Chaos und Wahnsinn: Auto­ritäre Monster richten ver­hee­renden Schaden an unseren Frei­heiten an

„Du siehst sie auf der Straße. Du betrachtest sie im Fern­sehen. Viel­leicht wählst Du im Herbst einen von ihnen. Du denkst, es sind Men­schen wie Du selbst. Du liegst falsch. Du liegst absolut falsch.“ Zitat aus dem Film „Sie leben

  1. Oktober 2021, The Rutherford Institute
    Wir leben in einer Epoche des Chaos, des Wahn­sinns und der Monster.

 (von John W. Whit­ehead & Nisha Whitehead
Über­setzung©: Andreas Ungerer)

Unter uns wandeln Monster mit mensch­lichem Antlitz. Viele von ihnen arbeiten für die Regierung der Ver­ei­nigten Staaten. Womit wir kon­fron­tiert sind, ist ein auto­ri­täres Unge­heuer, das seinen Ketten ent­wachsen und nicht mehr zu bän­digen ist.

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Durch die Werke ihrer Macht­er­greifung, durch Bru­ta­lität, Gemeinheit, Unmensch­lichkeit, Unmoral, Gier, Kor­ruption, Ver­kom­menheit und Tyrannei, ist die Regierung von dem Bösen, das sie zu bekämpfen erklärt, kaum noch zu unter­scheiden, egal, ob das Böse nun die Gestalt des Ter­ro­rismus, der Folter, der Krankheit, des Dro­gen­handels [nur via VPN erreichbar], des Sex­handels, des Mordes, der Gewalt, des Dieb­stahls, der Por­no­graphie und wis­sen­schaft­licher Expe­ri­mente annimmt oder andere dia­bo­lische Instru­mente zur Bereitung von Schmerz, Leid und Knecht­schaft gegen die Menschheit anwendet.

Wir haben der Regierung Untaten und Miss­brauch zu lange gestattet. Wir haben an die Illusion geglaubt und uns geweigert, die Wahrheit zu begreifen. Wir sind mit einer Reihe sorgsam aus­ge­dachter Fik­tionen gefüttert worden, die kei­nerlei Bezug zur Rea­lität ent­halten. Wir leben in zwei Welten: In der Welt, die wir sehen (oder zu sehen bekommen), und zum anderen in der, die wir spüren (und gele­gentlich flüchtig zu Gesicht bekommen), wobei Letztere weit ent­fernt ist von der pro­pa­gan­da­ge­steu­erten Rea­lität, welche von der Regierung und ihren kom­mer­zi­ellen Spon­soren, ein­schließlich der Medien, fabri­ziert wird.

In der Tat ist das, was die meisten Ame­ri­kaner als pri­vi­le­giert, pro­gressiv und frei wahr­nehmen, sehr weit von der Rea­lität ent­fernt, in der die wirt­schaft­liche Ungleichheit wächst, tat­säch­liche Absichten sowie tat­säch­liche Macht unter Schichten von Neu­sprech* und kom­mer­zi­eller Ver­dunklung begraben liegen und „Freiheit“ dem ent­spre­chend in kleinen, lega­lis­ti­schen* Dosen von einer mili­ta­ri­sierten und bis an die Zähne bewaff­neten Polizei zuge­teilt wird. Die tat­säch­lichen Macht­haber wollen, dass wir uns von außerhalb unserer Kon­trolle lie­genden Kräften bedroht fühlen (Ter­ro­risten, Amok­läufern, Bom­ben­at­ten­tätern, Krank­heiten, etc.). Sie wollen uns für unsere Sicherheit und unser Wohl­ergehen in Angst und Abhän­gigkeit von der Regierung und ihren mili­ta­ri­sierten Armeen halten. Sie wollen, dass wir ein­ander miss­trauen, und uns, gespalten durch unsere Vor­ur­teile, gegen­seitig an die Gurgel gehen.

Aber zu allererst wollen sie, dass wir wei­terhin im Gleich­schritt mit ihrer Dik­tatur marschieren.

Blenden Sie die Ver­suche der Regierung aus, uns zu ver­wirren, zu spalten und uns zu benebeln, und blenden Sie ein, was tat­sächlich in diesem Land vor sich geht, und Sie werden kopfüber zu der unmiss­ver­ständ­lichen, wider­wär­tigen Wahrheit gelangen, dass die regie­rende Finanz­elite uns als zu ge- oder miss­brau­chende Weg­werfar­tikel betrachtet.

