Löschungs­orgien gegen Trump gehen nach hinten los – alter­native Platt­formen ver­zeichnen Rekordzuwächse

Dass Twitter, Facebook und andere soziale Medien Donald Trumps Konten gesperrt oder gar gelöscht haben, ist bekannt. Die Plattform „Parler“ stand bisher immer für das Image, eine Alter­native zu Facebook und Twitter dar­zu­stellen und dem „Schutz der Pri­vat­sphäre, der Mei­nungs­freiheit und der freien Märkte ver­pflichtet“ zu sein. Nun aber stellt sich heraus, nach Google und Apple kündigt auch Amazon dem Netzwerk „Parler“ die Unter­stützung auf. Am Sonntag um Mit­ter­nacht wird Amazon seine Server „Parler“ nicht mehr zur Ver­fügung stellen, teilte Amazon Web Ser­vices (AWS) mit. Parler war eines der bevor­zugten Medien der Trump-Fans.

Die drei Giganten unter den Hostern begrün­deten das damit, dass es sonst keinen aus­rei­chenden Schutz vor gefähr­lichen Inhalten gebe. Apple führt sogar an, dass sich User auf den Platt­formen zu bewaff­neten Demos ver­ab­reden. Inter­es­san­ter­weise kam es im Zusam­menhang mit den Netz­werken von Pädo­philen und Ter­ro­risten-Zirkeln nie zu so dras­ti­schen Abschaltungen.

Im Film Jurassic Parc gibt es eine Szene, in der der gute Doktor und Dino-Wis­sen­schaftler ent­deckt, dass eines der Raub­saurier­weibchen tat­sächlich ein Gelege mit Eiern pro­du­ziert hat, obwohl die Saurier alle „steril“ gezüchtet waren. Er ist voll­kommen ver­blüfft und sagt dann fast andächtig: „Das Leben findet immer einen Weg.“ Genauso ist es.

Die großen Hosts sind also enge Kumpane derer, die mit Wahl­betrug jetzt an die Macht gekommen sind. Dass es den gegeben hat, ist wohl kaum abzu­streiten. Zu zahl­reich waren die Videos, die beweisen, dass repu­bli­ka­nische Wahl­be­ob­achter daran gehindert wurden, in die Wahl­lokale zu kommen. Und wenn doch, dann so, dass sie nichts sehen konnten. Dann die Wahl­ma­schinen, die zum Teil nach­weislich „rückwärts“-Stimmen Trumps zählten, was gar nicht sein kann, allen­falls Still­stand. Sie haben in einem nie dage­we­senen Akt der Zensur die Konten des immerhin Noch-Prä­si­denten lahm­gelegt und gelöscht und aller seiner Mit­ar­beiter. Die Zensur ist all­ge­gen­wärtig geworden. Wie wild wird alles gelöscht, was Kritik an 5G oder Corona-Pan­demie-Maß­nahmen ist.

Die Haupt-Medien zen­sieren sich mitt­ler­weile sogar selbst. Ein kleines Bei­spiel: Lesen Sie die unten­ste­hende URL. Was besagt Sie? Dass der bekannter, ehe­malige Ver­fas­sungs­richter di Fabio die Corona-Maß­regeln für ver­fas­sungs­widrig hält. Und jetzt klicken Sie doch einmal auf den Link und staunen Sie, was Sie dann für einen Artikel gezeigt bekommen. Das pas­siert heute immer häu­figer mit Bei­trägen, die „nicht gewünscht“ sind:

https://www.welt.de/vermischtes/live221095606/Corona-live-Ex-Verfassungsrichter-Di-Fabio-haelt-Impfregeln-fuer-verfassungswidrig.html

Aller­dings wachen dadurch immer mehr Leute auf. Genau das, was sie nicht wollen, voll­zieht sich gerade. In Scharen wandern die Leute ab aus den Zen­sur­medien in die Alter­na­tiven, die sich (noch) nicht der Zensur beugen.

„Parler“ eine user­freund­li­chere Alter­native zu Twitter, musste eine harte Lektion über die Rea­li­täten des soge­nannten „freien Marktes“ ein­stecken. Darauf war sie offenbar nicht vor­be­reitet. Die Lektion heißt also:

1) Innerhalb weniger Tage kann man aus dem Apple App Store und Google Play ver­bannt werden. Ihr Webhost Amazon, wo ihre „Parler“-Website auf dem Server lag, hat die Ver­träge einfach auf­ge­kündigt und „Parler“ kom­plett aus dem Internet entfernt.

2) Überdies hat sogar ihr Anwaltsteam „Parler“ fallengelassen.

3) Aufbau und Betrieb eines eigenen twit­ter­ähn­lichen Dienstes, der sich nicht den Geheim­diensten und der Zensur beugen will, erfordern zwingend min­destens einen eigenen App-Store, einen eigenen Domain-Hosts und eine eigene Anwaltskanzlei.

