Kli­ma­chaos-Behaup­­tungen lösen weiter­hin Betroffen­heit aus

Von dem Ver­fahren Oakland vs. Ölun­ter­nehmen bis zu lächer­licher „For­schung“ – die Angriffe hören niemals auf.
Jeder, der glaubte, dass die Rhe­torik bzgl. des „men­schen­ge­machten Klima-Katak­lysmus’“ nicht über das Niveau während der Obama-Regierung hin­aus­gehen kann, sollte die Kla­ge­schrift lesen im „öffentliches-Ärgernis“-Verfahren, welches derzeit vor Bun­des­richter William Alsup [auf Deutsch beim EIKE hier] in einem Gerichtshof in Kali­fornien aus­ge­tragen wird: Oakland vs. BP und andere Ölunternehmen.
(Von Paul Driessen)

Die Vor­würfe lesen sich pha­sen­weise, als ob sie von einem Monty Python Comedy Team und ein paar Jura­stu­denten im ersten Semester geschrieben worden sind. Die beklagten Unter­nehmen sollen „kon­spi­riert“ haben, um gefähr­liche Treib­stoffe her­zu­stellen, heißt es in der Kla­ge­schrift, und sie sollen dabei „dem Drehbuch von Big Tobacco“ gefolgt sein, während sie „Leugner-Gruppen“ finan­zieren, damit diese die „eta­blierte“ Kli­ma­wis­sen­schaft in Frage stellen, die „bei­spiel­losen“ Risiken der vom Men­schen ver­ur­sachten glo­balen Erwärmung „her­un­ter­spielen“ sowie „unbe­gründete Angriffe gegen die Inte­grität“ füh­render „Konsens“-Wissenschaftler führen.

Und weiter: „Farbige Per­sonen“ und andere „sozial ver­wundbare“ Indi­viduen werden am stärksten betroffen sein. (Dabei dürften diese Per­sonen viel mehr durch die Kli­ma­po­litik geschädigt werden, treibt diese doch die Preise von Energie und Nah­rungs­mitteln hoch).

Die Anwälte von Oakland greifen scharf den Astro­phy­siker Wei Hock „Willie“ Soon an, weil er die unver­zeih­liche Sünde begangen hat zu fragen, ob nicht die Sonne irgend­etwas mit Kli­ma­wandel zu tun hat. Sie bekamen nicht einmal seinen Ph.D. richtig hin. Sie nennen ihn „Raum­fahrt-Inge­nieur“ und behaup­teten, dass er per­sönlich der Emp­fänger von 1,2 Mil­lionen Dollar sei, die in Wirk­lichkeit an die Harvard Uni­versity geflossen sind (dies geht ein­deutig aus vielen, leicht zugäng­lichen Doku­menten hervor).

Sie erwähnen nicht einmal ansatz­weise die Mil­li­arden Dollars der Steu­er­zahler, welche Jahr für Jahr unter For­scher und Akti­visten auf­ge­teilt worden sind, welche die alar­mis­ti­schen Stand­punkte bzgl. globale Erwärmung und erneu­erbare Energie vorantreiben.

Oakland und seine Mit­streiter erwarten, dass der Gerichtshof ihre Behaup­tungen eins zu eins akzep­tiert als „eta­blierte“ Wis­sen­schaft. Es bestehe ihnen zufolge kein Bedarf, Beweise aus der realen Welt als Stützung dieser Behaup­tungen zu prä­sen­tieren. Sie betonen allen Ernstes besonders, dass stei­gende Mee­res­spiegel und die daraus fol­gende „unmit­telbare Bedrohung durch kata­stro­phale Flut­wellen“, welche von Com­pu­ter­mo­dellen „pro­ji­ziert“ werden, jetzt via fossile Treib­stoffe der primäre oder alleinige Treiber des Kli­ma­wandels sind, welche die Sonne, kos­mische Strahlen, Mee­res­ströme und andere mächtige Natur­kräfte ersetzt haben, welche „zuvor“ für Kli­ma­wandel ver­ant­wortlich waren.

