begriff­lichkeit „Roman“ kurz in das richtige Licht rücken. Der Roman umfasst alle Bände bis hin zum letzten Band, von dem heute noch niemand sagen kann, mit welcher Num­mern­folge und welchem Titel er endet. Die Bemerkung „wahre Bege­ben­heiten“ steht bei Band I im „Aus­blick“, welcher sich auf die gesamte Roman­reihe bezieht.

Für den auf­ge­schlos­senen Leser stellt sich beim Lesen der ein­zelnen Bände tat­sächlich an vielen Stellen immer wieder die Frage, was tat­säch­liche Bege­ben­heiten sind und was zur Abrundung der Geschichte der Romanform geschuldet ist.

Wer sich mit General Kammler bereits beschäftigt hat, wird an einigen Stellen im Roman Stellen finden, an welchen Kammler mit seinem Stab auch genau zu der im Roman beschrie­benen Zeit auf­ge­treten ist. Gerade das macht es für mich stel­len­weise so schwierig, diese his­to­risch doku­men­tierten Ereig­nisse in die richtige Rei­hen­folge zu bringen und darum herum auch noch eine span­nende und anspre­chende Story zu schreiben.

Genauso verhält es sich mit den Per­sön­lich­keiten, die Kammler trifft. Auch hier muss ich mich mit den ein­zelnen his­to­ri­schen Per­sonen erst einmal aus­ein­an­der­setzen, ihren Cha­rakter begreifen und ihren dama­ligen Auftrag kennen. Da ich diesen Anspruch habe, den Roman mög­lichst dicht am Puls der dama­ligen Ereig­nisse zu schreiben, muss ich mir eben auch mehr Arbeit in Sachen Recherche machen, wie ein Autor, der seine Geschichte frei erfinden kann.

Du siehst, dass beim Lesen des Romans auch viel his­to­rische Wahrheit ver­mittelt wird, die auch Nach­for­schungen standhält. In den kom­menden Bänden wird es in diesem Stil weitergehen.

Wer tech­nisch eini­ger­maßen ver­siert ist, wird auch erkennen, dass im Roman damals neu erfundene Ent­wick­lungen zum Einsatz kommen, die heut­zutage per­fek­tio­niert sind. Vom Mikro­wel­lenherd, der Halo­gen­lampe, selbst auf­la­denden Bat­terien, über den Rake­ten­motor für Flüs­sig­brenn­stoffe, Hoch­fre­quenz­tech­no­logie, Fern­lenk­waffen, Auf­klä­rungs­drohnen, hydrau­lische Fahr­werks­technik, schuss­si­chere Che­mie­fasern, autark lau­fende Ener­gie­kon­verter, bis hin zu den sagen­um­wo­benen Flug­scheiben usw., stammt alles aus deut­scher Ent­wicklung. Diese Ent­wick­lungen dürfen eben­falls den „wahren Bege­ben­heiten“ zuge­ordnet werden.

Dan Davis: Eigentlich arbeitest du ja in einem ganz anderen Beruf. Der Weg sich nebenher ein paar Brötchen als Autor zu ver­dienen, ist sicherlich jetzt eher selten für dieses Berufsbild.

Dan König: Zu der Frage, ob ich mir durch den Roman ein zusätz­liches Taschengeld ver­dienen möchte, darf ich sagen, dass dies genauso wenig meine Absicht war, wie die Tat­sache, jemals ein Buch zu schreiben. Ich bin wie jedermann dazu ver­pflichtet, meine Ein­nahmen und Aus­gaben als Autor gegenüber dem Finanzamt abzu­rechnen. Her­aus­ge­kommen ist, dass meine dies­be­züg­lichen Steu­er­be­scheide bislang einen Verlust aufweisen.

Das hält mich jedoch nicht von meiner wei­teren Arbeit ab, denn meine Ziele sind ideeller Natur. Übrigens gibt es neu­er­dings Band I “Son­derelbe Jasmin” mitt­ler­weile, gering­fügig über­ar­beitet, auch als E‑Book. Sollte mich General Kammler eben­falls mit ein paar Barren des Reichsgold unab­hän­giger machen, wie Stan Wolf es wider­fahren durfte, dann werde ich umgehend Vollzeit-Autor und liefere dann einen Band nach dem anderen, während ich nebenher noch meinen Pilo­ten­schein mache.

Wenn du meinen all­täg­lichen Brot­erwerb ansprichst, dann gebe ich dir Recht, dass die Ver­bindung zur Tätigkeit eines Autors eher selten ist. Jedoch gibt es auch Bei­spiele, wo aus meiner Branche kom­mende Umsteiger auch mit Büchern überaus erfolg­reich wurden und heute sehr bekannt sind. Ist aber eher die Aus­nahme, stimmt.

Bild oben: Ein­drücke am Fuße des Unters­berges in Öster­reich, foto­gra­fiert von Dan Davis im Jahr 2014.

 

Dan Davis: Warum ein Roman und kein Sachbuch über das Thema?

Dan König: Sorry, dass ich zu dieser Frage kurz „schwarz­malen“ muss. Wir stehen bekann­ter­maßen vor grö­ßeren gesell­schaft­lichen Umbrüchen. Alte Hier­ar­chien und Macht­gefüge werden dabei zer­fallen und durch neue ersetzt werden. Dabei werden Welt­bilder zer­brechen, wird Hoffnung und Ver­trauen in die Finanzwelt, Politik, Religion und Staat ver­loren gehen. Geschuldet ist dieses zins­be­dingte, mathe­ma­tische Zyklu­sende der expo­nen­ti­ellen Ver­schul­dungs­spirale und u.a. der Umsetzung des Hooton-Plans. Den Men­schen wird klar werden, dass ihre bislang als „sichere Burg“ gewohnte Sicherheit in diese Insti­tu­tionen ein auf Sand gebautes Potemkin´sches Dorf war. Ab dem Tag X wird nichts mehr so sein, wie es war. Viele werden dar­aufhin den Ver­stand ver­lieren und wie auf­ge­schreckte Hühner durch die Straßen hetzen. Die Gesell­schaft wird sprich­wörtlich „vom Glauben abfallen“, in vie­lerlei Beziehung. Nicht alle, aber die Masse. In dieser Zeit brauchen wir drin­gender denn je etwas, an das wir noch glauben können. Wir brauchen dann eine neue emo­tionale Bindung, neue Hoff­nungen, einen Strohhalm zum Klammern, ein Lichtlein, welches uns den Weg aus dem Tunnel der bevor­ste­henden Ver­zweiflung leuchtet. Während in der kom­menden Krise der Alltag der „Masse“ von Über­le­bens­in­stinkten beherrscht wird, wird kaum jemand Zeit und Muße finden, sich kon­struktive Gedanken darüber zu machen, wie es mit ihm selbst und seiner Familie wei­ter­gehen wird. Wir sollten uns die dafür not­wendige Zeit, für dies­be­züg­liche Gedan­ken­spiele, jetzt nehmen.

