Was, wenn das wirt­schaft­liche Stroh­feuer des Migran­ten­stroms erlischt?

Von Albrecht Künstle

  • Öko­nomen bestä­tigen meine These des Schein­booms der letzten Jahre
  • Im Jahr 2020 dürfte vieles zu Asche zer­fallen, was vorher loderte

Bald wird dieses Stroh­feuer abge­brannt sein, im nächsten Jahr wird wirt­schaft­liches und soziales „Heulen und Zäh­ne­knir­schen“ anstehen. Die Frage wird sich stellen, wer wird dann gehen müssen, die zuletzt kamen oder die schon länger hier arbeiten und wohnen.

Nun wird meine These, wonach der Mas­sen­import von Men­schen eine zusätz­liche Wirt­schafts­be­lebung aus­löste, leider nur als Stroh­feuer, von einem Öko­nomen bestätigt. Dazu siehe (eng­lisch) twitter.com/SkyNews Im Wirt­schafts-Video erklärt ein aus­tra­li­scher Ökonom das Problem. Er unter­scheidet zu Recht zwi­schen «Pro­duc­tivity-Growth» (Wachstum durch Pro­duk­ti­vität) und «Immi­gration Growth» (Wachstum durch Migration bzw. Migran­ten­konsum). Seit 20 Jahren schon ver­ant­worte die Pro­duk­ti­vität lediglich 30 Prozent des bezeich­neten Wachstums, der Konsum jedoch 70 Prozent.

Somit ver­armen wir pro Kopf im Video «per Capita» trotz der Mantren der poli­ti­schen Elite, es sei uns nie besser gegangen. Und „Migration sei für die Gesell­schaft eine Berei­cherung“. Für eine bestimmte Schicht gilt dies zwar, aber leider nicht für die Mehrheit der Bevöl­kerung. Immi­gration führt schon jetzt zur Ver­armung in der Gesell­schaft, auch wenn man­trahaft das Gegenteil behauptet wird.

Das Problem ist, dass man Geld nur einmal aus­geben kann, wenn man keinen Goldesel im Stall hat. Innerhalb der Legis­la­tur­pe­riode gibt alleine der Bund rund 90 Mrd. EUR an Migra­ti­ons­kosten aus, dazu kommen Kosten für die Länder und Kom­munen. Wei­teres Problem, dass die Geld­menge als Kauf­kraft davon abhängig ist, welches Brutto-Inlands­produkt (BIP) erwirt­schaftet wird. Für dieses wie­derum ist nicht nur die Zahl der Erwerbs­tä­tigen maß­geblich, sondern auch, wie pro­duktiv diese sind. Und leider leidet die Pro­duk­ti­vität unter der Migration, wäre anders auch ein Wunder. Soweit grob zur Ent­stehung des BIP.

Zur Ver­wendung des BIP: Was vom Brut­to­in­lands­produkt in den migra­ti­ons­be­dingten Zusatz­konsum floss, fehlte für Inves­ti­tionen. Zwar haben Bund, Länder und Kom­munen kräftig Geld aus­ge­geben, was aber wegen der Bau­preis­er­hö­hungen auf­grund des Bau­booms ver­puffte. Das­selbe gilt für die Pri­vat­haus­halte, die ihre Erspar­nisse jetzt „ver­braten“, weil sie auf dem Konto ent­wertet würden. Preis­be­reinigt fehlte es jeden­falls an Inves­ti­tionen im Ver­hältnis zum Konsum. D.h. unser Land lebt von der Sub­stanz und es wird von Fis­kal­po­li­tikern die „Schwarze Null“ in Frage gestellt.

Die Situation: Schon sind die Auf­trags­ein­gänge der deut­schen Unter­nehmen rück­läufig. Die Akti­en­märkte sind volatil und die EZB weiß nicht mehr, wie sie die Ver­schuldung einiger Staaten und deren kre­dit­fi­nan­zierten Kon­sum­hunger stillen soll. Anla­ge­gelder fließen aus süd­eu­ro­päi­schen und ara­bi­schen Ländern nach Deutsch­lands für Immo­bilien in Zentren, ganze Stra­ßenzüge wechseln die Besitzer. Die „Miet­ex­plosion“ ist nicht nur deut­schen Ver­mietern zuzuschreiben.

