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„Kriegs­wirt­schaft“: Waffen zum Einsatz gegen die eigene Bevölkerung?

Der Satz, „dass wir uns als Deutsche mehr vor Merz, von der Leyen und Co fürchten müssen als vor Putin“, wird derzeit von der Koalition der Kriegs­wil­ligen gerne als „rus­si­sches Nar­rativ“ abgetan. Dabei mehren sich die Ver­dachts­mo­mente, dass die heiß ersehnte Kriegs­wirt­schaft vor allem Waffen zum Einsatz gegen die eigene Bevöl­kerung pro­du­zieren soll. (von David Berger) 

Als gestern in einer gesel­ligen Runde von Jour­na­listen, Buch­au­toren, Sozio­logen, Psy­cho­logen, Uni­ver­si­täts­pro­fes­soren und Künstlern in Berlin die Frage aufkam, was uns in den kom­menden zwölf Monaten in der deut­schen Politik erwartet, wurden zuerst die bevor­ste­henden Wahl­er­folge der AfD, deren Position als stärkste Partei sich immer mehr sta­bi­li­siert, angesprochen.

So sehr so mancher mit Genug­tuung auf diese Pro­gnosen schauen mag, the­ma­ti­sierte man auch die damit auf­kom­menden Pro­bleme, die mit einer Macht­über­nahme der AfD drohen könnten:

Keine roten Linien im Kampf gegen den Wählerwillen

Zunächst wird die AfD, wenn sie an die Macht kommt, ein Land über­nehmen, das wirt­schaftlich, sozial und mora­lisch kom­plett am Boden liegt. Ob alleine harte Maß­nahmen, die natürlich von der Bevöl­kerung einiges abver­langen und durchaus auch „unschöne Bilder“ pro­du­zieren könnten, helfen werden, wieder halbwegs lebens­werte Zustände her­zu­stellen, bleibt fraglich.

Und was, wenn das nicht auf absehbare Zeit gelingt? Werden dann die­je­nigen, die diesen kata­stro­phalen Zustand über zwei Jahr­zehnte erzeugt haben, nicht wieder aus ihren Löchern kriechen und der Bevöl­kerung ver­künden: Haben wir es euch nicht gesagt? Die können es auch nicht!

Oder werden es die Kar­tell­par­teien gar nicht so weit kommen lassen, dass sich der derzeit immer deut­licher abzeich­nende Wäh­ler­wille durch­setzt. Werden sie ihren Einsatz tota­litär-unde­mo­kra­ti­scher Mittel aus­weiten, um „ihre Demo­kratie“ (die mit ihrer Macht iden­tisch ist) zu retten?

Da man alle roten Linien, die Fairness, der gesunde Men­schen­ver­stand, die Men­schen­rechte und der Rechts­staat vor­geben, im Kampf „gegen rechts“ längst abge­streift hat, müssen wir von letz­terem ausgehen.

Den „Span­nungsfall“ ausrufen?

Nicht nur die Aus­zähler von Stimm­zetteln in den Wahl­lo­kalen, auch die gleich­ge­schal­teten Medien werden die Noch-Mäch­tigen dabei mit allen ihren pro­pa­gan­dis­ti­schen Kräften unter­stützen; mit künstlich erzeugten Skan­dalen von angeb­lichen Holo­caust­leug­nungen über öko­no­mische Neid­pro­vo­ka­tionen bis hin zu fin­gierten sexu­ellen Skan­dalen. Und sich dabei in keiner Weise irgendwie schlecht fühlen, da für Ideo­logen der Zweck die Mittel heiligt und sie ja den gerechten Kampf gegen Nazis führen, in dem alles erlaubt sein muss.

Und wenn das alles nichts hilft? Dann wird man sich an die For­de­rungen des CDU-Poli­tikers Roderich Kie­se­wetter erinnern, der im Zusam­menhang mit angeb­lichen „Droh­nen­vor­fällen“ bereits den „Span­nungsfall“ aus­rufen wollte. Dabei wird es dann möglich sein die Bür­ger­rechte – ähnlich wie in der Corona-Hys­terie – zeit­weise zu pau­sieren. Wie gut das mit der sys­te­ma­ti­schen Erzeugung von Angst funk­tio­niert, haben die Bürger ihren Unter­drü­ckern ein­drucksvoll demons­triert. Wird es dann sogar gelingen, gegen zu Feinden erklärte Teile der eigenen Bevöl­kerung mit der Bun­deswehr vor­zu­gehen, vor­geblich um Unruhen nie­der­zu­werfen und einen Bür­ger­krieg zu ver­hindern, um die „Guten“ zu schützen?

Rüstet die Bun­des­re­gierung gegen die eigene Bevöl­kerung auf?

In diesem Zusam­menhang hat Patrik Baab vor Kurzem Aus­füh­rungen gemacht, die mir nicht ganz abwegig erscheinen.

Baab, der viele Jahre beim NDR als Reporter und Redakteur arbeitete, an Hoch­schulen doziert und zahl­reiche Bücher zu Geheim­diensten, poli­ti­schen Morden, dem Krieg in der Ukraine, geo­po­li­ti­schen Kon­flikten und Medi­en­kritik ver­öf­fent­licht hat, ist für seine ruhige, aber sehr klare und tref­fende Analyse poli­ti­scher Vor­gänge bekannt.

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Der Artikel erschien zuerst hier: philosophia-perennis.com

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