Wir müssen uns also recht­zeitig ein posi­tives Hand­lungs­muster gedanklich fest­legen, auf das wir im Notfall zurück­greifen können. Wenn wir gleich­zeitig noch daran denken, uns mit kri­sen­taug­licher Aus­rüstung für Ver­sor­gungs­eng­pässe im täg­lichen Bedarf aus­zu­rüsten, dann nimmt uns das eben­falls eine Menge an Druck und gibt ein wert­volles Stück Sicherheit. Ganz wichtig ist dabei, dass wir wieder ver­stärkt unsere Eigen­ver­ant­wortung wahr­nehmen, damit wir im Notfall nicht auf mög­li­cher­weise aus­blei­bende Hilfe von außen warten müssen.

Was jetzt kommt, ver­suche ich ganz vor­sichtig zu for­mu­lieren. Ange­nommen, nur mal ange­nommen, die soge­nannte 3. Macht unter Führung von General Kammler würde während eines oben beschrie­benen Sze­narios am Tag X ihre Zeit für gekommen sehen, um ihre Hand­lungs­fä­higkeit, des immer noch exis­tie­renden Dritten Reichs, dem stau­nenden Deut­schen Volk zu prä­sen­tieren. Ange­nommen, die Dritte Macht würde aus der Ver­senkung empor­kommen und wieder in die Ver­ant­wortung treten, um die Ordnung nach dem wirt­schaft­lichen und gesell­schaft­lichen Zusam­men­bruch wieder her­zu­stellen. Wie hilf­reich wäre es in diesem Moment, wenn der Name Kammler und die mit ihm zusam­men­hän­genden Umstände einem großen Teil der Bevöl­kerung bereits aus einem Roman von Dan König oder Stan Wolf bekannt wären? Schließlich können wir nur das erkennen, was wir bereits kennen. Das mensch­liche Gehirn braucht bekanntlich eine Vorlage, ein gespei­chertes Wissen in Form von Farben, Tönen, Gerüchen, Bilder, Zeichen usw., um Dinge zu erkennen und ein­zu­ordnen, also eine bereits bestehende Infor­mation, die auch aus einem Roman stammen kann.

Jetzt aber zurück zur eigent­lichen Frage. Es gibt bereits genügend Sach­bücher über den Untersberg, von Autoren, die ihn von außen und teil­weise auch von innen besser kennen, wie ich. Bücher zum Thema Kri­sen­vor­be­reitung und Sur­vivals gibt es eben­falls genügend am Markt. Da der Untersberg und das angren­zende Gebiet jedoch meiner Über­zeugung nach, bei den kom­menden Ereig­nissen eine zen­trale Rolle spielen wird, will ich mit meinem Roman „Der General des letzten Bataillons“ einen Beitrag dazu liefern, die kom­menden Ereig­nisse den geneigten Lesern ver­ständlich zu machen. Die Roman­reihe soll die geistige Basis in den Köpfen der Men­schen stärken, um sie auf die kom­menden Dinge vor­zu­be­reiten. Der Roman ist übrigens bewusst so geschrieben, dass auch Frauen davon ange­sprochen werden und dadurch einen Zugang zur The­matik finden können. Die weib­liche Kom­po­nente ist in ihrer ener­ge­ti­schen Kraft sehr wichtig und sollte weder ver­nach­lässigt, noch unter­schätzt werden.

Ich möchte, dass alle Ver­ehrer des Unters­bergs und seiner inne­woh­nenden Macht, ihre positive Energie, ihre Hoff­nungen in das bestehende mor­phische Ener­giefeld ein­bringen, was zur Akti­vierung der Kraft des Berges not­wendig ist. Dieses Ener­giefeld gibt bereits heute Zuver­sicht, Ver­trauen und Hoffnung. Je mehr Men­schen sich gedanklich betei­ligen, positive Energie ein­bringen, desto mäch­tiger wird diese heil­brin­gende Kraft. Es darf auch für den Untersberg und das von ihm aus­ge­hende „Goldene Zeit­alter“ gebetet werden. Dass beten hilf­reich und wirksam ist, hat übrigens die Wis­sen­schaft, in ersten Ansätzen, eben­falls schon fest­ge­stellt. Jetzt habe ich vor­aus­ge­schickt, welche Bot­schaft die Leser­schaft in den nächsten Bänden unter anderem erwartet. Rituale wirken eben­falls, viel­leicht ein Grund, weshalb sie in Geheim­ge­sell­schaften voll­zogen werden. Aus den genannten Gründen ziehe ich Infor­ma­tionen, ver­mischt mit ehr­licher Emotion, nüch­terner Sach­lichkeit vor. Das Uni­versum benötigt die Kraft unserer posi­tiven Gefühle, nicht unser ver­meint­liches Wissen, damit es unsere Wünsche und Hoff­nungen ener­ge­tisch stärken kann.

Bild oben: Ein­drücke am Fuße des Unters­berges in Öster­reich, foto­gra­fiert von Dan Davis im Jahr 2014.

 

Dan Davis: Im Jahr 2017 ist jetzt der zweite Teil „Die Alpen­festung“ erschienen. Wie lange hast du an der Fort­setzung gear­beitet und kannst du ein paar Sätze zu Band 2 sagen?