„Parler“ ist abgesägt, Twitter, Facebook, Instagram, SnapChat, YouTube und der Zah­lungs­pro­zessor Stripe kickten den Prä­si­denten Trump und seine Fol­lower raus  – aber die Plattform „gab“ kommt mit Macht und Telegram explo­diert. Im sozialen Netzwerk „gab“ regis­trieren sich jetzt  täglich zwi­schen 600.000 und 700.000 User, lässt der Mit­be­gründer des Netz­werkes, Andrew Torba, in einem Interview mit „revolver“ wissen. Mitt­ler­weile sind es 40 Mil­lionen neue Nutzer … „and counting“, wie es im Eng­li­schen heißt.

Andrew Torba gründete „gab“ 2016 als Alter­native zu Twitter mit Rede­freiheit und ohne Zensur, und er meinte es ernst. Genau darum wurde er in jeder Weise behindert. Andrew Torba gab aber nicht auf. Er konnte sich durch Beharr­lichkeit, Intel­ligenz und Ein­falls­reichtum dennoch durch­schlagen. Im Laufe der Zeit steckte er vieles ein und hat auch seine „Kampf­narben“ erhalten. Aber so, das schreibt „revolver“, war er gezwungen, eine echte Selbst­ver­sorgung und auch Robustheit und Wider­stands­kraft zu erlangen. Die Plattform „gab“ ist heute eine der wenigen nicht glo­ba­lis­ti­schen Web­sites, die sich hat halten können. Diese hart erkämpfte Robustheit scheint sich endlich aus­ge­zahlt zu haben: Ein unglaub­licher Tsunami neuer Nutzer strömt nach den Säu­be­rungs­ak­tionen von Twitter und Co. und dem Zusam­men­bruch von Parler auf die „gab“-Website und regis­triert sich.

Ähnlich ergeht es Telegram. Der alter­native Nach­rich­ten­dienst ver­zeichnet einen Zuwachs von 400 Mil­lionen aktiver Nutzer pro Monat! Bisher kam Telegram nicht ganz an den Giganten What‘sApp heran, aber nachdem What‘sApp nun ab April jeden Nutzer hin­aus­werfen will, der sich nicht bereit erklärt, seine per­sön­lichen Daten preis­zu­geben, die für alles mög­liche (auch für die Über­wa­chung von Geheim­diensten und Ermitt­lungen wegen „Hetze“, „Ras­sismus“, poli­ti­schem „Extre­mismus“ oder Ter­ror­ver­dacht) benutzt werden, darf man auch von einer breiten Abwan­derung der What‘sApp-Nutzer nach Telegram ausgehen.

Ent­wi­ckelt wurde der Dienst von den rus­si­schen Brüdern Pavel und Nikolai Durov, die zuvor bereits mit dem rus­si­schen Facebook-Pendant VKon­takte für Auf­sehen sorgten. Mitt­ler­weile befindet sich der Unter­neh­menssitz in Dubai. Aller­dings muss man die Ver­schlüs­selung bei Telegram erst hän­disch ein­schalten, was nicht so simpel ist. Bei Grup­pen­un­ter­hal­tungen ist eine Ver­schlüs­selung nicht möglich.

Sicher­heits­ex­perten sehen dagegen den Mes­sen­ger­dienst „Signal“ als die sicherste Plattform an. „Der Mes­senger ist die erste Wahl für jeden, der wegen Daten­schutz­be­denken weg von Whatsapp will. Es gilt als der derzeit  sicherste Mes­senger und steht glaub­würdig für Pri­vat­sphäre ein“, sagt IT-Experte Mike Kuketz im Gespräch mit Stern.

Weiter schreibt Stern: Signal wurde von einer gemein­nüt­zigen Stiftung ent­wi­ckelt, die sich aus Spen­den­geldern finan­ziert. Zu den pro­mi­nen­testen Für­spre­chern gehören Whatsapp-Gründer Brian Acton und Geheim­dienst-Kri­tiker Edward Snowden. Viele Experten halten Signal für den sichersten Kurz­nach­richten-Dienst über­haupt: Der Quellcode ist öffentlich ver­fügbar (Open Source) und damit für jeden ein­sehbar. Etwaige Schnüf­fel­funk­tionen und Sicher­heits­lücken würden also sofort von Hackern und IT-Fach­leuten ent­deckt. Bei Signal sind auch die Grup­pen­chats vor fremden Blicken geschützt. Weder der Anbieter noch irgend­jemand sonst kann mit­lesen oder ‑hören. Trotz des starken Fokus auf Pri­vat­sphäre bleibt Signal bislang aber ein Nischenprodukt.