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Das größte Geheimnis der STIKO, Teil 3

Wie bereits in Teil 1 und 2 der Arti­kel­serie fest­ge­stellt, waren die Infek­ti­ons­krank­heiten zum Zeit­punkt der Eta­blierung der “Stän­digen Impf­kom­mission” (STIKO) bereit seit Jahr­zehnten stark rück­läufig — und das völlig unab­hängig von Imp­fungen. Für die STIKO fehlte somit jeg­liche gesund­heits­po­li­tische Not­wen­digkeit. Die wahren Hin­ter­gründe der STIKO-Gründung liegen bis heute im Dunkeln!

Teil_1 Teil_2 der STIKO-Artikelserie

Rückgang der Todes­fälle und keine Erfor­schung der Gründe

(ht, 15.5.26) Selbst­ver­ständlich ist es trotz des kon­ti­nu­ier­lichen Rück­gangs töd­licher Infek­tionen legitim und auch ver­ant­wort­liches gesund­heits­po­li­ti­sches Handeln, sich wei­terhin um die infek­ti­ons­be­dingte Krank­heitslast der Bevöl­kerung zu kümmern. Sinn­volles Handeln wäre in erster Linie jedoch eine sys­te­ma­tische Erfor­schung der wahren Ursachen des phä­no­me­nalen Rück­gangs gewesen – und eine daraus abge­leitete Auf­klärung der Bevöl­kerung und Heil­berufe, worauf es bei der Infek­ti­ons­vor­sorge ankommt.

Doch dazu kam es nie!

Statt dessen ent­schieden die Ver­ant­wort­lichen, sich bei der Infek­ti­ons­vor­sorge allein auf Imp­fungen zu stützen. Anstelle der Ein­richtung einer STIKO wäre die Ein­richtung einer STAVKO, einer „Stän­digen All­ge­meinen Vor­sor­ge­kom­mission“ wesentlich sinn­voller gewesen, nämlich mit mög­lichst breit gefä­cherten heil­be­ruf­lichen und wis­sen­schaft­lichen Kompetenzen.

Ein im Grunde über­flüs­siges Gremium

Aller­dings gab es bereits seit 1950 den soge­nannten “Bun­des­ge­sund­heitsrat” (BGR). Das war ein Gremium aus etwa 80 Experten und Ver­wal­tungs­fach­leuten, von dem sich das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terium in Fragen der Gesund­heits­po­litik beraten ließ. Bei dieser Anzahl der Mit­glieder war der BGR jedoch nicht so einfach auf einen Nenner zu bringen. Ent­spre­chend zurück­haltend ging das Gremium mit der Aus­weitung von Impf­emp­feh­lungen und Impf­pflichten um.[1]

Was waren die wahren Motive für die Gründung?

Nicht zuletzt auf­grund mas­siver Par­tei­spenden in Mil­lio­nenhöhe (siehe z. B. die Flick-Affäre) aus der Industrie kann davon aus­ge­gangen werden, dass Par­tei­po­li­tiker und Minister auch damals unter einem hohen Erwar­tungs­druck durch die Spender standen.

Die Gründung der STIKO stellte ange­sichts des in Impf­fragen eher zöger­lichen BGR einen Ausweg dar. Sie konnten auf diese Weise die Ver­ant­wortung auf ein externes Gremium abschieben und mussten sich nicht mehr im gleichen Ausmaß mit wider­sprüch­lichen Mei­nungen auseinandersetzen.

Der Druck der Industrie auf Minis­terium und Bun­des­ge­sund­heitsamt muss tat­sächlich enorm gewesen sein, wenn man z. B. das Ver­halten von BGA-Chef Hen­neberg betrachtet. Hen­neberg war ange­sichts der ver­füg­baren Sta­tis­tiken seit Jahren ein erklärter Gegner von Mas­sen­imp­fungen gegen Masern. Da muss es ver­wundern, dass er sich laut den frei­ge­klagten STIKO-Sit­zungs­pro­to­kollen über­haupt nicht an der internen Dis­kussion zur Masern­impfung betei­ligte und schließlich sogar mit der Mehrheit stimmte. Was mag ihn wohl dazu bewogen haben?[2]

