Islamismus & Terror

Das Kreuz mit dem Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss – Widerstand gegen Halbmond deutlich geringer

3. Januar 2019

Die Kuppel auf dem Berliner Stadtschloss bekommt ein Kreuz – oder auch nicht – oder doch – oder eben nicht. So ganz sicher weiß das wohl niemand. Denn immer wieder entflammen die Diskussionen darüber neu.

Das letzte Bild vom Stadtschloss vor dessen Sprengung durch das SED-Regime Ende 1950 zeigt eindeutig ein Kreuz auf der ausgebrannten Schlosskuppel. Dieses Bild ist eine der historischen Vorlagen, anhand derer das Stadtschloss wieder errichtet werden soll – historisch detailgetreu, wie es immer wieder hieß. Doch bei dem Kreuz auf der Schlosskuppel scheint man sich mit der historischen Detailtreue nicht so ganz sicher zu sein. Immer wieder entfachen bestimmte politische Strömungen die Diskussion um das Kreuz neu, um dessen Errichtung mit allen Mitteln zu verhindern.

Aktuell versucht man, das zu errichtende oder eben nicht zu errichtende Kreuz mit der Kolonialpolitik von Kaiser Wilhelm II in Verbindung zu bringen. Historisch gesehen ist das vollkommener Humbug, da bereits ein Bild von 1853 das Schloss samt Kuppelbau sowie dem obenauf angebrachten Kreuz zeigt. Besagter Wilhelm wurde ab er erst 1888 im sogenannten Dreikaiserjahr zu Kaiser Wilhelm II gekrönt. Erst mit ihm begann die deutsche Kolonialpolitik so richtig Schwung aufzunehmen. Bis dahin war lediglich Deutsch-Südwest (das heutige Namibia) im April 1884 durch Bismarck zum deutschen Schutzgebiet erklärt worden. Mehr als dreißig Jahre nach Weihung der Schlosskuppel.

Den Kritikern geht es nicht um den korrekten historischen Kontext. Sie wollen aus fadenscheinigen Gründen die Wiedererrichtung des Kreuzes auf dem Stadtschloss verhindern. Vermutlich wäre ihr Widerstand gegen einen Halbmond deutlich geringer.


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