Milch­pul­ver­fabrik von Nestlé hat bei Reims in Frank­reich ein Mas­sen­fisch­sterben ver­ur­sacht (+Video)

Erst im Mai 2020 deckte eine neue Recherche auf, dass Nestlé Water in den Vogesen einen Teil des Mine­ral­wassers, das der Konzern unter den Marken Vittel, Contrex oder Hépar abfüllt, ohne Geneh­migung bezieht. Ein Bauer in Frank­reich darf nicht einmal Wasser aus seinem Land schöpfen, da es Nestlé gehört!

Nestlé kon­trol­liert in Vittel Wasser und Politik. Jetzt gibt es neuen Ärger für Nestlé, denn in den fran­zö­si­schen Ardennen gab es einen Zwi­schenfall in einer Fabrik von Nestlé. „Dies ist das erste Mal, dass ich eine solche Fisch­sterb­lichkeit in einem solchen Bach sehe. Es ist trau­ma­tisch“, sagt Michel Adam, der Prä­sident des Fische­rei­ver­bandes der Ardennen, der die Schäden in Brécy-Brières sah und Nestlé jetzt ver­klagt. In der Nähe von Reims pro­du­ziert Nestlé Milch­pulver für die Dolce-Gusto-Linie. Alles starb in einem Gebiet von sieben Kilo­metern Länge. Ins­gesamt habe man drei Tonnen Fische aus dem Fluss gefischt. Es ist nicht das erste Mal, dass Nestlè wegen Fisch­sterben beschuldigt wird. Im Norden Gua­te­malas wurde wegen Palmöl ein Fluss ver­giftet und ein Mas­sen­sterben von Fischen und Wild­tieren ver­ur­sacht. Und wie Nestlé das Wasser in Nigeria kon­ta­mi­nierte, berichtete Amos Abba aus Nigeria, der für seine Recherche aus­ge­zeichnet wurde, genau zu dem Zeit­punkt, während Nestlé in Davos von der Non-Profit-Orga­ni­sation Carbon Dis­closure Project, zu deren Partnern in Deutschland die KPMG AG und der WWF Deutschland gehören, für den Kli­ma­schutz aus­ge­zeichnet wurde. Jetzt also in den fran­zö­si­schen Ardennen. „Ich bin seit vierzig Jahren beim Verband, ich habe noch nie eine Ver­schmutzung dieses Aus­maßes gesehen“, so der Fische­rei­verband der Ardennen.

Ardennen: eine Klage gegen Nestlé nach dem Tod von Tau­senden von Fischen

Der Prä­sident der Ardennen Fishing Fede­ration gab bekannt, dass er am Mittwoch, dem 12. August 2020, eine Beschwerde gegen Nestlé nach der Ver­schmutzung der Aisne ein­ge­reicht hat, bei der Tau­sende von Fischen starben, berichtet lefigaro.fr. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde in der Nähe von Chal­lerange, 50 km von Reims ent­fernt, die Ver­schmutzung des Flusses fest­ge­stellt. Auf Grund der Abnahme des Sauer­stoff­ge­haltes im Wasser kam es zu einer sehr hohen Fisch­sterb­lichkeit, so die Prä­fektur der Ardennen in einer Pressemitteilung.

Wir haben gerade eine Beschwerde gegen Nestlé France wegen Ver­schmutzung und Ver­stoßes gegen Artikel 432.2 des Umwelt­ge­setz­buchs ein­ge­reicht „, sagte Michel Adam, Prä­sident der Ardennes Fishing Fede­ration, gegenüber AFP. Es sei ein Damm gebaut worden, um die Aus­breitung der Ver­schmutzung einzudämmen.

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„Ein Dis­aster“

Etwa 14 Arten seien betroffen, dar­unter geschützte Arten wie Aale und Neunaugen. Ins­gesamt habe man drei Tonnen Fische aus dem Fluss gefischt, so Michel Adam, Prä­sident des Fische­rei­ver­bandes der Ardennen.

Nestlé selbst bestä­tigte einen «ver­ein­zelten und unfrei­wil­ligen Überlauf von bio­lo­gi­schem Schlamm­ab­fluss ohne die Anwe­senheit von Che­mi­kalien». Das Über­laufen habe ins­gesamt 3 Stunden gedauert. Die Stadt­po­lizei von Chal­lerange bestä­tigte die Behauptung, dass der Sauer­stoff­mangel im Wasser den Schaden in dem als „grüner Tou­rismus“ bekannten Gebiet ver­ur­sacht habe.

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Fabrik Nestlé Chal­lerange: Ein Schuss der Ardennen in Ihrem Kaffee

Die Nescafé Dolce Gusto ist ein im Jahr 2005 ein­ge­führtes Kaf­fee­kap­sel­system des Unter­nehmens Nestlé.

