Foto: KI-Bild (ChatGPT)

SKANDAL: Trotz eska­lie­render Chris­ten­ver­folgung – Merz und Stein­meier ehrten den neuen syri­schen Machthaber!


Kirchen werden ange­griffen, Christen getötet und zur Kon­version gedrängt. Dennoch emp­fingen Bun­des­kanzler Friedrich Merz und Bun­des­prä­sident Frank-Walter Stein­meier den neuen syri­schen Macht­haber mit allen Ehren. Für viele Beob­achter ein poli­ti­scher Skandal mit ver­hee­render Signalwirkung.


Für die Christen in Syrien hat sich die Lage dra­ma­tisch ver­schlechtert. Das Land gehört inzwi­schen wieder zu den gefähr­lichsten Staaten der Welt für Christen. Gewalt, Ein­schüch­terung, isla­mis­ti­scher Druck und poli­tische Ver­än­de­rungen treiben die ver­bliebene christ­liche Min­derheit immer stärker an den Rand ihrer Existenz.

Nach Angaben von Open Doors erreichte Syrien im aktu­ellen Welt­ver­fol­gungs­index mit 90 Punkten den höchsten Wert seiner Geschichte. Kirchen werden ange­griffen, Christen getötet, christ­liche Schulen geschlossen und ganze Gemeinden unter Druck gesetzt.

Allein im Juni 2025 starben bei einem Selbst­mord­an­schlag auf die grie­chisch-orthodoxe Mar-Elias-Kirche in Damaskus 22 Christen, weitere 63 wurden ver­letzt. Im Berichts­zeitraum konnten min­destens 27 Christen nach­weislich wegen ihres Glaubens getötet werden.

In christ­lichen Vierteln fahren Berichten zufolge Fahr­zeuge mit Laut­spre­chern umher und fordern die Bewohner offen zur Kon­version zum Islam auf. An Kirchen werden Flug­blätter ange­bracht, in denen Christen vor die Wahl gestellt werden, ent­weder zum Islam über­zu­treten oder die isla­mische Kopf­steuer, die soge­nannte Dschizya, zu zahlen. Gleich­zeitig wird das Bil­dungs­wesen zunehmend islamisiert

Besonders brisant ist dabei die poli­tische Ent­wicklung nach dem Macht­wechsel in Syrien. Die neue Über­gangs­ver­fassung erklärt die isla­mische Recht­spre­chung zur wich­tigsten Quelle der Gesetz­gebung. Radikale isla­mis­tische Kräfte gewinnen dadurch zusätz­lichen Ein­fluss, während Christen und andere Min­der­heiten immer stärker unter Druck geraten.

Auch das Bil­dungs­system wird zunehmend isla­mi­siert. Lehr­pläne werden über­ar­beitet, vor­is­la­mische Geschichte ent­fernt, bedeu­tende his­to­rische Frau­en­fi­guren gestrichen und reli­giöse Inhalte stärker inte­griert. Kri­tiker warnen davor, dass dadurch reli­giöse Vor­ur­teile weiter gefördert werden.

Und genau hier beginnt ein poli­ti­scher Skandal, der in Deutschland kaum the­ma­ti­siert wird:

Aus­ge­rechnet in dieser Situation emp­fingen Bun­des­kanzler Friedrich Merz und Bun­des­prä­sident Frank-Walter Stein­meier Ende März 2026 den syri­schen Über­gangs­prä­si­denten Ahmed al-Scharaa in Berlin.

Der Besuch war hoch­um­stritten. Al-Scharaa gilt als ehe­ma­liger Dschi­hadist und war füh­rende Figur der isla­mis­ti­schen HTS-Miliz, die nach dem Sturz Assads die Macht in Syrien übernahm.

Kri­tiker werfen seiner Bewegung massive Men­schen­rechts­ver­let­zungen sowie die Unter­drü­ckung reli­giöser und eth­ni­scher Min­der­heiten vor. Pro­test­gruppen sprachen deshalb von einer poli­ti­schen Auf­wertung eines Mannes, der für die Isla­mi­sierung Syriens und das zunehmend feind­liche Klima gegenüber Christen mit­ver­ant­wortlich gemacht wird.

Trotzdem wurde al-Scharaa sowohl von Stein­meier im Schloss Bel­levue als auch von Merz im Kanz­leramt empfangen.

Für viele Christen wirkt das wie ein fatales Signal: Während Glau­bens­ge­schwister in Syrien bedroht, dis­kri­mi­niert und ermordet werden, erhält der syrische Macht­haber inter­na­tionale Aner­kennung auf höchster poli­ti­scher Ebene.

Die Zahl der Christen in Syrien ist von über einer Million unter Assad inzwi­schen auf rund 300.000 geschrumpft – Hun­dert­tau­sende weniger als noch vor dem Bür­ger­krieg. Viele flohen vor Gewalt, Ver­folgung und isla­mis­ti­schem Druck. Die­je­nigen, die geblieben sind, leben zunehmend in Angst.

Umso ver­stö­render erscheint es vielen Beob­achtern, dass deutsche Spit­zen­po­li­tiker aus­ge­rechnet einem Mann den roten Teppich aus­rollen, dessen Herr­schaft von zahl­reichen Kri­tikern mit der fort­schrei­tenden Isla­mi­sierung Syriens und dem immer schlech­teren Klima für Christen in Ver­bindung gebracht wird.

Für die betrof­fenen Christen dürfte dies wie eine bittere Bot­schaft wirken: Ihre Ver­folgung sorgt offenbar für weit weniger poli­tische Auf­merk­samkeit als geo­po­li­tische Inter­essen und diplo­ma­tische Annäherung.

Der Artikel erschien zuerst bei guidograndt.de.

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