Dan König: Band II hat mich viel Zeit gekostet, da es viel zu recher­chieren gab und ich viel Material dazu ver­ar­beiten musste. Außerdem wollte ich an das schwierige Thema, welches bei „Der Alpen­festung“ anstand, nicht so

recht ran. Letztes Jahr 2016, habe ich dazu eine Woche lang in der Ostmark recher­chiert und dort die ein­zelnen Pro­jekte der U‑Verlagerung besucht. Diese For­schungs­reise wollte ich mit meiner jet­zigen Freundin „Schneckchen“ unter­nehmen. Ihr Sport­wagen war voll­ge­tankt und bepackt und wir waren bereits auf dem Weg zur Autobahn, als „Schneckchen“ plötzlich ein unge­wöhn­liches Ver­halten an den Tag legte. Ich sah die Mission gefährdet und musste meine per­sön­liche „Jana Schmidt“ dann leider zuhause lassen und in meinen Klein­wagen umsteigen. Glück­li­cher­weise hatten wir uns bei meiner Rückkehr sofort wieder ver­söhnt, was auch „Schneck­chens“ spi­ri­tu­ellem Ver­ständnis zu ver­danken war. Vor­gän­gerin „Her­zilein“ war zwei Jahre zuvor mehr gekränkt und weniger ver­ständ­nisvoll. Sie hatte sich bei meiner Rückkehr bereits eine eigene Wohnung gesucht gehabt. Wir sind jedoch heute immer noch befreundet und gut auf­ein­ander zu sprechen. Jeden­falls hatte ich seither weniger Ablenkung zuhause und konnte mich weitaus inten­siver auf das Manu­skript konzentrieren.

In der Ostmark fuhr ich dann die zur Alpen­festung gehö­renden unter­ir­di­schen Bau­werke der Reihe nach ab und sam­melte Ein­drücke vor Ort. Besonders das Projekt „Quarz“ bei Melk war hierbei schwer zu ergründen, da die bestehenden Zugänge gesprengt waren. Mit berg­män­ni­schem Gerät und der Fähigkeit eines Höh­len­for­schers wäre ein Zugang viel­leicht möglich gewesen, jedoch hoch­ge­fährlich und dazu illegal. Auch die Befragung der Anwohner, ich hatte bevorzugt ältere Per­sonen ange­sprochen, brachte keine wei­ter­füh­renden Infor­ma­tionen. Jedoch war auch hier wieder der „Zufall“ auf meiner Seite, denn ich traf einen Mann, der mir einen Kontakt zu dem Besitzer des Wachberg her­stellte. Als der Bekannte den Besitzer anrief, musste ich erst einmal bestä­tigen, dass ich kein „Nazi“ bin. Erst dann durfte der Bekannte seine Mobil­funk­nummer an mich wei­ter­geben. Einen Tag später traf ich mich mit dem Besitzer des Wachberg, der mich in seinem Gelän­de­wagen mitnahm und mir die gesprengten Ein­gänge zeigte Er bot mir sogar an, dass ich die unter­ir­dische Anlage von ihm pachten könne, um sie zur Besich­tigung durch die Öffent­lichkeit wieder zugänglich zu machen. Auf meine eigene Kosten natürlich. Jeden­falls war es inter­essant zu erfahren, dass Herr S. die Bereit­schaft zum Ver­pachten der Stol­len­anlage gezeigt hat.

Das Aus­werten der von mir gesam­melten Infor­ma­tionen zu Band II war mir vor allem auch dazu wichtig, um her­aus­zu­finden, was ich nicht in den Roman schreiben würde. Inter­essant war auch die Erkenntnis, dass die Ein­wohner im Umkreis um die unter­ir­di­schen Bau­pro­jekte und die Gedenk­stätten nicht besonders aus­kunfts­freudig sind, wenn man Fragen dazu stellt. Dies hängt viel­leicht mit der his­to­ri­schen Belastung zusammen, ansonsten sind die Leute doch recht freundlich.

Mit Band II hatte ich 2015 all­mählich ange­fangen, jedoch erst nach meiner Exkursion im August 2016 dann richtig Gas gegeben, regel­mäßig moti­vie­rende Anrufe von Reiner Feistle bekommen, und war dann im April 2017 am Ziel. Es war zu dieser Zeit immer so gewesen, dass ich mir vornahm, an Band II wei­ter­zu­ar­beiten, dann aber oft Ablen­kungen und Gründe fand, mich nicht vor den Com­puter zu setzen, da ich an meinem Arbeits­platz ja auch schon stun­denlang von dem PC saß. Wenn ich mich dann doch zum Schreiben über­wunden hatte, kam stets Freude dabei auf und ich musste mich dann spät­abends immer wieder selbst ein­bremsen, da am nächsten Morgen wieder unbarm­herzig der Wecker klingeln würde. Für meinen Körper war das eine bewe­gungsarme Zeit, ich habe aber bereits wieder 12 Kg abge­nommen und will Band III diesmal mit kür­zerer Schöp­fungs­pause angehen. Anmerken darf ich noch, dass ich einen stres­sigen Voll­zeitjob habe, alleine lebe, den Haushalt selbst bewerk­stellige, meine Fahr­zeuge selbst in Schuss halte und „Schneckchen“, meine Freundin, mich auch nicht immer ent­behren möchte. Nicht zu ver­gessen sind meine wun­der­baren Kinder, die mir eben­falls sehr wichtig sind und mit denen ich gerne das eine oder andere Wochenende verbringe.

Dan Davis: Der Graf von St. Germain und die Zeit­rei­se­the­matik ist ja ohnehin hoch­in­ter­essant. Wie ist deine per­sön­liche Meinung zu dem Grafen? Sind einige der Erzäh­lungen even­tuell mehr als nur Phan­tas­te­reien? Und für wie rea­lis­tisch hältst du das Thema Zeitreisen?

Dan König: Zeit­reisen sind absolut rea­lis­tisch, sogar für unsere offi­zielle Wis­sen­schaft heute „theo­re­tisch möglich“. Diese Fest­stellung der „Wis­sen­schaft“ will schon was heißen, wo doch Tesla schon in den drei­ßiger Jahren autark ein Elek­tro­mobil fuhr. Dem gegenüber bekam die heutige Industrie die Elek­tro­autos immer noch nicht so richtig all­tags­tauglich hin und befindet sich tech­nisch noch mei­lenweit von der Antriebs­technik ent­fernt, die sich in General Kammlers Kom­man­deurs-Limousine, dem Freki-SS befindet.

Über den Globus hinweg gibt es zahl­reiche Zeit­schwellen, die oftmals auch streng bewacht werden. Dies ist auch am Untersberg der Fall, wo es bekann­ter­maßen natür­liche Zeit­schwellen gibt. Man kann über diese „Wurm­löcher“ in andere Dimen­sionen gelangen. Ob man jedoch wieder zurück in die ursprüng­liche Zeit gelangt, ist dabei nicht garan­tiert. Zeit­reisen, wie sie der Graf von St. Germain unter­nimmt, werden durch tech­nische Appa­ra­turen präzise gesteuert. Es handelt sich dabei um eine Art Navi­ga­ti­ons­in­strument. Ich habe so etwas noch nie in der Hand gehabt, es scheint jedoch zuver­lässig zu funktionieren.

