Die Bundesregierung gibt zu, dass wir es beim Terroranschlag in Berlin mit dem linksradikalen Extremismus zu tun haben. Doch die Gegenmaßnahmen könnten auch gegen friedliche Bürger und Andersdenkende missbraucht werden.
Die Stellungnahmen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) haben einen positiven Aspekt und einen negativen Aspekt.
Positiv: Endlich erkennt die Bundesregierung die linksradikale Terrorgefahr an
Der positive Aspekt ist, dass die Bundesregierung endlich die linksradikale Terrorgefahr beim Namen nennt. Das Bekennerschreiben [siehe Abdruck in der “Berliner Zeitung”] der linksextremen “Vulkangruppe” wertet der Minister als Alarmzeichen.
Gegenüber der BILD-Zeitung erklärte Dobrindt: “Nach unserer Einschätzung handelt es sich um einen mit profunden Kenntnissen und dezidiert geplanten Anschlag. Der Linksterrorismus ist mit steigender Intensität in Deutschland zurück.”
Die “linksterroristischen Aktivitäten, gepaart mit Klima-Extremismus” würden die Wirtschaft und Gesellschaft angreifen und Bürger gefährden.
Negativ: Gegenmaßnahmen könnten auch gegen friedliche Andersdenkende missbraucht werden
Das Bundesinnenministerium erwägt aufgrund dieser linksradikalen Terrorgefahr massive Gegenmaßnahmen, auch im digitalen Raum. Dazu gehören Schritte zu mehr Überwachung, wie zum Beispiel “die Einführung der IP-Adressen-Speicherung, den Einsatz der Quellen-TKÜ (Telekommunikationsüberwachung), einen biometrischen Internetabgleich, eine KI-gestützte Datenanalyse zur Früherkennung von Gefährdern” [siehe Bericht BILD-Zeitung].
Damit sollen Behörden wie der Verfassungsschutz oder die Polizei die linksextreme Szene und radikale Klima-Gruppen intensiver beobachten können, heißt es weiter.
So weit, so gut, möchte man meinen. Doch die Sache hat einen Haken. Denn die Ausweitung der Befugnisse kann missbraucht werden. Sie kann auch dazu genutzt werden Andersdenkende zu verfolgen (wie zum Beispiel in der Corona-Zeit gesehen) oder die Opposition zu überwachen und einzuschränken, wie es manche Politiker aus dem linken Spektrum für die Überwachung der AfD fordern.
Daher ist es ein zweischneidiges Schwert. Die SPD, die Linke und die Grünen werden solche Maßnahmen sicherlich nicht zur intensiveren Überwachung der linksradikalen Szene einsetzen, sondern eher dazu neigen, ihren “Kampf gegen Rechts” mit anderen Mitteln fortzusetzen.
Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

























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