Alfred Waizmann ist der Autor des gerade erschienenen Buches „11 Substanzen, die die Pharmaindustrie gerne verbieten würde“. So ungewöhnlich wie der Titel des Buches ist auch der Weg, der ihn dazu geführt hat. Alfred Waizmann ist ehemaliger Fußballspieler, Vollblutsportler und heutiger Fußball- und Mentaltrainer. Mit 27 Jahren erlitt er einen Hirninfarkt – ein Ereignis mit dramatischen Folgen.
Jan: Alfred, was ist denn damals geschehen?
Alfred: Nach der Arbeit hatte ich noch eine Kleinigkeit gegessen, bevor ich zum Fußballtraining wollte. Als ich aufstand, merkte ich ein seltsames Gefühl im linken Bein. Zuerst dachte ich, es sei eingeschlafen. Das Gefühl ging aber nicht weg. Dann vermutete ich ein Problem mit dem Rücken oder einen eingeklemmten Nerv. Beim Training wurde schnell klar, dass es etwas Ernstes war. Nach wenigen Minuten Aufwärmen war ich komplett durchgeschwitzt, total ausgepowert und konnte nicht mehr weitermachen. Dazu kamen noch motorische Einschränkungen auf der linken Körperhälfte sowie ein starkes, dauerhaftes Kribbeln in der rechten Gesichtshälfte.
Jan: Wie ging das weiter? Du bist zu Ärzten gegangen. Wie viele Ärzte hast du besucht? Und was haben diese geraten bzw. welche Therapien haben sie angeboten?