In ihrer Klage gegen fünf große Ölun­ter­nehmen igno­rieren sie die Tat­sache, dass die Unter­nehmen nur sehr wenig des Treib­stoffes ver­brennen, den sie erzeugen. Es sind die Stadt­re­gie­rungen der Kläger und deren Wähler, welche nur zu glücklich waren, seit über einem Jahr­hundert Öl und Erdgas zu ver­brennen, um ihre Autos zu fahren, um zu heizen, kühlen, beleuchten sowie ihre Büros und Woh­nungen zu erleuchten und zu elek­tri­fi­zieren – und über­haupt erst ihre Industrie, ihre Kom­mu­ni­kation, Gesundheit und Lebens­stan­dards ermöglichten.

In dem Prozess sind sie es, die das Pflanzen dün­gende CO2 erzeugt haben, welches ver­meintlich die Ursache der bei­spiel­losen glo­balen Erwärmung sein soll, die Ursache schmel­zender Eis­kappen und stei­gender Mee­res­spiegel. Koh­len­was­ser­stoffe befeuern auch die unab­ding­baren Strom­ge­ne­ra­toren der Wind- und Solar­ein­rich­tungen in Kali­fornien – und liefern Roh­ma­te­rialien für Stoffe, Plastik, Gemälde, Phar­ma­pro­dukte und zahl­reiche andere Erzeug­nisse, welche die Kläger jeden Tag nutzen.

Genauso pro­ble­ma­tisch für die Kläger ist, dass die „eta­blierte Konsens“-Wissenschaft, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Kla­ge­schrift und die Aus­sagen vor Gericht zieht, immer unsi­cherer und immer hit­ziger debat­tiert wird. Der Wis­sen­schaftler am Heartland Institute Joe Bast weist darauf hin, dass selbst das IPCC höchst­selbst inzwi­schen zahl­reiche Zweifel und Unsi­cher­heiten ein­räumt hin­sichtlich der Rate des Mee­res­spiegel-Anstiegs, der Rolle von CO2, den Ursachen und der Dauer des „Still­stands“ der glo­balen Erwärmung, welcher inzwi­schen schon 23 Jahre andauert. Tat­sächlich ist die Tem­pe­ra­tur­spitze des starken El Nino 2015/16 weit­gehend wieder ver­schwunden, und Ozean und Atmo­sphäre kühlen sich wieder fort­ge­setzt ab.

Die Ölun­ter­nehmen haben sich ent­schlossen, gar nicht so viel Kli­ma­wis­sen­schaft in dem Ver­fahren her­an­zu­ziehen. Aller­dings haben Lord Chris­topher Monckton, Will Happer, Richard Lindzen und deren Kol­legen Fragen ange­sprochen über Gleich­ge­wichts-Kli­ma­sen­si­ti­vität [auf Deutsch beim EIKE hier] und damit zusam­men­hän­gende Dinge, und zwar in Sach­ver­stän­digen-Gut­achten für das Gericht.

Die Behauptung von Oakland, der zufolge die Ölun­ter­nehmen „kon­spi­rierten“, um „die Wis­sen­schaft“ zu glo­baler Erwärmung und Kli­ma­wandel zu ver­stecken und falsch dar­zu­stellen, steht auf sehr dünnem Eis. In einigen Berichten heißt es, dass Richter Alsup diese Behaup­tungen zurückwies oder urteilte, dass die Kläger keinen Beweis dafür erbringen konnten, dass es eine Kon­spi­ration gab. In jedem Falle wird es eine Ent­scheidung zu all dem geben, die ver­lie­rende Partei wird Revision ein­legen, und der ganze Fall wird wahr­scheinlich vor dem obersten US-Gerichtshof landen.