Und aus Deutschland wie­derum wandert viel Geld per Aus­lands­über­wei­sungen in die Her­kunfts­länder der Migranten ab – und ist der Hebel für weitere Emi­gration (und das Aus­bluten ost­eu­ro­päi­scher Länder). Diese pri­vaten Über­wei­sungen ani­mieren nicht zum Bleiben, sondern dazu, es den schon Aus­ge­wan­derten gleich­zutun. Diese Nach­zügler wie­derum drücken bei uns die Pro­duk­ti­vität zusätzlich und damit die Leis­tungs­fä­higkeit unserer Volks­wirt­schaft, aber auch der euro­päi­schen insgesamt.

Und was tut die EZB? Sie weiß nicht mehr, was sie tun soll. Sie ver­sucht den Spagat zwi­schen Deflation und Inflation und pro­kla­miert letztere als Ziel – nicht mehr als tole­rier­bares Übel. Zwei Prozent Preis­stei­gerung seien nicht mehr die Ober­grenze, sondern Ziel ihres beschei­denen Instru­men­ta­riums. Bei gleich­zei­tiger Null­zins­po­litik wird damit die schlei­chende Ent­eignung der Sparer betrieben, um einen Wäh­rungs- oder Ver­mö­gens­schnitt zu ver­meiden. Dazu dient auch das Ankauf­pro­gramm der EZB für Bil­lionen von Staats­an­leihen. Und „Die Deut­schen sind so reich wie nie“ lügt die dpa, denn das Geld­ver­mögen der Deut­schen stieg nur nominal, nicht preis­be­reinigt. Aber die Lüs­ternheit der Finanz­jon­gleure treibt neue Blüten, jetzt sollen auch Gold­be­stände und anderes Pri­vat­ver­mögen regis­triert werden, um sie viel­leicht später ein­facher loka­li­sieren und kon­fis­zieren zu können.

Es wird sich zeigen, ob der Rückgang der Wirt­schafts­tä­tigkeit und des Ver­tei­lungs­spiel­raums „nur“ zu einem ver­schärften Kampf zwi­schen der orga­ni­sierten Arbeit­neh­mer­schaft und den Unter­nehmern führen wird (Lohn­ver­zicht oder Streiks). Oder zu einem Streit zwi­schen den Unter­nehmern um die Frage, ob immer mehr Waren­ex­porte und der ent­spre­chende Ruf nach immer mehr Arbeits­kräf­te­i­mport der richtige Weg war? Oder ob sich eine Aus­ein­an­der­setzung anbahnen wird zwi­schen arbeitslos gewor­denen lang­jährig beschäf­tigten Arbeits­lo­sengeld-I-Beziehern und impor­tierten ALG-II-Beziehern, die durch Erstere durch­ge­füttert werden müssen. Bleibt zu hoffen, dass diese Aus­ein­an­der­set­zungen zivi­li­siert bleiben werden und nicht fran­zö­sische Ver­hält­nisse bei uns noch über­boten werden. Denn in Deutschland neigt man gern zu Extremen in alle Richtungen.

Und wer werden die Schul­digen der Misere sein? Ich wette darauf, dass die Politik dem Han­dels­streit zwi­schen China, Europa und den USA den Schwarzen Peter zuschieben wird, was schon jetzt anfängt. Diese Heu­chelei zeichnet sich schon jetzt ab, zumal die Staats­kassen aller betei­ligten Länder durch die höheren Zölle pro­fi­tieren. Zu US-Zöllen siehe godmode-trader.de.

Zu Deutsch­lands Zöllen: www.zoll.de Auszug: „Der Zoll nimmt Jahr für Jahr etwa die Hälfte der dem Bund zuflie­ßenden Steuern ein. Im Jahr 2018 waren das 141 Mil­li­arden Euro, eine Zahl die viel über die Bedeutung des Zolls aussagt.“

Meine Rede: Die stecken doch alle unter einer Decke und stecken sich gerne höhere Zölle zu, die sie in den Nach­richten und Sonn­tags­reden geißeln, um von den wahren Ursachen von Fehl­ent­wick­lungen abzulenken.

Fazit: So, wie unsere Erde wahr­scheinlich 10 Mrd. Men­schen ernähren könnte, aber öko­lo­gisch und wegen end­licher Res­sourcen nur 5 Mrd. ver­kraften kann, so ist es auch mit unserem Land. Das Bevöl­ke­rungs­wachstum von jeweils 0,56 Prozent in den letzten fünf Jahren ver­kraften wir weder wirt­schaftlich, finan­ziell noch gesell­schaftlich. Die Mas­sen­mi­gration schwächt ins­be­sondere Deutschland, aber auch Europa, und kann nicht gut enden.