Unsere “Wis­sen­schaft” ist heute offi­ziell noch nicht in der Lage, den tech­ni­schen Ablauf einer Zeit­reise in der Praxis nach­zu­voll­ziehen. Ich würde es begrüßen, wenn dies so bleiben würde, denn wenn Hinz und Kunz sich beliebig auf Zeit­reisen machen könnten, würden die ein unüber­schau­bares Chaos produzieren.

Aber wie erklärbar sind denn die für Zeit­reisen not­wen­digen tech­ni­schen Vor­aus­set­zungen wirklich? Als Ver­gleich nehmen wir uns einfach mal eine andere Ener­gieform vor. Ver­setzen wir uns geistig einmal in das Jahr 1800. Die damals zur Ver­fügung ste­henden Ener­gie­formen waren der Wind, die Sonne, die Kälte, Mus­kel­kraft, Was­ser­kraft und das Feuer. Kurz gesagt, die Natur­ge­walten. Elek­tri­zität war bereits bekannt, spielte lange jedoch noch keine Rolle im Leben der Men­schen damals. Hätte man den Leuten damals mit einem Stück Eisen, Kup­fer­draht und einem Magneten durch einen ein­fachen Aufbau die Elek­tri­zität ver­ständlich machen können? Hätte man ihnen erklären können, dass mit dieser Energie bei­spiels­weise eines Tages Rei­sende in einer Magnet­schwe­bebahn über 400 Kilo­meter in der Stunde zurück­legen können?

Hätten wir in den 90er Jahren, als viele von uns erste Pro­gramme auf dem PC 80386, Takt­fre­quenz 25 Mhz, Fest­plat­ten­speicher 50 MB, laufen hatten, geglaubt, dass heute fast jedes Grund­schulkind einen dazu ver­gleich­baren Super­com­puter mit einer x‑fachen Rechen­leistung und dazu noch einen hoch­auf­lö­senden Foto­ap­parat mit einem rie­sigen Musik­archiv in der Hosen­tasche hat, mit dem auch noch tele­fo­niert werden kann? Einen Mini­com­puter, der so leis­tungs­stark ist, dass er zur Bewäl­tigung der gesamten Rechen­leistung, welche zur Mond­landung von Apollo 11 benötigt wurde, imstande ist? Mit Sicherheit nicht!

Genauso wenig können wir uns heute eine Zeit­reise vor­stellen, genauso unver­ständlich ist unsere beschränkte Vor­stel­lungs­kraft für einen Zeit­rei­senden aus dem Jahr 2099, welcher eben mal in das Jahr 2017 zurück reist, um sich hier die heute herr­schenden Zustände anzuschauen.

Für alle, die mög­lichst schnell eine Zeit­reise antreten möchten, gibt es mentale Trai­nings­me­thoden, um das geistige Auge mal in die Ver­gan­genheit, in die Zukunft oder auch auf einen anderen Pla­neten schauen zu lassen. Auf eigene Gefahr natürlich.

Noch ein Hinweis für Aben­teurer und Glücks­ritter, die am Untersberg nach Zeit­schwellen oder der Station des letzten Bataillons suchen. Lasst es lieber sein, denn ihr werdet dort ohnehin nichts finden. Jedoch ist die Wahr­schein­lichkeit gegeben, dass ihr in große Gefahr kommen könnt. Wenn ihr dennoch for­schen möchtet, geht besser in einer Gruppe. Damit will ich aber nicht sagen, dass die Station im Untersberg nicht vor­handen wäre.

Dan Davis: Das Thema Alde­baran ist ja durch die angeb­lichen VRIL-Kon­takte, über die es eine Vielzahl von Berichten gibt, zumindest einigen Lesern bekannt. Kannst du hierzu ein paar Worte berichten für jene Leser, die heute viel­leicht zum ersten Mal davon hören?

Dan König: Es gibt hierzu sehr viel zu sagen und es ist für den Unbe­darften erst einmal wichtig, ein Gespür für diese The­matik zu ent­wi­ckeln. Für Men­schen, welche an die Evo­lution im Sinne der Höher­ent­wicklung glauben, ist das Thema Alde­baran meiner Ansicht nach ohnehin unver­daulich. Keine Chance, lasst einfach die Finger davon. Seid besser schlau und bleibt einfach doof. Sorry, ich möchte nie­manden belei­digen, aber wer sich nicht öffnet und sich ein­liest, wird zu diesem Thema kaum einen Zugang bekommen. Für meinen Teil bin ich nur ein ein­facher Roman­autor, der jedoch das Glück hat, auf seinen Ver­leger Reiner Feistle ver­weisen zu können, der die gestellten Fragen mit seinen Büchern „Alde­baran – Das Ver­mächtnis unserer Ahnen“ oder „Die Rückkehr unser Ahnen“ und weitere Bücher detail­liert beant­worten kann. In diesen Büchern finden sich auch inter­es­sante Hin­weise auf das Dritte Reich und General Kammler. Aber auch die­je­nigen, die sich nicht so tief in diese Materie ein­lesen möchten, werden Lese­freude an meinen Büchern haben und ordnen gewisse Bege­ben­heiten und Epi­soden unter „Science Fiction“ ein.

Bild rechts: Museum am Untersberg, in dem auch Bücher zu den Sagen und Legenden am Untersberg ver­trieben werden. Insert: Dan Davis am Museum am Untersberg (Dan Davis, 2014).

Dan Davis: Über das Dritte Reich zu schreiben ist ja in der heu­tigen Zeit nicht immer för­derlich, zumindest wenn man sich außerhalb der schmalen Pfade bewegt, die unsere Geschichts­bücher als Wahrheit lehren. Warum hast du dich trotzdem aus­ge­rechnet für dieses Thema ent­schieden? Man wird ja heut­zutage schon zuweilen in eine rechte Ecke gestellt, wenn man auch nur andeutet, dass man die Ein­schränkung der Mei­nungs­freiheit auf diesem Gebiet pro­ble­ma­tisch findet, da auch eine andere Meinung als die gelehrte, selbst wenn sie kom­pletter Unfug sein sollte, in einem freien Land möglich und erlaubt sein sollte. Erleben wir hier in Deutschland Anzeichen einer Dik­tatur, auch wenn es der Großteil der Bevöl­kerung nicht wahr haben will – oder ist diese Deutung für dich etwas zu überzogen?

