Asylanten - Foto: radekprocyk / 123RF Standard-Bild
Allgemein

Was, wenn das wirtschaftliche Strohfeuer des Migrantenstroms erlischt?

9. August 2019

Von Albrecht Künstle

  • Ökonomen bestätigen meine These des Scheinbooms der letzten Jahre
  • Im Jahr 2020 dürfte vieles zu Asche zerfallen, was vorher loderte

Bald wird dieses Strohfeuer abgebrannt sein, im nächsten Jahr wird wirtschaftliches und soziales „Heulen und Zähneknirschen“ anstehen. Die Frage wird sich stellen, wer wird dann gehen müssen, die zuletzt kamen oder die schon länger hier arbeiten und wohnen.

Nun wird meine These, wonach der Massenimport von Menschen eine zusätzliche Wirtschaftsbelebung auslöste, leider nur als Strohfeuer, von einem Ökonomen bestätigt. Dazu siehe (englisch) twitter.com/SkyNews Im Wirtschafts-Video erklärt ein australischer Ökonom das Problem. Er unterscheidet zu Recht zwischen «Productivity-Growth» (Wachstum durch Produktivität) und «Immigration Growth» (Wachstum durch Migration bzw. Migrantenkonsum). Seit 20 Jahren schon verantworte die Produktivität lediglich 30 Prozent des bezeichneten Wachstums, der Konsum jedoch 70 Prozent.

Somit verarmen wir pro Kopf im Video «per Capita» trotz der Mantren der politischen Elite, es sei uns nie besser gegangen. Und „Migration sei für die Gesellschaft eine Bereicherung“. Für eine bestimmte Schicht gilt dies zwar, aber leider nicht für die Mehrheit der Bevölkerung. Immigration führt schon jetzt zur Verarmung in der Gesellschaft, auch wenn mantrahaft das Gegenteil behauptet wird.

Das Problem ist, dass man Geld nur einmal ausgeben kann, wenn man keinen Goldesel im Stall hat. Innerhalb der Legislaturperiode gibt alleine der Bund rund 90 Mrd. EUR an Migrationskosten aus, dazu kommen Kosten für die Länder und Kommunen. Weiteres Problem, dass die Geldmenge als Kaufkraft davon abhängig ist, welches Brutto-Inlandsprodukt (BIP) erwirtschaftet wird. Für dieses wiederum ist nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen maßgeblich, sondern auch, wie produktiv diese sind. Und leider leidet die Produktivität unter der Migration, wäre anders auch ein Wunder. Soweit grob zur Entstehung des BIP.

Zur Verwendung des BIP: Was vom Bruttoinlandsprodukt in den migrationsbedingten Zusatzkonsum floss, fehlte für Investitionen. Zwar haben Bund, Länder und Kommunen kräftig Geld ausgegeben, was aber wegen der Baupreiserhöhungen aufgrund des Baubooms verpuffte. Dasselbe gilt für die Privathaushalte, die ihre Ersparnisse jetzt „verbraten“, weil sie auf dem Konto entwertet würden. Preisbereinigt fehlte es jedenfalls an Investitionen im Verhältnis zum Konsum. D.h. unser Land lebt von der Substanz und es wird von Fiskalpolitikern die „Schwarze Null“ in Frage gestellt.

Die Situation: Schon sind die Auftragseingänge der deutschen Unternehmen rückläufig. Die Aktienmärkte sind volatil und die EZB weiß nicht mehr, wie sie die Verschuldung einiger Staaten und deren kreditfinanzierten Konsumhunger stillen soll. Anlagegelder fließen aus südeuropäischen und arabischen Ländern nach Deutschlands für Immobilien in Zentren, ganze Straßenzüge wechseln die Besitzer. Die „Mietexplosion“ ist nicht nur deutschen Vermietern zuzuschreiben.

