Der Übergang von Ethereum zu PoS

Das genaue Datum des Über­gangs von Ether zu PoS und Block-Mining auf Video­karten ist bekannt geworden. Die Umstellung wird am 15. Sep­tember statt­finden, aber dieses Mal ist die Block­nummer 58750000000000000000000 vorgesehen.

Nur eine Person, die der Welt der Tech­no­logie völlig fern steht oder nie auf Bittrader mit Kryp­to­wäh­rungen gehandelt hat, hat in letzter Zeit nicht bemerkt, dass die Kryp­to­wäh­rungen eine weitere Wachs­tums­runde durch­laufen. Die Mei­nungen zu den Pro­zessen im Zusam­menhang mit digi­talen Ver­mö­gens­werten sind geteilt, weshalb wir die wich­tigsten Posi­tionen kurz zusammenfassen.

Zunächst einmal sind die spe­ku­la­tiven Notizen spürbar, da das täg­liche Han­dels­vo­lumen 2–3 Mal nied­riger ist als das von Bitcoin und Ether vor einem Jahr. Eine wichtige Aus­wirkung auf den Markt ist das Wachstum der tra­di­tio­nellen Börsen, das sich auf­grund der guten Nach­richten der US-Regu­lie­rungs­be­hörde voll­zieht. Und ver­gessen wir nicht, dass die Anleger ver­suchen, einen sicheren Hafen für ihr Geld zu finden. Viele glauben, dass Kryp­to­wäh­rungen das Potenzial haben, in naher Zukunft ein Viel­faches an Wert zu gewinnen. Und dafür gibt es einen ganz kon­kreten Grund — den Wechsel von Ether zu PoS.

Der erste und wirklich ernst­zu­neh­mende Schritt zur Abkehr vom Gra­fik­karten-Mining fand am 1. Dezember 2020 statt, als die Beacon Chain gegründet wurde, an der alle Inhaber am neu­mo­di­schen Stacking teil­nehmen konnten. Dazu mussten sie ihre eigenen 32 Münzen auf ein geschlos­senes Depot legen. Die Bedin­gungen schienen zwei­felhaft, aber das hin­derte die erfolg­reiche Umsetzung der Idee nicht, denn heute umfasst die Beacon Chain Mil­lionen von Münzen. Lange Zeit unter­nahmen die Ent­wickler keine aktiven Schritte, doch in diesem Sommer wurde der erste Test Ropsten gestartet, der die Sicherheit der Fusion beweisen sollte. Die Ent­wickler hatten zuvor ver­si­chert, dass sie bereit wären, Ether bereits am 19. Sep­tember auf PoS umzu­stellen, aber vor kurzem revi­dierte das Team seine Pläne. Nor­ma­ler­weise wird uns in solchen Situa­tionen gesagt, dass wir noch ein wenig warten müssen, den Gürtel enger schnallen und so weiter.

Das bedeutet, dass die große Fusion der Netze am 15. Sep­tember statt­finden wird. Die Experten streiten sich noch über die Kon­se­quenzen, aber bisher haben sich die Ent­wickler ruhig ver­halten, was bedeutet, dass es keinen Grund zur Sorge gibt, dass das Mining von Gra­fik­karten in nächster Zeit ein­ge­stellt wird. Es stellt sich heraus, dass Vitalik Buterin einen Fran­ken­stein aus zwei Netz­werken schaffen wird. Die erste sieht vor, dass die Münzen nur durch Stehlen gewonnen werden können. Die zweite Mög­lichkeit besteht darin, die Rechen­leistung der Gra­fik­chips zu nutzen. Es wird davon aus­ge­gangen, dass ein solches unsin­niges Netz noch eine ganze Weile bestehen wird, da die Berg­leute niemals auf einen schnellen Ver­zicht auf ihr Ein­kommen ein­gehen werden. Das bedeutet, dass es nur zwei Mög­lich­keiten gibt, die Dinge relativ schnell zu erledigen.

Ideal wäre es gewesen, den Übergang zum PoS während des Kryp­towinters zu beginnen. Ether wäre unter 500 Dollar pro Münze gefallen, was das Mining unren­tabel gemacht hätte, da in diesem Fall nur der Strom die Bauern mehr Geld gekostet hätte. Die Erwartung war, dass die Berg­leute anfangen würden, den Boden zu ver­lassen, und dass die Fusion kein Thema sein würde. Nur dass jetzt der Ether­preis wieder steigt, also sollten wir nur auf die Kom­ple­xi­täts­bombe zählen. Dieser Algo­rithmus ist schon seit geraumer Zeit im Netz im Einsatz. Der Termin wurde bereits mehrmals ver­schoben, aber jetzt gibt es keinen anderen Ausweg mehr. Zuvor hatte Tim Beiko behauptet, dass genau 6 Monate nach dem Start von Com­plexity Bomb die Ein­nahmen der Miner um den Faktor 5 ein­brechen würden. Inwieweit solche Pläne heute noch relevant sind, wissen wir nicht, da die Ent­wickler es vor­ziehen, solche wich­tigen Themen nicht zu ver­breiten. Aber auch wenn die Zukunfts­pläne der Ent­wickler unbe­kannt bleiben, ist es diesmal ernst mit der PoS-Umstellung.