Dan König: Hier stimme ich mit einem Stöhnen zu. Wenn ich daran erinnern darf, wie in den letzten Kriegs­tagen 1945 mit Sol­daten und Zivi­listen umge­gangen wurde, die sich nicht beden­kenlos, fana­tisch und todes­ver­achtend in den Kampf gegen den Feind warfen, dann sehe ich heut­zutage gewisse Par­al­lelen dazu. Die Presse ist gleich­ge­schaltet, die Politik verhält sich immer hek­ti­scher und kopf­loser, im Hand­streich werden Gesetze ver­schärft, die Über­wa­chung dringt in immer mehr Lebens­be­reiche vor, die Denun­ziation hat Kon­junktur. Vor­der­gründig setzt sich die Politik für „Men­schen­rechte“ ein, also für über­mäßig vor­witzige Jour­na­listen im Ausland, während hier im Land Men­schen in poli­ti­scher Gefan­gen­schaft sitzen, weil sie von ihrer Mei­nungs­freiheit Gebrauch gemacht haben. Dabei ist es egal, ob es sich bei diesen Gefan­genen in Deutschland um alte, gebrech­liche Men­schen handelt, die noch niemals mit Drogen gehandelt haben, nie­manden umge­bracht oder miss­handelt haben, keine Ein­brüche oder sons­tigen Straf­taten zum Schaden anderer begangen haben. Sie haben nur etwas gesagt, was in diesem Land per Gesetz ver­boten ist.

Der­weilen laufen in Deutschland Leute in Freiheit herum, die schon seit über zehn Jahren eine unan­fechtbare Abschie­be­ver­fügung in der Tasche haben, mehrfach in Haft waren und es mit Pro­zess­kos­ten­hilfe finan­zierter Anwälte erreichen, dass sie nach derzeit gül­tigen Maß­stäben so gut wie nicht wieder an den Platz gebracht werden können, den der Herrgott für sie vor­ge­sehen hat.

Ehrlich gesagt, wäre es mir durchaus recht gewesen, wenn ein anderer Autor an meiner Stelle diesen Roman schreiben würde. Per­sönlich hätte ich genügend andere Dinge zu ver­wirk­lichen und könnte weitaus ruhiger und kom­for­tabler leben, wie es heute der Fall ist. Aber nun habe ich dieses Fass mit dem Roman eben auf­ge­macht und werde es auch leer trinken, so gut ich eben kann. Ich hätte sonst ohnehin keine Ruhe, wenn ich diesen offenbar kar­misch zwin­genden Auftrag nicht aus­führen würde. Ich habe aber auch Spaß beim Schreiben und freue mich, wenn ich positive Kri­tiken bekomme. Daher ist es gut, wie es ist.

Zum Thema Dik­tatur und Demo­kratie ver­weise ich bei­spielhaft auf unsere Herren und Damen Abge­ord­neten, die in uner­träglich vielen Fällen einfach die ihnen vor­ge­legten Gesetze im Bun­destag nur abnicken. Es gibt da inter­es­sante Bege­ben­heiten aus den letzten Jahren, wo Abge­ord­neten Geset­zes­vor­lagen erst unan­ge­messen kurz vor der Abstimmung im Bun­destag vor­gelegt wurden, in Sachen EU sogar noch in eng­li­scher Sprache.

Es ist unglaublich, wie manche gewis­senlose Abge­ordnete an ihrem Stuhl kleben können, um nicht wieder in den alten Beruf als Lehrer, in Hartz IV oder sonst was abwandern zu müssen, wo doch die Diäten und Zulagen ein so ange­nehmes Leben garan­tieren und „wichtig“ ist man oben­drein. Ich möchte von hier aus einmal die Gele­genheit nutzen der Netz­seite „Abgeordnetenwach.de“ meinen Dank aus­zu­sprechen. Sicherlich denken die Betreiber der Seite auch daran ihr Archiv regel­mäßig zu sichern, damit es nach dem Tag X der Auf­ar­beitung dienlich sein kann.

Die Demo­kratie ist eine wun­derbare Staatsform, um den Unter­tanen zu signa­li­sieren, sie würden mit­be­stimmen und ander­seits können die wirklich Mäch­tigen die Per­sonen an die Spitze manö­vrieren, die man dort haben möchte. Den Rest regeln die „Frak­ti­ons­dis­zi­plinen“ und die Par­tei­listen, wonach die Par­tei­spitze genehme Abge­ordnete auch unver­hält­nis­mäßig stark gegenüber ihren rest­lichen Par­tei­ge­nossen fördern und in Ämter setzen kann. Auch hierzu gibt es inter­es­sante Bücher und Berichte auf kri­ti­schen Netz­seiten zu lesen. Die Par­tei­en­land­schaft könnte nach den Maß­stäben des BKA mög­li­cher­weise als „kri­mi­nelle Ver­ei­nigung“ bezeichnet und somit zer­schlagen werden, wenn es nicht den Schutz­pa­ra­grafen 129 (3) Nr. 1 StGB geben würde. Dieser Umstand ist mir längst bekannt und ich staune darüber, wie vor­aus­schauend die Politik doch denken kann. Bei der Flücht­lings­krise scheint dies aller­dings nicht der Fall zu sein. Oder etwa doch?

Ich bin der Auf­fassung, dass der Großteil der Bevöl­kerung durchaus weiß, was sie von ihren Poli­tikern zu halten hat. Dies ist wohl auch der Grund, weshalb bei Umfragen zum Ver­trauen in Berufs­gruppen, Poli­tiker meistens auf den hin­tersten Plätzen zu finden sind. Bemerken möchte ich der Gerech­tigkeit halber noch, dass wir durchaus auch ehr­liche und auf­richtige Poli­tiker in den Par­la­menten haben. Ich schätze ihre Anzahl auf deutlich unter 20% und bin mir ziemlich sicher, dass sie kaum eine Chance haben, jemals eine Spit­zen­funktion ein­zu­nehmen, sofern sie die Seele der Ehr­lichkeit nicht dem Satan der Kar­riere zu ver­pfänden bereit sind. Wer meine Bücher gelesen hat, weiß, dass in dem Roman eine spi­ri­tuelle Bot­schaft ver­mittelt wird. Wer zu einem anderen Schluss kommen sollte, hat die Bot­schaft nicht verstanden.

Dan Davis: Hattest du selbst schon einmal eine UFO-Sichtung oder ein Erlebnis, welches du als „über­sinnlich“ bezeichnen würdest?