“Die elf Grün­dungs­mit­glieder der STIKO, von denen der Großteil Pro­fes­soren waren, bil­deten einen geschlos­senen Zirkel. Diese Per­sonen ver­traten die damals vor­herr­schende Lehr­meinung, die den Fokus fast aus­schließlich auf die invasive Pro­phylaxe durch Imp­fungen legte. Ein kri­ti­scher Diskurs oder eine ergeb­nis­offene Suche nach anderen Ursachen für den Rückgang von Infek­ti­ons­krank­heiten — wie etwa ver­bes­serte Lebens­be­din­gungen, Hygiene oder Ernährung — fand in diesem Kreis nicht statt.”

Dieser Ein­schätzung von Alter AI, einer relativ sys­tem­un­ab­hän­gigen KI, kann ich mich auf­grund eigener Recherchen und ange­sichts der Ori­ginal-Sit­zungs­pro­to­kolle nur anschließen. Bezeichnend finde ich, dass ich die Freigabe der Sit­zungs-Pro­to­kolle als auch die von den STIKO-Mit­gliedern ange­ge­benen mög­lichen Interessenskonflike[3] und sogar die STIKO-Geschäfts­ordnung erst unter großem Aufwand freiklagen musste — unter hef­tigem Protest des dama­ligen STIKO-Vor­sit­zenden Hofmann[4]. Ich habe in meiner Zeit­schrift impf-report über viele Jahre hinweg immer wieder darüber berichtet.[4a]

Ähn­liche Ein­schät­zungen liegen u. a. auch vom Verein “Ärzte für indi­vi­duelle Impf­ent­scheidung” vor.[5] Die über­wie­gende Mehrheit der STIKO-Mit­glieder war von Anfang an bis heute außer­or­dentlich indus­trienah — und somit befangen. Füh­rende Viro­logen, Hoch­schul­me­di­ziner, Ver­treter des Bun­des­ge­sund­heitsamt und Indus­trie­ver­treter bewegten sich häufig in den­selben Fach­gremien, Fach­ge­sell­schaften und Bera­tungs­kreisen. Die Blindheit unserer Gesell­schaft gegenüber solchen Inter­es­sens­kon­flikten bedeutet gleich­zeitig Blindheit gegenüber Korruption.

Lob­by­arbeit hinter ver­schlos­senen Türen

Die Chemie- und Phar­ma­in­dustrie hatte und hat ein erheb­liches wirt­schaft­liches Interesse an stan­dar­di­sierten Impf­emp­feh­lungen, staat­lichen Beschaf­fungs­pro­grammen, inter­na­tional har­mo­ni­sierten Zulas­sungs- und Impfstrategien.

Somit wäre also zu prüfen, welchen Ein­fluss die Phar­ma­in­dustrie mög­li­cher­weise auf die Gründung der STIKO genommen hat. Dies ist natur­gemäß kein leichtes Unter­fangen, da Lob­by­arbeit in der Regel hinter ver­schlos­senen Türen statt­findet. Ob daraus direkte poli­tische Ein­fluss­nahme resul­tierte, lässt sich im Ein­zelfall oft nicht beweisen, weil viele Akten nie ver­öf­fent­licht wurden, Par­tei­spenden nur begrenzt offen­gelegt werden mussten und Lob­by­kon­takte informell liefen.

Tat­sächlich bleibt der Prozess der Ent­schei­dungs­findung für die STIKO-Gründung weit­gehend im Dunkeln. Eine par­la­men­ta­rische Dis­kussion dazu gab es genauso wenig wie eine Dis­kussion in der Fach­li­te­ratur und den Mainstream-Medien.

Welche Rolle spielten die dama­ligen Pocken-Impfschäden?

Mög­li­cher­weise könnte die zuneh­mende Anzahl an Impf­scha­dens­an­er­ken­nungs­ver­fahren nach der Pocken­impfung eben­falls eine Rolle bei der Ein­richtung der STIKO gespielt haben [6]. Eine Ent­scheidung des Bun­des­ge­richtshofs im Jahr 1953 [7] hatte den Opfern von Impf­schäden erstmals die Option einer offi­zi­ellen Aner­kennung und Ent­schä­digung eröffnet. Dem wurde erst Jahre später im damals neuen Bun­des­seu­chen­gesetz ab 1962 Rechnung getragen. Anfang der 1970er Jahre lagen bereits Tau­sende von Impf­scha­dens­an­er­ken­nungs­an­trägen vor.

