BILD berichtet heute groĂź ĂĽber einen Fall vor dem StuttÂgarter LandÂgeÂricht. Die “Politik-Rebellin” Friedhild Miller aus SinÂdelÂfingen kommt demnach nicht mehr an ihr prall gefĂĽlltes Konto mit ĂĽber 128.000 Euro GutÂhaben ran, weil die KreisÂsparÂkasse BöbÂlingen es gesperrt hat. Es geht vorÂderÂgrĂĽndig um die Frage, ob die Frau, die schon bei DutÂzenden von KomÂmuÂnalÂwahlen im Ländle kanÂdiÂdierte — und viele davon angeÂfochten hat, weil sie WahlÂbetrug witÂterte — noch geschäftsÂfähig ist.
Die Empörung darüber ist im Internet groß, viele wittern Repression gegen die Dissidentin.
Der Fall ist symÂptoÂmaÂtisch, denn er steht beiÂspielhaft dafĂĽr, wie schnell es heuÂzutage gehen kann, dass man wegen poliÂtiÂscher AktiÂvität beruflich und wirtÂschaftlich unter die Räder kommt.
Das chiÂneÂsische SoziÂalÂkredit-System mit seiner umfasÂsenden KonÂtrolle — das in der VolksÂreÂpublik vom Staat aufÂgebaut und durchÂgeÂsetzt wird — wenden im Westen immer mehr Firmen und Behörden (in VerÂtretung des Staates) an.
Wussten Sie, dass LebensÂverÂsiÂcherer in den USA auf Basis der EinÂträge von Internet-Nutzern die VerÂsiÂcheÂrungsÂbeiÂträge erhöhen können? Wussten Sie, dass AirBnB Sie ins digitale Exil verÂbannen kann? Dass Scanner in Bars und Pubs Ihr VerÂhalten beobÂachten und sie HausÂverbot bekommen können? Dass Sie selbst auf WhatsApp gebannt werden können?
Auch in Deutschland findet die soziale und wirtÂschaftÂliche Ă„chtung des VerÂhaltens einÂzelner BĂĽrger durch Firmen und Behörden immer mehr Anhänger.
Die Polizei in Berlin baut bekanntlich eine Datenbank ĂĽber Beamte mit “rechtsÂlasÂtigen EinÂstelÂlungen” auf. Der ChemÂnitzer FC hat seinen Kapitän wegen poliÂtisch umstritÂtener Ă„uĂźeÂrungen entÂlassen. Im deutÂschen FuĂźball wird immer rigoÂroser gegen poliÂtisch unliebsame MenÂschen Front gemacht, BeiÂspiel EinÂtracht Frankfurt.
Ganz offen wird inzwiÂschen die Frage gestellt, ob Internet-KonÂzerne “Nazis die InfraÂstruktur entÂziehen” sollen.
In den MainÂstream-Medien wird laut nachÂgeÂdacht, wie man mit KolÂlegen umgeht, “wenn es braun am ArbeitsÂplatz wird”. Und Mieter mĂĽssen es laut dem AmtsÂgeÂricht in GötÂtingen dem WohÂnungsÂeiÂgenÂtĂĽmer mitÂteilen, wenn sie der AfD angeÂhören, weil sie wegen erhöhter GefährÂdungslage zum Risiko werden können. Melden sie nicht, risÂkieren sie eine Anklage wegen “argÂlisÂtiger Täuschung”.
So weit ist es im GesinÂnungsÂstaat Deutschland bereits gekommen. “Wehret den Anfängen” wäre inzwiÂschen eine reichlich verÂspätete Empfehlung.