Dan König: Ufo-Sich­tungen hatte ich schon mehrere, wobei ich im Laufe der Jahre wahr­scheinlich schon mehr ver­gessen habe, als andere jemals gesehen haben. An meine erste Sichtung kann ich mich jedoch noch erinnern, obwohl sie schon sehr lange her ist. Ich stand damals als kleiner Schul­junge mit meiner Familie auf dem Balkon und wir schauten in Richtung Süden. Ich kann nicht mehr sagen, warum wir das taten. Jeden­falls kam in diesen Moment ein rotes, rundes Objekt von rechts und raste dicht an uns vorbei. Es hatte keine Sekunde gedauert, dann war das Objekt wieder ver­schwunden. Als es her­an­raste, hatte ich es zuerst im Augen­winkel erkannt und schaute dann nach rechts. Das Objekt erschien erst kleiner und als es auf unserer Höhe war, hatte es viel­leicht einen Durch­messer von einem Meter, schwer zu sagen. Es gab keinen Luftzug und auch kein Geräusch, jedoch ging von dem roten Ball irgend­etwas aus, das ich nicht beschreiben kann. Viel­leicht kann ein UFO-For­scher etwas mit dieser Beschreibung anfangen, ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet. Jeden­falls habe ich keine Angst vor Ufos und wenn einmal eines vor mir landet, werde ich mich ihm nähern und seine Besatzung freundlich begrüßen.

Über­sinn­liche Erleb­nisse sind relativ einfach zu erlangen, eine gelungene Medi­tation oder eine Rück­führung kann dazu schon aus­reichen. Auch Träume sind der Zugang zu über­sinn­lichen Erfah­rungen. Es kann Sinn machen, mit anderen darüber zu reden, wobei ich der Meinung bin, dass diese Dinge so indi­vi­duell sind, dass man durch eigene Recherchen in Büchern oder im Internet diese Erfah­rungen durchaus klären und ein­ordnen kann. Für wichtig halte ich jedoch den angst­freien Umgang damit.

Was ich schon öfters beob­achtet habe, sind hoch­flie­gende Objekte, die innerhalb einer Zeit­spanne von weniger als zwei Minuten vom süd­lichen Horizont zum nörd­lichen Horizont fliegen. Gerade im Sommer, wenn man nachts auf dem Rücken liegend für längere Zeit den Ster­nen­himmel beob­achtet, kann man solche Objekte erspähen. Mit ein wenig Glück kann man auch Objekte erkennen, die wie ein Stern am Himmel stehen, sich dann aber plötzlich ruck­artig bewegen und nach kurzer Zeit im „Nichts“ verschwinden.

Ich halte diese Objekte für UFOs, deren Existenz ange­sichts der vielen bestä­tigten Sich­tungen der letzten Jahr­zehnte als „offen­kundig“ ange­nommen werden darf, für absolut real, wobei ich in guter Gesell­schaft bin. Ich möchte zum Thema UFO-Beob­ach­tungen noch auf Apps für das Smart­phone hin­weisen, die Satel­liten ankün­digen, die für den kurzen Moment auf­blitzen, wenn sie eine Drehung vor­nehmen und dabei ein Son­nen­strahl von ihren aus­ge­brei­teten Solar­zellen reflek­tiert werden. Auch die Inter­na­tionale Raum­station ISS kann über eine App loka­li­siert werden. Mit diesen Apps können Him­mels­ob­jekte, die ver­meintlich als UFO ver­dächtigt werden, erkannt und aus­sor­tiert werden.

Bild oben: Auf­nahme des Hotel Untersberg von einem frü­heren Besuch am Berg im Jahr 2005 von Dan Davis.

 

Dan Davis: Wie würdest du selbst deine poli­tische Gesinnung ein­reihen? Ich frage das nur der Form halber, weil es wieder Leser geben wird, die ober­flächlich denken und schon alleine beim gewählten Thema der Roman­reihe schlimmste Befürch­tungen hegen.

Dan König: Ich bin poli­tisch inter­es­siert und infor­miere mich außerhalb des Main­stream kri­tisch über Vor­gänge hinter den Kulissen. Dabei bin ich mir darüber bewusst, dass jede Bericht­erstattung dazu geeignet oder viel­leicht dazu geschaffen ist, mich in meiner Mei­nungs­findung zu mani­pu­lieren. Extreme Posi­tionen schrecken mich ab und ich ver­suche her­aus­zu­filtern, welche poli­ti­schen und geo­stra­te­gi­schen Vor­gänge dazu dienlich sind, allen Völkern zu ihrem indi­vi­du­ellen Recht zu ver­helfen. Dazu lege ich zugrunde, dass Dinge, die für ein Volk gut sind, andern Völkern durchaus auch schaden können. Eine von bestimmten Kreisen ange­strebte Gleich­ma­cherei der Völker kann nicht funk­tio­nieren, weshalb sich bestimmte Völker auch bewusst vom Rest der Welt abschotten, weil sie die Gefahren erkannt haben. Zustim­mungs­würdige Posi­tionen finde ich bei unseren poli­ti­schen Par­teien von ganz links ange­fangen, bis hin zum rechten Flügel. In dieser Band­breite befinden sich auch Poli­tiker, die ich gerne in einer neuen Partei vereint sehen würde. Ein Wunschtraum.

Als Mili­tarist will ich mich nicht bezeichnen, auch wenn der Titel des Romans diese Ver­mutung durchaus zulässig erscheinen lässt. Ich kenne mich jedoch mit mili­tä­ri­schen Struk­turen etwas aus und halte eine demons­trative Wehr­haf­tigkeit der ein­zelnen Völker auch für wichtig. Denn selbst, wenn ein Volk in spi­ri­tu­eller Har­monie und Ein­tracht lebt, so kann es sich lang­fristig nur am Leben erhalten, wenn es auch wehrhaft ist. Ich erinnere hierzu bei­spiels­weise an den Ein­marsch Chinas in Tibet, wobei es noch viele weitere Fälle gab, wo nach einem her­bei­ge­schwo­renen Kon­flikt homogene Völker in ihrer his­to­risch gewach­senen Kultur zer­schlagen, einer bestehenden Dik­tatur unter­ge­ordnet oder auch zwangs-demo­kra­ti­siert wurden.