Der Rückzug aus der Pocken­impfung war gleich­zeitig ein inter­na­tio­naler Trend, wie einige spätere STIKO-Mit­glieder wie die Pro­fes­soren Haas und Weise von ihren Reisen in die USA zurückmeldeten.

Ver­füg­barkeit neuer Impf­stoffe als trei­bender Faktor?

Ein wei­terer guter Grund, zumindest aus Sicht der Her­steller, könnten die neuen Impf­stoffe gegen Masern und andere Infek­tionen dar­stellen, wobei Emp­feh­lungen eines natio­nalen Exper­ten­gre­miums natürlich für den Absatz und damit den Gewinn von großem Vorteil wären.

Alter AI hält weitere Motive für möglich:

„Die Initiative kam fak­tisch aus der Abteilung für Infek­ti­ons­krank­heiten des BGA. Diese Beamten und Wis­sen­schaftler sahen sich mit einer Vielzahl regio­naler Impf­emp­feh­lungen kon­fron­tiert, die ihre admi­nis­trative Kon­trolle erschwerten.“

Und Malte Thiessen schreibt in „Immu­ni­sierte Gesell­schaft“ (2017) auf  Seite 264:

„Einen wei­teren Insti­tu­tio­na­li­sie­rungs­schub für inter­na­tionale Koope­ra­tionen gab die Gründung der STIKO im Herbst 1971. Zum einen gab der Aus­tausch mit US-ame­ri­ka­ni­schen und bri­ti­schen Experten den Aus­schlag zu ihrer Gründung, war die STIKO doch ganz dem ame­ri­ka­ni­schen Vorbild des »Public Health Advisory Com­mittee on Immu­nization Prac­tices (ACIP)« nach­emp­funden. Zum anderen schuf die STIKO selbst Grund­lagen für eine Inter­na­tio­na­li­sierung und bot dem inter­na­tio­nalen Wis­sens­transfer ein kon­ti­nu­ier­liches Forum und finan­zielle Unter­stützung an.“

Ein Zwi­schen­fazit

Zusam­men­fassend lässt sich fest­stellen, dass rein sachlich gesehen keine Not­wen­digkeit für die Gründung einer STIKO bestand. Die Haupt­nutz­nießer waren und sind Impf­stoff­her­steller und gleich­zeitig ganz all­gemein die Phar­ma­in­dustrie bzw. deren Großaktionäre.

Deren Gewinne basieren haupt­sächlich auf der Epi­demie der chro­ni­schen Krank­heiten. Viele Experten und z. B. auch der aktuelle US-Gesund­heits­mi­nister Kennedy halten Imp­fungen für deren Hauptursache.


 

[1] siehe z. B. bei: Malte Thießen “Immu­ni­sierte Gesell­schaft”, 2017, oder bei Eli­sabeth Dietrich Daum et al. (Hrsg.) “Virus — Bei­träge zur Sozi­al­ge­schichte Band 20”, 2021

[2] siehe dazu impf-report Nr. 150/2026, S. 9ff

[3] damals ange­gebene Inter­es­sens­kon­flikte: siehe impf-report Nr. 46–47/2008, S. 15f

[4] siehe auch impf-report Nr. 50–51/2009, S. 32

[4a] Erst nach Inkraft­treten des Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setzes gab das RKI die STIKO-Geschäfts­ordnung frei. Siehe dazu auch impf-report Nr. 140/141, 3./4. Quartal 2023

[5] siehe auch impf-report Nr. 44–45/2008, S. 6

[6] siehe Bun­des­ge­sund­heits­blatt Nr. 4/2002, S. 364–370

[7] BGH, Urteil vom 19. Februar 1953 – Az. III ZR 208/51

Der Artikel erschien zuerst bei impfkritik.de.

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