Die Pattex-Kanz­lerin — Prof. Dr. Jörg Meuthen sagt: Drei weitere Jahre Merkel? Eine Horrorvorstellung!

Im macht­be­wussten Kanz­ler­wahl­verein namens CDU/CSU gibt es Schmerz­grenzen, was Wahl­er­geb­nisse angeht. Ich möchte hier zwar nicht mit ein­zelnen Pro­zent­werten jon­glieren, aber klar ist: Nicht jedes Wahl­er­gebnis wird zu einem “Weiter so mit Merkel” in Berlin führen, meint Jörg Hubert Meuthen.
Vor der denk­wür­digen Abstimmung, welche Volker Kauder um sein Amt als Frak­ti­ons­vor­sit­zenden brachte, hatte Angela Merkel noch vor den Unions-Abge­ord­neten ihr gesamtes poli­ti­sches Gewicht in die Waag­schale geworfen: “Ich brauche Volker Kauder”, so die Kanz­ler­dar­stel­lerin beinahe flehentlich.
Sie hat ihn nun nicht mehr, den von ihr so dringend benö­tigten Volker Kauder – ihren häufig nicht gerade zim­per­lichen Mehr­heits­be­schaffer, der sicherlich nicht jeden Abend mit der Lektüre von Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG ins Bett ging: Abge­ordnete sind nämlich nach unserer Ver­fassung weder an Auf­träge noch an Wei­sungen (auch nicht an die eines Frak­ti­ons­vor­sit­zenden Kauder!) gebunden, sondern nur ihrem Gewissen unterworfen.
Ihr Herr Kauder ist nun also Geschichte, und auch etwas ganz anderes, noch viel Wich­ti­geres hat sie nun nicht mehr: nämlich das Ver­trauen ihrer Unionsfraktion.
Das Ver­trauen der eigenen, die Regierung zuvor­derst tra­genden Fraktion nicht mehr zu haben, das aber ist das Ende eines deut­schen Kanzlers.
Nicht einmal mehr das ZDF traut sich, diese trostlose Regie­rungs-Rea­lität zu beschö­nigen; der Kom­mentar des Chef­re­dak­teurs Peter Frey im heute-journal vom vor­gest­rigen Abend endet mit den Worten:
“Wer das Ver­trauen der eigenen Fraktion ver­loren hat, kann nicht mehr lange im Amt bleiben.”
In meiner Kolumne hatte ich geschrieben, dass diese Frau (auf­grund der Offen­sicht­lichkeit ihres Ver­trau­ens­ver­lustes) nun keine Ver­trau­ens­frage mehr zu stellen braucht, sondern dass ein ein­facher Rück­tritt genügt.
Von Rück­tritt kann bei dieser Pattex-Kanz­lerin aber über­haupt keine Rede sein – selbst nach dieser schweren Nie­derlage scheint sie in ihrem uner­schüt­ter­lichen Rea­li­täts­verlust zu glauben, Deutschland brauche sie unbe­dingt wei­terhin im Kanzleramt.
Wenn sie aber nicht zurück­tritt, dann sollte sie wenigstens den Mut haben, sich des Ver­trauens der Mehrheit des Bun­des­tages zu ver­si­chern. Dass sie aber auch daran nicht im Traum denkt, machte gestern Steffen Seibert, ehemals gut ver­sorgter GEZ-Mann, nun Merkels offi­zi­eller Regie­rungs-Laut­sprecher, mit den Worten deutlich: “Ein ganz klares NEIN.”
Ein ganz klares NEIN zur Ver­trau­ens­frage, selbst­ver­ständlich auch ein ganz klares NEIN zum Rück­tritt – das war absehbar.
Genauso absehbar ist aller­dings auch der einzige Not­ausgang, den es für Deutschland nun noch gibt, bevor sich wieder viele Monate blei­erner Merkel-Schwere über unser Vaterland legen: Das sind die Land­tags­wahlen in Bayern und Hessen im Oktober.
Seien Sie ver­si­chert, liebe Leser: Im macht­be­wussten Kanz­ler­wahl­verein namens CDU/CSU gibt es Schmerz­grenzen, was Wahl­er­geb­nisse angeht. Ich möchte hier zwar nicht mit ein­zelnen Pro­zent­werten jon­glieren, aber klar ist: Nicht jedes Wahl­er­gebnis wird zu einem “Weiter so mit Merkel” in Berlin führen.
Sind diese Wahl­er­geb­nisse nämlich nur aus­rei­chend desaströs, dann wird sich in der Union, und zwar ins­be­sondere in der nun unter neuer Führung auf­at­menden Uni­ons­fraktion, Revo­lu­tio­näres (zumindest für CDU-Ver­hält­nisse) ereignen: Getrieben von der puren Angst um die eigenen Fut­ter­tröge werden die heute vor­der­gründig noch loyalen Uni­ons­leute die Pattex-Kanz­lerin von ihrem Sessel los­lösen und aus dem Kanz­leramt tragen.
Machen Sie sich, liebe Leser – ins­be­sondere dann, wenn sie in Bayern oder Hessen wohnen -, klar: Der Wähler und nur der Wähler hat es in der Hand, dass genau dies passiert.
Jeder von Ihnen möge also mit all seinen Bekannten, Ver­wandten, Arbeits­kol­legen und Freunden aus den betrof­fenen Bun­des­ländern sprechen und ihnen klar­machen: Jede Stimme für das Par­tei­en­kartell CDUC­SUS­PDFDPGRÜ­NE­LINKE (in Bayern auch die “Freien Wähler”) führt am Ende immer zu einer Stärkung von Merkel.
Nur die aus­rei­chende Stimm­abgabe für unsere Bür­ger­partei kann die Kanz­ler­schaft dieser Frau beenden, bevor sie noch mehr Schaden in Deutschland anrichten wird. Offi­ziell hat sie dazu im Moment noch drei quälend lange Jahre Zeit – aber wer mag sich vor­stellen, wie Deutschland nach drei wei­teren Jahren Merkel-Kanz­ler­schaft aussähe? Eine Horrorvorstellung.
 


Quelle: TheEuropean.de