Inzwi­schen ver­ur­sachen Kli­ma­chaos-Behaup­tungen in einigen Kreisen wei­terhin Betrof­fenheit. Zu viel Geld, Macht, Prestige, Kon­trolle und Wohl­stands-Umver­teilung steht auf dem Spiel, so dass kaum ein anderer Weg denkbar ist.

Tat­sächlich nutzen Viele in dem Klima-indus­tri­ellen Komplex im Wert von 1,5 Bil­lionen Dollar pro Jahr diesen Fall (und glei­cher­maßen dehnbare Mantras von „Nach­hal­tigkeit“), um den Kapi­ta­lismus freier Märkte durch eine tota­litäre Eine-Welt-Regierung zu ersetzen; fossile Energie und Kern­kraft (welche zur Zeit 85% der ver­brauchten Energie in den USA und global aus­machen) durch teure, Land fres­sende Wind‑, Solar- und Bio­en­ergie zu ersetzen sowie die Hoff­nungen und Träume armer Men­schen auf der ganzen Welt durch eine Politik zu zer­schlagen, die es nur in sehr geringem Umfang gestattet, dass sich deren Lebens­standard verbessert.

Tat­sächlich ver­steigen sich die Kli­ma­wandel-Chaoten dazu, nicht nur Koh­len­dioxid und Methan für eine runaway-globale Erwärmung ver­ant­wortlich zu machen, sondern auch Asthma-Inha­la­toren und Fleisch­diäten. Die Folgen hiervon sind nicht nur stei­gender Mee­res­spiegel, wär­meres und käl­teres Wetter, nassere und tro­ckenere Zeiten, Wald­brände, nicht exis­tie­rendes Mas­sen­aus­sterben und anderen oftmals erwähnte Pseudo-Katak­lysmen. Auch kleiner wer­dende Tiere, eine immer schlimmere Dro­gen­krise sind ent­halten, ebenso wie die endlose Litanei oftmals erhei­ternder Beschwerden und Kata­strophen, gelistet in The Warmlist und deren video coun­terpart.

Die „Lösung“ besteht nicht darin, die fossile Treib­stoffe einfach im Boden zu lassen. Sie besteht auch in der Akzeptanz aus­ge­prägter Ände­rungen des Lebens­stils sowie des Ver­zehrs kli­ma­freund­licher Insekten (gilt nicht für die herr­schenden Eliten, sondern nur für uns Normalverbraucher).

Und die wirk­lichen Aus­wir­kungen der Furcht vor dem Klima-Katak­lysmus sind nicht nur immer höhere Preise für immer weniger, unzu­ver­läs­si­geren, das Netz desta­bi­li­sie­renden „grünen“ Strom. Dar­unter sind auch die Not­wen­digkeit Aben­teurer zu retten, welche ver­suchen, über das ver­meintlich schmel­zende Eis in Arktis und Ant­arktis zu segeln, mit Motor­schlitten zu fahren oder zu wandern – nur um dann gerettet werden zu müssen, weil sie gestrandet sind, Frost­beulen davon­tragen und ihre Schiffe in rapide gefrie­rendem Eis festsitzen.

Was also sollen die strammen Statt­halter der Kli­ma­ka­ta­strophe tun, wenn Tem­pe­ra­turen und Mee­res­spiegel es ablehnen, den Reden Al Gores sowie „Pro­jek­tionen“ von Com­pu­ter­mo­dellen und „Sze­narien“ zu folgen? Oder wenn Vor­her­sagen über immer mehr Hur­rikane eine rekord­lange Zeit von 12 Jahren folgt, ohne dass irgendein Sturm der Kate­gorie 3 bis 5 auf das US-Festland übergreift?