Eine gemeinsame Studie von For­schern der Princeton Uni­versity und der Nor­thwestern Uni­versity kam tat­sächlich zu dem Schluss, dass die Regierung der Ver­ei­nigten Staaten nicht die Mehrheit der ame­ri­ka­ni­schen Staats­bürger ver­tritt. Statt­dessen fand die Studie heraus, dass die Regierung von den Reichen und Mäch­tigen, der soge­nannten „Wirt­schafts­elite“, beherrscht wird. Außerdem kamen die Wis­sen­schaftler zu dem Schluss, dass die von dieser Regie­rungs­elite beschlossene Politik so gut wie immer spe­zielle Inter­essen und Lob­by­gruppen begünstigt. Mit anderen Worten werden wir von einer als Demo­kratie getarnten Olig­archie beherrscht und sind wohl auf dem Weg in Richtung Faschismus – einer Regie­rungsform, in der die Inter­essen von Pri­vat­un­ter­nehmen regieren, Geld das Sagen hat und die Men­schen als bloße Unter­tanen betrachtet werden, die es zu kon­trol­lieren gilt.

Man muss nicht nur reich, oder mit den Reichen ver­bunden sein, um in der heu­tigen Zeit gewählt zu werden, sondern gewählt zu werden ist auch ein tod­si­cherer Weg, um selbst reich zu werden. Wie CBS berichtet, „erfreuen sich Kon­gress­mit­glieder, erst einmal gewählt, an Ver­bin­dungen und Infor­ma­tionen, die sie auf im pri­vaten Sektor bei­spiel­losen Wegen zur Anhäufung ihres Reichtums nutzen können. Und wenn Poli­tiker aus dem Amt scheiden, erlauben ihnen ihre Ver­bin­dungen sogar wei­terhin, hiervon zu profitieren.“

Der ehe­malige Prä­sident Jimmy Carter pran­gerte diese ekla­tante Kor­ruption des poli­ti­schen Systems in Amerika an und bezeichnete den Prozess der Wahlen ins Weiße Haus und in die Schlösser der Gou­ver­neure der Kon­gress­mit­glieder und der bun­des­staat­lichen Par­la­mente als „gren­zenlose poli­tische Bestechung … eine Unter­grabung unseres poli­ti­schen Systems in Form von Bestechung durch Groß­spender, die sich nach der Wahl indi­vi­duelle Vor­teile erwün­schen und erwarten und diese nach der Wahl zuweilen auch erhalten“.

Sie dürfen sicher sein, dass, wenn der Faschismus letztlich in Amerika Fuß fassen wird, die grund­le­gende Form der Regierung erhalten bleibt: Der Faschismus wird einen freund­lichen Ein­druck machen. Die Gesetz­geber werden tagen. Es wird Wahlen geben und die Nach­rich­ten­medien werden sie wei­terhin unter­halten und über poli­tische Belang­lo­sig­keiten berichten. Die Zustimmung der Beherrschten jedoch wird nicht mehr benötigt werden. Die tat­säch­liche Macht wird letztlich der olig­ar­chi­schen Elite über­geben worden sein, welche die Regierung hinter den Kulissen kontrolliert.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Wir werden derzeit ein­deutig von einer olig­ar­chi­schen Elite beherrscht, die staat­liche und unter­neh­me­ri­scher Inter­essen ver­folgt. Wir sind in den (von Benito Mus­solini erwünschten) „Kor­po­ra­tismus“ ein­ge­taucht, einem Punkt auf der Hälfte des Wegs zum aus­ge­wach­senen Faschismus. Im Kor­po­ra­tismus herr­schen einige wenige, nicht von den Bürgern gewählte, Mit­glieder der Finanz­elite über die Mehrheit. Diese Regie­rungsform ent­spricht weder der einer Demo­kratie noch einer Republik, wozu die ame­ri­ka­nische Regierung geschaffen worden ist. Es ist eine pyra­midale Regie­rungsform, die eine schreck­liche Geschichte hat, welche von den Ent­wick­lungen ver­gan­gener tota­li­tärer Regimes gekenn­zeichnet ist, wie bei­spiels­weise Poli­zei­staaten, wo jeder beob­achtet und aus­spio­niert, von Regie­rungs­be­amten für geringe Regel­ver­stöße fest­ge­nommen, unter poli­zei­liche Bewa­chung genommen und in Inter­nie­rungs­lager (aka Kon­zen­tra­ti­ons­lager) gesperrt wird. Um den Faschismus letztlich durch­zu­setzen, bedarf es der aller­wich­tigsten Zutat, nämlich der mehr­heit­lichen Zustimmung der Men­schen, dass er nicht nur zweck­mäßig, sondern not­wendig ist. Warum jedoch sollte ein Volk ein solch gewalt­sames Regime akzep­tieren? Die Antwort ist die­selbe wie in jeder anderen Epoche: aus Angst.