In den Ardennen haben sich die Erzeuger haupt­sächlich auf die Her­stellung von Milch­pulver kon­zen­triert und Part­ner­schaften mit großen Indus­trie­kon­zernen in der Region auf­gebaut: Nestlé und die Lac­talis-Gruppe. Cham­pagne-Ardenne ist die füh­rende Agrar­region mit 62% ihrer Fläche für diesen Sektor und fördert seit vielen Jahren die lokale Pro­duktion, ein­schließlich Milch­pro­dukte, so blog.ardennes-developpement.com.

Im Sep­tember 2006 gab die EU-Kom­mission ihr Ein­ver­ständnis für ein zum Jah­resende 2006 begin­nendes Joint-Venture von Lac­talis (60 %) mit Nestlé (40 %) im Bereich Fri­sche­pro­dukte unter dem Namen Lac­talis Nestlé Pro­duits Frais (LNPF). Das Koope­ra­ti­ons­projekt erstreckt sich auf 8 EU-Staaten (Frank­reich, Belgien, Luxemburg, Ver­ei­nigtes König­reich, Irland, Spanien, Italien, Por­tugal), sowie die Schweiz. Durch diese Aktion rückte Lac­talis auf den zweiten Platz in der welt­weiten Milch­in­dustrie hinter Nestlé. Ende 2017 wurden mit Sal­mo­nellen ver­seuchte Säug­lings­milch­kisten ent­deckt. Mehr als zwölf Mil­lionen Packungen wurden zurück­ge­rufen. Siehe auch: Baby­nah­rungs­skandal Frank­reich! 83 Länder bereits betroffen! – Lac­talis scandal: 83 coun­tries affected by sal­mo­nella found in baby milk powder

 

Kaffee-Kapseln stehen immer wieder als Umwelt­sünder in der Kritik. Weltweit werden etwa 12.300 Tassen Alu-Kapsel-Kaffee getrunken. Gutes Geschäft für Nestlè, denn etwa 6 Gramm Kaffee sind in einer Kapsel und so zahlt der Ver­braucher für ein Kilo Kaffee sogar über 60 Euro.  Nachdem die Kaf­fee­kapseln ver­mehrt in der Kritik standen, hat Nes­presso-Nestlé 2017 eine groß­an­ge­legte Studie vor­ge­stellt, die in einem Öko­bi­lanz­ver­gleich die Umwelt­ver­träg­lichkeit des Kaffees vom Kaf­fee­anbau über die Zube­reitung bis hin zum Abfall von Kapsel‑, Filter- und Voll­au­to­ma­ten­kaffee ver­gleichen sollte. Das Ergebnis, wer hätte es gedacht:  Kap­sel­kaffee kann öko­lo­gisch mit den anderen Zube­rei­tungs­arten mit­halten, wenn nicht sogar besser. Dazu auch: Diese „coolsten“ Mar­ke­tingtricks bescheren Kon­zerne Mil­li­arden Umsatz – der Ver­braucher zahlt sogar für Luft!

 Mit 442 Fabriken in 86 Ländern und mehr als 2.000 ver­mark­teten Marken erzielt Nestlé einen Umsatz von 90 Mil­li­arden Franken, davon laut ardennes-developpement.com 4,8 Mil­li­arden Euro mit NESTLE France. Um seine Position als Markt­führer zu behaupten, inves­tiert der Schweizer Riese mit 34 For­schungs­zentren in For­schung und Ent­wicklung. Die Ein­führung einer seiner wich­tigsten Inno­va­tionen – Kaf­fee­kapseln – im Jahr 2009 wurde das Werk in Chal­lerange in den Ardennen in ein Kom­pe­tenz­zentrum für Milch­pulver ver­wandelt. Der Grund für diesen Standort: die sehr hohe Milch­qua­lität in der Region, so ardennes-developpement.com. Das Pro­duk­ti­ons­zentrum ist auf einer Fläche von 47.000 m² und beschäftigt  hundert Mit­ar­beiter. Ab 2011 setzte der Konzern den ersten Holz­kessel ein und ver­brennt Holz­späne aus lokalen Wäldern. Im Jahr 2014 beschloss Nestlé, 12 Mil­lionen Euro in den Standort Chal­lerange zu inves­tieren, um einen zweiten Ver­dampfer zu erwerben. Seit 2016 soll diese Inves­tition die jähr­liche Milch­pul­ver­pro­duktion um etwa 50% steigern und zehn Arbeits­plätze schaffen. Das Unter­nehmen ver­ar­beitet jährlich 80 Mil­lionen Liter Milch von mehr als 200 lokalen Produzenten.