Eine Stra­tegie besteht darin, Dis­kus­sionen mit allen abzu­lehnen, welche die düs­teren Hypo­thesen, Daten oder Schluss­fol­ge­rungen hin­ter­fragen. Eine andere Stra­tegie ist es, Ori­gi­nal­daten zu „homo­ge­ni­sieren“, zu „kor­ri­gieren“ und zu mani­pu­lieren, damit die Tem­pe­ra­turen der Dust Bowl-Ära [= die drei­ßiger Jahre im vorigen Jahr­hundert in den USA, Anm. d. Übers.] nicht so warm daher­kommen – und damit die langen und bit­ter­kalten Winter der letzten Jahre nicht so kalt erscheinen. Zu diesem Zweck wurden Auf­zeich­nungen lokaler Tem­pe­ratur-Mess­punkte um bis zu 1,7 Grad Celsius adjus­tiert (hier).

Was die zahl­reichen Artikel und Studien betrifft, welche bei Watt­sUp­Wi­thThat.com, DrRoy­Spencer.com, Cli­ma­te­Depot.com, Cli­ma­teCh­an­ge­Re­con­si­dered.org und anderen Sites ver­öf­fent­licht werden, welche sich auf Kli­ma­studien und For­schungen auf der Grundlage von beweisen kon­zen­trieren und welche Behaup­tungen wie jene in Frage stellen, auf welche sich die Klage von Oakland stützt – die immer häu­figer ergriffene Stra­tegie besteht darin, Algo­rithmen und andere Tak­tiken anzu­wenden, um ent­spre­chende Arbeiten ganz an das Ende von Such­ma­schinen-Anfragen zu stellen. Lange Listen alar­mis­ti­scher Behaup­tungen, Artikel und Per­spek­tiven erscheinen zuerst, es sei denn, ein Student oder ein anderer For­scher gibt sehr spe­zi­fische Such­be­griffe ein. Selbst die großen Schwach­punkte von Wind­energie [auf Deutsch beim EIKE hier] sind schwer zu finden, wenn man nicht ganz genau weiß, wonach man sucht.

Google, Facebook, You Tube und andere Such- und Sozi­al­medien scheinen sich zu Schieds­richtern auf­ge­schwungen zu haben, zu welchen Fakten und Rea­li­täten wir Zugang haben dürfen, was unsere Kinder lernen sollen. Sie helfen dabei, Wis­sen­schaftler zu stig­ma­ti­sieren und zu schi­ka­nieren, deren For­schungen oder Stand­punkte nicht zu akzep­tierten linken Per­spek­tiven passen. Sie haben sogar pro­fes­sio­nelle Wer­be­träger enga­giert, um die Reden poli­ti­scher Gegner zu kon­trol­lieren.

Und all das seitens der Cham­pions der freien Rede, von Toleranz, Diver­sität und Inklusion. Nicht vergessen:

Es geht nicht darum, ob sich unser Planet erwärmt oder ob sich Wetter und Klima ändern. Es geht darum, welche Ursachen diese Fluk­tua­tionen haben, wie viel davon auf fossile Treib­stoffe und wie viel auf natür­liche Kräfte zurückgeht, und darum, ob irgend­welche kom­menden Ände­rungen genauso kata­strophal sind, wie es durch natür­liche Kräfte in der Ver­gan­genheit schon oft vor­ge­kommen ist (man stelle sich einmal vor, wie es unseren Städten, Bau­ern­höfen und der Menschheit gehen würde, falls es zu einer wei­teren Pleis­tozän-Eiszeit kommen sollte).

All dies unter­streicht wieder einmal, warum Amerika und die ganze Kli­ma­wis­sen­schaft ein „Red Teams“ braucht, mehr Klima-Bildung auf der Grundlage von Beweisen und eine Umkehr der will­kür­lichen, von Obamas EPA in den Raum gestellten Behauptung, wonach Koh­len­dioxid-Emis­sionen irgendwie das mensch­liche Wohl­ergehen und den Wohl­stand gefährden.

Paul Driessen is senior policy analyst for the Com­mittee For A Con­structive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books and articles on energy and envi­ron­mental policy.


Quelle: Link: https://www.iceagenow.info/climate-chaos-claims-continue-causing-consternation/
Über­setzt von Chris Frey für EIKE