Angst macht Men­schen zu Idioten*.

Angst ist die von Poli­tikern am häu­figsten ver­wendete Methode zur Aus­weitung der Regie­rungs­macht. Und wie die meisten Sozi­al­kor­re­spon­denten erkennen, ist das moderne Amerika von einer Atmo­sphäre der Angst durch­drungen: Angst vor Ter­ro­rismus, Angst vor der Polizei, Angst vor unseren Nachbarn und so weiter. Die Angst­pro­pa­ganda, mit welcher die ame­ri­ka­nische Bevöl­kerung bear­beitet wird, wurde von den­je­nigen, welche danach trachten die Kon­trolle zu gewinnen, sehr effektiv benutzt.

Trotz des Umstands, dass die Wahr­schein­lichkeit, an einer Herz­er­krankung zu sterben, 17.000 Mal höher ist als bei einem Ter­ror­an­schlag, die, an einem Flug­zeug­un­glück zu sterben, 11.000 Mal höher ist als bei einem Ter­rorakt mit einem Flugzeug, die an einem Auto­unfall zu sterben, 1.048 Mal höher ist als bei einem Ter­ror­an­schlag und die, von einem Poli­zisten getötet zu werden, 8 Mal höher ist, als von einem Ter­ro­risten*, haben wir die Kon­trolle über unser Leben Regie­rungs­be­amten über­geben, die uns als Mittel zum Zweck behandeln – als Quelle von Geld und Macht.

Das ist, wovor der Bärtige Mann in John Car­penters Film Sie lebenwarnt: „Sie demon­tieren die schla­fende Mit­tel­schicht. Immer mehr Men­schen gleiten in die Armut. Wir sind ihr Vieh. Wir werden für die Skla­verei gezüchtet.“ Dies­be­züglich unter­scheiden wir uns gar nicht so sehr von den unter­drückten Bürgern in diesem Film, der vor mehr als 30 Jahren ver­öf­fent­licht worden ist und auf beun­ru­hi­gende und beängs­ti­gende Weise unserer heu­tigen Zeit ent­spricht, oder von Car­penters anderen dys­to­pi­schen Filmen. Der bekann­teste seiner Filme ist der Hor­rorfilm „Halloween“, der davon ausgeht, dass eine Form des Bösen exis­tiert, die so dunkel ist, dass sie nicht getötet werden kann. Car­penters gesamtes Werk ist von einer starken anti­au­to­ri­tären, gegen das Estab­lishment gerich­teten und lako­ni­schen Tendenz durch­drungen, die die Sorgen des Fil­me­ma­chers über den Zerfall unserer Gesell­schaft, ins­be­sondere unserer Regierung, zum Aus­druck bringt. Wieder und wieder por­trä­tiert Car­penter die Arbeit der Regierung gegen ihre eigenen Bürger, einer Bevöl­kerung ohne Kontakt zur Rea­lität, zu einer Amok lau­fenden Tech­no­logie und zu einer Zukunft, die schreck­licher ist als jeder Horrorfilm.

In „Escape from New York“ stellt Car­penter den Faschismus als Ame­rikas Zukunft dar. In The Thing“, einer Neu­ver­filmung des gleich­na­migen Science-Fiktion-Klas­sikers aus dem Jahr 1951, setzt Car­penter voraus, dass wir alle zunehmend ent­mensch­licht werden. In Christine“, einer Ver­filmung von Stephen Kings Roman über ein von einem Dämon besetztes Auto, zeigt die Technik einen eigenen Willen und Bewusstsein und beginnt einen mör­de­ri­schen Amoklauf. In „In the Mouth of Madness“ hebt Car­penter hervor, dass das Böse zunimmt, wenn die Men­schen die „Fähigkeit ver­lieren, zwi­schen Rea­lität und Phan­tasie zu unterscheiden“.

