Das Gerücht stimmte: Auto­ma­tische Schuss­waffen wurden aus China in die USA ein­ge­schmuggelt – Bewaffung für BLM und Antifa?

Das Gerücht ging schon Anfang Juni durch die alter­na­tiven Web­seiten in den USA: Es sollen aus China Kriegs­waffen und Munition in die Ver­ei­nigten Staaten geschmuggelt worden sein, um die Antifa und die „Black Lives Matter-Bewegung“ (BLM) damit auszurüsten.

Wenn­gleich das auch durchaus logisch und im Interesse Chinas liegen könnte – denn in dem zähen Ringen um die Vor­macht­stellung kann China nur pro­fi­tieren, wenn die USA durch innere Unruhen geschwächt und hand­lungs­un­fähig gemacht werden – war es doch nur ein Gerücht und die AK47-Gewehre, mit denen bestimmte Leute bei den Pro­testen her­um­bal­lerten und auch voll­kommen Unbe­tei­ligte erschossen wurden, hätten von überall her kommen können:

Die Bür­ger­meis­terin von Chicago, Lori Lightfoot, hat Ran­da­lierer bei einem Treffen mit in Panik gera­tenen Beamten, die beschrieben haben, wie Ban­den­mit­glieder mit AK-47 her­um­laufen, als „gesetzlos“ bezeichnet. (…) »Ich weiß nichts über dich, ich habe so etwas noch nie gesehen, nicht in Chicago«, sagte Lightfoot während einer Online-Tele­fon­kon­ferenz am 31. Mai, um alle 50 Stadträte über die aus­ge­bro­chenen Unruhen zu infor­mieren (…) In dem von WTTW News erhal­tenen Audio sind  einige Stadträte in Tränen aus­ge­brochen , während andere Empörung äußerten, als sie beschrieben, wie ihre Gemeinden zum „wilden, wilden Westen“ geworden sind, und vom Büro des Bür­ger­meisters Maß­nahmen forderten.

Nun aber ist es offi­ziell, dass aus China größere Lie­fe­rungen an Waffen und Munition in die USA geschmuggelt wurden und das aus staat­licher Quelle. In der offi­zi­ellen Meldung des Zoll- und Grenz­schutzes steht zu lesen, dass schon am 22. Mai Zehn­tau­sende von Bau­teilen für Sturm­waffen beschlag­nahmt worden waren. Die Gerüchte stimmen also.

Die Meldung spricht aber nur von einem Wohnsitz in Florida, an den die Sendung gerichtet war. Auf den Zoll­pa­pieren stand nur, dass es sich um eine Lie­ferung von „Stahl­bolzen“ handle.

Hier ist der Text der offi­zi­ellen Meldung der U.S. Customs and Border Pro­tection auf Deutsch:

10.800 Sturm­waf­fen­teile von CBP in Louis­ville beschlagnahmt

LOUIS­VILLE, Ky – An den Dreh­kreuzen für Express-Sen­dungen in Louis­ville beschlag­nahmten US-Zoll- und Grenz­schutz­beamte eine  in das Land geschmug­gelte Sendung aus China, die über 10.000 Teile von Sturm­waffen enthielt.

Die Sendung wurde am 22. Mai beschlag­nahmt. Die Beamten inspi­zierten den Gegen­stand, der aus Shenzhen, China, ankam und für einen Wohnsitz in Mel­bourne, Florida, bestimmt war. Der Inhalt der Lie­ferung war als 100 Samples von Stahl­bolzen dekla­riert. Es ist eine übliche Praxis von Schmugglern, die Schmug­gelware als harm­loses oder legi­times Gut zu dekla­rieren, in der Hoffnung, dass die Lie­ferung nicht geprüft wird.

„Der Import von Kriegs­ma­terial jeg­licher Art wird von der ATF geregelt“, sagte Thomas Mahn, Hafen­di­rektor von Louis­ville. „Dieser Schmuggler hat absichtlich ver­sucht, eine Ent­de­ckung zu ver­meiden. Unsere Beamten sind jedoch immer wachsam und sorgen dafür, dass die All­ge­meinheit sicher ist.“

Das Büro für Alkohol, Tabak, Schuss­waffen und Spreng­stoffe (ATF) regelt und beschränkt Schuss­waffen und Munition. Die Einfuhr von Waffen oder Munition muss von einem zuge­las­senen Importeur, Händler oder Her­steller erfolgen.