Gerne würde ich sehen, wie sich unsere ange­schlagene Demo­kratie in Deutschland wieder erholt und “Volkes Wille” endlich mehr Berück­sich­tigung findet. Ich wundere mich darüber, wie sehr es der Regierung daran gelegen ist, die Bürger mit maschi­nen­les­baren Aus­weisen aus­zu­statten, Pässe mit einem RFID-Chip zu ver­sehen und Staats­tro­janer zu ent­wi­ckeln. Ob dies zur Ein­dämmung der Kri­mi­na­lität oder zur Ver­hin­derung von Ter­ror­an­schlägen dienlich ist, ist fragwürdig.

Eine mit diesen Tech­niken ver­bundene ganz große Chance wird jedoch bewusst außen vor gelassen, nämlich die unmit­telbare Demo­kratie nach Schweizer Vorbild. Wenn wir uns schon mit maschi­nen­les­baren Aus­weisen und sons­tigen Ver­schlüs­se­lungs­tech­no­logien zwei­felsfrei am hei­mi­schen Com­puter iden­ti­fi­zieren können, weshalb gibt es dann keine poli­ti­schen Bestre­bungen, über wichtige poli­tische Fragen den sou­ve­ränen Bürger abstimmen zu lassen. Die Kosten hierfür wären über­schaubar und mög­li­cher­weise güns­tiger und schneller als das Aus­zählen von Wahlzetteln.

Der Wahl­kampf findet heute schon zu einem großen Teil im Internet statt, der Bürger wird über Wahl­themen der Par­teien haupt­sächlich über Radio und Fern­sehen infor­miert. Bro­schüren der Par­teien zu ihren Wahl­pro­grammen landen in unseren Brief­kästen. Wozu sollten wir also noch zum Wählen aus dem Haus gehen? Selbst Bank­ge­schäfte über Mil­lio­nen­be­träge können schließlich heut­zutage auch sehr sicher von daheim online abge­wi­ckelt werden. Seit ich wählen darf, höre ich vor den Wahlen immer Poli­tiker, die für mehr Mit­be­stimmung und mehr Demo­kratie werben. Diese Poli­tiker sind oftmals sogar in regie­renden Par­teien. Dann setzt es doch endlich um!

Ich darf über mich sagen, dass ich ein Mensch bin, der auf der Seite der Wahr­heits­findung steht, anderen dabei gerne hilft und für Gerech­tigkeit ein­tritt. Ob die Wahrheit in der Farbe Grün, Rot, Schwarz, Gelb oder sonst wie ein­ge­färbt auf­tritt, darf dabei nicht ent­scheidend sein. Wir Deut­schen sind ein sehr soziales und hilfs­be­reites Volk, auch wenn wir von der inter­na­tio­nalen Presse oft anders dar­ge­stellt und dabei gerne auf die Jahre 1933 – 1945 redu­ziert werden. Die Völ­ker­ver­stän­digung liegt mir am Herzen und es würde mich mit Freude erfüllen, wenn es uns endlich gelingen würde, die Lebens­be­din­gungen in armen Ländern nach­haltig zu ver­bessern, um Flucht­ur­sachen zu bekämpfen. Leider hat die Politik, meiner Auf­fassung nach, dies­be­züglich in den letzten Jahr­zehnten versagt oder bewusst andere Ziele ange­strebt. Ich gehöre nicht zu den „Welt­bürgern“, bin mir aber darüber bewusst, dass Deutschland zum einen in der Lage ist, anderen Völkern zu mehr Wohl­stand zu ver­helfen und zum anderen auch Bei­träge zum sozialen Frieden in anderen Ländern leisten kann. Dies soll in erster Linie Hilfe beim Ausbau von Infra­struktur bedeuten, wobei Waf­fen­ex­porte jedoch grund­sätzlich unter­bleiben sollen.

Bild oben: Ein­drücke am Fuße des Unters­berges in Öster­reich, foto­gra­fiert von Dan Davis im Jahr 2014.

 

Dan Davis: Welches Thema hat dich aktuell am meisten beschäftigt und/oder geärgert, wenn du die Nach­richten ein­ge­schaltet hast? Und warum?

Dan König: Früher habe ich regel­mäßig Nach­richten ange­schaut, heute geschieht das eher bei­läufig. Inter­es­san­ter­weise erreichen mich aber immer die Nach­richten, die für mich inter­essant sein könnten, bzw. wirklich wichtig sind. Ich habe es mir abge­wöhnt, mich über Nach­richten zu ärgern, die von unseren „Qua­li­täts­medien“ allzu plump „nach­be­richtet“ oder auf durch­schaubare Weise dazu getrimmt wurden, beim Zuschauer eine bestimmte Schluss­fol­gerung her­bei­zu­führen. Leider fallen immer noch zu viele Leute auf diese Art der Gehirn­wäsche rein.

Dem auf­merk­samen Nach­rich­ten­schauer ist in letzter Zeit viel­leicht auf­ge­fallen, dass sich die Nach­rich­ten­sprecher einer neu­ar­tigen Sprech­technik bedienen. Diese Sprech­technik ermög­licht es, durch bestimmte Beto­nungen und Sprech­pausen, auch besonders fatale Nach­richten so aus­zu­sprechen, dass man die Tragik eines Berichts, bei allei­niger Betrachtung des gespro­chenen Ton­falls, nicht mehr von einem Bom­ben­at­tentat oder der Prä­sen­tation eines rühr­se­ligen Tier­nach­wuchses in irgend­einem Zoo unter­scheiden kann.

Auch hat die miss­bräuch­liche Ver­wendung von Bildern zu Nach­richten ein bedenk­liches Ausmaß ange­nommen. Es fällt mir oftmals auf, dass die im Hin­ter­grund gezeigten Bilder zu einer Meldung die ver­gleichs­weise „harmlose“ Meldung durch gezeigte Schre­ckens­bilder um ein Viel­faches ver­stärken, wobei selten klar ist, ob diese Bilder tat­sächlich auch zu der Meldung gehören oder nur eben pas­sen­der­weise aus dem Archiv geholt und ent­spre­chend zusam­men­ge­schnitten wurden, ver­gleichbar mit einer Hausfrau, die eben mal ins Regal greift, um einem faden Essen mal etwas mehr Würze zu verpassen.

