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Das Gerücht stimmte: Automatische Schusswaffen wurden aus China in die USA eingeschmuggelt – Bewaffung für BLM und Antifa?

16. Juli 2020

Das Gerücht ging schon Anfang Juni durch die alternativen Webseiten in den USA: Es sollen aus China Kriegswaffen und Munition in die Vereinigten Staaten geschmuggelt worden sein, um die Antifa und die „Black Lives Matter-Bewegung“ (BLM) damit auszurüsten.

Wenngleich das auch durchaus logisch und im Interesse Chinas liegen könnte – denn in dem zähen Ringen um die Vormachtstellung kann China nur profitieren, wenn die USA durch innere Unruhen geschwächt und handlungsunfähig gemacht werden – war es doch nur ein Gerücht und die AK47-Gewehre, mit denen bestimmte Leute bei den Protesten herumballerten und auch vollkommen Unbeteiligte erschossen wurden, hätten von überall her kommen können:

Die Bürgermeisterin von Chicago, Lori Lightfoot, hat Randalierer bei einem Treffen mit in Panik geratenen Beamten, die beschrieben haben, wie Bandenmitglieder mit AK-47 herumlaufen, als „gesetzlos“ bezeichnet. (…) »Ich weiß nichts über dich, ich habe so etwas noch nie gesehen, nicht in Chicago«, sagte Lightfoot während einer Online-Telefonkonferenz am 31. Mai, um alle 50 Stadträte über die ausgebrochenen Unruhen zu informieren (…) In dem von WTTW News erhaltenen Audio sind  einige Stadträte in Tränen ausgebrochen , während andere Empörung äußerten, als sie beschrieben, wie ihre Gemeinden zum „wilden, wilden Westen“ geworden sind, und vom Büro des Bürgermeisters Maßnahmen forderten.

Nun aber ist es offiziell, dass aus China größere Lieferungen an Waffen und Munition in die USA geschmuggelt wurden und das aus staatlicher Quelle. In der offiziellen Meldung des Zoll- und Grenzschutzes steht zu lesen, dass schon am 22. Mai Zehntausende von Bauteilen für Sturmwaffen beschlagnahmt worden waren. Die Gerüchte stimmen also.

Die Meldung spricht aber nur von einem Wohnsitz in Florida, an den die Sendung gerichtet war. Auf den Zollpapieren stand nur, dass es sich um eine Lieferung von „Stahlbolzen“ handle.

Hier ist der Text der offiziellen Meldung der U.S. Customs and Border Protection auf Deutsch:

10.800 Sturmwaffenteile von CBP in Louisville beschlagnahmt

LOUISVILLE, Ky – An den Drehkreuzen für Express-Sendungen in Louisville beschlagnahmten US-Zoll- und Grenzschutzbeamte eine  in das Land geschmuggelte Sendung aus China, die über 10.000 Teile von Sturmwaffen enthielt.

Die Sendung wurde am 22. Mai beschlagnahmt. Die Beamten inspizierten den Gegenstand, der aus Shenzhen, China, ankam und für einen Wohnsitz in Melbourne, Florida, bestimmt war. Der Inhalt der Lieferung war als 100 Samples von Stahlbolzen deklariert. Es ist eine übliche Praxis von Schmugglern, die Schmuggelware als harmloses oder legitimes Gut zu deklarieren, in der Hoffnung, dass die Lieferung nicht geprüft wird.

„Der Import von Kriegsmaterial jeglicher Art wird von der ATF geregelt“, sagte Thomas Mahn, Hafendirektor von Louisville. „Dieser Schmuggler hat absichtlich versucht, eine Entdeckung zu vermeiden. Unsere Beamten sind jedoch immer wachsam und sorgen dafür, dass die Allgemeinheit sicher ist.“

Das Büro für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe (ATF) regelt und beschränkt Schusswaffen und Munition. Die Einfuhr von Waffen oder Munition muss von einem zugelassenen Importeur, Händler oder Hersteller erfolgen.

Die Beamten verwiesen die Sendung an die Arbeitsgruppe für Ausrüstung des CBP Center of Excellence and Expertise, das den Wert der Sendung auf eine Summe von 129.600,- USD taxierte.

Die Aufgaben der Grenzsicherheit der CBP in den Einreisehäfen wird von Beamten der CBP-Außenstellen geleitet. CBP-Beamte wenden eine Vielzahl von Techniken an, um Betäubungsmittel, nicht gemeldete Währungen, Waffen, verbotene Landwirtschaftserzeugnisse und andere illegale Produkte abzufangen und sicherzustellen, dass der globale Tourismus sicher und stark bleibt.

Bitte besuchen Sie die CBP-Einreisehäfen, um mehr darüber zu erfahren, wie das CBP-Büro für Feldoperationen die Grenzen unserer Nation sichert.

(Ende der Meldung)

In der Meldung wird nur von einer Sendung „aus China“ gesprochen und einem „Wohnsitz in Florida“, also einer privaten Empfängeradresse. Und dass die Sendung geschmuggelt wurde. Das bedeutet noch nicht, dass die chinesische Regierung oder eine Organisation auf Veranlassung der chinesischen Regierung diese Waffen schickte, und es ist auch kein Beweis, dass diese Waffen für die Plünderer, Antifa oder BLM gedacht war.

Es läge aber sehr nahe. Die Art der „Einfuhr“, der Zeitpunkt und das nicht geringe Interesse Chinas, die USA von innen heraus zu schwächen, sprechen dafür. Auch die Tatsache, dass diese Nachricht in den USA unter der Hand schon wenige Tage nach der Beschlagnahme der Sturmgewehre herumgegangen ist, spricht dafür. Denn sie kann eigentlich nur durch ein Leak aus der CBP in Umlauf gelangt sein. Und warum würde das ein Beamter der CBP nach außen tragen? Um Leute zu warnen, dass bald Blut auf den Straßen fließen könnte und es viele Tote gibt? Denn, ob es nur diese eine Sendung gewesen ist, die aus China ins Land kam oder ob es mehrere gab oder noch geben wird, das ist ungewiss. In der Tat empfahlen auch sehr stark frequentierte, alternative US-Medien in den ersten Junitagen ihren Lesern, aus den Städten zu verschwinden und zwar sofort:

Diejenigen von Ihnen, die „Bug-Out“ (Abhauen, sich verdrücken) -Pläne zur Evakuierung städtischer Gebiete haben, sollten diese Pläne HEUTE aktivieren. Seien Sie vor dem kommenden Wochenende nicht in der Stadt. Das Kriegsrecht kann nur noch ein oder zwei Tage entfernt sein, und sobald es soweit kommt, wird es unmöglich werden, sich noch irgendwohin zu bewegen. BUG-OUT sofort an Ihren Rückzugsort. Heute. Nehmen Sie Essen, Waffen, Munition, Kleidung und machen Sie Ihre Evakuierung. Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich in einem frühen Stadium eines echten Aufstands.

Sollte es tatsächlich so gewesen sein, dass China Kriegswaffen an die Aufständischen, Antifa und BLM geliefert hat, haben die Zollbeamten vielleicht mehrere Massaker verhindert. Vielleicht waren die Waffen auch für die chinesischen Gemeinden in den China-Towns, um sich zu schützen. Aber eins ist ziemlich sicher: Das war noch nicht alles. Es kommt ja schon nach Europa und früher oder später könnte es auch hier sehr, sehr ungemütlich werden.