Hardcore-Kinder-Sata­nismus: »Blut­opfer« — Teil 3

Der bekann­teste Satanist des 20. Jahr­hun­derts, Aleister Crowley, brachte nicht nur mit seinem »Tu was Du willst« eine Charta des Bösen in die Welt und mit seinem Buch des Gesetzes, die Teu­fels­bibel schlechthin, sondern machte auch – und das wissen die wenigsten – den Vam­pi­rismus in der Okkult­szene hoffähig.

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So ließ er sich seine Eck­zähne spitz zufeilen und begegnete Ver­eh­re­rinnen mit dem soge­nannten »Schlan­genkuss«: Er biss ihnen mit seinen Fang­zähnen ins Hand­gelenk oder in den Hals.

In seinen Ritualen floss viel Blut, das gele­gentlich auch von seinen Jüngern getrunken werden musste. Wie ein Vampir entzog Crowley durch das Blut seinen Opfern die See­len­kräfte, die Lebens­en­ergie. (211)

In seiner sexu­al­ma­gi­schen Formel berichtet er von der »Schar­lach­roten Hure«, die auf dem »Tier 666« (aus der Johannes-Offen­barung) reitet und das »Lebensblut« der Hei­ligen trinkt.

Und in seiner Nu-Isis-Lodge des O.T.O., die Kenneth Grant nach seinem Tod 1947 übernahm, reprä­sen­tierte Nu-Isis (oder New-Isis, die viele Par­al­lelen zur indi­schen Göttin Kali auf­weist), die »schwarze« Isis, sym­bo­lisch das Blut, als Basis jeg­licher Manifestation.

In Michael Ber­tiaux Kult der schwarzen Schlange, einem magi­schen System aus der Sexu­al­magie des Tantra und den Todes­riten des Voodoo (Schwarz­afrikas), soll durch magische Invo­ka­tionen der Magier während seiner okkulten Arbeiten vor einem »sexu­ellen Vam­pi­rismus« bewahrt werden. (212)

Die »Liebe zum Blut« (Häma­to­p­hilie) kann für einige Men­schen zum wahren (unstill­baren) Blut­durst werden, sehen sie darin doch oftmals eine mys­tische, sexuelle oder vita­li­sie­rende Erfahrung.

In der Sexu­al­wis­sen­schaft werden fol­gende »Blut­fe­ti­schisten« unterschieden:

– Sadisten (die ihrem Partner beim Geschlechts­verkehr Wunden bei­bringen, um Blut zu sehen),

– Maso­chisten (die ihr eigenes Blut fließen lassen),

– Menomanen (die sich nur für Mens­trua­ti­onsblut interessieren),

– »Blut­sauger« oder »lebende Vampire«, (die sadis­tisch ori­en­tiert sind und ein »Symbol der sado­ma­so­chis­ti­schen Seite des Bösen« dar­stellen) und

– Kan­ni­balen (die Men­schen­fleisch essen und Blut als Teil des »Nah­rungs­fe­ti­schismus« betrachten; siehe Kapitel Okkult- Magi­scher Kan­ni­ba­lismus). (212/1)


Guido Grandt — Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors www.guidograndt.de