Die Nach­richt haben wir in diesen Fällen eher schnell wieder ver­gessen, die Ein­drücke der Bilder bleiben aber in unserm Unter­be­wusstsein gespei­chert und beein­flussen uns weitaus mehr wie Worte, da das mensch­liche Gehirn in Bildern denkt. Wir hören ein Wort oder einen Namen und schon sucht unser Gehirn in seinem Archiv ein pas­sendes Bild dazu. Du kennst das…

Was mich beim Schauen der Nach­richten dennoch ärgert, sind deutsche Poli­tiker, die keine Gele­genheit aus­lassen, ständig die „his­to­rische Schuld der Deut­schen“ warm­zu­halten. Der letzte Bun­des­prä­sident ist dabei sogar auf Schau­plätzen auf­ge­treten, die seine Vor­gänger scheinbar noch gar nicht kannten, denn in Oradur-sur-Glane war er 2013 der erste Bun­des­prä­sident. Ob sich jemals ein aus­län­di­scher Staatsmann bei Herrn Gauck für hun­dert­tau­send­fache Kriegs­ver­brechen, auch nach Kriegsende, an Deut­schen Wehr­macht­sol­daten und an Zivi­listen ent­schuldigt hat, ent­zieht sich meiner Kenntnis. Der bekannte Autor Andreas Popp hat einmal eine pas­sende Erklärung dazu geäußert. Er sagte sinn­gemäß, dass man sich bei der Frage nach den Kriegs­ver­brechen anderer nicht selbst rein waschen wolle, sondern es darum ginge, den Schmutz etwas gleich­mä­ßiger zu verteilen.

Zuletzt will bzw. muss ich noch das Ver­halten der Bun­des­kanz­lerin zur Flücht­lings­krise beleuchten, was ja eben­falls die Nach­richten rauf und runter lief, Gegen­stand vieler Fern­seh­dis­kus­sionen war und immer noch ist. 2015 wurde mit dem Segen von Frau Merkel nicht nur gel­tendes inter­na­tio­nales Recht gebrochen, sondern sie hat zudem befremd­liche Bot­schaften von sich gegeben. „Wir schaffen das“ ist die wohl bekann­teste Aussage. Ich frage mich aller­dings, wen sie mit „wir“ gemeint hat, und in welcher Inter­pre­tation dieser Aussage sie letzt­endlich Recht behalten wird.

Die nächste Welle der Flücht­lings­krise zeichnet sich heute, im August 2017, bereits ab. Wir werden sehen, ob diese Welle noch vor der Bun­des­tagswahl ein­trifft oder ob mög­li­cher­weise wahl­ent­schei­dende Umstände erst nach dieser Wahl ein­treten werden. Steue­rungs­mög­lich­keiten der Politik sind hierfür durchaus vor­handen, nur reden die Herr­schaften nicht gerne darüber. Der unsen­sible Umgang, mit dem in dieser Frage durchaus wich­tigen tür­ki­schen Staats­prä­sident Erdogan und die in den Main­stream-Medien gebräuch­liche Rhe­torik zu dem Thema, lässt nichts Gutes erwarten.

Ach ja, da war noch der Fern­seh­be­richt von dem angeblich min­der­jäh­rigen, unbe­glei­teten Flüchtling, irgendwo aus Nord­afrika. Meiner Schätzung nach war er ca. 25 Jahre alt und mit dem Ted­dybär, den ihm das Filmteam unter den Arm gesteckt hatte, wirkte er wie eine Parodie auf Mr. Bean. Es wurde u.a. mit der ganzen Palette der Kuschel- und Betrof­fen­heits-Rhe­torik über die Zukunfts­ängste des jungen Mannes berichtet… herz­er­wei­chend… was hab ich mich amü­siert… Es ist manchmal unbe­schreiblich, was mit unseren Rundfunk-Gebühren so pro­du­ziert wird. Leider bleibt uns dabei nicht einmal die Werbung zwi­schen den Filmen und Bei­trägen, trotz staat­lichem „Zwangs-Abo“, erspart.

Dan Davis: Arbeitest Du bereits an Band 3?

Dan König: Die ersten zwei Kapitel für Band III stehen bereits. Es war so, dass mein Ver­leger Reiner Feistle, sich am Ende von Band II noch etwas „Action“ wünschte. Ich hatte dies zwar erst für Band III vor­ge­sehen, hatte dann kurz vor Abgabe des Manu­skripts noch einen großen Spaß dabei, als ich das Kapitel 19 „Der flie­gende Panzer“ schrieb. Im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden, werde ich an Band III wei­ter­ar­beiten und die Geschichte wird in ihrem Lauf im Januar 1944 wei­ter­gehen. In diesem Jahr wird viel pas­sieren und ich bin selbst mal gespannt, zu welcher Zeit Band III endet. Wird es 1944 oder 1945 sein? Die Ereig­nisse werden immer schneller auf­ein­ander folgen, der Druck auf General Kammler wird größer werden und auch sein Stab wird ver­größert. Zum Schreiben habe ich mas­senhaft Ideen und auch mehr als genug his­to­ri­sches Material, das es im Roman zu ver­ar­beiten gilt.

Wann Band III erscheinen wird, kann ich heute aller­dings noch nicht sagen, denn es hängt davon ab, welche anderen Pro­jekte meine Auf­merk­samkeit auch auf sich ziehen. Ich lasse den Dingen erst mal ihren Lauf und warte ab, was sich ergibt und mir wichtig erscheint.

Es war mir in der Ver­gan­genheit zu einem gewissen Grad unan­genehm, ständige und wie­der­holte Nach­fragen nach Band II auf „später“ und mit „ich arbeite so schnell es eben geht“ beant­worten zu müssen. Ach, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte…

Jeden­falls habe ich mir vor­ge­nommen, dass, wenn die Nach­frage nach Band II mir in die „schwarzen Zahlen“ ver­hilft, dies eine weg­wei­sende Moti­vation zur beschleu­nigten Ver­öf­fent­li­chung von Band III bedeuten soll, was aber zu beob­achten bleibt. Ein län­gerer Urlaub steht mir seit Jahren eben­falls mal zu.

Was ich aber heute schon ver­sprechen kann, ist wieder viel Spannung in dem Aben­teuer, das 1943 begann und in unserer Gegenwart immer noch seinem, hof­fentlich glück­lichen, Ende ent­gegen strebt. Der Ball ist noch im Spiel und viel­leicht endet das Match ja mit einem Elfmeterschießen…

Dan Davis: Vielen Dank für das Interview!

 

 

 

(Copy­right by COVER UP! News­ma­gazine, 04.08.2017)

(Copy­right Bilder: by Dan König / Allstern Verlag und Dan Davis)

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich hier:  http://www.cover-up-newsmagazine.de/DAN-K-NIG—Interview-2017.html