Und dann gibt es noch Car­penters Film Sie leben“, in dem zwei Wan­der­ar­beiter ent­decken, dass die Welt nicht so ist, wie sie scheint. Tat­sächlich wird die Bevöl­kerung in Wahrheit von Außer­ir­di­schen kon­trol­liert und aus­ge­beutet, die mit einer olig­ar­chi­schen Elite zusam­men­ar­beiten. Wäh­rend­dessen wurde die Bevöl­kerung – in seliger Unkenntnis der wirk­lichen Agenda, die ihr Leben bestimmt – in Selbst­ge­fäl­ligkeit ein­ge­lullt, indok­tri­niert, mit medialen Ablen­kungen bom­bar­diert und durch unter­schwellige Bot­schaften, die vom Fern­sehen und ver­schie­denen elek­tro­ni­schen Geräten, Pla­kat­wänden und der­gleichen aus­ge­strahlt werden, hyp­no­ti­siert. Erst als der obdachlose Gele­gen­heits­ar­beiter, John Nada (meis­terhaft gespielt von dem ver­stor­benen Roddy Piper), eine mani­pu­lierte Son­nen­brille – die Hoffman-Gläser – ent­deckt, erkennt er, was hinter der von der Elite geschaf­fenen Rea­lität steckt: Kon­trolle und Knecht­schaft. Durch die Linse der Wahrheit betrachtet, ent­puppen sich die bis zu ihrer Ent­tarnung menschlich erschei­nenden Mit­glieder der Elite, als Monster, welche die Bürger zu ihrer Aus­beutung ver­sklavt haben. Auch Pla­kat­wände trom­peten ver­steckte, her­rische Bot­schaften hinaus: So fordert Frau im Bikini einer Anzeige die Betrachter auf, „zu hei­raten und sich zu ver­mehren“. Aus Zeit­schrif­ten­ständern rufen Magazine dem Betrachter zu, „KON­SU­MIERE“, und, „GEHORCHE“. Ein Bündel Dol­lar­scheine in der Hand eines Ver­käufers ver­kündet: „DAS IST DEIN GOTT“. Durch Nadas Hoffman-Gläser betrachtet, erkennt man die fol­genden anderen ver­steckten Bot­schaften, die in das Unter­be­wusstsein der Men­schen getrommelt werden: KEIN UNAB­HÄN­GIGES DENKEN, PASS DICH AN, UNTERWIRF DICH, SCHLAF WEITER, KAUFE, SIEH FERN, KEINE PHAN­TASIE und STELL DIE AUTO­RITÄT NICHT IN FRAGE.

Diese in Sie leben“ von der Elite ent­wi­ckelte Indok­tri­nie­rungs­kam­pagne kommt jedem, der die Tal­fahrt der ame­ri­ka­ni­schen Kultur stu­diert hat, bekannt vor. Eine Bür­ger­schaft, die nicht selb­ständig denkt, ohne Wider­spruch gehorcht, fügsam ist, die Auto­rität nicht in die Schranken weist, nicht quer denkt und damit zufrieden ist, sich zurück­zu­lehnen und unter­halten zu werden, ist leicht kon­trol­lierbar. So bietet die subtile Bot­schaft von Sie leben“ eine tref­fende Ana­logie zu unserer eigenen ver­zerrten Vision des Lebens im ame­ri­ka­ni­schen Poli­zei­staat, was der Phi­losoph Slavoj Žižek als Dik­tatur in der Demo­kratie bezeichnet, „die unsichtbare Ordnung, die unsere scheinbare Freiheit aufrechterhält“.

Vom Moment unserer Geburt bis zu unserem Tod werden wir indok­tri­niert zu glauben, dass die­je­nigen, die uns beherr­schen, dies zu unserem Besten tun. Die Wahrheit ist weit davon entfernt.

