Jan van Helsing: Was uns über unsere Her­kunft nicht erzählt wird – die Macht der Runen

Liebe Lese­rinnen und Leser,

in den ver­gan­genen Wochen ist eher unge­plant ein Buch­projekt ent­standen, das the­ma­tisch Neuland für meinen Verlag dar­stellt: Runen. Vor drei Wochen erhielt ich das Manu­skript zu „Runen in der Matrix des Wel­ten­baums“, in dem der Autor Wil­fried Haufe das Thema auf eine völlig neue Weise beleuchtet. Der Zugang ist nicht immer leicht, besonders beim ersten Lesen – doch genau darin liegt seine Stärke: Er eröffnet eine Per­spektive auf unsere Tra­dition und Geschichte, die weit über das Gewohnte hinausgeht.

Lange bevor Bücher geschrieben wurden, bevor Kirchen Europa prägten und Geschichte in feste Nar­rative gefasst wurde, exis­tierte ein anderes Wissen. Es wurde in Zeichen über­liefert, die mehr waren als bloße Schrift: die Runen. Ent­standen im Raum der nor­di­schen und ger­ma­ni­schen Kul­turen, wurden sie in Holz, Stein und Metall geritzt – nicht nur als Buch­staben (Stäbe aus Buchenholz), sondern als Träger von Bedeutung, Klang und Kraft. Für die Men­schen jener Zeit waren Runen kein abs­traktes System, sondern Aus­druck einer leben­digen Welt­auf­fassung, in der Natur, Mensch und Kosmos untrennbar mit­ein­ander ver­bunden waren.

Dieses Wissen ent­stammt einer Epoche, in der keine Trennung zwi­schen Religion, Wis­sen­schaft und Mythos bestand. Ver­gleichbare sym­bo­lische Tra­di­tionen finden sich auch bei den Kelten, deren Ver­ständnis von Natur­zyklen und Über­gängen eine ähn­liche geistige Welt erkennen lässt. Es war eine Zeit, in der Zeichen nicht erklärt, sondern erfahren wurden. Und doch ist unser heu­tiges Wissen über Runen oft bruch­stückhaft – redu­ziert auf ein­fache Bedeu­tungs­listen, Ora­kel­me­thoden oder rein his­to­rische Betrachtungen.

Genau hier setzt das Buch von Wil­fried Haufe an. Es stellt gewohnte Sicht­weisen infrage. Die 24 Runen des älteren Futhark erscheinen nicht mehr als iso­lierte Zeichen, sondern als Teil einer leben­digen Ordnung: ein­ge­bettet in den Wel­tenbaum Ygg­drasil, ver­bunden mit den neun Welten und einer tie­feren, ver­bor­genen Struktur. Haufes Deutung eröffnet einen Zugang, der über reines Wissen hin­ausgeht – Runen werden als erfahrbare Kraft­felder begreifbar, als dyna­mische Struk­turen innerhalb eines grö­ßeren kos­mi­schen Zusam­men­hangs. Linien werden zu Raum, Zeichen zu Beziehung.

Mit über 200 Illus­tra­tionen, einer neu kon­zi­pierten Runen­matrix sowie der Ver­bindung von Mytho­logie, Geo­metrie und innerer Erfahrung ent­steht ein Werk, das nicht nur erklärt, sondern unser Ver­ständnis grund­legend erweitert: Wer waren unsere Vor­fahren wirklich? Und warum fällt es uns heute so schwer, uns mit diesen Wurzeln auseinanderzusetzen?

In der Lese­probe erhalten Sie einen ersten Ein­blick in Haufes Her­an­ge­hens­weise sowie einige der zahl­reichen Abbil­dungen. Auf­grund ihrer Detail­tiefe haben wir uns bewusst für ein A4-Format ent­schieden, um auch kom­plexe Dar­stel­lungen und 3D-Visua­li­sie­rungen optimal erfahrbar zu machen.

Lese­probe Runenbuch

Eine kleine „mys­tische“ Bege­benheit am Rande: Als mir Wil­fried Haufe sein Manu­skript zusandte, teilte ich ihm mit, dass ich wenige Tage später nach Öster­reich reisen würde und während der Fahrt tele­fo­nisch erreichbar sei, um die Buchidee zu besprechen. Weder wusste ich, wo er wohnt, noch wusste er, wohin ich unterwegs war. Umso erstaun­licher war es, dass ich während unseres Tele­fonats aus­ge­rechnet durch seinen Wohnort fuhr.

„Wo wohnen Sie eigentlich?“, fragte ich. – „In Harburg“, ant­wortete er. „Na, das ist ja eine Syn­chro­ni­zität – da fahre ich gleich durch.“ Und während wir weiter sprachen, fuhr ich nicht weit ent­fernt von seinem Wohnhaus durch Harburg. Anhalten konnte ich leider nicht, da ich einen Termin in Salzburg hatte.

Solche kleinen „Zeichen“ begegnen uns immer wieder im Leben und bestä­tigen uns, dass wir uns auf dem rich­tigen Weg befinden. Auch Wil­fried sieht das so. Viel­leicht erklärt das, warum dieses Buch­projekt in unge­wöhnlich kurzer Zeit Gestalt ange­nommen hat: Bereits am 26. Mai wird es aus der Dru­ckerei kommen.

Weitere Pro­jekte

Par­allel arbeite ich gemeinsam mit Jason Mason am Buch­projekt „Jesus war blond!“. Der Umfang liegt derzeit bei rund 820 Seiten, weshalb wir uns ent­schieden haben, das Werk in zwei Bände auf­zu­teilen. Gleich­zeitig schreibe ich an meinem eigenen Buch „Wenn das Uni­versum böse wird“, dessen Ver­öf­fent­li­chung sich jedoch noch etwas ver­zögert – nicht zuletzt auf­grund zweier anste­hender Reisen.

Das Buch von Alfred Waizmann „11 Sub­stanzen, die die Phar­ma­in­dustrie gerne ver­bieten würde“, ent­standen in Zusam­men­arbeit mit Jürgen Lueger („Heilung erwünscht“), ist seit Freitag erhältlich. Die 300 signierten Exem­plare sind bis auf wenige Exem­plare ver­griffen. Ich werde jedoch am kom­menden Wochenende bei Alfred vor­bei­fahren und noch weitere Bücher signieren lassen.

Sobald das Interview mit Alfred Waizmann abge­schlossen ist, melde ich mich wieder bei Ihnen.

Bis dahin wünsche ich Ihnen sonnige Tage – und Zuver­sicht. Es stehen span­nende Zeiten bevor.

Euer Jan

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