Demonstration vor der EU-Komission/Bild: Facebook
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»Es reicht: Unsere Geschichte und unsere Identität werden nicht zerstört.«: Italiener protestieren gegen Verbot von »Weihnachten«, »Maria« und »Josef«

23. Dezember 2021

Konservative Politiker stehen Kopf und fordern ein Ende der Gängelung durch die EU-Komission; Lebensschützer protestieren vor dem Komissions-Gebäude.

In den Büros der Europäischen Union wird an einem Papier gearbeitet, das schon vor seiner Verwendung für Empörung sorgt. Ein Leitfaden für »integrative Kommunikation« mit dem Titel »Union der Gleichheit« regelt nicht nur den Umgang mit den Geschlechtern, sondern rät der EU-Kommission auch davon ab, christliche Ausdrücke und Namen wie »Weihnachten« und »Maria und Josef« zu verwenden, wie News-in-24 berichtet.

Besonders heftig sind die Reaktionen im katholischen Italien. Giorgia Meloni (44), Vorsitzende der konservativen Partei Fratelli d‘Italia, twitterte: »Es reicht: Unsere Geschichte und unsere Identität werden nicht zerstört.« Auch Lega-Chef Matteo Salvini (48) ist empört und spricht von »Wahnsinn«.

Am Mittwoch forderte die italienische Lebenschützer-Vereinigung ProVita & Famiglia die Rücknahme der absurden weihnachtsfeindlichen (und damit antieuropäischen) Richtlinien der EU-Kommission, indem sie Präsidentin von der Leyen und der Kommissarin für Gleichstellung, oder – in den Worten der Organisation – besser gesagt für »Homologation«, Helena Dalli, aufs herzlichste ein »FROHES WEIHNACHTSFEST« von allen »Marias« und »Josephs« Europas wünschten.

Laut eigener Aussage von Jacopo Coghe, dem Vize-Präsidenten von ProVita & Famiglia auf Facebook: »Wir taten dies vor der Vertretung der Kommission in Rom und übergaben dann das ‚Briefchen‘ an unsere internen Beamten.«

»Nie mehr, meine Damen und Herren, nie mehr Weihnachten. Humbug. Mars-Kram. Oder auch nicht. Denn auch die Reise zum Mars muss politisch korrekt werden, indem man ‚Menschen zum Mars schicken‘ und nicht ‚Kolonisierung des Mars‘ schreibt. Dies ist der neueste Wahnsinn der Europäischen Union, die mit ihrer Unterstützung der Gender-Ideologie insbesondere Familien und Christen diskriminiert. Durch die Einführung einer ‚inklusiven‘ Sprache werden die Identität und die jahrtausendealte Kultur des alten Kontinents beseitigt«, kommentiert Antonio Brandi, Präsident von Pro Vita & Famiglia, die Leitlinien der Europäischen Kommission für eine »inklusive Kommunikation«.

»Das Verbot, von Weihnachten zu sprechen und stattdessen eine allgemeinere Bezeichnung für »Feiertage« zu verwenden, die Abschaffung von »Frau« oder »Fräulein« sowie die Abschaffung »religiöser« Namen wie »Maria« oder »Johannes« ist der Gipfel der Durchsetzung des in den Leitlinien der Europäischen Kommission enthaltenen Einheitsgedankens. Durch die Schaffung einer echten Neo-Sprache, die scheinbar jeden respektiert, werden Religionen, Geschlechter, Kulturen und Geschichte ausgelöscht. Eine echte Zerstörung unserer Kultur, ein echter Versuch, die europäische Gesellschaft zu revolutionieren«, schließt Jacopo Coghe, Vizepräsident der gemeinnützigen Organisation.

Dieser Bruch der »politischen Korrektheit« soll den Widerstand gegen die unsinnigen Maßnahmen der EU-Kommission aufzeigen, die in diesem Fall das Weihnachtsfest seinem Kern rauben wollen.

Coghe und Verbündete stehen für eine klare Botschaft: »das lassen wir so nich anfach unangefochten im Raum stehen.«

ProVita & Famiglia ist für ähnliche Aktionen vor allem im Bereich des Lebensschutzes in Rom und ganz Italien bekannt.



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