Und aus Deutschland wiederum wandert viel Geld per Auslandsüberweisungen in die Herkunftsländer der Migranten ab – und ist der Hebel für weitere Emigration (und das Ausbluten osteuropäischer Länder). Diese privaten Überweisungen animieren nicht zum Bleiben, sondern dazu, es den schon Ausgewanderten gleichzutun. Diese Nachzügler wiederum drücken bei uns die Produktivität zusätzlich und damit die Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft, aber auch der europäischen insgesamt.

Und was tut die EZB? Sie weiß nicht mehr, was sie tun soll. Sie versucht den Spagat zwischen Deflation und Inflation und proklamiert letztere als Ziel – nicht mehr als tolerierbares Übel. Zwei Prozent Preissteigerung seien nicht mehr die Obergrenze, sondern Ziel ihres bescheidenen Instrumentariums. Bei gleichzeitiger Nullzinspolitik wird damit die schleichende Enteignung der Sparer betrieben, um einen Währungs- oder Vermögensschnitt zu vermeiden. Dazu dient auch das Ankaufprogramm der EZB für Billionen von Staatsanleihen. Und „Die Deutschen sind so reich wie nie“ lügt die dpa, denn das Geldvermögen der Deutschen stieg nur nominal, nicht preisbereinigt. Aber die Lüsternheit der Finanzjongleure treibt neue Blüten, jetzt sollen auch Goldbestände und anderes Privatvermögen registriert werden, um sie vielleicht später einfacher lokalisieren und konfiszieren zu können.

Es wird sich zeigen, ob der Rückgang der Wirtschaftstätigkeit und des Verteilungsspielraums „nur“ zu einem verschärften Kampf zwischen der organisierten Arbeitnehmerschaft und den Unternehmern führen wird (Lohnverzicht oder Streiks). Oder zu einem Streit zwischen den Unternehmern um die Frage, ob immer mehr Warenexporte und der entsprechende Ruf nach immer mehr Arbeitskräfteimport der richtige Weg war? Oder ob sich eine Auseinandersetzung anbahnen wird zwischen arbeitslos gewordenen langjährig beschäftigten Arbeitslosengeld-I-Beziehern und importierten ALG-II-Beziehern, die durch Erstere durchgefüttert werden müssen. Bleibt zu hoffen, dass diese Auseinandersetzungen zivilisiert bleiben werden und nicht französische Verhältnisse bei uns noch überboten werden. Denn in Deutschland neigt man gern zu Extremen in alle Richtungen.

Und wer werden die Schuldigen der Misere sein? Ich wette darauf, dass die Politik dem Handelsstreit zwischen China, Europa und den USA den Schwarzen Peter zuschieben wird, was schon jetzt anfängt. Diese Heuchelei zeichnet sich schon jetzt ab, zumal die Staatskassen aller beteiligten Länder durch die höheren Zölle profitieren. Zu US-Zöllen siehe godmode-trader.de.

Zu Deutschlands Zöllen: www.zoll.de Auszug: „Der Zoll nimmt Jahr für Jahr etwa die Hälfte der dem Bund zufließenden Steuern ein. Im Jahr 2018 waren das 141 Milliarden Euro, eine Zahl die viel über die Bedeutung des Zolls aussagt.“

Meine Rede: Die stecken doch alle unter einer Decke und stecken sich gerne höhere Zölle zu, die sie in den Nachrichten und Sonntagsreden geißeln, um von den wahren Ursachen von Fehlentwicklungen abzulenken.

Fazit: So, wie unsere Erde wahrscheinlich 10 Mrd. Menschen ernähren könnte, aber ökologisch und wegen endlicher Ressourcen nur 5 Mrd. verkraften kann, so ist es auch mit unserem Land. Das Bevölkerungswachstum von jeweils 0,56 Prozent in den letzten fünf Jahren verkraften wir weder wirtschaftlich, finanziell noch gesellschaftlich. Die Massenmigration schwächt insbesondere Deutschland, aber auch Europa, und kann nicht gut enden.

 

 


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