Die Beamten ver­wiesen die Sendung an die Arbeits­gruppe für Aus­rüstung des CBP Center of Excel­lence and Expertise, das den Wert der Sendung auf eine Summe von 129.600,- USD taxierte.

Die Auf­gaben der Grenz­si­cherheit der CBP in den Ein­rei­se­häfen wird von Beamten der CBP-Außen­stellen geleitet. CBP-Beamte wenden eine Vielzahl von Tech­niken an, um Betäu­bungs­mittel, nicht gemeldete Wäh­rungen, Waffen, ver­botene Land­wirt­schafts­er­zeug­nisse und andere illegale Pro­dukte abzu­fangen und sicher­zu­stellen, dass der globale Tou­rismus sicher und stark bleibt.

Bitte besuchen Sie die CBP-Ein­rei­se­häfen, um mehr darüber zu erfahren, wie das CBP-Büro für Feld­ope­ra­tionen die Grenzen unserer Nation sichert.

(Ende der Meldung)

In der Meldung wird nur von einer Sendung „aus China“ gesprochen und einem „Wohnsitz in Florida“, also einer pri­vaten Emp­fän­ger­adresse. Und dass die Sendung geschmuggelt wurde. Das bedeutet noch nicht, dass die chi­ne­sische Regierung oder eine Orga­ni­sation auf Ver­an­lassung der chi­ne­si­schen Regierung diese Waffen schickte, und es ist auch kein Beweis, dass diese Waffen für die Plün­derer, Antifa oder BLM gedacht war.

Es läge aber sehr nahe. Die Art der „Einfuhr“, der Zeit­punkt und das nicht geringe Interesse Chinas, die USA von innen heraus zu schwächen, sprechen dafür. Auch die Tat­sache, dass diese Nach­richt in den USA unter der Hand schon wenige Tage nach der Beschlag­nahme der Sturm­ge­wehre her­um­ge­gangen ist, spricht dafür. Denn sie kann eigentlich nur durch ein Leak aus der CBP in Umlauf gelangt sein. Und warum würde das ein Beamter der CBP nach außen tragen? Um Leute zu warnen, dass bald Blut auf den Straßen fließen könnte und es viele Tote gibt? Denn, ob es nur diese eine Sendung gewesen ist, die aus China ins Land kam oder ob es mehrere gab oder noch geben wird, das ist ungewiss. In der Tat emp­fahlen auch sehr stark fre­quen­tierte, alter­native US-Medien in den ersten Juni­tagen ihren Lesern, aus den Städten zu ver­schwinden und zwar sofort:

Die­je­nigen von Ihnen, die „Bug-Out“ (Abhauen, sich ver­drücken) ‑Pläne zur Eva­ku­ierung städ­ti­scher Gebiete haben, sollten diese Pläne HEUTE akti­vieren. Seien Sie vor dem kom­menden Wochenende nicht in der Stadt. Das Kriegs­recht kann nur noch ein oder zwei Tage ent­fernt sein, und sobald es soweit kommt, wird es unmöglich werden, sich noch irgend­wohin zu bewegen. BUG-OUT sofort an Ihren Rück­zugsort. Heute. Nehmen Sie Essen, Waffen, Munition, Kleidung und machen Sie Ihre Eva­ku­ierung. Die Ver­ei­nigten Staaten von Amerika befinden sich in einem frühen Stadium eines echten Aufstands.

Sollte es tat­sächlich so gewesen sein, dass China Kriegs­waffen an die Auf­stän­di­schen, Antifa und BLM geliefert hat, haben die Zoll­be­amten viel­leicht mehrere Mas­saker ver­hindert. Viel­leicht waren die Waffen auch für die chi­ne­si­schen Gemeinden in den China-Towns, um sich zu schützen. Aber eins ist ziemlich sicher: Das war noch nicht alles. Es kommt ja schon nach Europa und früher oder später könnte es auch hier sehr, sehr unge­mütlich werden.