Michael Vadon [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
Wirtschaft & Finanzen

BlackRock von Trump kontrolliert?

2. Juni 2020

Ende März hatten wir darüber berichtet, dass die Federal Reserve Bank (Fed), die seit ihrer Gründung am 23. Dezember 1913 eine private Institution war, in das Finanzministerium (Treasury) von US-Präsident Donald Trump eingegliedert worden ist und damit ihren privaten Status verloren hat. Die Kontrolle über die Fed obliegt damit ebenfalls dem US-Treasury Department. 

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Nach der Eingliederung in das US-Treasury hatte die Fed den Vermögensverwalter BlackRock damit beauftragt, Wertpapiere zu kaufen und die Verwaltung der Wertpapiere im Namen des Eigentümers, also dem Treasury, zu übernehmen. Mit anderen Worten: Die Trump-Regierung hatte damit begonnen, große Teile der Finanzmärkte zu verstaatlichen und damit eine wichtige Kontrolle über die US-Finanzmärkte zu erlangen. Die Fed muss das Geld zum Kauf der Wertpapiere zur Verfügung stellen – also jene Banken, die an der Fed beteiligt sind. BlackRock wurde mit der Abwicklung der Geschäfte beauftragt.

Dass BlackRock, wie wir schon Ende März berichteten, zum großten Teil unter staatlicher Kontrolle sein könnte, belegt jetzt der Bericht des Nachrichtenportals „Bloomberg“. Wie bereits aufgezeigt, sind zahlreiche CEOs, Direktoren und andere leitende Mitglieder von BlackRock in den Jahren 2018, 2019 und 2020 zurückgetreten (https://www.resignation.info/list?q=Blackrock). Die Posten dürften mit Mitarbeitern Trumps bzw. des Treasury besetzt worden sein.

Bloomberg berichtet, dass BlackRock jetzt der „Vierte Regierungszweig“ in den USA sei. Die neue Aufgabe des Unternehmens sei es, gefährliche Hypotheken-Wertpapiere zu veräußern. Damit unterstützt BlackRock, wie auch durch die Anleihekäufe in Höhe von 750 Milliarden Dollar, die Fed dabei, den gesamten Finanzmarkt für Unternehmensanleihen zu stützen.

„BlackRock agiert nun als Treuhänder der Federal Reserve“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. „Als solcher wird BlackRock dieses Mandat nach dem alleinigen Ermessen der Bank und in Übereinstimmung mit den detaillierten Investitionsrichtlinien durchführen.“ Die Vereinbarung lenkt Aufmerksamkeit auf das Unternehmen: „Es ist unmöglich, an BlackRock zu denken, ohne das Unternehmen als vierten Zweig der Regierung zu betrachten“, sagte ein Professor am Chicago-Kent College of Law.

BlackRock ist auf den Finanzmärkten von passiven, indexgebundenen Produkten bis hin zu Investmentfonds allgegenwärtig. Mit einem verwalteten Vermögen von 6,5 Billionen Dollar ist BlackRock der größte Emittent von ETFs, die wie Investmentfonds agieren, aber an einer Börse gehandelt werden. BlackRock verwaltet über 625 Milliarden Dollar in Rentenfonds. Fast jeder, der ein diversifiziertes Portfolio kaufen möchte, würde BlackRock in Betracht ziehen – ganz einfach aufgrund der Tatsache, dass BlackRock überall präsent ist.

Der Einflussbereich von BlackRock ist gigantisch und reicht von Regierungsbehörden beider politischer Parteien bis hin zu internationalen Banken, Gesetzgebern und multinationalen Unternehmen weltweit. Man sagt, der Einfluss sei größer als der von Regierungen selbst und es gab wachsende Sorgen um die Macht von BlackRock sowie von den beiden anderen Unternehmen Vanguard und State Street, die etwa 80% aller indexierten Gelder halten.

Mit der potenziellen Übernahme von BlackRock durch Beamte von Donald Trump oder durch ausgewählte CEOs könnte die Allmacht von BlackRock gemindert und kontrolliert werden. Es ist ja bekannt, das Trump und Putin ein globales Währungssystem installieren wollen, welches goldgestützt ist und das Fiat-Geldsystem abschafft. Der Schachzug Trumps, BlackRock als einflussreichsten Vermögensverwalter unter Kontrolle zu bringen, dürfte nicht der Schlechteste gewesen sein.

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Quelle: watergate.tv