Obwohl uns die Wahrheit ins Gesicht starrt, haben wir zuge­lassen zu ängst­lichen, kon­trol­lierten und beschwich­tigten Zombies zu werden. Wir leben in einem stän­digen Zustand der Ver­leugnung, abge­schirmt von der schmerz­haften Rea­lität des ame­ri­ka­ni­schen Poli­zei­staats durch die Unter­hal­tungs­nach­richten und Bild­schirm­geräte, die uns ständig umgeben. Heut­zutage starrt fast jeder mit gesenktem Kopf wie ein Zombie auf einen elek­tro­ni­schen Bild­schirm, selbst wenn er die Straße über­quert. Familien sitzen mit gesenktem Kopf in Restau­rants, durch ihre Bild­schirme von­ein­ander getrennt, und nehmen nicht wahr, was um sie herum geschieht. Vor allem junge Men­schen scheinen von den Geräten, die sie in den Händen halten, beherrscht zu werden, ohne zu wissen, dass sie einfach einen Knopf drücken, das Gerät aus­schalten und ihrer Wege gehen können. In der Tat gibt es keine größere Grup­pen­ak­ti­vität als die Beschäf­tigung mit Bild­schirmen, sprich mit Fern­sehen, Laptops, Com­putern, Mobil­te­le­fonen und so weiter. Laut einer Nielsen-Studie hat der Bild­schirm­konsum der Ame­ri­kaner einen his­to­ri­schen Höchst­stand erreicht. So sieht der Durch­schnitts­ame­ri­kaner bei­spiels­weise etwa 151 Stunden pro Monat fern.

Die Frage lautet tat­sächlich, welche Aus­wirkung dieser Bild­schirm­konsum auf unser Bewusstsein hat? Psy­cho­lo­gisch betrachtet, ist er der Dro­gen­sucht ähnlich. Wis­sen­schaftler haben ent­deckt, dass Pro­banden berich­teten, „sich fast unmit­telbar nach dem Ein­schalten des Fern­sehers ent­spannter zu fühlen, und weil dies so schnell geschieht, und die Spannung nach dem Aus­schalten des Fern­sehers so schnell zurück­kehrt, werden die Men­schen hier­durch kon­di­tio­niert, Fern­sehen mit Ent­spannung zu ver­binden“. Die Studie zeigt auch, dass sich die Gehirn­wellen der Betrachter unab­hängig von der Pro­gramm­ge­staltung ver­lang­samen, was die Betrachter pas­siver und weniger wider­stands­fä­higer macht.

In der Geschichte wurde das Fern­sehen von Macht­habern dazu benutzt Unmut zu ersticken und Störer zu beschwich­tigen. Laut Newsweek „setzen, ange­sichts der starken Über­be­legung und begrenzter Mittel für Reha­bi­li­tation und Beratung, immer mehr Gefäng­nis­beamte das Fern­sehen ein, um die Insassen ruhig zu halten.“ Da der größte Teil des ame­ri­ka­ni­schen Fern­seh­pro­gramms von Sendern bereit­ge­stellt wird, die von sechs Mega­kon­zernen kon­trol­liert werden, wird das, was wir sehen, jetzt von einer Unter­neh­menselite kon­trol­liert, und wenn diese Elite einen bestimmten Stand­punkt fördern oder ihre Zuschauer beru­higen will, kann sie dies in großem Umfang tun.

Während wir fern­sehen, sind wir untätig.

Die Macht­haber begreifen das. Der Fern­seh­jour­nalist Edward R. Murrow hat in einer im Jahr 1958 gehal­tenen Rede hiervor gewarnt:

Heut­zutage sind wir wohl­habend, fett, bequem und selbst­ge­fällig*. Wir haben derzeit eine ein­ge­baute All­ergie gegen unan­ge­nehme oder beun­ru­hi­gende Infor­ma­tionen. Unsere Mas­sen­medien spiegeln dies wider. Aber wenn wir uns nicht über unseren fetten Über­schüssen erheben und erkennen, dass das Fern­sehen in erster Linie dazu dient, uns abzu­lenken, zu täu­schen, zu unter­halten und zu iso­lieren, dann werden das Fern­sehen und die­je­nigen, die es finan­zieren, die­je­nigen, die es sich ansehen, und die­je­nigen, die damit arbeiten, viel­leicht zu spät ein völlig anderes Bild wahrnehmen.“

Das bringt mich zurück zu Sie leben“, wobei nicht die herr­schenden Aliens die wahren Zombies sind, sondern die Bevöl­kerung, die sich damit abfindet, kon­trol­liert zu werden. Letzt­endlich unter­scheidet sich die Welt in diesem Film nicht sehr von der uns­rigen, was einer der Dar­steller in fol­gende Worte fasst:

„Die Anzahl der Armen und die Unter­schicht wachsen. Ras­sen­ge­rech­tigkeit und Men­schen­rechte exis­tieren nicht. Sie haben eine repressive Gesell­schaft errichtet, und wir sind ihre ahnungs­losen Kom­plizen. Ihr Streben nach Herr­schaft beruht auf der Ver­nichtung des Bewusst­seins. Wir sind in Trance ver­setzt worden. Sie haben uns gleich­gültig gegenüber uns selbst und gegenüber anderen gemacht. Wir sind nur noch auf unseren eigenen Vorteil bedacht.“

Wir sind auch nur auf unsere eigenen Ver­gnü­gungen, Vor­ur­teile und Gewinne bedacht. Bei uns wächst die Anzahl der Armen und die Unter­schicht eben­falls. Die Unge­rech­tigkeit wächst. Die Ungleichheit wächst. Men­schen­rechte sind quasi nicht vor­handen. Auch wir haben uns, gleich­gültig gegenüber anderen, in Trance ver­setzen lassen. In Unkenntnis dessen, was vor uns liegt, wurden wir mani­pu­liert, daran zu glauben, dass alles gut wird, wenn wir wei­terhin kon­su­mieren, gehorchen und ver­trauen. Aber das war bei auf­stre­benden Regimen noch nie der Fall. Und wenn wir spüren, dass die Axt auf uns her­nie­dergeht, wird es zu spät sein.

Was bedeutet das nun für uns?

Die Dar­steller aus Car­penters Film geben uns hiervon einen Ein­blick. Unterhalb ihres Machismo glauben sie nach wie vor an die Ideale der Freiheit und Chan­cen­gleichheit. Ihr Glauben bringt sie in kon­stanten Kon­flikt mit dem Gesetz und dem Estab­lishment, nichts­des­to­trotz jedoch sind sie Frei­heits­kämpfer. Als John Nada in Sie leben“ bei­spiels­weise den Hyno-Trans­mitter der Außer­ir­di­schen zer­stört, ermutigt er zur Freiheit, wenn er mit denk­wür­digen Worten erklärt: „Ich bin hierher gekommen um Kau­gummi zu kauen und Arsch­tritte zu ver­teilen. Und mir ist der Kau­gummi aus­ge­gangen.“ Mit anderen Worten: Wir müssen aktiv werden.

Hören Sie auf, sich von unsin­nigen poli­ti­schen Spek­takeln einfach ablenken zu lassen, und achten Sie darauf was tat­sächlich in diesem Land geschieht. Der wirk­liche Krieg zwi­schen Freiheit und Tyrannei findet direkt vor unseren Augen statt, wenn wir diese nur öffnen würden.

Wie ich in meinem Buch Batt­le­field America: The War on the Ame­rican People und in seinem fik­tiven Pendant The Erik Blair Diaries ver­deut­liche, findet die tat­säch­liche Schlacht um Kon­trolle an Stra­ßen­rändern, in Poli­zei­autos, in Zeu­gen­ständen, über Tele­fon­lei­tungen, in Behörden- und Unter­neh­mens­büros, auf den Fluren und in Klas­sen­räumen öffent­licher Schulen, in Parks und Stadt­rats­sit­zungen sowie in Gemeinden und Städten dieses Landes statt.

Alle äußeren Zeichen des ame­ri­ka­ni­schen Poli­zei­staats befinden sich direkt vor unseren Augen.

Wach auf, Amerika!

Wenn sie (die Tyrannen, die Unter­drücker, die Inva­soren, die Herr­scher) leben, geschieht das nur, weil „wir, das Volk“ schlafen.

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Der Ver­fas­sungs­rechtler und Autor, John W. Whit­ehead, ist Gründer und Vor­sit­zender des Rutherford Instituts. Seine Bücher, Batt­le­field America: The War on the Ame­rican People und A Government of Wolves: The Emerging Ame­rican Police State, sind bei www.amazon.com erhältlich. Er ist unter johnw [at] rutherford.com erreichbar. Nisha Whit­ehead ist die Geschäfts­füh­rerin des Rutherford Instituts. Infor­ma­tionen über The Rutherford Institute sind unter www.rutherford.org erhältlich.

Quelle: https://www.rutherford.org/…

Quelle der Über­setzung: https://giftamhimmel.de/…

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