Wie es heißt, wurde dieser Standort von Nestlé auf Grund der hohen Milch­qua­lität in der Region gewählt. In dieser Region kommt es von den Milch­bauern auch immer wieder zu Demons­tra­tionen. „Nackt statt gezupft“! Dies war der Slogan, die sich vor der Lac­talis-Fabrik in Rouvroy-sur-Audry in den Ardennen ver­sam­melten. Sie prangern immer wieder einen Milch­preis an, der unter den Pro­duk­ti­ons­kosten liegt.

https://milchindustrie.de/wp-content/uploads/2019/08/TOP_Molkereien_Welt_Homepage_2019.pdf

Nestlés Mol­ke­rei­un­ter­nehmen wegen Tier­miss­brauchs ange­klagt; Kühe werden geschlagen, getreten, gefoltert

Nestlé ist nicht nur der welt­größte Mine­ral­was­ser­pro­duzent, sondern auch Milch­un­ter­nehmer und es bezieht mehr als 12 Mil­lionen Tonnen Frisch­milch­äqui­va­lente aus mehr als 30 Ländern. Immer mehr Grau­sam­keiten aus der Milch­in­dustrie werden auf­ge­deckt, so auch aus einem Milch­be­trieb, der Nestlè beliefert. So schreck­liche Zustände wurden auf­ge­deckt, dass einige Auf­nahmen wegen Bru­ta­lität nicht in den Medien gezeigt werden konnten. In den ver­gan­genen zehn Jahren wurde Nestlé von vielen Experten und Orga­ni­sa­tionen auf der ganzen Welt wegen unethi­scher Geschäfts­prak­tiken in der Art und Weise, in der das Unter­nehmen seine Geschäfte tätigt, beschuldigt. Die Milch­wirt­schaft gehört zu den stärksten Wachs­tums­mo­toren der länd­lichen Ent­wicklung, so Nestlé in einer Bro­schüre von 2010, und Nestlé braucht viel Milch. In den USA wurde jetzt ein Mol­ke­rei­un­ter­nehmen von Nestlé wegen Tier­miss­brauchs ange­klagt; Kühe werden geschlagen, getreten und brutal misshandelt..Eine neue Unter­su­chung durch die Orga­ni­sation Com­passion over Killing zeigt, wie Kühe in einer US-ame­ri­ka­ni­schen Mol­kerei, die Nestlé beliefert, gefoltert werden. Das Film­ma­terial wurde in Martin Farms, einer großen Mol­kerei in Penn­syl­vania, USA, auf­ge­nommen. In einem Fall schoss ein  Ange­stellter eine erschöpfte Kuh in den Kopf. Sie litt fast eine Minute lang unter Qualen, bevor man erneut auf sie schoss und sie starb. Siehe: Nestlés Mol­ke­rei­un­ter­nehmen wegen Tier­miss­brauchs ange­klagt; Kühe werden geschlagen, getreten, gefoltert – Nestlé dairy sup­plier accused of animal abuse; cows being punched, kicked, stomped on

Vogesen: Nestlé hat den Kampf ums Wasser gewonnen

 

Die Men­schen in den Gemeinden Vittel, Con­trex­é­ville und Bul­g­né­ville waren wütend, denn während Nestlé wei­terhin Wasser abpumpen kann, sollen sie Wasser durch eine Pipeline von einem 10 Kilo­meter ent­fernten Quelle bekommen.

Wie die Luft, die wir atmen, glauben wir, dass das unter­ir­dische Wasser für jedermann zugänglich ist, doch die wert­volle Res­source gehört in den Vogesen Nestlé. Benoît ist ein Schaf­züchter, der sich 2015 in den Vogesen nie­der­ge­lassen hat, um eine Plantage mit 30.000 Apfel­bäumen zu retten. Für seine 500 Schafe braucht er Wasser, doch er darf das Wasser auf seinem Land nicht ver­wenden, denn es gehört Nestlé. Er fährt bis zu fünfmal am Tag zu einem etwa zehn Kilo­meter ent­fernten Dorf, um dort seinen 1.000-Liter-Tank zu füllen. Seit vielen Jahren pumpt das mul­ti­na­tionale Unter­nehmen Nestlé das tiefste Grund­wasser der Vogesen in Hülle und Fülle, um jährlich 1,5 Mil­li­arden Fla­schen Mine­ral­wasser für einen Umsatz von etwa 1 Mil­liarde Euro zu pro­du­zieren. Zu den ver­schie­denen Marken gehören Contrex, Hepar und Vittel. Angeblich hat Nestlé nicht einmal eine Geneh­migung, so die aktuelle Recherche aus Frank­reich. Bei dieser Geschwin­digkeit sollte diese seltene und kostbare Res­source bald verschwinden.

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Daniel Dri­vière, Prä­sident der Fischerei Chal­lerange, sagte: „Wir haben sogar tote Fische gefunden, die länger als 1,5 Meter sind. Es ist eine Kata­strophe.“ Es werden Ana­lysen durch­ge­führt, ins­be­sondere um mög­liche che­mische und / oder bak­te­rio­lo­gische Ver­schmut­zungen fest­zu­stellen.“ Ob wir je das Ergebnis erfahren werden? Fischer reichen eine Beschwerde gegen Nestlé wegen Umwelt­ver­schmutzung ein. „Alles ist tot“ über einen 7 Kilo­meter langen Abschnitt der Aisne in der Nähe von Chal­lerange in den Ardennen.”

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Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org