Damit begann meine Ärzte-Odyssee. Ich war bei Allgemeinmedizinern, Neurologen, Kardiologen, Orthopäden und wahrscheinlich noch bei einigen mehr. Das Erschreckende war, wie sehr ich mich wie eine Nummer gefühlt habe. Es lief alles nach Schema F. Der Neurologe wollte mich ohne große Rücksprache direkt in ein großes neurologisches Klinikum in München einweisen – zur Lumbalpunktion. Die „Rückenmarkpunktion“ habe ich allerdings abgelehnt und den Einweisungsschein in den Müll geworfen.
Besonders unangenehm war der Termin bei einer Kardiologin. Sie fragte, ob sie etwas ausprobieren dürfe. Ich willigte ein. Sie spritzte mir ein Rheumamittel. Kurze Zeit später ging es mir richtig schlecht: heftige Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, starke Magenschmerzen und ein totales Erschöpfungsgefühl, als wäre ich überfahren worden. Das waren nur zwei von insgesamt rund zehn Arztbesuchen.
Das Fazit der Schulmedizin war schließlich, dass ich damit leben müsse – ganz toll!
Jan: Wenn ich dich heute ansehe: Du bist Fußballtrainer, stehst mitten im Leben, kannst dich normal bewegen und bist durchtrainiert. Was ist passiert?
Alfred: (lacht) Na ja, durchtrainiert war einmal. Aber ich treibe immer noch jeden Tag Sport. Ein früherer Arbeitskollege, mit dem ich befreundet war und der von meiner Odyssee wusste, erzählte seinem Vater davon, einem sehr erfolgreichen Heilpraktiker in Oberbayern. Dieser bot mir an, mich kostenlos zu behandeln. Er hatte über Jahre ein pflanzliches Präparat entwickelt. Im Herbst oder Winter 1998 begann die Behandlung. Anfangs ging ich zwei- bis dreimal pro Woche hin, später einmal wöchentlich.
Es dauerte eine Weile, aber nach einiger Zeit wurden die Symptome immer seltener. Nach etwa einem halben Jahr waren das Kribbeln im Gesicht und die Einschränkungen auf der linken Seite komplett verschwunden. Dafür bin ich bis heute sehr dankbar. Dieser Heilpraktiker hat sich wirklich um mich als Menschen gekümmert – nicht um den Profit.
Jan: Aha, war das der Grund für dieses Buch „11 Substanzen“? Eigentlich hattest du ja vorher mit Ernährung oder solchen Themen nichts zu tun. Was war der Hintergrund?
Alfred: Diese Erfahrung hat meine Sicht auf die Medizin komplett verändert. Dazu kamen noch ähnliche Fälle in der Familie und im Freundeskreis. Seitdem beschäftige ich mich intensiv mit Ernährung, Vitalstoffen und der Heilkraft der Natur. Seit 2012 bin ich voll in dem Thema und habe zwei therapeutische Ausbildungen absolviert. Beruflich unterstütze ich allerdings keine Patienten direkt, sondern Mediziner bei ihrer strategischen PR und Kommunikation.
Die Idee zum Buch entstand 2022 während der Corona-Zeit. Zusammen mit dem Bioenergetiker Jürgen Lueger, der u.a. das Buch „Heilung erwünscht“ geschrieben hat, habe ich die Liste der Substanzen dann finalisiert. Viele der Themen kannte ich schon durch den naturheilkundlichen Jahreskongress, den ich jahrelang für ein Unternehmen organisiert hatte. Dort fielen immer wieder Namen wie CDL, DMSO oder Strophanthin. Je mehr ich recherchierte, desto spannender und teilweise auch erschreckender wurden die Geschichten hinter diesen Substanzen.
Ein weiteres Erlebnis, das mich geprägt hat: Vor etwa zehn Jahren hatte ich einen unschönen dunklen Fleck auf der rechten Nasenseite. Nach einem Saunabesuch war er stark gerötet und sah richtig ungesund aus. Der Hautarzt meinte, es sei nur ein harmloser Altersfleck, und verschrieb mir eine Bleichcreme mit Lichtschutzfaktor 50. Lasern wäre auch möglich gewesen, aber schmerzhaft, weil am Nasenflügel wenig Gewebe sei.
Kurz darauf war ich bei Jürgen Lueger in Salzburg. Ich erzählte ihm von dem Fleck, und er sah ihn sich an. Er empfahl mir seine ALC-Kapseln (Alpha-Liponsäure mit Carnitin). Ich nahm drei Kapseln täglich über etwa drei Wochen – und der Fleck verschwand komplett. Beim Folgetermin beim Hautarzt stellte die Ärztin fest, der Fleck sei weg, und die Creme habe wohl gut gewirkt. Als ich ihr sagte, dass ich die Creme gar nicht benutzt hatte, sondern etwas eingenommen hatte, meinte sie nur lapidar: „So etwas verschwindet manchmal von allein.“ Sie hatte null Interesse daran, was mir tatsächlich geholfen hatte. Das war für mich der endgültige Beweis, dass in unserem System etwas gewaltig schiefläuft.

Im Buch sind 11 solcher Präparate aufgeführt – mit Berichten von Anwendern, allerdings auch mit dem Hinweis auf Nebenwirkungen bei falscher oder überdosierter Einnahme. Das finde ich gut und wichtig, denn es kann auch ein „Zuviel“ geben, und auch eine Begleitung durch einen profunden Therapeuten sollte berücksichtigt werden.
Alfred: Ja, das ist richtig. Mit unserem Buch wollen wir nicht nur zeigen, wie die heutige sogenannte „Medizin“ arbeitet und welche Interessen dahinterstehen können, sondern auch, dass es etliche Präparate und Substanzen gibt, deren Wirkung vielen gar nicht bekannt ist und die teilweise frei verfügbar sind. Vor allem soll das Buch einen Überblick schaffen, damit der Interessierte nicht zu jedem Präparat einen dicken Schinken kaufen und durcharbeiten muss.
Jan: Das ist richtig, Alfred. Es ist leicht zu lesen und ermutigt zudem, selbst tiefer in die Thematik einzusteigen. Vor allem macht es kritisch und animiert den Leser dazu, dem Arzt oder Apotheker nicht sofort alles zu glauben, sondern Dinge zu hinterfragen. Das ist etwas, was wir während der Corona-Zeit bei einem großen Teil der Bevölkerung vermisst haben, die eine Impfung vorzogen – und nun mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben –, obwohl es alternative Präparate gab.
Vielen Dank jedenfalls, dass ich das Buch für euch verlegen durfte.

























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